Sylvester Stallone
Sylvester Stallone nimmt an der Vorführung der dritten Staffel von „Tulsa King" in New York City, New York, am 16. September 2025 teil.
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Sylvester Stallone

In der Schule wurde er von seinen Mitschülern als derjenige gewählt, der am wahrscheinlichsten auf dem elektrischen Stuhl landet. Weit gefehlt, mag der Rocky I-Star sich gedacht haben, an dem Tag im Juni 1984, als er gleichzeitig mit Dolly Parton einen Stern auf dem Walk of Fame verliehen bekam. Doch seine Karriere ist nicht nur von Erfolgen gezeichnet. Zwischen Oscarnominierungen und Golden Globes trudelten zuhauf die Nominierungen für Goldene Himbeeren ein. Entweder ganz oder gar nicht, scheint die Devise, Mittelmaß ist nicht sein Stil.

Biografie von Sylvester Stallone

Als Mutter eines illustren Paares wird der spätere Weltstar im berüchtigten New Yorker Stadtteil Hell's Kitchen geboren. Sein italienischer Vater ist Friseur und Kosmetiker, seine französisch-russische Mutter kommt unter anderem auf die Berufsbezeichnungen Astrologin, Tänzerin und Promoterin für Frauen-Wrestling.

Ganze 200 US-Dollar bekommt Sly für seinen ersten Filmauftritt 1970 für zwei Tage Arbeit am Set - an einem Softporno. Nach eigenem Bekunden würde Stallone seinen damaligen Auftritt aber keineswegs als verzweifelt beschreiben. Im Gegenteil. Das Mitwirken an dem Erotik-Fetzen sei für ihn eine Möglichkeit gewesen, zu verhindern, dass er etwas wirklich „Verzweifeltes anstellt“. Aha. Sehenswert ist der Streifen jedenfalls nicht, auch wenn sich die „Filmvorführerin“ im Trailer weiter unten alle Mühe gibt zu erklären, dass der Film geradezu ein Muss sei. Nach dem Release von „Rocky“ (1976) und dessen riesigem Erfolg wittern die Macher des Sexfilmchens die große Chance und vermarkten „The Party at Kitty and Stud's“ unter dem Titel „Italian Stallion“ neu.

Er selbst zieht schnell auf die Off-Broadway-Bühne weiter, ebenfalls in einem erotischen Stück. Fast gleichzeitig ergattert er erste Filmrollen in Dramen, die ihn 1976 zum Durchbruch mit „Rocky“ verhelfen. Und auch für die Gesundheit des Stars ist die Rolle viel wert. Denn als der leidenschaftliche Raucher beim Dreh feststellt, dass er ziemlich schnell aus der Puste gerät, gibt er immerhin das Zigarettenrauchen auf.

Nach zahlreichen mehr oder weniger erfolgreichen Rollen gesellt sich in den 1990ern das zweite große Franchise dazu: „Rambo“.

Sylvester Stallone kann mittlerweile auf eine sehr lange Karriere zurückschauen, dass seine alten Rollen bereits Comebacks hinter sich haben. Mitte der 2000er tritt der alternde Star erneut in die Fußstapfen seiner ikonischen Rollen.

Statt sich anschließend in den Ruhestand zurückzuziehen, lässt er sich in dem All-Action-Star-Film „The Expendables“ blicken, für den er auch als Ko-Schöpfer und Regisseur verantwortlich ist.

Frühe 2000er Jahre und schwierige Phase

Sylvester Stallone übernahm im Jahr 2000 die Hauptrolle in „Get Carter“ (2000) als Jack Carter. Der Charakter sucht Rache für den Tod seines Bruders und navigiert durch ein Netz aus Korruption. Stallone stellte einen harten Ermittler dar, der persönliche Verluste verarbeitet und mit kriminellen Strukturen konfrontiert wird. Die Handlung folgt einem linearen Rachebogen mit Rückschlägen und Konfrontationen.

Kurz darauf spielte er in „Driven“ (2001) den Rennfahrer Joe Tanto. Der Charakter kämpft mit beruflichen Rückschlägen und persönlichen Dämonen auf der Rennstrecke. Stallone entwickelte den Handlungsbogen um Comeback und Rivalität im Motorsport. Diese Phase markierte eine Übergangszeit mit weiteren Projekten wie „D-Tox“ (2002).

Rückkehr zu Rocky und Rambo

Im Jahr 2006 kehrte Stallone als Rocky Balboa in „Rocky Balboa“ (2006) zurück. Der Charakter ist ein alternder Boxer, der nach dem Tod seiner Frau und beruflichen Rückschlägen einen letzten Kampf sucht. Die Handlung beschreibt seinen Weg zurück in den Ring gegen einen jüngeren Champion. Stallone führte Regie und schrieb das Drehbuch selbst.

Zwei Jahre später übernahm er erneut die Rolle des John Rambo in „Rambo“ (2008). Der Charakter lebt zurückgezogen in Thailand und wird in einen Konflikt in Burma hineingezogen. Die Geschichte folgt seinem Einsatz für Missionare und einer blutigen Auseinandersetzung mit Soldaten. Stallone inszenierte den Film und formte den Handlungsbogen um Überleben und Gerechtigkeit.

Die Expendables-Ära

Mit „The Expendables“ (2010) schuf Stallone die Figur des Barney Ross. Der Charakter führt ein Team von Söldnern an und nimmt Aufträge in Krisengebieten an. Die Handlung dreht sich um eine Mission in Südamerika gegen einen Diktator und interne Teamkonflikte. Stallone führte Regie und schrieb am Drehbuch mit.

In den Fortsetzungen „The Expendables 2“ (2012) und „The Expendables 3“ (2014) entwickelte sich Barney Ross weiter. Der Charakter baut Allianzen auf und stellt sich neuen Bedrohungen durch rivalisierende Gruppen. Die Handlungsbögen beinhalten Rache, Loyalität und spektakuläre Einsätze. Stallone blieb zentraler Bestandteil der Serie.

Creed und weitere Filmrollen

In „Creed“ (2015) kehrte Stallone als Rocky Balboa zurück. Der Charakter trainiert den Sohn seines ehemaligen Rivalen und begleitet ihn durch Kämpfe und persönliche Krisen. Die Handlung zeigt Rockys Rolle als Mentor und seine eigenen gesundheitlichen Herausforderungen. Stallone erhielt dafür Anerkennung und eine Nominierung.

Er setzte die Rolle in „Creed II“ (2018) fort und unterstützte den jungen Boxer gegen starke Gegner. Parallel spielte er in „Escape Plan“ (2013) den Sicherheitsexperten Ray Breslin. Der Charakter testet Gefängnisse und wird selbst eingesperrt, worauf ein Ausbruchsplan folgt. Weitere Rollen folgten in „Rambo: Last Blood“ (2019).

Marvel und Stimmenrollen

In „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ (2017) verkörperte Stallone Stakar Ogord. Der Charakter ist ein Anführer der Ravagers mit einer komplexen Vergangenheit und Führungsqualitäten. Die Handlung integriert ihn in die Suche nach Antworten über Herkunft und Loyalität. Er wiederholte die Rolle in „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ (2023).

Als Stimme von King Shark in „The Suicide Squad“ (2021) gab Stallone dem Charakter eine markante Präsenz. Der Hai-Mensch kämpft mit Instinkten und Teamdynamik auf einer gefährlichen Mission. Die Figur entwickelt sich von einem reinen Kämpfer zu einem Teil der Gruppe.

Tulsa King und Serienarbeit

Seit 2022 spielt Stallone in Tulsa King (2022-) den Mafioso Dwight Manfredi. Der Charakter wird nach 25 Jahren Haft nach Oklahoma geschickt und baut dort eine neue Organisation auf. Die Handlung verfolgt seine Anpassung an eine fremde Umgebung und Konflikte mit lokalen und alten Kontakten. Bislang umfasst die Serie über 29 Episoden.

Dwight Manfredi zeigt Führungsstärke und pragmatische Entscheidungen in einer neuen Umgebung. Die Handlungsbögen behandeln Machtaufbau, familiäre Bindungen und rivalisierende Interessen. Stallone wirkt auch als Executive Producer mit.

Sylvester Stallone Privatleben

Stallone ist seit 1997 mit Jennifer Flavin verheiratet und hat mit ihr drei Töchter namens Sophia, Sistine und Scarlet. Aus einer früheren Ehe stammen die Söhne Sage und Seargeoh, wobei Sage 2012 verstarb. Im Jahr 2022 gab es eine kurze Trennung, die jedoch beigelegt wurde. Die Familie trat in der Reality-Serie The Family Stallone (2023-2024) auf.

Ein interessanter Umstand ist, dass alle seine Kinder Namen mit dem Buchstaben S tragen. Zudem wurde er in die International Boxing Hall of Fame aufgenommen, was seine Verbindung zum Sport unterstreicht.

Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.515 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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