You Can See Everything

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Der Film You Can See Everything feiert am Donnerstag, 3. Dezember 2026 Premiere.

Kurz & knapp

Nathan Fielder und Lance Oppenheim begleiten die verurteilte Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes ab 34 Tagen vor ihrem Haftantritt und danach drei Jahre lang. Die A24-Doku mischt Beobachtung mit nachgestellten Szenen, in denen Amanda Seyfried und Christopher Abbott das Paar spielen. Kinostart in Deutschland ist der 3. Dezember 2026.

You Can See Everything Trailer

In dem Film You Can See Everything geht es um Elizabeth Holmes, die Gründerin des gescheiterten Bluttest-Unternehmens Theranos. Sie wurde 2022 wegen Betrugs an Investoren verurteilt und muss im Frühjahr 2023 eine Haftstrafe von mehr als elf Jahren antreten. Nach einem Jahrzehnt ohne Interview lädt sie ausgerechnet in den letzten 34 Tagen vor dem Haftantritt ein Filmteam zu sich nach Hause ein.

Mit ihrem Partner Billy Evans und den beiden kleinen Kindern lebt Holmes in einem gemieteten Haus in Del Mar bei San Diego. Die Regisseure Nathan Fielder und Lance Oppenheim ziehen mit ihrer Crew dort ein. Holmes verspricht ihnen, sie könnten alles sehen, und schickt Fielder denselben Satz wenige Minuten später noch einmal als Nachricht.

Eigentlich wollte Fielder hinter der Kamera bleiben. Doch seine Gespräche mit Holmes und Evans verlaufen so eigenartig, dass er selbst zur zweiten Hauptfigur wird. Er fragt nach Theranos, nach Schuld und nach dem Bild, das die Öffentlichkeit von ihr hat, und Holmes beteuert immer wieder, dass sie nichts zu verbergen habe.

Um zu zeigen, wie schwer ihm die Verständigung mit ihr fällt, spielt Fielder dem Paar den Sketch „Who's on First?“ von Abbott und Costello vor. Später sehen sich alle gemeinsam die Serie The Dropout an, die den Aufstieg und Fall von Theranos nacherzählt. Holmes bittet nach kurzer Zeit darum, abzuschalten.

Auch die Eltern von Holmes kommen vor die Kamera. Frühere Weggefährten aus der Zeit bei Theranos wollten dagegen nicht mitwirken.

Mit dem Haftantritt in Texas ändert sich der Zugang des Teams grundlegend. Evans übernimmt den Account seiner Partnerin auf X, erhält eine Vollmacht für ihre Angelegenheiten und wird zum wichtigsten Ansprechpartner der Filmemacher. Aus dem geplanten Porträt wird eine Beobachtung über drei Jahre, in der sich die Crew immer seltener einig ist, was in diesem Haus eigentlich vor sich geht.

Der Film verbindet beobachtende Aufnahmen mit nachgestellten Szenen und Gesprächen über das gedrehte Material. Immer wieder hinterfragt Fielder dabei seine eigene Methode, und was echt ist und was gespielt, lässt sich oft nicht mehr auseinanderhalten.

Hintergrund

Oppenheim und Fielder lernten sich kennen, nachdem Fielder Oppenheims Dokumentarfilm „Some Kind of Heaven“ gesehen hatte. 2023 erfuhr Oppenheim über einen Bekannten, dass Holmes jemanden suchte, der ihr Leben dokumentiert. Sie hatte sich zuvor schon an das Studio A24 gewandt.

A24 ließ den beiden freie Hand, ohne Frist und ohne Pflicht zum fertigen Film. Wäre nichts daraus geworden, hätten sie das Material verwerfen dürfen.

Crew

Bei You Can See Everything führten Nathan Fielder und Lance Oppenheim gemeinsam Regie. Für Fielder, bekannt aus Nathan for You, „The Rehearsal“ und The Curse, ist es der erste Kinofilm als Regisseur. Oppenheim drehte zuvor die Dokumentation „Spermworld“ und das Drama „Primetime“.

Produziert haben die beiden zusammen mit Tatiana Bears, Maggie Ambrose und Jack Davis. Die Musik stammt von Ari Balouzian. Hinter der Kamera stand David Bolen, der mit Oppenheim schon seit dessen Jugend zusammenarbeitet, den Schnitt übernahm Adam Locke-Norton.

Cast

Im Mittelpunkt stehen Elizabeth Holmes, ihr Partner Billy Evans und Nathan Fielder, die sich selbst spielen. Auch Holmes' Eltern und die beiden Kinder des Paares sind zu sehen.

Amanda Seyfried, die für ihre Rolle als Holmes in der Miniserie The Dropout einen Emmy gewann, tritt als sie selbst auf und spielt in nachgestellten Szenen erneut Holmes. Man kennt sie aus Big Love und Long Bright River.

Christopher Abbott, bekannt aus The Sinner und Catch-22, übernimmt in diesen Szenen die Rolle von Billy Evans. Die beiden standen zuvor gemeinsam für „The Testament of Ann Lee“ vor der Kamera.

Drehorte

Gedreht wurde vor allem im gemieteten Haus von Holmes und Evans in Del Mar in Kalifornien, wo die Crew im April 2023 einzog. Die Aufnahmen erstreckten sich danach über rund drei Jahre.

Nach dem Haftantritt in Bryan, Texas, war der Zugang zu Holmes stark eingeschränkt. Die Arbeit verlagerte sich deshalb auf Evans und auf nachgestellte Szenen.

Produktionskosten

Ein Budget wurde nicht veröffentlicht. Produziert haben A24, To Be Formed und Blow Out Productions.

Zum US-Kinostart am 16. Oktober 2026 spielte der Film am ersten Wochenende 15 Millionen US-Dollar auf nur 855 Leinwänden ein. In Deutschland bringt Sony Pictures ihn am 3. Dezember 2026 in die Kinos.

Auszeichnungen

Bei den Critics' Choice Documentary Awards am 8. November 2026 ist der Film als bester Dokumentarfilm nominiert, Fielder und Oppenheim zusätzlich für die Regie. A24 schickt ihn in der Awards-Saison auch in der Kategorie bester Film ins Rennen. Bei Metacritic kommt er auf 97 von 100 Punkten.

You Can See Everything Schauspieler

Nathan Fielder

als Self

Gary Wilmes

als A24 Executive

Phillip Andre Botello

als A24 Executive

You Can See Everything Crew

Regie

Nathan Fielder, Lance Oppenheim, Alice Johnson

Produktion

Abby Harri, David M. Shayne, Eric Notarnicola, Abigail Rowe, Christian Vazquez, Joshua Gonzales, Emily Osborne, Tatiana Bears, Maggie Ambrose, Lance Oppenheim, Nathan Fielder, Jack Davis

Kamera

Jonathan Mitchell, David Bolen

Schnitt

Adam Locke-Norton

Musik

Ari Balouzian, Richard Carlos, Paul Hsu

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