Legends of Tomorrow 1x16

Legends of Tomorrow 1x16

Mit der Episode Legendary geht die erste Staffel von Legends of Tomorrow zu Ende. Dabei steht der Kampf gegen Vandal Savage im Fokus. Kann das Team die Welt und die Zeit retten?

Szenenfoto aus der „Legends of Tomorrow“-Episode „Legendary“ / (c) The CW
Szenenfoto aus der „Legends of Tomorrow“-Episode „Legendary“ / (c) The CW

16 Episoden ist der Kampf der Legends of Tomorrow gegen den Unsterblichen Vandal Savage (Casper Crump) lang und mit Legendary soll die Mission nun zu ihrem Abschluss kommen.

Doch zunächst gibt es ein typisches LoT-Intro, wo mal wieder niemand eine Idee hat, wie man den Gegner besiegen kann und deswegen alle mal kurz nach Hause dürfen. Aufgrund einiger Turbulenzen mit der Zeit landen sie dabei natürlich nicht genau am versprochenen Zeitpunkt wenige Sekunden nach der Rekrutierung, sondern passend zur US-Ausstrahlung im Mai 2016.

Rip (Arthur Darvill) lässt seinen Verbündeten auch keine Wahl und begleitet sie nur holographisch in die Gegenwart.

Dort erfährt Sara (Caity Lotz) vom schweren und emotional mitnehmenden Verlust ihrer Schwester Laurel (Katie Cassidy), die sie sofort per Zeitreise retten will. Selten durfte Lotz die Gefühle ihrer Figur so frei herauslassen, wie im Gespräch mit Vater Quentin (Paul Blackthorne). Dabei wird sie blind vor Rage und will unbedingt in den Ablauf der Zeit eingreifen.

In Central City sucht sich Heat Wave (Dominic Purcell) einen neuen Partner mit der kalten Knarre. Als der jedoch nicht nach seiner Pfeife tanzt, flambiert er ihn. Als Fluchtfahrer steht ihm zu seiner Überraschung Ray (Brandon Routh) zur Seite, der glaubt, dass Snart (Wentworth Miller) nichts ohne Hintergedanken macht und wollen würde, dass sie ohne ihn die Mission beenden. Ray deutet das als mögliche neue Team-Up-Gelegenheit zwischen Atom und Heat Wave.

Martin Stein (Victor Garber) ist bei seiner Frau Clarissa, mit der er einen Trivia-Abend verbringt. Durch seine Zeitreise weiß er nun auch, wie H.G. Wells Spitzname war - was für ein Zufall! Sie kommen auf seine Auszeit von seiner Professur zu sprechen, wobei er jedoch meint, dass er unbedingt noch etwas zu Ende bringen muss.

So kommt es, dass sich Ray, Rory, Jax, Stein und Lance treffen und einen Weg ausdenken um Rip und die Waverider zu kontaktieren. Der Captain selbst ist in Gedanken versunken, aber selbst kaum einen Milimeter weitergekommen und weiß demnach nicht, wie man Savage ohne Zeitreisehilfe auf die Spur kommen sollte.

Die Idee kommt von Kendra (Ciara Renee), die sich dank Savage im Deutschland des Jahres 1944 aufhält und dort auf einen US-Soldaten trifft. Mit dessen Helm kann sie eine Nachricht überbringen, die das Team auch findet, obwohl besagter Soldat von Savage ermordet wird.

Killer Mood

Sara ist zwar wieder mit dabei, aber reichlich sauer auf Hunter, dem sie direkt ihr Messer an den Hals hält und Hilfe einfordert, um Laurel zu retten. Denn er wusste, dass das passieren würde. Aus dem Nichts zaubert Rip einen Blitzdingsapparat her, der Sara ausknockt und lässt sie zur Beruhigung in eine Zelle bringen. Später erklärt er, dass ähnlich wie bei seiner Familie eine Rettung unmöglich ist, woraus man schließen kann, dass er es schon versucht hat. Vielmehr würde das sogar damit enden, dass sowohl Sara als auch Quentin ebenfalls sterben würden.

Auch die Hawks sind in einer Bombenstimmung. Savage hat beide gefangen, wobei Carters Erinnerung immer noch lückenhaft ist. Er erklärt ihnen, dass die Thanagarians die drei Meteoriten mit Absicht auf die Erde geschickt und dabei Alientechnologie mitgegeben haben, die dazu führte, dass die drei unsterblich werden konnten. Savage plant nun die Zeit selbst zu zerstören, um so mächtig wie ein Gott zu werden.

Man spricht deutsch

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Savage überfällt derweil ein paar Nazis, um das Aliengeschenk zu sichern. Dabei wird er vom Team angegriffen, wobei immerhin ein paar Nazis aus dem Weg geschafft werden, aber auch Kendra eine Verletzung davon trägt. Durch Carter (Falk Hentschel) erfahren dann auch die Legends, was Savage plant. Jax (Franz Drameh) versucht eine neue Fähigkeit namens Transmutation zu meistern, mit der er schon - eher zufällig - eine Naziwaffe in ihre Einzelteile zerlegen konnte, doch beim erneuten Versuch will das nicht klappen. Der dritte Versuch bringt Dr. Stein immerhin dahinter, was Savage plant. Mit Hilfe der drei Meteoriten und dreier Versionen seiner selbst will Savage ein Zeitreise-Erdbeben schaffen, wobei viel Strahlung entsteht, die ihn mächtiger, aber auch verwundbar machen kann.

Triple Threat

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Dazu werden in den Jahren 1958, 1975 und 2021 Treffen in die Wege geleitet, die Savages Plan perfekt machen sollen. Dabei werden wir an einige vergangene Episoden erinnert, etwa Norwegen und die Atombombe, deren Fallout wohl niemand verwundet oder verwundert.

Es kommt zum Kampf zwischen den Hawks und einem Savage, Sara und Rip und einem weiteren Savage und Ray und Rory und einem dritten Savage. Jedes Mal sind die Helden dabei erfolgreich. Ob mit Messer, mit Feuerkanone oder Genickbruch und anschließendem Stromschlag. Denn durch diese Sondersituation (wieder einmal!) ist es nun nur den Hawks möglich ihn auszuschalten. Es ist Rip vorenthalten ihm den letzten Schubser zu geben, wobei er in seinen letzten Worten nicht umhin kommt, noch einmal gegen Hunters tote Familienmitglieder nachzutreten. Die Meteoriten können anschließend zerstört werden, zumindest zwei von dreien, während der letzte bei einer Explosion zwar nicht die Zeit zerstören würde, aber immer noch die Erde auslöschen könnte.

Es ist schließlich der Captain selbst, der sich um den Stein kümmert und ihn in die Sonne schleudert. Währenddessen hat er noch einen kleinen Traum rund um seine Familie und kann dann per letztem Zeitsprung 20 Minuten in die Vergangenheit reisen, um den Rest der Bande einzusammeln und vorzuschlagen, dass man zu den neuen Zeitwächtern wird.

Dabei wird noch einmal der Anfang der Episode gespiegelt. Sara will in Laurels Andenken weitermachen, während Stein die Wanderlust packt. Jax hat bereits mit seiner Frau gesprochen, die Verständnis für die Abenteuerlust ihres Superhelden-Ehemanns hat.

Best guy I ever knew

Rory reist derweil noch einmal in einen Stripclub ins Jahr 2013 und verabschiedet sich gefühlsduselig von seinem Ex-Partner Snart, der eigentlich keine Lust auf Touchy-Feely hat. Die Guy Love ist stark in den beiden, die auf absehbare Zeit nicht mehr gemeinsam stehlen und looten dürfen. Das Slash- und Fanfictionpotential dieser Szene ist auf jeden Fall stark. Ob sie in Staffel 2 kürzer kommen werden, wird sich zeigen. Prison Break dürfte schon im Kasten sein, wenn Legends of Tomorrow weitergeht und Miller gilt zwar nicht mehr als Hauptdarsteller, hat aber einen besonderen neuen Vertrag für das Arrowverse unterzeichnet.

Die Hawks machen die Flatter

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Tatsächlich erscheinen zunächst alle lebendigen Teammitglieder zum verabredeten Termin, wobei die beiden Hawks allerdings ihren Abschied ankündigen und ihn mit einem Neuanfang ohne Behelligung von Savage begründen. Dabei gibt auch Ray ihnen seinen Segen, was sich komisch anfühlt, aber ein von den Autoren verschuldetes Problem ist. Den Witz der Folge darf Rory reißen, dem immer nach Hühnchen ist, wenn er die gefiederten Helden fortflattern sieht. Die Wahl Kendra und Carter aus der Serie zu schreiben dürfte die Richtige sein, denn es schien immer so, als würde man beide Figuren auf ihre Liebesgeschichte reduzieren. Wenn eines LoT in Staffel 2 helfen würde, dann den Soap-Anteil auf ein Minimum zu reduzieren; vielleicht ist es aber auch The CW-Mandat, dass es Liebesdreiecke geben muss (Supernatural mal ausgeschlossen).

Hourman and the JSA

Einen Teaser für die nächste Staffel gibt es auch, nämlich durch die Ankunft von Rex Tyler (Patrick J. Adams) aka Hourman, der mit einer zweiten Waverider und einer Warnung im Star City des Jahres 2016 ankommt. Heat Wave hat ihn gesendet, denn wenn sie einsteigen, droht ihnen der Tod. Er ist Mitglied der Justice Society of America, die sicherlich auch in den anderen Arrowverse-Serien noch eine Rolle spielen wird.

Dass die JSA eine Rolle spielen wird, habe ich an anderer Stelle bereits richtig spekuliert. Darüber hinaus sollen auch andere Figuren die vakanten Plätze im Team auffüllen, wobei man gespannt sein kann, wer genau das sein wird. Vielleicht bringt das ja neuen Schwung, denn das Zeitreise-Element allein hätte keine weitere Staffel getragen.

Fazit

Das war sie nun, die erste Staffel von Legends of Tomorrow. Ob wir die zweite Staffel ebenfalls mit Reviews begleiten werden, steht nach dem durchwachsenen Debüt aktuell in den Sternen.

Beim Staffelfinale Legendary versuchen die Autoren ihr bestes, um einen epischen Abschluss zu liefern, die offenen Stränge zu verbinden und dabei Savage ein für allemal auszuschalten. Es existiert zwar immer noch ein Schlupfloch, weil nie erklärt wurde, was Malcolm Merlyn (John Barrowman) nach dem Flarrow-Crossover mit seiner Asche gemacht hat, aber sonst scheint es so, als hätten wir den Schurken zum vorerst letzten Mal gesehen. Das ist auch gut so, denn irgendwie blieb er eindeutig hinter seinem Potential zurück.

Das wurde - würde ich mal behaupten - zuletzt im Crossover gezeigt. In der eigenen Serie war Savage nie so richtig bedrohlich oder kompetent, wobei auch seinen Gegnern die Kompetenz fehlte und sie aus dramaturgischen Gründen oft versagen mussten, weil die Staffel sonst Leerlauf gehabt hätte.

Durch Sara gibt es in dieser Episode wenigstens einen halbwegs starken emotionalen Anker, der auch ein Stück weit auf Rory und Snart übertragen wird. Auch die Idee den Showdown dreizuteilen ist durchaus clever, weil man so ein paar bekannte Situationen noch einmal remixen kann.

Alles in allem würde ich aber sagen, dass von den bisherigen Arrowverse-Serien die erste Staffel von Legends of Tomorrow im direkten Vergleich mit Arrow und The Flash das schwächste Debüt hingelegt hat. Man kann gespannt sein, wie viele Folgen die nächste Staffel haben wird und ob man aus den Fehlern lernt.

Verfasser: Adam Arndt am Freitag, 20. Mai 2016

Legends of Tomorrow 1x16 Trailer

Episode
Staffel 1, Episode 16
(Legends of Tomorrow 1x16)
Deutscher Titel der Episode
Heimkehr
Titel der Episode im Original
Legendary
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 19. Mai 2016 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Dienstag, 13. Dezember 2016
Regisseur
Dermott Downs

Schauspieler in der Episode Legends of Tomorrow 1x16

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