Im New York der 1950er Jahre geht der Tischtennisspieler Marty Mauser, ein junger Mann mit einem Traum, den niemand respektiert, auf der Suche nach Größe durch die Hölle und zurück
In dem Film Marty Supreme spielt die Handlung im Jahr 1952 in New York City. Der junge Marty Mauser (Timothée Chalamet) arbeitet im Schuhgeschäft seines Onkels Murray (Larry Sloman) in der Lower East Side, obwohl sein Talent eigentlich ganz woanders liegt. Marty träumt davon, der beste Tischtennisspieler der Welt zu werden und in Amerika eine neue Begeisterung für diesen Sport zu entfachen
Er verbringt seine Nächte im Lawrence's Broadway Table Tennis Club, einer schummrigen Kellerspielstätte, wo er ahnungslose Gegner mit vorgetäuschter Schwäche in hochdotierte Wetten lockt
Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner entwickelt er zudem die Idee, leuchtend orangefarbene Tischtennisbälle unter dem Namen Marty Supreme zu vermarkten. Neben seinen sportlichen Ambitionen pflegt Marty eine heimliche Affäre mit seiner Jugendfreundin Rachel Mizler (Odessa A'zion), die allerdings bereits mit Ira (Emory Cohen) verheiratet ist
Um an einem internationalen Turnier in London teilzunehmen, benötigt Marty 700 Dollar. Sein Onkel Murray möchte ihn jedoch lieber zum Filialleiter befördern und verweigert das Darlehen. In seiner Verzweiflung überfällt Marty mit einer Waffe seinen Arbeitskollegen Lloyd und raubt den Tresor seines Onkels aus
Mit dem Geld reist er nach London, wo er bei den British Open auf den amtierenden Champion Béla Kletzki (Géza Röhrig) trifft, einen Holocaust-Überlebenden aus Ungarn, den er in einem spannenden Match besiegen kann
Im Finale wartet jedoch der japanische Spieler Koto Endo (Koto Kawaguchi), der mit einem revolutionären Schwammbelag-Schläger antritt. Marty verliert das Match deutlich und reagiert mit einem Wutanfall, bei dem er einen Mülleimer durch die Halle wirft und den Gegner der Manipulation beschuldigt. Dieser öffentliche Ausbruch beschert ihm eine saftige Geldstrafe vom internationalen Tischtennisverband
Regisseur des Films ist Josh Safdie („Good Time“ (2017), „Der schwarze Diamant“ (2019)), der hier erstmals ohne seinen Bruder Benny arbeitet, mit dem er zuvor alle seine Spielfilme gemeinsam inszeniert hatte. Das Drehbuch verfasste Safdie zusammen mit Ronald Bronstein, der auch als Cutter fungierte und bereits bei den früheren Safdie-Filmen in beiden Funktionen mitwirkte. Die beiden arbeiteten so intensiv am Schnitt, dass die finale Fassung angeblich erst einen Tag vor der Weltpremiere fertiggestellt wurde. Produziert wurde der Film von Eli Bush, Anthony Katagas, Ronald Bronstein, Josh Safdie und Timothée Chalamet selbst
Die Filmmusik stammt von Daniel Lopatin, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Oneohtrix Point Never“, der bereits für „Good Time“ (2017) und „Der schwarze Diamant“ (2019) mit den Safdie-Brüdern zusammenarbeitete. Für „Good Time“ erhielt er bei den Filmfestspielen von Cannes den Soundtrack Award
Die Titelrolle des ehrgeizigen Tischtennisspielers Marty Mauser übernahm Timothée Chalamet („Call Me by Your Name“ (2017), „Dune“ (2021)), der für die Rolle über sechs Jahre hinweg intensiv Tischtennis trainierte. Seinen Trainern Diego Schaaf und dem ehemaligen US-Olympiateilnehmer Wei Wang gelang es, Chalamet so weit zu bringen, dass er viele der Tischtennisszenen selbst spielen konnte
Gwyneth Paltrow („Shakespeare in Love“ (1998), „The Royal Tenenbaums“ (2001)) kehrte für ihre Rolle als alternde Filmdiva Kay Stone erstmals seit „Avengers: Endgame“ (2019) auf die Kinoleinwand zurück
Odessa A'zion (Fam (2019), I Love L.A. (2025)) überzeugt als Martys schwangere Jugendliebe Rachel Mizler mit einer Performance, die sie als Talent mit Zukunft ausweist
Der kanadische Unternehmer Kevin O'Leary, bekannt aus der Fernsehserie Shark Tank (2009-), gab als skrupelloser Geschäftsmann Milton Rockwell sein Schauspieldebüt. Rapper Tyler, the Creator (The Mindy Project (2012-2017)) übernimmt als Martys loyaler Freund Wally seine erste bedeutende Kinorolle
Fran Drescher (The Nanny (1993-1999), „This Is Spinal Tap“ (1984)) spielt Martys hypochondrische Mutter Rebecca. Der Filmemacher Abel Ferrara („Bad Lieutenant“ (1992)) ist als Gangster Ezra Mishkin zu sehen, während der ungarische Schauspieler Géza Röhrig („Son of Saul“ (2015)) den Holocaust-Überlebenden Béla Kletzki verkörpert. Dramatiker David Mamet („Glengarry Glen Ross“) spielt den Theaterregisseur Glenn Nordmann, und Magier Penn Jillette taucht in einer kaum erkennbaren Nebenrolle als kauziger Farmer auf
Die Dreharbeiten fanden zwischen September und Dezember 2024 statt. Der Großteil des Films wurde in New York City und im Bundesstaat New York gedreht, wobei Produktionsdesigner Jack Fisk drei komplette Straßenzüge in der Lower East Side in das New York der 1950er Jahre zurückversetzte
Das Plaza Hotel in Manhattan diente als Kulisse für Szenen im Londoner Ritz, während die Meadowlands Arena in New Jersey für alle internationalen Turnierszenen in England, Frankreich, Sarajevo und Ägypten genutzt wurde. Zusätzliche Aufnahmen entstanden im Februar 2025 in Tokio für die Sequenzen der japanischen Meisterschaft
Mit einem geschätzten Budget von 60 bis 70 Millionen US-Dollar ist Marty Supreme die bislang teuerste Produktion des Independent-Studios A24. Der hohe Aufwand erklärt sich durch die aufwendige Rekonstruktion des historischen New York der Nachkriegszeit und die zahlreichen internationalen Schauplätze, die alle in den USA nachgebaut werden mussten
Bei den 83. Golden Globe Awards 2026 gewann Timothée Chalamet den Preis als Bester Hauptdarsteller in einer Komödie oder einem Musical. Der Film war außerdem für den Besten Film in der Kategorie Komödie oder Musical und für das Beste Drehbuch nominiert. Die Filmmusik von Daniel Lopatin erhielt 2025 eine Nominierung für einen Hollywood Music In Media Award
Kevin O'Leary
als Milton Rockwell
Tyler the Creator
als Wally
Conn Horgan
als Angry British Bailey Fan
Mahadeo Shivraj
als Wembley Round 3 Umpire
John Keating
als Daily Mail Reporter
Ed Malone
als The Sun Reporter
Roddy O'Hehir
als The Star Reporter
Harvey Shield
als Ritz Maître D'
Dennis Creaghan
als Wembley Announcer
Francis Dumaurier
als French Maître D'
Kemba Walker
als Globetrotter
Musto Pelinkovicci
als Greasy MC
Lizzi Bougatsos
als Pet Store Customer Mom
Cody Kostro
als Board Man
Levon Hawke
als Christian
Spenser Granese
als Clark
Alison Bartlett
als Rockwell Receptionist Voice (voice)
Bill Buell
als Henry the Suitor
Isaac Mizrahi
als Merle
Kevin Loreque
als Fred Astaire
Regie
Josh Safdie, Takuma Hayashi, Jeremy Marks, Stacy Rowe, Zachary Citarella, Risa Nakatomi, Sean Reyes, Kailyn Dabkowski, Stephen A. Pope, Doug Torres, Mason Williams
Drehbuch
Ronald Bronstein, Josh Safdie
Produktion
Ella Murray, Bailey Kushinsky, Masaki Dew, Marianne Auvinet Gould, Roxy Monroe, Callie Keels, Greg Kase, Julia Seebeck, Dyan McBride, Stephenie Mohamed, Max Samu, Max Allman, Margaux Beck, Luca Balser, Jennifer Venditti, Vivian Shamma, Ivy Pham, Alan Scott Neal, Samson Jacobson, Hilary Molloy Tholen, Mary Beth Minthorn, Timo Argillander, Andrea Scarso, Sara Rossein, Joe Guest, Lucy Pho, Todd Feldman, Gabrielle Gaudette, Megan Cook, Joe Mongre, Laura Hickerson, Ari Jacobs, Teru Haruta, Doug Perrett, Jan Lapinski, Stephanie Hurtado, Cat Archer, Anderson Dean, Hernan Lopez, Kate Pearson, Elana Shearer, Lee Schatzman, Jack Madtes, John Marin, Rob Rodriguez, Haley Vinges, Ko Iwagami, Hannah Caggiano, Ross Brodar, April Tafoya, Megan Chefalas, Mariah Diaz, Dillon Henry, Susan Lazarus, Josh Safdie, Eli Bush, Timothée Chalamet, Anthony Katagas, Georgina Pope, Ronald Bronstein, Mike Phillips, Jen Gray, Joanne Williamson, Lei White, Keiko Takazawa, Laura Schaffer, Sara Rossein, Julian Dejesus, Luis Ogando, Corey Rivera, Veronique Lee, Mao Nagakura, Joe Guest, Anthony Katagas
Kamera
Colin Anderson, Brian S. Osmond, Jitsu Toyoda, Ethan Borsuk, Tetsuhiro Kato, Jim McConkey, Gabriel Kolodny, Darius Khondji, Corey Jacobs, Joe Belschner, Craig Pressgrove, Yasushi Miyata, Anthony DeFrancesco, Johnny Sousa, Jason Brignola, Jeff Panessa, Richard Guinness Jr., Alec Nickel, Eddie K. Goldblatt, Cornelia Klapper, Ryan Marie Helfant, Colin Anderson, Atsushi Nishijima
Schnitt
Diego Orkiz, Max Allman, Luca Balser, Yvan Lucas, Nick Houy, Josh Safdie, Ronald Bronstein, Mathias Hilger
Musik
Rick Chefalas, Michael Feuser, Mari Matsuo, Bobby Johanson, Maya Toffler, Ja-Ann Wang, Kira Smith, Shiho Miyazawa, Sandra Fox, Nora Linde, Goro Koyama, Jack Heeren, Kevin Schultz, Colton Maddigan, Chelsea Body, Kevin Jung, Henry van Roden, Arjan Miranda, Gabe Hilfer, Daniel Lopatin, Nathan Salon, Chris Chae, Wyatt Sprague, Ryotaro Harada, Joe White, Skip Lievsay, Paul Urmson, Michael Feuser, Rick Chefalas, Paul Urmson, Skip Lievsay