Bryan Cranston arbeitete in seiner Jugend als Seifenhersteller und Briefsortierer bei der Post, bevor er als Schauspieler berühmt wurde. Während seiner Zeit bei der Comedyserie Malcolm in the Middle fuhr er tatsächlich mit einem Mini-Bike durch das Set und sorgte so für viele Lacher bei den Dreharbeiten.
Bryan Lee Cranston wurde ins Showbusinness hinein geboren und ist in Südkalifornien aufgewachsen. Er ist der Sohn des Schauspielers Joe Cranston und Peggy Sell. Er hat einen älteren Bruder, Kyle Edward Cranston, der ebenfalls Schauspieler ist. Sein Schauspieldebüt hatte Cranston im Alter von acht Jahren in einem Werbspot für United Way. Doch die Schauspielerei kam für ihn zunächst nicht in Frage. Sein Interesse galt dem Sport, vor allem Baseball, und er wäre gerne Profispieler geworden, doch leider war sein Talent nicht übermäßig ausgeprägt. Er absolvierte 1974 die High-School und studierte am College Polizeiwissenschaften.
Nach dem College war er mit seinem Bruder auf einem Selbstfindungstrip, bei dem die beiden zwei Jahre lang auf ihren Motorrädern durchs Land fuhren. Als sie über Winter in Daytona Beach blieben, haben sie das Gemeindetheater und die Bretter, die die Welt bedeuten für sich entdeckt. Nachdem die Brüder nach Kalifornien zurückkehrten, spielte Cranston zunächst weiter in lokalen und regionalen Theatern.
Seine erste TV-Rolle ergatterte Bryan Cranston 1982 in einer Episode der Serie ChiPs, 1983 folgte eine weitere Rolle im Piloten zu der langjährigen Seifenoper Loving. Danach war er kontinuierlich in verschiedenen Gastrollen zu sehen, unter anderem 1986 in der 80er Jahre Actionserie Airwolf, bei der er auch seine Frau kennenlernte; sowie in North and South, Book II. Außerdem war er in den späten 80ern in zahlreichen Werbespots zu sehen.
Seine erste größere Rolle hatte er 1988 in der kurzlebigen Comedyserie Raising Amanda. Danach folgten weitere Gastauftritte in beliebten und erfolgreichen Serien wie 1989 in der Dramaserie Falcon Crest oder dem Publikumserfolg Baywatch. In einer nennenswerten Rolle auf der Leinwand war er zum ersten Mal 1990 in der Komödie „Corporate Affairs“ zu sehen und 1991 im Sci-Fi-Horror „Dead Space“.
In den frühen 1990er Jahren folgten zahlreiche Spielfilme fürs Fernsehen und weitere Gastrollen in Serien, wie beispielsweise 1994 eine wiederkehrende Rolle als Jerry Seinfelds Zahnarzt in der Kultserie Seinfeld, die ihm eine wachsende Fangemeinde bescherte. 1996 war Bryan Cranston in einer der Hauptrollen, neben Louie Anderson, in der kurzlebigen Sitcom The Louie Show zu sehen. Nach einem weiteren Ausflug auf die Kinoleinwand 1996 als Astronaut in Tom Hanks Comedy-Drama „That Thing You Do“, war der Schauspieler 1997 in Gastrollen in der Fantasy-Comedy Sabrina, the Teenage Witch oder in der Sci-Fi-Serie Babylon 5 zu sehen. 1998 kam ihm sein Studium zu gute als er zwei Episoden lang Lt. Gordon Denton in der Krimiserie Brooklyn South mimte.
Weitere Gastrollen unter anderem in The X-Files und Chicago Hope folgen. Danach spielte er wieder an der Seite von Tom Hanks die Rolle des Astronauten Buzz Aldrin in dessen TV-Miniserie From the Earth to the Moon, die mit dem Golden Globe und dem Emmy prämiert wurde. Er ist auch in einer kleineren Rolle in Steven Spielbergs mit fünf Oscars ausgezeichnetem Historiendrama „Save Private Ryan“ zu sehen.
1999 ergattert Bryan Cranston eine wiederkehrende Rolle in der beliebten CBS-Comedy King of Queens, in der er Dougs lästigen Nachbarn Tim Sacksky spielt. Daraufhin folgt 2000 der große Durchbruch als infantiler, aber liebevoller Familienvater Hal in der erfolgreichen FOX-Comedy Malcolm in the Middle, für die er drei Emmy- und eine Golden Globe-Nominierung erhielt.
Währenddessen war er als Nebendarsteller in weiteren Kinofilmen wie 2004 in der Komödie „Seeing Other People“ und im Drama „Illusion“ und 2006 im oscarprämierten Überraschungshit „Little Miss Sunshine“ und im Thriller „Intellectual Property“ zu sehen. Des Weiteren hatte er 2006 eine Gastrolle in How I Met Your Mother und 2007 spielte er Lucifer in der Mini-Abenteuer-Serie Fallen.
Seit 2008 ist Bryan Cranston in der Hauptrolle des AMC-Dramas Breaking Bad zu sehen. Er spielt den verklemmten Chemie-Lehrer Walter Hartwell White, der, als bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert wird, beschließt mit selbsthergestellten Metaamphetaminen sein Gehalt aufzubessern. Für seine Rolle wurde er drei Mal in Folge mit dem Emmy ausgezeichnet.
Auf der großen Leinwand erschien Cranston 2010 neben Helen Mirren und „Joe Pesci“ in dem Drama „Love Ranch“. Auch 2011 war Cranston fleißig und stand für den Thriller „Leave“ und die Komödie „Larry Crowne“ vor der Kamera, sowie neben weiteren Hollywoodstars in „Der Mandant“, „Detachment“, „Drive“ oder „Contagion“ (alle 2011).
2012 ist der Schauspieler ebenfalls sehr gefragt: Eine Nebenrolle übernahm er in dem Actionfilm „Red Tails“, demnächst wird er in dem Disney-Fantasy-Abenteuer „John Carter - Zwischen zwei Welten“ erscheinen und neben Tom Cruise und Catherine Zeta-Jones in dem Musik-Drama „Rock of Ages“ mitwirken. Im Sommer folgt das Remake „Total Recall“, im Herbst das Drama „Argo“ und im darauffolgenden Jahr die Komödie „Get a Job“.
2017 ist er in der Serie Electric Dreams: The World of Philip K Dick zu sehen.
Neben seiner Begeisterung für das Schauspielern ist Bryan Cranston auch ein engagierter Drehbuchautor und Regisseur. Im Jahr 1999 führte er erstmals Regie, schrieb das Drehbuch und übernahm auch eine Rolle im romantischen Drama „Last Chance“, als Geburtstagsgeschenk für seine Frau. Er war auch als Regisseur für einige Episoden von Malcolm in the Middle, für den Piloten zur Special Unit und die erste Episode der zweiten Staffel von Breaking Bad tätig. Außerdem leiht er wie viele seiner Kollegen mehreren Zeichentrickfiguren seine Stimme, wie beispielsweise für Clerks, Family Guy, American Dad oder für japanische Zeichentrickserien unter dem Pseudonym Lee Stone.
Bryan Cranston heiratete 1977 die Autorin Mickey Middleton, ließ sich aber 1982 scheiden. Seit 1989 ist er mit der Schauspielerin Robin Dearden verheiratet. Sie haben eine gemeinsame Tochter, Taylor Dearden Cranston (1993), die ebenfalls Schauspielerin ist. Seine Frau und Tochter hatten einen Gastauftritt in der Episode No Mas in Breaking Bad. Cranston ist ein großer Baseballfan, vor allem der Los Angeles Dodgers und sammelt leidenschaftlich Baseball-Andenken.
Die faszinierendste Wandlung von einem Comedy- zu einem Drama-Darsteller hat wohl Bryan Cranston vollzogen - und endlich hat er mit Breaking Bad die Anerkennung bekommen, die er verdient. Drei Mal in Folge konnte er den Emmy für seine Rolle des krebskranken, Crystal-Meth-kochenden Familienvaters Walter White mit nach Hause nehmen. Drei Mal nominiert war Cranston auch für seine vorherige Vaterrolle und seine Fans hätten ihm für die Darstellung des infantilen Familienvaters Hal in der erfolgreichen Comedy Malcolm in the Middle unlängst eine Auszeichnung gegönnt.