Kiefer Sutherland
Kiefer Sutherland als Agent Jack Bauer in der Serie 24.
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Kiefer Sutherland

„Mein Name ist Jack Bauer - und heute ist der längste Tag meines Lebens." Mit diesen Worten startet 2001 eine der spektakulärsten und spannendsten TV-Serien aller Zeiten: In 24 spielt Kiefer Sutherland die Hauptrolle des Anti-Terror-Agenten Jack Bauer, der nur 24 Stunden Zeit hat, um die Welt vor einer globalen Katastrophe zu retten. Die atemberaubende Thriller-Serie beschert dem Schauspieler ein sagenhaftes Comeback. Denn eigentlich war es in den Jahren zuvor recht still geworden um den Sohn von Altmeister Donald Sutherland.

Biografie von Kiefer Sutherland

Kiefer Sutherland ist in London als Kiefer William Frederick Dempsey George Rufus Sutherland zur Welt gekommen, da seine schauspielenden Eltern, Donald Sutherland und Shirley Douglas gerade dort arbeiteN. Er hat eine Zwillingsschwester namens Rachel. Von seinen Eltern erbT er schottische Wurzeln und er ist der Enkelsohn des kanadischen Politikers Tommy Douglas. Sutherland wIRD nach dem Regisseur des ersten Films seines Vaters - Warren Kiefer - benannt. Er wächst zunächst im kalifornischen Corona auf. Drei Jahre nach der Scheidung seiner Eltern (1972) zieht er mit seiner Mutter nach Toronto um. Dort absolviert er seine Schulzeit und wechselt dabei fünf Mal die Highschool aufgrund von Verweisen.

Karriere

1983 verlässt Kiefer Sutherland Kanada gen Hollywood um seine Schauspielkarriere zu starten. Laut einem Interview mit Jimmy Kimmel teilt er sich die ersten drei Jahre mit Robert Downey Jr. eine Wohnung. Sein Schauspieldebüt gibt er an der Seite seines Vaters Donald Sutherland in dem Film „Max Dugans Moneten“ (1983). Ein Jahr später ergattert er bereits seine erste Hauptrolle in dem Film „The Bay Boy“. Neben einem Gastauftritt in Amazing Stories (1985) und seltenen Rollen in TV-Spielfilmen spielt sich die Karriere des Schauspielers vornehmlich auf der großen Leinwand ab.

Kiefer Sutherland beginnt seine Filmkarriere als Shootingstar in den 80er Jahren: Er wird zum unsympathischen Schlägertyp in Rob Reiners Jugend-Drama „Stand By Me“, rebellischer Outlaw-Vampir in Joel Schumachers „The Lost Boys“ und Jack Nicholsons Stiefellecker in „A Few Good Men“. Trotzdem ist Kiefer Sutherland keineswegs auf zwielichtige Charaktere festgelegt. Mal gibt er den hartnäckigen Cop, mal den Todeszellenkandidaten. Als „Athos" in „The Three Musketeers“ ist Kiefer Sutherland einer für alle, als rassistischer Redneck in „The Die Jury“ einer gegen Schwarze. In seiner Wandelbarkeit steht er seinem berühmten Vater in nichts nach. 1993 gibt er mit dem hoch gelobten Gefängnis-Drama „Last Light“ sein Regie-Debüt.

Die großen kommerziellen Erfolge feiert Sutherland in den 90er Jahren außerdem mit Filmen wie dem Western „Young Guns - Sie fürchten weder Tod noch Teufel“ (1988) und dem Sequel im Jahr 1990, „Flatliners“ (1990), „Auge um Auge“ (1996) und „Nicht auflegen!“ (2002). Daneben erscheint er bis heute in rund 80 verschiedenen Rollen. Zu seinem Resümee zählen auch Hauptrollen in Filme wie dem Thriller „The Killing Time“, dem Drama „Promised Land“ (beide 1987), der Actionfilm „Renegades“ (1989) oder die Actionkomödie „Flashback“ (1990). Der Schauspieler ist ebenfalls in „Twin Peaks - Der Film“ (1992) mit von der Partie, sowie in dem Mystery-Thriller „Spurlos“ (1993), in der Komödie „Machen wir's wie Cowboys“ (1994) oder in „Freeway“ (1996). Zu seinen seltenen Fernsehrollen vor der 24-Ära zählt eine Gastrolle in Fallen Angels (1995).

Mitte der 90er ließ sein Ruhm ein wenig nach. Filme wie „Frankie the Fly“ (1996), „Ort der Wahrheit“ (1997) bei dem Sutherland wieder Regie führte, „Dark City“, „Nackte Angst“ oder „Kollisionskurs - Panik im Tower“ (alle 1998) spielen kaum die Produktionskosten wieder ein. Auch Filme wie die Romanze „Waman Wanted“, das Drama „Beat“, der Krimi „After Alice“, der Thriller „The Right Temptation“ (alle 2000) oder der Western „Ring of Fire - Raging Bull“ und der Kriegsfilm „Gefangen in der Hölle“ (beide 2001) locken kaum Zuschauer in die Kinos.

Nach einer längeren Fast-Auszeit als Darsteller legt Kiefer Sutherland schließlich mit der Rolle des CTU-Agenten Jack Bauer in dem US-Straßenfeger 24 ein furioses Comeback hin. Es ist seine erste Hauptrolle in einer TV-Serie, ein Debüt, das von der amerikanischen Presse und Kritik euphorisch gefeiert wurde. 2002 wird er für seine packende Darstellung mit dem Golden Globe ausgezeichnet, 2003 und 2004, sowie 2006 bis 2009 wird er für die nächsten Staffeln der Erfolgsserie erneut für den Golden Globe nominiert. Zudem erhält er sieben Emmy-Nominierungen von der er eine im Jahr 2006 mit nach Hause nehmen kann.

Während dieser Zeit erscheint der Schauspieler sporadisch auf der großen Leinwand: In „Dead Heat“ übernimmt er die Hauptrolle, ebenso in dem Action-Thriller „Desert Saints“ (beide 2002) oder in dem Drama „Behind the Red Door“, dem Biopic „Paradise Found“ und dem TV-Krimi „L.A. Confidential“ (alle 2003). Daneben leiht der Darsteller verschiedenen Figuren seine Stimme, unter anderem General W.R. Monger in dem Kinohit „Monsters vs. Aliens“ (2009) oder Bosco in „Marmaduke“ (2010).

Im Jahr 2004 steht Sutherland neben Angelina Jolie für den Mystery-Thriller „Taking Lives - Für Dein Leben würde er töten“ vor der Kamera, 2005 übernimmt er eine Rolle in dem Drama „River Queen“, 2006 wirkt er neben Michael Douglas und Eva Longoria in dem Krimi „The Sentinel - Wem kannst du trauen?“ mit und ist 2008 in dem Horror „Mirrors“ zu sehen. 2011 steht Sutherland neben Kirsten Dunst und Alexander Skarsgard für den Lars von Trier Sci-Fi-Thriller „Melancholia“ vor der Kamera.

Sutherland kehrt im Herbst 2012 in der Hauptrolle der Serie Touch auf den Fernsehbildschirm zurück. In der Mysteryserie von Tim Kring (Heroes) spielt Sutherland bis 2013 den frisch verwitweten Familienvater Martin Bohm, dessen autistischer Sohn über eine besondere Gabe verfügt.

Neben Kate Hudson erscheint er im Jahr 2013 in dem Thriller „The Reluctant Fundamentalist“ auf der Leinwand.

Im Mai 2014 schlüpft Sutherland erneut in die Rolle von Jack Bauer und war in der FOX-Miniserie 24: Live Another Day zu sehen. Ab 2016 ist er als Hauptfigur in der Serie Designated Survivor zu sehen. Nebenbei übernimmt er weiterhin Filmrollen und spielt sich 2016 selbst in „Zoolander 2“.

Privatleben

Privat pflegt Kiefer Sutherland lange das Image des wilden Abenteurertyps: Mit 19 heiratet er zum ersten Mal Camelia Kath, ist heute zweimal geschieden, verlobt sich mit Julia Roberts, wird wenig später von ihr verlassen, gewinnt Rodeos in Phoenix und Albuquerque und spielt in einem erfolgreichen Eishockey-Team. Zudem ist er Manager einer Musik-Band und ist der Vater einer einzigen Tochter, Sarah Sutherland(*1988), die ebenfalls den Beruf der Schauspielerin ausübt.

Fakten zu Kiefer Sutherland
Fakten zu Kiefer Sutherland

5 Fakten zu Kiefer Sutherland

Insgesamt zehn Jahre seines Lebens verbrachte er als Agent Jack Bauer im Kampf gegen den Terror. Sechs Mal in Folge war er für seine Rolle für den Golden Globe nominiert und gewann den Preis 2002 als bester Hauptdarsteller. Daneben erhielt Kiefer Sutherland sieben Emmy-Nominierungen.

Fakt 1

Kiefer Sutherland wurde nach dem Regisseur des ersten Films seines Vaters - Warren Kiefer - benannt. Sutherlands vollständiger Name lautet Kiefer William Frederick Dempsey George Rufus Sutherland. In der Highschool wurde er Reefer genannt.

Fakt 2

Der Darsteller lernte im Jahr 1990 am Set zu dem Film „Flatliners“ Schauspielkollegin Julia Roberts kennen. Die beiden waren verlobt. Drei Tage vor dem großen Tag wurde die Hochzeit abgesagt, denn Roberts ist mit „Jason Patric“, mit dem Sutherland für den Film „Lost Boys“ 1987 vor der Kamera stand, nach Europa abgehauen.

Fakt 3

Der Schauspieler ist ein liebender Vater einer einzigen Tochter, Sarah Jude Sutherland, die in seine Fußstapfen getreten ist und ebenfalls den Beruf der Schauspielerin ergriff. Sein Glücksbringer ist ein Foto von ihr aus dem Kindergarten, das er stets bei sich trägt. Wie Sutherland in einem Interview erzählte, steht unter dem Foto „I love you Daddy“ und es ist das erste was seine Tochter ihm geschrieben hat. Es bedeutet die Welt für ihn.

Fakt 4

Neben der Schauspielerei begeistert sich Kiefer Sutherland sehr für Musik. Bereits mit fünf Jahren lernte er Geige spielen und mit zwölf Gitarre. Mit seinem Freund, dem Musiker Jude Cole, ist er stolzer Besitzer des Musik-Labels Ironworks. Daneben hat er 28 „Gibson“-Gitarren im Laufe seines Lebens angesammelt. Außerdem war Sutherland Manager der Band Rocco Deluca & The Burden, wurde aber gefeuert. Seine Erfahrungen mit der Band sind in dem Dokumntarfilm „I Trust You To Kill Me“ (2006) festgehalten.

Fakt 5

Kiefer Sutherland ist ein Bad Boy: Mit 15 Jahren flog er von der katholischen Schule in Ottawa. Mit 18 Jahren versuchte er es ein Jahr lang mit Drogen. Nun ist seine Droge das Kochen, wie er in einem Interview berichtete. Im Jahr 2004 musste er 50 Sozialstunden leisten, weil er betrunken Auto gefahren ist. 2007 wurde Sutherland erneut beim Fahren unter Alkoholeinfluss erwischt und wurde festgenommen. Nach der Zahlung einer Strafe von 25.000 US-Dollar wurde er wieder entlassen. Im Februar 2004 mussten die Dreharbeiten zur Serie „24“ unterbrochen werden, weil das Gesicht des Schauspieler nach einer Kneipenschlägerei lädiert war.
Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.282 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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