Im Juli 2006, nachdem Prison Break bereits erfolgreich lief, wurde Dominic Purcell in einer Bank fast festgenommen. Denn als eine der Bankmitarbeiterinnen ihn erblickte, begann sie wie am Spieß zu schreien, so dass alle dachten sie werde ausgeraubt. Bevor Purcell wusste wie ihm geschah, wurde er schon von zwei Sicherheitsbeamten überwältigt und fortgeführt. Dann erkannten ihn die Beamten - und baten um Fotos.
Dominic Purcell erblickte in Wallasey, England, das Licht der Welt, doch aufgewachsen war er seit seinem zweiten Lebensjahr in Australien. Er ist das älteste von fünf Kindern und in seinen Adern fließt irisches und norwegisches Blut. Seine Eltern gaben ihm den Namen Dominic Haakon Myrtvedt Purcell. Purcell verließ die Highschool, um mit seinen Freunden eine Landschaftsarchitektur-Firma zu gründen. Doch schon bald langweilte ihn sein erwählter Beruf. Von dem Film „Platoon“ inspiriert, entschied er sich, Schauspieler zu werden und nahm Schauspielunterricht am The Australian Theatre for Young People und an der Western Australia Academy of Performing Arts.
Sein Schauspieldebüt gab er 1997 in der Hauptrolle der australischen Serie Raw FM. Kurz darauf spielte er neben Patrick Stewart und Gregory Peck in der Mini-Serie Moby Dick (1998) mit. Nach einigen kleineren Rollen in australischen TV-Spielfilmen und Serien, wie beispielsweise in Heartbreak High (1999), bot sich im Jahr 2000 für ihn eine große Chance: Er ergatterte eine Rolle in dem Blockbuster „Mission: Impossible II“ und wurde so einem breiteren Publikum bekannt.
Nach einer wiederkehrenden Rolle in BeastMaster (2001) und einer Rolle in dem Sci-Fi-Thriller „Equilibrium“ (2002) erhielt er die Hauptrolle in der Mysteryserie John Doe (2002), mit der er den US-Fernsehmarkt erobern sollte, doch die Serie wurde nach einer Staffel abgesetzt. Es folgten eine Handvoll weiterer Rollen auf der Leinwand, wie in „Blade: Trinity“ (2004), „The Gravedancers - Ruhe nicht in Frieden“ (2006) oder „Die Fährte des Grauens“ (2007), sowie in Serien, wie der Gastauftritt in House (2004) und eine wiederkehrende Rolle in North Shore (2004/05).
Im Jahr 2005 dann der große Durchbruch mit der Rolle des zu Tode verurteilten Lincoln Burrows, der von seinem Bruder gerettet wird. Mit der Rolle in Prison Break avancierte Dominic Purcell zum internationalen Star und wurde in seiner Heimat als bester Schauspieler mit dem International Award ausgezeichnet.
Im Jahr 2011 ist Dominic Purcell zumindest auf der Leinwand präsent, denn er stand für vier Projekte vor der Kamera: Eine Hauptrolle übernahm er in dem Horrorthriller „Escapee“, neben Robert De Niro wird er in dem Actionfilm „The Killer Elite“ zu sehen sein, mit Alexander Skarsgard und James Woods spielt er in dem Thriller „Straw Dogs - Wer Gewalt sät“ mit und in dem Krimi „House of the Rising Sun“ erscheint er im Sommer 2011 im Kino. Außerdem ist Purcell neben Katee Sackhoff in dem Film „Hijacked“ mit von der Partie.
Dominc Purcell lernte seine Frau Rebecca Williamson während seiner Schauspielausbildung kennen und heiratete sie im Jahr 1998. Zehn Jahre später ließen sich die beiden scheiden, blieben aber gut befreundet. Sie haben vier Kinder zusammen.
Zwei Jahre lang musste sich Dominic Purcell von der Hetzjagd in „Prison Break“ erholen, denn so lange ist es bereits her, dass Lincoln Burrows nach seinem Gefängnisausbruch wieder Ruhe gefunden hat.