Grey's Anatomy 16x08

© zenenbild zu der Grey's-Anatomy-Episode My Shot / (c) ABC
In der Grey's Anatomy-Episode My Shot findet die Verhandlung um Merediths (Ellen Pompeo) Approbation statt. Dabei kommen alle möglichen Kollegen zu Wort, deren Aussagen über den Ausgang der Verhandlung entscheiden werden. Währenddessen versucht Maggie (Kelly McCreary), den Tod ihrer Cousine (Crystal McCreary) zu verarbeiten. Dabei erhält sie seelische Unterstützung von Jackson (Jesse Williams). Außerdem schwebt der Arzt (Mike McColl), der für Dereks (Patrick Dempsey) Tod verantwortlich ist, in Lebensgefahr, nachdem er bei Merediths Verhandlung in der „Jury“ gesessen hatte.
You don't deserve to judge anyone
Durch die Aussagen von Merediths Kollegen begeben wir uns auf eine Reise in die Vergangenheit. Dabei erfahren wir nicht nur, wie sie zu Meredith stehen, indem sie Stellung beziehen, sondern auch eine Menge über Mers Charakter. Uns wird noch mal vor Augen geführt, dass sich Meredith stets in Grauzonen bewegte: Sie hat schon immer ihre Entscheidungen nach moralischen und nicht juristischen Grundlinien getroffen. Das ist genau das, was sie ausmacht und das sollte man nicht verurteilen, sondern viel eher loben. Bailey (Chandra Wilson) betont hier ihre menschliche Seite, die so wichtig in diesem Beruf ist.
Bei diesen Flashbacks begegnen wir aber auch lang verstorbenen, aber nie vergessenen Figuren wie Lexie (Chyler Leigh) und Derek, aber auch Arizona (Jessica Capshaw) und Cristina (Sandra Oh) treten auf. An letztere wurde auch in anderer Form gedacht. So steht sie ihrer Person so gut es geht bei, indem sie einen Brief verfasst, der sich an das Komitee richtet und in welchem sie die außerordentliche Kompetenz von Meredith hervorhebt. Hier ist es schön zu sehen, wie Cristina immer wieder auf jedwede Art in die Erzählung der Serie integriert wird. Das Lied, was während Alex' Vortrag im Hintergrund abgespielt wird, ist übrigens das gleiche, zu welchem Cristina und Meredith ein letztes Mal zusammen abgetanzt hatten. Mit solchen kleinen sentimentalen Anspielungen drückt „Grey's Anatomy“ voll auf unsere Tränendrüse - und wir lieben es!
In den letzten Folgen hat sich der Konflikt zwischen den zwei Parteien - dem Grey Sloan Memorial und dem Pac North - immer weiter verstärkt. Nun erreicht dieser einen Höhepunkt und kommt hier gleichzeitig auch zum Abschluss. Im Prinzip wurde dieser Konflikt nur (noch) von Bailey ausgetragen. Als diese schließlich einsieht, dass Meredith zwar Taten begeht, die an der Grenze zur Illegalität stehen, diese aber Menschenleben retten - worum es letzten Endes ja auch geht - und Mer zudem oft die Einzige ist, die diese Patienten retten kann, ist nicht nur der Konflikt zwischen diesen beiden gelöst, sondern auch der zwischen den zwei Gruppierungen, die sich gebildet hatten. Als Tüpfelchen auf dem i darf Meredith schließlich auch ihre Approbation behalten und weiterhin als Lebensretterin in Erscheinung treten.
Die aktuelle Episode stellt einen entscheidenden Wendepunkt dar - in vielerlei Hinsicht. So werden hier nun endlich die Konflikte zutage gebracht, ausgetragen und schließlich vergraben. Insbesondere steht in dieser Folge aber Merediths Schicksal im Vordergrund: Sowohl beruflich als auch privat lassen sich Änderungen nach dieser Folge feststellen.
I am not your partner. Am I?
So hat Meredith zwar ihre Approbation und ihren Job am Grey Sloan behalten können, dabei musste DeLuca (Giacomo Gianniotti) aber leider feststellen, dass er und Meredith nicht auf einer Augenhöhe sind: Er respektiert sie mehr und setzt sich sehr für sie ein (ging für sie ins Gefängnis et cetera), doch sie sieht ihn nicht so. Immerhin hat sie - obwohl sie ihm ihre Liebe gestanden hat - auch gegenüber ihren Schwestern zugegeben, dass sie sich nicht sicher ist, ob es mehr sein kann. Das ist nun auch DeLuca klar geworden.
Auslöser für diesen Befund Andrews sind die Worte, die Meredith an den Arzt richtet, der für den Tod von Derek verantwortlich ist und zufälligerweise in der Jury, der über ihre berufliche Zukunft entscheiden soll, sitzt.
Ebendieser Arzt erleidet nach dem verbalen Angriff Merediths einen Anfall und stirbt schließlich, nachdem Meredith und Amelia (Caterina Scorsone) - trotz ihrer Vergangenheit - für die beste Behandlung für ihn gesorgt haben. Grund dafür ist ironischerweise eine Hirnverletzung - ebenjene Verletzung, die er bei Derek nicht festgestellt beziehungsweise nicht behandelt hat.
I hate someone I used to love
Dieses Erlebnis führt dazu, dass Amelia verständlicherweise eine schwierige Zeit durchmacht. Dabei steht ihr Link (Chris Carmack) bei und beweist einmal aufs Neue, dass er der Richtige für sie ist. Auch Maggie wird durch eine schwierige Zeit geholfen. Und zwar verarbeitet sie den Tod ihrer Cousine, wobei ihr Jackson seelische Unterstützung bietet. Die beiden nähern sich hier zwar wieder einander an, aber die Beziehung zwischen ihnen ist wohl für immer beendet. Maggies Aussage zufolge kommt auch keine Freundschaft infrage: „I hate someone I used to love.“ An dieser Stelle hätte Jackson sich nicht von seinen vergangenen Gefühlen leiten lassen dürfen und hätte es eigentlich besser wissen müssen, indem er hier derjenige bleibt, der einen kühlen Kopf bewahrt.
Fazit
Als ob die Flashbacks einen nicht schon genug emotional aufwühlen würden, liefert die Episode auch noch einen Auflauf an Figuren, die uns ebenso wieder in der Zeit zurück transportieren. Zusätzlich dazu kommen dann außerdem emotionale Reden von Cristina und Bailey, welche uns schließlich den endgültigen emotionalen Todesstoß versetzen. Solche Episoden führen uns allerdings ebenso noch mal vor Augen, dass Grey's Anatomy nicht nur eine Serie der großen Momente und des Dramas, sondern eben auch der Sentimentalität ist.
Hier abschließend noch der Trailer zur nächsten Episode der US-Serie „Grey's Anatomy“, Let's All Go to the Bar (16x09):
Verfasser: Maike Karr am Freitag, 15. November 2019Grey's Anatomy 16x08 Trailer
(Grey's Anatomy 16x08)
Schauspieler in der Episode Grey's Anatomy 16x08
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