Grey's Anatomy 16x07

Grey's Anatomy 16x07

Mit Papa Don't Preach beschert uns Grey's Anatomy eine aufwühlende, emotionale und traurige Episode, in der die Familie von Richard und Maggie im Mittelpunkt steht. Wie so oft in letzter Zeit befasst sich auch diese mit einer kleinen Personengruppe.

Szenenbild zu der Grey's-Anatomy-Episode Papa Don't Preach / (c) ABC
Szenenbild zu der Grey's-Anatomy-Episode Papa Don't Preach / (c) ABC
© zenenbild zu der Grey's-Anatomy-Episode Papa Don't Preach / (c) ABC

In der Grey's Anatomy-Episode Papa Don't Preach informiert Amelia (Camilla Luddington) Owen (Kevin McKidd) über ihre Schwangerschaft, was zu einer dringend benötigten Aussprache führt. Währenddessen lernt Maggie (Kelly McCreary) ihren Onkel und ihre Cousine Sabi (Crytsal McCreary) kennen, die einen gigantischen Herztumor hat.

Like it or not, we are family now

Amelia nimmt sich vor, Owen von ihrer Schwangerschaft zu berichten. Dabei verfolgt sie jedoch nicht unbedingt die geschickteste Taktik und überrascht ihn mit ihrer Aussage. Nachdem er einer Patientin fürs Erste eine Abtreibung verweigert, kommt es zwischen den beiden - wie so oft - zu einer Diskussion. Er wirft ihr vor, dass sie damals nur kein Baby mit ihm bekommen wollte, weil er nicht verstehen kann, dass sich ihre Meinung geändert hatte. Sie betont schließlich, dass er ihre Meinung geändert hat, durch ihre gemeinsame Zeit mit Leo. Das beschwichtigt ihn und die beiden gehen im Guten auseinander. Dabei machen sie aus, dass sie in Zukunft eine Familie sein wollen, da sie und ihre Leben doch miteinander verwoben sind. Es ist hierbei äußerst schade, dass Owen dieses Gespräch (mal wieder) nur über sich selbst führt, anstatt an ihre Vergangenheit mit Schwangerschaften zu denken...

Amelias Gespräch mit Owen läuft damit irgendwie so wie immer beziehungsweise wie erwartet ab. Er bekommt die Nachricht in den falschen Hals und es entsteht ein (unnötiges) Drama. Schließlich entschuldigt sich Amelia, glättet die Wogen und zwischen ihnen ist wieder alles wie vorher. Diese zwei scheinen einfach nicht ohne (negatives) Drama auszukommen... In solchen Momenten wird uns Zuschauern wieder bewusst, wie chaotisch die Liebesbeziehung der beiden immer war und wie gut Amelia und Link (Chris Carmack) doch zusammenpassen.

If there's no silver lining, don't make one up

In der letzten Zeit stand Maggie eher in einem negativen Licht: Sie wurde uns als verbitterte Exfreundin präsentiert. Mit der aktuellen Episode wollen das die Showrunner ändern und schaffen das auch. Wir begleiten Maggie auf einer Entdeckungsreise, einer Entdeckungsreise ihrer Familie. Sie hat nie ihre leiblichen Verwandten kennengelernt - abgesehen von ihrem Vater Richard (James Pickens Jr.). Nun begegnet sie ihrem Onkel Chris (Matt Orduna) und ihrer Cousine Sabi, mit der sie so viel gemeinsam hat. Maggie findet Gefallen an ihr und freut sich über das „neue Familienmitglied“.

Die Freude hält jedoch nicht lange an: Sabi hat einen riesigen Herztumor, der sofort operiert werden muss. Für diese Operation kommt eigentlich nur Maggie infrage, jedoch wollen das Sabi und ihr Vater nicht, da sie Bedenken haben, dass Maggie nicht objektiv bleiben kann. Durch eine Notfallsituation muss sie schließlich doch das Ruder übernehmen. Als dann jedoch Sabi auf ihrem OP-Tisch stirbt, nimmt das ihr Vater als Beweis für seine vorherigen Worte. Tatsache ist jedoch, dass Maggie nichts anderes/Besseres hätte tun können. Es bleibt nur zu hoffen, dass er das auch einsieht und nicht etwa auf die Idee kommt das Pac North zu verklagen, was die dortige Situation noch verschlimmern würde.

Folgender Umstand wird Maggie in der nächsten Zeit bestimmt schwer zu schaffen machen: Sie und Sabi konnten sich noch nicht einmal richtig kennenlernen, jedoch gerade genug, um zu merken, was für ein toller Mensch sie war und wie sehr sie sie mochte beziehungsweise hätte mögen können. Es ist äußerst schade, dass Maggie zurzeit eine schwere Phase nach der anderen durchmachen muss.

Bei dieser Story erfahren wir aber nicht nur mehr über Maggie, sondern auch über Richard und seine Beziehung zur Familie. Er hat seine Familie für den Job aufgegeben, was diese ihm nachträgt. Sie sind deswegen sogar so verbittert, dass sie meinen, er hätte seine Alkoholsucht verdient. Die ganze Episode über ist die Lage zwischen den Brüdern angespannt, eine Anekdote über Sabi als Kind lockert nur für einen kurzen Moment die Stimmung auf. Richard öffnet sich seinem Bruder gegenüber und versucht, ihm in dieser schwierigen Zeit beizustehen, als dann jedoch Sabi stirbt und er daran durch seine Bekräftigung von Maggies Fähigkeiten „mit Schuld trägt“, verfällt die Beziehung zwischen den beiden wieder in das schwarze Loch, in dem sie sich jahrelang versteckt hatte.

ABC
ABC - © ABC

Schließlich trifft Catherine (Debbie Allen) in einem unpassenden Moment auf Gemma (Jasmine Guy) und Richard und riecht, dass etwas im Busch ist. Auch Richards Beschwichtigungen lassen sie nicht daran zweifeln, dass hier etwas nicht stimmt. So konfrontiert sie sofort ihren Mann und versucht, Gemma auf ihre Art - mithilfe eines großzügigen Jobangebots in der Fox-Foundation - loszuwerden.

An dieser Stelle werden auf gekonnte Weise Maggies Geschichte mit ihrer Cousine, Richards Disput mit seinem Bruder und Catherines berechtigtes Misstrauen miteinander verbunden. Maggie und Richard haben schon lange nicht mehr wirklich im Fokus der Handlung gestanden. Nun wird Maggie wieder in einem „positiveren“ Licht angestrahlt. Wir erfahren mehr über Richards Familie und seine Vergangenheit, die uns bisher erstaunlicherweise im Verborgenen geblieben war und das Drama „Liebesdreieck“ nimmt seine Anfänge, welches einen äußerst vielversprechenden Handlungsstrang darstellt.

Fazit

Die Heldin der Episode ist eindeutig Maggie. Endlich können wir dank Kelly McCrearys bewegendem Schauspiel noch mal mit ihr sympathisieren und mitfühlen. Insgesamt gelingt dieser Handlungsstrang, in dem auf geschickte Art und Weise Richard und Catherine miteingewoben werden, sehr gut. Im Gegensatz dazu ist Amelias und Owens Gespräch leider ein Gespräch aus dem („Grey's Anatomy“-)Klischeebuch und bietet in dem Sinne keinerlei Überraschungen oder Wendungen. Erneut dreht sich das Krankenhausdrama um wenige Handlungsstränge, was den einzelnen Figuren - wie schon oft erwähnt - guttut. Dabei darf die Serie nur nicht vergessen, alle Charaktere im Hinterkopf zu behalten und dementsprechend zu rotieren.

Kleiner Fun Fact am Rande: Maggie und Sabi sehen sich deshalb so ähnlich, weil die beiden in echt Schwestern sind - eben Kelly und Crystal McCreary.

Hier noch der Trailer zur nächsten „Grey's Anatomy“-Episode, My Shot (16x08):

Verfasser: Maike Karr am Freitag, 8. November 2019

Grey's Anatomy 16x07 Trailer

Episode
Staffel 16, Episode 7
(Grey's Anatomy 16x07)
Deutscher Titel der Episode
Wider besseres Wissen
Titel der Episode im Original
Papa Don't Preach
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 7. November 2019 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 17. Juni 2020
Autor
Jalysa Conway
Regisseur
Daniel Willis

Schauspieler in der Episode Grey's Anatomy 16x07

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?