Der Super Mario Bros. Film

Der Super Mario Bros. Film

Der Super Mario Bros. Film im Stream und auf DVD

Bei unterirdischen Arbeiten zur Reparatur einer Wasserleitung werden die Klempnerbrüder Mario und Luigi aus Brooklyn durch ein geheimnisvolles Rohr in eine magische neue Welt transportiert. Doch als die Brüder getrennt werden, begibt sich Mario auf eine epische Suche nach Luigi.

Der Super Mario Bros. Film Kritik

Der Super Mario Bros. Film Kritik
Poster zum Super-Mario-Bros.-Film
Universal / Illumination/Nintend

Filmkritik „Der Super Mario Bros. Film" durch Adam Arndt exklusiv für Serienjunkies.de

30 Jahre nach dem ersten Filmversuch kehren Mario und Luigi zurück auf die Leinwand. Universal Pictures und Illumination bringen die Klempner in „Der Super Mario Bros. Film“ diesmal als Animationsfilmhelden groß, bunt, modern und mit viele Liebe für die Games ins Kino.

Fun Fact: Genau 30 Jahre ist es her, seit der letzte „Super-Mario-Bros.“-Film in die Kinos kam und Nintendo von solchen Projekten abschwören ließ. Meistens waren anschließende Ableger im Animationsbereich von dem Videospielproduzenten selbst gemacht, beispielsweise gab es mal eine Kirby-Serie und natürlich hat auch „Pokémon“ seit Jahren immensen Erfolg. Doch, was Mario, Luigi und die Figuren aus ihrem Spielkosmos oder auch Link und Zelda und Samus aus Metroid angeht, ist man doch recht vorsichtig geworden. Da ist ein Bowser-Auftritt in „Ralph reicht's“ lange Zeit das Höchste der Gefühle gewesen. Universal Pictures und die „Minions“-Meister von Illumination konnten die Verantwortlichen beim japanischen Traditionsstudio nun allerdings überzeugen - und so kommt nun ein Animationsfilm heraus, der tief im Fundus der Spiele-Vorlage wühlen kann und eine Art Best-of aus über 35 Jahren Geschichte bietet.

Wovon handelt Der Super Mario Bros. Film?

Szenenfoto aus Super Mario Bros. Film
Szenenfoto aus Super Mario Bros. Film - © Universal Pictures/Nintendo/Illumination

Mario und Luigi sind zwei Klempner aus Brooklyn, die sich mit ihrem Ersparten einen TV-Werbespot leisten, um das Geschäft anzukurbeln. Ihr erster Einsatz könnte dafür verantwortlich sein, dass der Stadtteil unter Wasser gesetzt wird. Also wollen Sie ihren Namen aufpolieren und für die Lösung sorgen. Bei einem Ausflug in die Kanalisation gerät Mario durch mysteriöse Warp-Röhren in das Pilz-Königreich, in dem Prinzessin Peach das Sagen hat, während der ängstliche Luigi direkt in die Klauen des machthungrigen Bowser landet, der wiederum Peach imponieren will, indem er ihr seinen kostbaren Unverwundbarkeitsstern schenkt, um um ihre Hand anzuhalten.

Peach will den Angreifer jedoch durch eine Allianz mit der Kong-Armee besiegen, damit neben dem Eis-Königreich nicht noch weitere Reiche seinem Feueratem zum Opfer fallen und Mario und Toad sollen ihr dabei helfen. Nebenbei gilt es, Luigi zu finden und zu retten. Und eine Runde Mario Kart ist auch noch drin...

In der Pressevorführung wurde der Film in der deutschen Fassung gezeigt, entsprechend kann ich über die Originalperformances wenig sagen. Die deutsche Synchronfassung ist wie bei den meisten Mainstream-Animationsfilmen jedoch grundsolide und ich konnte keinen Ausfall nach unten feststellen. Glücklicherweise hat man auch auf unangenehmes Stuntcasting verzichtet.

Die Sprecher:innen der US-Version sind Chris Pratt („Jurassic World“) als Mario, Charlie Day (It's Always Sunny in Philadelphia) als Luigi, Anya Taylor-Joy (The Queen's Gambit) als Princess Peach, Jack Black („Jumanji“) als Bowser, Keegan-Michael Key (Schmigadoon!) als Toad, Seth Rogen („The Green Hornet“) als Donkey Kong, Kevin Michael Richardson („TNMT“) als Kamek, Fred Armisen (Portlandia) als Cranky Kong und Sebastian Maniscalco als Spike. Marios Videospiel-Stammsprecher Charles Martinet ist ebenfalls im Rahmen eines Cameo-Auftritts involviert.

Aaron Horvath und Michael Jelenic (beide „Teen Titans Go! To the Movies“) inszenierten die Game-Adaption mit einem Drehbuch von Autor Matthew Fogel („The Lego Movie 2: The Second Part“, Minions). Illumination-Chef Chris Meledandri produziert den Film mit Mario-Schöpfer Shigeru Miyamoto.

Lets-a Go!

Szenenfoto aus Super Mario Bros. Film
Szenenfoto aus Super Mario Bros. Film - © Universal Pictures/Nintendo/Illumination

Der Film erzählt das allererste Kennenlernen der Super Mario Bros mit Peach, Bowser, Donkey Kong, Toad und Co und gibt Mario und Luigi aus Brooklyn sogar eine Hintergrundgeschichte mit einer Familie, die sie - bis auf wenige Ausnahmen - für ziemliche Versager hält. Der Brooklyn-Einstieg ist überraschend lang ausgefallen und hat einige Klempner-Slapstickelemente sowie eine kleine Streitigkeit mit einem Hund zu bieten, wobei die Vorlage für den Stil das Spiel „Super Mario Odyssey“ sein dürfte.

Deutlich mehr Fahrt nimmt der Film aber auf, sobald man ins Pilz-Königreich gewarpt wird, denn dann gibt es nicht nur familiäre Klänge im Score und Soundtrack zu hören, sondern eben auch alle visuellen Komponenten und Wesen zu entdecken, die man kennt, wenn man je ein Mario-Game gespielt hat - wobei vor allem die neueren 3D-Abenteuer, also etwa „Super Mario 3D World“ oder „New Super Mario Bros“ zum Zug kommen. Das merkt man auch an den Power-ups. Neben den Klassikern Pilz, Feuerblume und Stern gibt es nämlich auch einige, die erst in den eben erwähnten Spielen ihr Debüt feierten und im Saal für große Lacher sorgten.

Die 2D-Ursprünge werden zwar auch durch Maps, Plattformpassagen und Ähnliches adaptiert, aber in einem 3D-Film scheint es sinniger zu sein, auch diese Modelle zu nutzen. Vor allem Bowsers-Untertanen lassen sich in Hülle und Fülle finden, während man aber gerade einen besonderen Begleiter von Mario schmerzlich vermisst. Aber zumindest ein paar easter eggs, die es generell nicht zu knapp gibt, wurden in diese Richtung eingebaut. Der Mario-Kart-Reihe wird ebenfalls einiges an Screentime geschenkt, zumal diese neben den Plattformern wohl der erfolgreichste Ableger überhaupt ist, wenn auch nicht als klassisches Rennen, aber zumindest auf bekannten Pisten.

Stark sind die Musikeinsätze und subtile Remixe von bekannten Klängen, die manchmal nur ganz zart eingesetzt werden, während gleich zwei Raps der Franchise-Geschichte nicht fehlen dürfen: der Super-Mario-Bros.-Rap und auch der „craptastische“ DK-Rap aus der N64-Ära.

Super Princess Peach?!?

Szenenfoto aus Super Mario Bros. Film
Szenenfoto aus Super Mario Bros. Film - © Universal Pictures/Nintendo/Illumination

Erfreulicherweise hat man sich gegen die älteste Trope der Jump'n'Run-Abenteuer entscheiden, in denen Peach jedes Mal aufs Neue von Bowser oder seinen Kindern und anderen Schergen entführt wird. Stattdessen ist Peach direkt eine sehr fähige und kompetente Akrobatin und Regentin, die eher Mario in das Plattformen einweihen muss. Zudem spart man eine Liebesgeschichte zwischen den beiden größtenteils aus.

Somit hat man einen verträglichen Kompromiss gefunden, der nicht altmodische Konzepte unreflektiert wiederholt, sondern eine alternative und durchaus zeitgemäßere Variante geschaffen hat, die das vorhandene und vergangenen Material aber nicht negiert oder wertlos macht.

Trotzdem kann man kritisieren, dass Peach weit und breit die einzige weibliche Figur zu sein scheint, die etwas zu tun kriegt. Sicherlich gibt es Dixie Kong oder Bürgermeisterin Pauline zu entdecken, aber Daisy, Rosalina oder Toadette hätten gerne auch eingebaut werden können.

Davon abgesehen fühlt sich der Film auf weiten Strecken an wie etwas, das mit viel Liebe und gemacht wurde und vor allem auch die junge Zielgruppe abholt sowie diejenigen zufriedenstellt, die mit den Mario-Spielen groß geworden sind. Allein einige kreative Power-up-Szenen oder Bowsers ausgefallene Gesangskunst dürften den Eintritt wert sein, ebenso wie ein depressiver Co-Star aus „Super Mario Galaxy“ oder die freundlichen Bewohner des Pilz-Königreichs.

Fazit

Szenenfoto aus Super Mario Bros. Film
Szenenfoto aus Super Mario Bros. Film - © Universal Pictures/Nintendo/Illumnation

Der Super Mario Bros. Film“ sollte für Jung und Alt gleichermaßen kurzweilige, kunterbunte und spaßige Unterhaltung bieten - und das völlig unabhängig davon, wie vertraut man mit der Vorlage ist. Dabei ist eine wenig tiefe Story für mich verzeihlich, aber in die Richtung ging es ohnehin nur ganz selten bei Mario-Spielen. Es ging stets viel mehr darum, in eine heile, wenn auch ab und zu - wenn Bowsers Reich involviert ist - düstere, Welt abzutauchen und ein frisches Mario-Abenteuer zu erleben. Wer „The LEGO Movie“ oder „Ralph Reicht's“ mochte, dürfte auch Freude am „SMB“-Streifen haben. Vier von fünf Unbesiegbarkeitssternen respektive „Wahoooos!“ dafür.

Szenen im Abspann

Sowohl kurz, nachdem die wichtigsten beteiligten Sprecher erwähnt wurden, als auch noch ganz am Ende des Abspanns gibt es noch zusätzliche Szenen zu sehen, also hüpft nicht direkt aus den Kinosesseln! Gerade die letzte Szene stimmt bezüglich einer gewissen Figur etwas versöhnlich und man behält sich den einen oder anderen Widersacher vielleicht auch noch für ein etwaiges Sequel in der Hinterhand...

Der Super Mario Bros. Film Schauspieler

Fred Armisen

als Cranky Kong (voice)

Charles Martinet

als Mario's Dad / Giuseppe (voice)

Rino Romano

als Uncle Tony (voice)

John Di Maggio

als Uncle Arthur (voice)

Jessica Di Cicco

als Mario's Mom / Yellow Toad / Plumbing Commercial Lady (voice)

Eric Bauza

als General Toad (voice)

Scott Menville

als Koopa General (voice)

Carlos Alazraqui

als Additional Voices (voice)

Ashly Burch

als Additional Voices (voice)

Rachel Butera

als Additional Voices (voice)

Cathy Cavadini

als Additional Voices (voice)

Will Collyer

als Additional Voices (voice)

Django Craig

als Additional Voices (voice)

Willow Geer

als Additional Voices (voice)

Aaron Hendry

als Additional Voices (voice)

Andy Hirsch

als Additional Voices (voice)

Jeremy Maxwell

als Additional Voices (voice)

Eric Osmond

als Additional Voices (voice)

Noreen Reardon

als Additional Voices (voice)

Lee Shorten

als Additional Voices (voice)

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