Masters of Sex 2x05

Nachdem sich in der letzten Episode einige Konflikte abgezeichnet hatten, kommt es in Giants zu so mancher Konfrontation. Libby bekommt es mit Corals Freund zu tun, Betty erhÀlt unverhofften Besuch einer alten Liebe und Bill und Virginia evaluieren erneut die Parameter ihres VerhÀltnisses innerhalb der Studie. ZusÀtzlich sprechen Lillian und Virginia die zwischen ihnen schwebenden Probleme an.
Maybe we should reassess our objectives
Bill (Michael Sheen) und Virginia (Lizzy Caplan) haben einiges zu besprechen. Im Restaurant des Hotels erzĂ€hlt Bill ihr von der neuen Stelle im afroamerikanischen Krankenhaus. Allerdings möchte sie schriftliche Garantien fĂŒr ihre finanzielle Sicherheit von Masters haben, fĂŒr den Fall, dass zwischen ihm und dem Krankenhaus etwas schieflĂ€uft. Als er ihr diese vorlegt, fragt sie ihn, ob ihre persönliche Teilnahme an der Studie Teil der Konditionen fĂŒr ihre Mitarbeit sei. Falls nicht, möchte sie auf weitere physische Partizipation verzichten. Bill verneint dies zunĂ€chst, entscheidet sich aber dann doch dafĂŒr, da dies Teil ihres Jobs sei. Das scheint sie zunĂ€chst zu akzeptieren.
Im Hotelzimmer ĂŒbernimmt Virginia dann die Kontrolle. Sie bringt Bill dazu, ohne sie mit der âStudieâ zu beginnen und stellt ihm mit strengem Blick Fragen im Rahmen selbiger. Sie fragt ihn in einem Moment, in dem der Zuschauer den Atem anhĂ€lt, woran er denke. Nach einer gefĂŒhlten Ewigkeit antwortet er mit âYouâ, woraufhin Virginia ihr dominantes Verhalten Ă€ndert und die beiden schlieĂlich zueinander finden.

Nothing comes free
FĂŒr Betty (Annaleigh Ashford) werden die Dinge zunehmend komplizierter. ZunĂ€chst kann sie Gene (Greg Grunberg), welcher seit ihrem (zu spĂ€ten) GestĂ€ndnis auf der Couch schlĂ€ft, wieder fĂŒr sich erwĂ€rmen, indem sie die Möglichkeit einer Adoption in den Raum wirft. Doch dann taucht ihre alte Liebe Helen (Gaststar Sarah Silverman) auf und lĂ€sst sich von Gene zu einem Essen als Doppeldate mit einem seiner Freunde einladen. Betty möchte nicht, dass Helen ihre GefĂŒhle wieder durcheinanderbringt und versucht sich einzureden, ihr materieller Wohlstand sei die richtige Entscheidung fĂŒr sie.
Doch Helen lĂ€sst sich nicht davon abbringen und auch Bettys Versuche, sie bei Gene schlechtzureden, prallen an ihm ab. Dementsprechend unangenehm verlĂ€uft auch das Doppeldate. Dass Helen sich Genes Freund an den Hals wirft, scheint sie nur schwer zu verkraften. Als Helen dann eine an Betty gerichtete metaphorische Geschichte wĂ€hrend des Essens erzĂ€hlt, bricht diese vom Wechselbad der GefĂŒhle ĂŒberwĂ€ltigt in einem Lach-/Heulkrampf zusammen. Der anschlieĂende Kuss von Betty und Helen auĂerhalb der Sichtweite der MĂ€nner trĂ€gt nicht gerade zur Lösung ihres Dilemmas bei.
I know a thing or two about the world
Libby (Caitlin FitzGerald) bekommt derweil Besuch von Corals Freund Robert (Jocko Sims), welcher ihr zu verstehen gibt, dass er ihre Behandlung von Coral (Keke Palmer) nicht gutheiĂt. Libby scheint daraus aber keine Lehre zu ziehen, denn sie versucht im anschlieĂenden GesprĂ€ch, Coral davon zu ĂŒberzeugen, ihren Freund zu verlassen. Diese dreht den SpieĂ jedoch geschickt um und suggeriert mit ihrem Kommentar sogar, dass sie im Gegensatz zu Libby die NĂ€he zu ihrem Partner noch nicht verloren hat.
Erst Bill kann Libby klarmachen, dass ihr Handeln falsch war und dass eine Entschuldigung angebracht ist. Doch die Entschuldigung verlÀuft nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat, denn Robert macht ihr deutlich, sie solle Coral und nicht ihn um Verzeihung bitten, was sie allerdings nicht einsieht.
WĂ€hrenddessen haben Bill und Virginia mit Patientenschwund zu kĂ€mpfen, denn viele von Masters' alten Patientinnen fĂŒhlen sich im afroamerikanischen Krankenhaus nicht wohl. Schon bald entstehen Konflikte zwischen den Patienten. Im Zuge dessen handelt sich Bill sogar ein blaues Auge bei einem Schlichtungsversuch ein. DarĂŒber hinaus scheint jemand die Flyer fĂŒr ihre Studie von den WĂ€nden des Hospitals zu nehmen.

I can't really afford to be upset with you
Virginias (Lizzy Caplan) und Lillian DePauls (Julianne Nicholson) Freundschaft wird auf die Probe gestellt, als Ginny ihre Studie und Lilians Wissen darĂŒber zur Sprache bringt. Dies löst eine Grundsatzdiskussion zwischen ihnen ĂŒber die Aufstiegsmethoden fĂŒr Frauen und Ginnys PrĂ€ferenz fĂŒr Masters' Studie statt Lillians Arbeit aus. Doch die dicke Luft zwischen den beiden hĂ€lt nicht lange an, denn Virginia wird als eingetragene verwandte beziehungsweise befreundete Person kontaktiert, nachdem Lilllian (vorĂŒbergehend) bewusstlos im Krankenhaus aufgefunden wurde. Sie fĂ€hrt Lillian nach Hause und in einer rĂŒhrende Weise macht letztere ihr deutlich, dass sie aufgrund ihrer Krankheit Angst vor der Zukunft hat und sich nicht erlauben kann, mit der einzigen Person, der sie nicht egal ist, Streit zu haben.
Zum Schluss der Episode erklĂ€rt der Leiter des Krankenhauses, Dr. Hendricks (Courtney B. Vance), Ginny und Bill, er habe sie an Bord geholt, um die Integration des afroamerikanischen Krankenhauses durch mutige Leute mit einem solch groĂen Patientenstamm wie dem von Bill zu beschleunigen. Daraus resultierend wird die Aufgabe des Patientenwerbens an Virginia ĂŒbertragen. Als Hendricks Masters' BĂŒro verlĂ€sst, stellt sich heraus, dass er derjenige ist, welcher die Plakate der Studie von den WĂ€nden reiĂt.
Fazit
Alles, was mir in der letzten Folge gefehlt hatte, ist in dieser Episode vorhanden. Die Szene zwischen Bill und Virginia im Hotel ist unglaublich intensiv und zeigt einmal mehr, warum das Zusammenspiel von Michael Sheen und Lizzy Caplan so sehenswert ist. Auch Bettys Figur wird immer komplexer und Annaleigh Ashfords Leistung, insbesondere beim Abendessen, ist lobend zu erwÀhnen. Dass Sarah Silverman viel mehr als nur albern kann, hat sie bereits mehrfach bewiesen und gibt auch hier ein wirklich gutes Gastspiel.
AuĂerdem ist Libbys Geschichte mit Coral interessanter geworden und es stellen sich weiterhin Zweifel ein, ob sie in der Lage ist, ihre Fehler einzurĂ€umen, geschweige denn aus ihnen zu lernen. Viel ihrer Frustration, Ăngste und Sorgen aus ihrer Ehe scheint sich auf ihr VerhĂ€ltnis zu Coral zu ĂŒbertragen. Als Ventil scheint das allerdings auch nicht zu funktionieren und es bleibt abzuwarten, wie sie mit ihrer Unzufriedenheit umgeht.
Virginias und Lilllians schrullige Freundschaft hat sich mittlerweile zu einer rĂŒhrenden Storyline entwickelt. Es ist wirklich erfrischend mit anzusehen, wie sich Dr. DePaul als schroffe EinzelgĂ€ngerin gegenĂŒber Virginia öffnet und verwundbar macht.
Insgesamt punktet Giants mit starken, emotional komplexen Momenten, die sich abermals in perfekter Symbiose mit den herausragenden schauspielerischen Leistungen befinden.
Verfasser: Tim KrĂŒger am Dienstag, 12. August 2014(Masters of Sex 2x05)
Schauspieler in der Episode Masters of Sex 2x05
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