Creed III

Creed III

Creed III im Stream und auf DVD

Nachdem er die Boxwelt dominiert hat, blüht Adonis Creed sowohl in seiner Karriere als auch in seinem Familienleben auf. Als ein Kindheitsfreund und ehemaliges Box-Wunderkind, Damian Anderson, nach einer langen Haftstrafe wieder auftaucht, will er beweisen, dass er eine Chance im Ring verdient. Das Aufeinandertreffen der ehemaligen Freunde ist mehr als nur ein Kampf. Um die Rechnung zu begleichen, muss Adonis seine Zukunft aufs Spiel setzen und gegen Damian antreten - einen Kämpfer, der nichts zu verlieren hat.

Creed III Kritik

Creed III Kritik
Szenenfoto aus dem Film Creed 3 (c) Warner Bros./MGM
zenenfoto aus dem Film Creed 3 (c) Warner Bros./MGM

Filmkritik „Creed III" durch Adam Arndt exklusiv für Serienjunkies.de

Seit 2016 hält die Creed-Filmreihe das Erbe von Rocky aufrecht, zieht aber mit Michael B. Jordan als Adonis Creed immer mehr das eigene Ding durch. Im dritten Film führt nun der Star auch zum ersten Mal selbst Regie. Es geht dabei um eine Sünde aus der Vergangenheit, die von Marvel-Star Jonathan Majors verkörpert wird...

Rocky“ (Sylvester Stallone) war einst der absolute Underdog, der sich eine Chance verdiente und verlor... Doch er probierte es immer und immer wieder und konnte dann Erfolge feiern. 2016 erbte Michael B. Jordan aka Adonis Creed, Sohn von Apollo Creed (Carl Weathers), die Boxerreihe und Sly spielte zumindest in den ersten beiden Teilen noch eine Nebenrolle. Im ersten sogar sehr berührend als kranker Box-Veteran.

Donnie hatte es zumindest als Boxer etwas leichter, möchte man sagen, was aber auch an der Hilfe seiner Mutter (Phylicia Rashad) lag, die ihn zwar vor äußeren Einflüssen beschützt, aber so eben auch diverse Geheimnisse vor ihm verborgen hatte. Ein solches tritt im dritten Teil nun gespielt von Damian aka Dam (Jonathan Majors; Loki, Lovecraft Country, „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“) in Erscheinung. Michael B. Jordan selbst führt Regie und wird durch ein Drehbuch von Keenan Coogler („Space Jam: A New Legacy“) und Zach Baylin („King Richard“) unterstützt, die ein Originalkonzept von Ryan Coogler („Black Panther“) fertiggestellt haben.

Darum geht es in Creed III

Szenenfoto mit Tessa Thompson und Michael B. Jordan aus dem Film Creed 3
Szenenfoto mit Tessa Thompson und Michael B. Jordan aus dem Film Creed 3 - © Warner Bros./MGM

In „Creed III“ ist Adonis Creed auf dem Höhepunkt seiner Boxerkarriere und seines Familienglücks. Er zieht sich vom aktiven Boxsport zurück und wird zum Promoter. Seine Frau Bianca (Tessa Thompson) ist derweil erfolgreiche Musik-Produzentin und die gehörlose Tochter Amara (Mila Davis-Kent) ahmt insgeheim ihren Vater nach, den sie vergöttert.

Nach vielen Jahren taucht Damien (Majors) vor dem Gym auf und spricht Adonis an. Er ist ein ehemaliger Jugendboxer und älterer Weggefährte von Donnie, der für etwas, was Donnie angezettelt hatte, in den Knast einwanderte. Entsprechend wurde sein Traum von einer Profikarriere verbaut. Von den Hintergründen ahnt der Exchamp jedoch nichts, denn seine Mom Mary-Anne hat einiges zu Dam vor ihm geheim gehalten.

Mittlerweile managt Donnie also andere Boxer, wie zum Beispiel den aktuellen Champ, und braucht einen Kontrahenten, denn der eigentliche Gegner verletzt sich überraschend. Dam macht ziemlich schnell klar, dass er die verlorene Zeit schnellstmöglich aufholen möchte und träumt von einem Titelkampf, auch wenn das alles andere als der konventionelle Weg wäre. Doch Dam ist eben auch kein konventioneller oder besonders fairer Kämpfer, denn der Knast hat ihn abgehärtet.

Als das Unmögliche geschieht, sieht sich Donnie dazu gezwungen, noch einmal in den Ring zu steigen, um die Ehre seiner Crew und seiner Familie zu verteidigen...

Rocky-Franchise

Zählt man die Filme zu „Rocky“ und „Creed“ zusammen, handelt es sich um den achten Streifen der Reihe. Persönlich befinde ich mich tatsächlich mehr im Camp Creed als bei Rocky, auch wenn ich eingestehe, dass vor allem Teil eins und drei des Originals natürlich große Klassiker der Filmgeschichte sind und auch das Comeback in „Rocky Balboa“ seinen Reiz hatte. Zudem war Stallone wirklich sehr gut im ersten „Creed“-Film.

Doch der moderne Style, das Pacing, die superb inszenierten Box-Choreografien, das Ensemble und der Cast aus „Creed“ holt mich insgesamt mehr ab. Wobei ich den ersten Film von Ryan Coogler um Welten besser finde als den Nachfolger, der die Dragos zurückbrachte. Das liegt vielleicht daran, dass ich Florian Munteanu nicht für eine ähnlich starke Präsenz wie Dolph Lundgren halte, was aber auch ziemlich schwer ist...

Szenenfoto mit Jonathan Majors aus dem Film Creed 3
Szenenfoto mit Jonathan Majors aus dem Film Creed 3 - © Warner Bros./MGM

Doch in „Creed III“ gibt es nun wieder einen charismatischen Antagonisten auf Augenhöhe, der die körperliche, wuchtige Präsenz mitbringt, die so sehr imponiert, dass man beim Zuschauen denkt: Das wird eine Herausforderung für alle seine Gegner. Die „Creed“-Reihe ist ein Franchise über „Black Excellence“, wie es auch bei Marvels „Black Panther“ der Fall ist. Adonis ist ein Musterbeispiel für Erfolg, ähnlich wie große Musiker oder andere Sportler hat er es geschafft, er lebt in einem absoluten Traumanwesen in Los Angeles, hat eigentlich ausgesorgt und auch dem Rest seiner Familie geht es gut, wenn auch der Gesundheitszustand der Mutter rapide abbaut.

Wir erfahren, dass seine Kindheit alles andere als einfach oder unbelastet war und ihn durch den Rückkehrer nun wieder heimsucht - und zwar so sehr, dass er sich nicht einmal seiner Frau anvertrauen kann. Denn im jugendlichen Leichtsinn prügelte Donnie einst seinen Pflegevater krankenhausreif und Dam büßt dafür, weil er eine Waffe zieht und die Polizei zur Stelle ist. Doch statt die Schuld auf sich zu nehmen, ist der Creed-Sohn geflohen und hat Dam nie wieder kontaktiert, denn die Briefe aus dem Knast hat die Mutter abgefangen.

Das nagt an Dam, der fühlt als hätte Donnie die Karriere erhalten, die ihm bei seiner Bilanz als Nachwuchsboxer gebührt hätte. So entsteht ein vielversprechender Konflikt zwischen aufgebautem Reichtum und verpasster beziehungsweise leichtsinnig verbauter Chance. Entsprechend gibt es auch eine neue Underdog-Dynamik, die im Franchise immer wieder funktioniert und ausgeschlachtet wird. Als Dam aus dem Gefängnis kommt, hat er eigentlich nichts außer seinen Antrieb, Kampfwillen und Motivation. Er lebt mehr als bescheiden und zieht die Kraft aus seinen früheren Schlagzeilen und der Chance, es der Welt zu beweisen, wenn man ihn nur lässt. So schleicht er sich ins Leben seines früheren Freundes und nutzt zudem den einen oder anderen Trick, um recht schnell an die Spitze zu kommen. Das macht er aber erfreulich subtil, zumal er im Ring seinen Worten auch Taten folgen lassen kann, was mancher Profi vielleicht unterschätzt.

Box-Inszenierung der Meisterklasse

Das „Creed“-Franchise ist für mich der World Champion, wenn es darum geht, die In-Ring-Action packend und wie eben beim amerikanischen Profiboxen zu inszenieren. War es einst noch HBO als Partner, so sind es nun eben DAZN oder Showtime, die in dieser Welt die Kämpfe übertragen und für die Hype-Pakete und Hintergrundberichte geschnürt werden. Die Kämpfe sind mitreißend und kurzweilig und der Endkampf setzt auf kreative Mittel, die ich so in der Reihe bisher nicht gesehen hatte. Dazu kommen ein passender, treibender Hip-Hop-Soundtrack und natürlich die obligatorischen Montagen, um sich in Form zu bringen und die die Gegenspieler beim Training zeigen, die ich einfach liebe. Ein wenig lässt Jordan in manchen Szenen auch seien Animeliebe in die Inszenierung einfließen.

Schon bei Lovecraft Country oder „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“ hat Majors bewiesen, was für ein toller Darsteller er ist und er zeigt sich hier im absoluten beast mode. Er schafft die Balance zwischen geprügeltem Hund, demütigem Häftling und selbstbewusstem Fighter mit großer Klappe mühelos und bringt den Muskelberg mit, um es zu unterstreichen.

Jonathan Majors: Karriere in Bildern

Michael B. Jordan ist ähnlich charismatisch und macht Creed in seinem Regie-Debüt fehlbarer und verletzlicher als zuvor. Er hat es zwar allen mehrfach bewiesen, ist aber eben nicht unbesiegbar, sondern kann noch herausgefordert werden, wenn der richtige Kämpfer erscheint. Mit seiner am Boxen interessierten Tochter und seiner kranken, geheimniskrämerischen Mutter hat er zudem auch mit persönlichen Konflikten zu fighten. Ich habe den Eindruck, dass Michael B. Jordan die menschlichere Seite von Adonis ein Anliegen war, frei nach dem Motto: „Never forget were you came from“. Natürlich hat er mindestens eine Teilschuld an Dams Schicksal und der Zeit hinter Gittern. Deswegen lässt er sich so von ihm aus der Reserve locken, wobei besonders anfangs nicht ganz klar ist, wie nobel oder niederträchtig Dams Intentionen eigentlich sind, aber der Aufbau des Konflikts macht den Film mitreißend.

Ironisch ist die Tatsache, dass an einer Stelle im Film über das Alter von Adonis Creed bei seinem Ring-Comeback philosophiert wird, wenn die Figur des Rocky Balboa doch in einigen Teilen eigentlich deutlich - und zwar mehrere Jahrzehnte - älter ist als Michael B. Jordans Charakter. Rocky war aber eben auch eine absolute Ausnahmeerscheinung.

Fazit

Wer Lust auf mitreißend inszeniertes Profiboxen im Kino hat, sollte die „Creed“-Reihe unbedingt auf dem Schirm haben. Der dritte Teil ist wieder um einiges stärker unterwegs als der zweite, aber ich bin mir nicht sicher, ob man sogar den ersten ausknockt. Dennoch gibt es viele Schauwerte und überzeugende Performances, die einen Kinogang rechtfertigen. Darum gebe ich vier von fünf K.-O.-Punches für das Sequel.

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Hier abschließend noch der offizielle Originaltrailer zum Film „Creed 3“:

Creed III Trailer

Creed III Schauspieler

Tessa Thompson

als Bianca Creed

Phylicia Rashad

als Mary-Anne Creed

Mila Davis-Kent

als Amara Creed

Wood Harris

als Tony 'Little Duke' Evers

Florian Munteanu

als Viktor Drago

Thaddeus J. Mixson

als Adonis Creed (15)

Spence Moore II

Spence Moore II

als Damien Anderson (18)

Tony Bellew

als 'Pretty' Ricky Conlan

Jacob 'Stitch' Duran

als Stitch

Bobby Hernandez

als Conlan's Trainer

Kenny Bayless

als Referee Kenny Bayless

Jimmy Lennon Jr.

als Ring Announcer Jimmy Lennon Jr.

Al Bernstein

als Showtime Broadcaster Al Bernstein

Stephen A. Smith

als Stephen A. Smith

Barry Pepper

als Voice of SHOWTIME® All Access (voice)

Kehlani

als Kehlani

Aaron D. Alexander

als Leon

Corey Hibbert

als Leon's Friend

Natasha Ofili

als Creed Family Chef

Rose Eshay

als Creed Family Caterer

Alan Boell

als Event Worker

Beth Scherr

als Mary-Anne Creed's Doctor

Creed III Crew

Regie

Aeric Adams, Roger Berard, Hayley Davis, Michael B. Jordan, Roger Berard, Dawn Gilliam, Eddie Griffith, Clayton J. Barber

Drehbuch

Sylvester Stallone, Keenan Coogler, Zach Baylin, Zach Baylin, Ryan Coogler, Keenan Coogler

Produktion

Melanie Vicente, Anthony Calautti, Michael D. Sullivan, Stevie Logsdon, Sharellis de Nigro, Andrew Bromley, Alexa L. Fogel, Selima Smith-Dell, Elizabeth Berra, Zinzi Coogler, Sev Ohanian, Nicolas Stern, Adam Rosenberg, Toni Avalos, Brandi S. Hawkins, Julia Fountain, Melissa A. Connors, MaryMargaret O'Neill, Michelle Stevens, Stewart Probert, Keith Kinsey, Lautel Okhio, Tracy Jennings, Jeremy David Lee, Charles Winkler, William Chartoff, Ryan Coogler, Irwin Winkler, David Winkler, Jonathan Glickman, Sylvester Stallone, Elizabeth Raposo, Michael B. Jordan, Kyle B. Crowder, Kieran Collins, Angela Iranna Perkins, Margaret Moore, Bobby Coleman, Michael Bower, Caleb Gordon-Kilgore, Olivia Grillo, Brennan Kahl, DeVante Waugh, Erin Copeland, Justin A. Thuesen, Zach Vicente, Eden Cornwell, Chip Clanton, Alex Leimone

Kamera

Brian Sutherin, Jared Slater, Michael E. Pacheco, Michael Heathcote, Chris Loh, Jeff Crumbley, Brigman Foster-Owens, Ian Clampett, Greg Arch, Lonny Danler, Edward Viola, Robert Howie, Kramer Morgenthau, Dwight Campbell, Christopher M. Bauer, Charles Crivier, Holden Miller, John C. Hoffler Jr., D.J. Phillips, Alex Waters, Michael Heathcote, Eli Joshua Adé, Ser Baffo

Schnitt

Michael P. Shawver, Esmeralda Fernandez, Peter Boyle, Chris Brands, Tyler Nelson

Musik

Jamison Rabbe, Lee Riley, Samya McCoy, Patrick Wylie, Kari Barber, Chris Fogel, Nicholas Fitzgerald, Fam Udeorji, Gregory Goodall, Sidney Hopson, Chris Stoutenborough, Lelie Resnick, Corinne Sobolewski, Benjamin Jacobson, Meredith Crawford, Karoline S. Menezes, Evgeny Tonkha, Joseph Shirley, Daniel S. McCoy, Bartek Swiatek, Erik H. Magnus, Big Sean, J. Cole, Ibrahim Hamad, OMEN, Baby Rose, JID, Doctur Dot, Ari Lennox, Tierra Whack, BJ the Chicago Kid, Ayra Starr, Abbas Hamad, Kehlani, Mereba, Johnny Venus, Jake White, Hank Martin, Albert Gasser, Jeffory Haddad, Aaron Glascock, Aaron Glascock, Holly Sedillos

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