Im Jahr 1995 lebt Patricia Highsmith zurückgezogen in ihrem Chalet in den Schweizer Alpen. Die Schöpferin von Tom Ripley raucht, trinkt Whisky und hat mit dem Schreiben eigentlich abgeschlossen. Besuch empfängt sie kaum, und wenn doch, dann ungern.
Ihr New Yorker Verlag sieht das anders und schickt den jungen Literaturagenten Edward Ridgeway in die Berge. Er soll Highsmith dazu bringen, einen letzten Roman über Ripley zu schreiben, den sechsten der Reihe. Auf der Fahrt mit dem Zug lernt Edward die amerikanische Studentin Clementine Balfour kennen und beginnt eine Affäre mit ihr.
Highsmith hat wenig Lust auf den Gast und setzt alles daran, ihn wieder loszuwerden. Im Haus hängen Waffen, im Schrank steht eine Sammlung von Giften, und beim Frühstück lässt sie das Arsen gut sichtbar neben der Pfanne mit dem Rührei stehen. Edward bleibt trotzdem, und aus dem Kräftemessen zwischen der Autorin und dem Agenten wird ein Psychoduell.
Langsam entsteht daraus eine Zusammenarbeit. Gemeinsam entwerfen die beiden die Handlung des neuen Romans, und dabei verschwimmt Edward immer mehr mit Ripley selbst. Was am Schreibtisch erfunden wird, scheint plötzlich auch außerhalb des Chalets zu geschehen. Bald ist nicht mehr klar, ob Edward etwas Abgründiges plant oder ob sich Fiktion und Wirklichkeit nur im Kopf der Autorin vermischen.
Vorlage ist das Theaterstück „Switzerland“ der Australierin Joanna Murray-Smith, das 2014 von der Sydney Theatre Company uraufgeführt wurde. Auf der Bühne ist es ein Kammerspiel mit zwei Figuren, das nur im Arbeitszimmer spielt. Murray-Smith hat das Drehbuch selbst geschrieben und die Geschichte für das Kino erweitert.
So zeigt der Film auch Ripley dabei, wie er die mörderischen Pläne aus dem Duell von Autorin und Agent in die Tat umsetzt. Regie führt der Niederländer Anton Corbijn, der als Fotograf und Regisseur von Musikvideos bekannt wurde und danach Filme wie „Control“, „The American“ und „A Most Wanted Man“ gedreht hat.
Hinter der Kamera steht Robbie Ryan, der zuvor für „Poor Things“ und „The Favourite“ gearbeitet hat. Gedreht wurde unter anderem in Zürich. Produziert haben Brouhaha Entertainment, Lunar Pictures und Zurich Avenue, lange lief das Projekt unter dem Arbeitstitel Switzerland.
Helen Mirren spielt Patricia Highsmith. Alden Ehrenreich verkörpert Edward Ridgeway und in den Szenen aus dem Roman auch Tom Ripley.
Olivia Cooke ist als Clementine Balfour zu sehen, James Faulkner als Douglas Balfour. Dazu kommen Juliet Stevenson als Peggy und Brid Brennan als Kathryn Grierson.
Seine Weltpremiere feierte der Film im September 2026 beim Filmfestival in Toronto. Die Premiere in Deutschland folgte Ende September beim Filmfest Hamburg, wo Helen Mirren den Douglas-Sirk-Preis erhielt.
In den USA kam der Film am 23. Oktober 2026 in die Kinos. In Deutschland bringt Tobis Film ihn am 5. November 2026 heraus, mit einer Laufzeit von 106 Minuten und einer Freigabe ab 12 Jahren. Wer nach dem Kino mehr von Highsmiths bekanntester Figur sehen will, findet Tom Ripley mit Andrew Scott in der Netflix-Serie Ripley.
als Patricia Highsmith
als Edward Ridgeway
als Clementine Balfour
Juliet Stevenson
als Peggy
Nikolai Selikovsky
als Doctor
Nicola Garofalo
als Maître D'
Mark Appleby
als Voice of Bradley Appleby
Regie
Anton Corbijn
Drehbuch
Joanna Murray-Smith, Joanna Murray-Smith
Produktion
Iris Cohen, Lilia Trapani, Nina Gold, Sam Gordon, Michael S. Constable, Meg Clark, Richard Mansell, Marc Furmie, Phil Hunt, Chris Chard, Andrew Mason, Michael Glassman, Marco Alessi, Karl Spoerri, Pete Shilaimon, Gabrielle Tana, Carolyn Marks Blackwood, Jim Robison, Andrea Occhipinti, Kurt Martin, Mickey Liddell, Troy Lum, Luke Randolph
Kamera
Robbie Ryan
Schnitt
Andrew Hulme
Musik
Dickon Hinchliffe