House of the Dragon 2x04

House of the Dragon 2x04

Mit ihrer bisher spektakulärsten Folge versucht die Fantasyserie „House of the Dragon“ neue Maßstäbe in Sachen Drachen-Action zu setzen. Zur Halbzeit von Staffel zwei sind zudem einige Verluste beim „Game-of-Thrones“-Prequel zu vermelden...

„House of the Dragon“: Prinz Aemond (Ewan Mitchell) schlägt wieder zu...
„House of the Dragon“: Prinz Aemond (Ewan Mitchell) schlägt wieder zu...
© HBO

Dass die vierte Episode der zweiten Staffel von House of the Dragon ein Highlight werden würde, hatte sich schon vor mehreren Wochen abgezeichnet, als der vermeintliche Folgentitel „A Dance of Dragons“ durchgesickert war. Inzwischen ist klar, dass der tatsächliche Titel The Red Dragon and the Gold lautet, was trotzdem nichts daran geändert hat, dass die Folge ein Highlight wurde. Zumal so der erhoffte Drachenkampf noch konkretisiert wurde: Prinzessin Rhaenys (Eve Best) auf ihrer kampferprobten Meleys gegen König Aegon II. (Tom Glynn-Carney) auf seinem schönen Sunfyre. Wobei die gigantische und uralte Vhagar, geritten von Prinz Aemond (Ewan Mitchell), auch nicht allzu fern zu sein scheint...

Die neue Folge - geschrieben von Showrunner Ryan Condal höchstpersönlich und inszeniert von Game of Thrones-Veteran Alan Taylor - kommt mit einer vergleichsweise knappen Laufzeit von 54 Minuten daher. Da die neue Season diesmal nur acht Ausgaben umfasst, markiert sie zudem bereits die Halbzeit. Gehen wir gemeinsam durch, was alles passiert ist und wo wir jetzt stehen. Was waren die Stärken und Schwächen der Episode? Wer sie übrigens noch nicht gesehen hat, sollte das lieber nachholen, bevor es jetzt noch tiefer in den Spoiler-Teil geht. Hierzulande ist „HotD“ bei den Sky-Plattformen WOW, Sky Go und Sky Q zu Hause.

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Daemons Albtraum geht weiter

Los geht es mit einem weiteren Albtraum von Prinz Daemon (Matt Smith), der sich in Harrenhal offenbar einen Fluch eingefangen hat. In seinem Traum findet er sich im Thronsaal in King's Landing (zu Deutsch: Königsmund) wieder, wo er erneut von der jungen Rhaenyra, gespielt von Gaststar Milly Alcock, begrüßt wird. Die quatscht ihn unverständlich auf Valyrisch voll, bis sie ihn so weit provoziert hat, dass er ihr den Kopf abschlägt. Das hält sie nicht davon ab weiterzureden. Insgesamt ein sehr passender Einstieg für die Episode, da sich vieles vor der großen Schlachtszene am Schluss wie ein Fiebertraum anfühlt.

Daemon wird von Geistern heimgesucht...
Daemon wird von Geistern heimgesucht... - © HBO

Als Daemon aufwacht, wird er vom Publikumsliebling Ser Simon Strong/Kraft (Simon Russell Beale) darüber unterrichtet, dass Ser Criston Cole/Kraut (Fabien Frankel) die Häuser Rosby und Stokeworth/Schurwerth auf seine Seite gezogen hat, wodurch sich die Armee der Grünen verdreifacht haben soll. Bewusst oder unbewusst reibt Simon seinem Eroberer auch noch mal den Fehler mit dem geköpften kleinen Prinz unter die Nase. Dieser habe nämlich eine zentrale Rolle beim Übertritt der Häuser gespielt. Daemon braucht nun dringend eigene Verbündete in den Riverlands (Flusslanden).

So trifft er zunächst den kleinen Oscar Tully (Archie Barnes), der seinen bettlägerigen Großvater Grover/Grobi vertritt - und ja, die Namen der Tullys stammen alle aus der Sesamstraße (Elmo und Kermit gibt es auch noch). Doch Daemon erkennt bald, dass er von diesem Kind keine militärische Unterstützung erwarten kann. Sein Vorschlag, dass Oscar seinen Opa mit einem Kissen erlösen soll, um selbst Lord zu werden und somit entscheidungsfähig und für Daemon nützlich, kommt nicht gut an.

Daemon macht insgesamt nicht unbedingt mit diplomatischem Geschick auf sich aufmerksam, wie auch seine zynischen Kommentare zur in der letzten Folge so blutig eskalierten Fehde zwischen Haus Bracken und Blackwood (Schwarzhain) beweisen. Später trifft er Ser Willem Blackwood (Jack Parry-Jones), den wir in Staffel eins noch als Kind um die Hand Rhaenyras anhalten sahen, der zumindest etwas mehr Bereitschaft zeigt. Zumal er ja eindeutig eine Verbundenheit zu Team Schwarz nachweisen kann.

Alys Rivers sorgt für einige Verwirrung...
Alys Rivers sorgt für einige Verwirrung... - © HBO

Die Hexe von Harrenhal?

Auch bei diesem Meeting steht Daemon wieder völlig neben sich, was mit einem Gebräu zu tun haben dürfte, das ihm eine gewisse Alys Rivers/Strom (Gayle Rankin) eingeflößt hat. Diese Alys scheint in Harrenhal als eine Art von Maesterin zu arbeiten, wobei sie sich selbst nur als nette kleine Eule bezeichnet. Daemon nennt sie derweil eine Hexe, denn sie war es ja, die ihm kürzlich prophezeit hat, dass er bald sterben würde. Auch aus der Mutterserie „Game of Thrones“ kennen wir Magier:innen, die im Zeitalter der Drachen theoretisch besonders mächtig sein sollten.

Alys verspricht auf jeden Fall noch eine spannende Figur zu werden. Fürs Erste kann man sich durch ihren Spuk oder den Fluch von Harrenhal über schöne Überraschungsgäste aus Staffel eins freuen. Denn neben Alcock als junge Rhaenyra sehen wir ja auch Daemons (zweite) tote Ehefrau Laena (Nanna Blondell) als Mundschenk. Wirklich toll wäre natürlich, wenn auch Paddy Considine als sein Bruder Viserys noch mal zurückkehren würde...

Interessant ist natürlich auch der Albtraum, als Daemon in den Hallen Harrenhals seinem Erzfeind Aemond nachzujagen glaubt, der sich dann als er selbst mit Augenklappe herausstellt. Welche Verbindung haben die beiden Targaryen-Prinzen? Außer, dass sie die Bad Boys ihrer jeweiligen Fraktionen und wahrscheinlich die zwei mächtigsten Drachenreiter in ganz Westeros sind. Kenner:innen der Buch-VorlageFire & Blood“ haben vielleicht schon eine Ahnung. Für das normale Publikum sind diese enigmatischen Momente hoffentlich nicht zu verwirrend oder langweilig?

Aegon verliert langsam die Geduld...
Aegon verliert langsam die Geduld... - © HBO

König Aegon II. will Krieg

Weiter nach King's Landing, wo der Grüne Rat die Erfolge von Lord Kommandant Criston auf dem Schlachtfeld feiert. Zuvor sehen wir auch kurz, wie er in den Crownlands (Kronlanden) die wichtige Hafenstadt Duskendale (Dämmertal) erobert und Lord Darklyn (Steven Pacey) für seine Unterstützung der Schwarzen enthauptet. Als Nächstes soll die Armee des Königs Richtung Rook's Rest (Krähenruh) ziehen, also weiter nach Nordosten. Doch dem König gefällt das ganz und gar nicht.

Aegon versteht nicht, warum man viele kleine Burgen erobern sollte, statt sich auf die größte Festung von ganz Westeros zu konzentrieren: Harrenhal. Dass der Sitz seines neuen Meisters der Flüsterer, Lord Larys Strong (Matthew Needham), an Daemon gefallen ist, macht Aegon Larys persönlich zum Vorwurf. Die Reaktion von Larys gehört zu den Comedy-Höhepunkten der ganzen Staffel. Und auch die anderen Ratsmitglieder finden den Verlust von Harrenhal gar nicht so schlimm, denn sie glauben - offenbar zu Recht -, dass Daemon durch den Fluch selbst das größte Opfer seiner Beute wird.

Am Ende ist es Aegons kleiner Bruder Aemond, der den König auf seinen Platz verweist - vielleicht auch aus Rache für seine Demütigung im Freudenhaus. Mit feinstem Hochvalyrisch erklärt der Einäugige, dass Kriegsführung eine Kunst sei, die nicht jeder verstehen könne. Aegons holprige Replik unterstreicht einmal mehr, dass Aemond der bessere Targaryen-König wäre. Zumal Aegon später von seiner Mutter Alicent (Olivia Cooke) eine noch heftigere intellektuelle Abreibung kriegt. Sie sagt ihm, er wäre als König am besten, wenn er einfach die Klappe hält und die anderen machen lässt...

Alicent hat keinerlei Respekt für Aegon...
Alicent hat keinerlei Respekt für Aegon... - © HBO

Alicent allein auf weiter Flur

Alicent wirkt nach ihrem augenöffnenden Geheimtreffen mit Rhaenyra (Emma D'Arcy) resignierter denn je. Außerdem scheint sie noch ganz andere Probleme zu haben, denn sie lässt den Großmaester Orwyle (Kurt Egyiawan) einen Mondtee für sich kochen, der bekanntlich Schwangerschaftsabbrüche hervorruft. Wir können nur davon ausgehen, dass Criston der Vater gewesen wäre. Wie einsam Alicent in diesem Moment ist, zeigt ihre unvorsichtige Frage an den Maester, was er von Viserys' letztem Willen halte. Klugerweise hält sich Orwyle bedeckt.

Später muss aber auch Alicent aufpassen, sich nicht zu weit rauszuwagen. Doch damit ist nicht ihr Gespräch mit Aegon gemeint, wo sie wie gesagt so gar nichts mehr zurückhält. Nein, der listige Larys klopft an die Tür, um sich ganz freundschaftlich nach ihrem Wohlergehen zu erkundigen. Natürlich reden sie auch über Criston, wobei Larys herauszufinden versucht, wie sehr Alicent dessen Anwesenheit in der Red Keep vermisst. Oder hat er etwa schon von der Sache mit dem ungewollten Baby erfahren? Weiß er vielleicht sogar von Rhaenyras Undercover-Mission? So was wäre zumindest Teil seines Jobs.

Interessant ist ansonsten auch zu sehen, wie Alicent in ihrer Einsamkeit Trost in Büchern sucht. Natürlich hat ihr unbelesener Sohn Aegon die kostbare Privatbibliothek seines Vaters Viserys wegräumen lassen. Doch Alicent hofft vielleicht Antworten oder Trost im Wissensspeicher von Westeros zu finden. Das verbindet sie mit ihrer einstigen Freundin Rhaenyra, mit der sie in ihrer Jugend auch gemeinsam viel gelesen hat. In der vorletzten Folge sahen wir übrigens, wie Rhaenyra ein Buch über den Drachen Vhagar studierte - was im kommenden Kampf der Drachen nützlich sein könnte!

Rhaenys und Corlys vertreten Rhaenyra...
Rhaenys und Corlys vertreten Rhaenyra... - © HBO

Chaos in den Reihen von Team Schwarz

Weiter geht es dann auch nach Dragonstone (Drachenstein), wobei wir noch einen kurzen Umweg über die Velaryon-Insel Driftmark gehen müssen. Dort trifft Rhaenys den neuen Charakter Alyn (Abubakar Salim), der sich als unehelicher Sohn ihres Gatten Corlys (Steve Toussaint) herauszustellen scheint. Die leibhaftige Erinnerung an die Untreue ihres Mannes tut Rhaenys beim Anblick zwar weh, doch sie bleibt wie immer sehr pragmatisch. Sollte nicht Corlys seinen Sohn legitimieren, um die schwierige Erbschaft des sogenannten driftwood throne (Treibholzthron) etwas zu entspannen?

Dann werden Rhaenys und Corlys von ihrer Enkelin Baela (Bethany Antonia) nach Dragonstone gerufen, wo nach der rätselhaften Abreise von Rhaenyra ein akutes Machtvakuum herrscht. Rhaenys versucht die ungeduldigen Lords von Team Schwarz zu besänftigen, die sie aber nicht als Autorität anerkennen - zum einen, weil sie nicht offiziell die Hand der Königin ist und zum anderen mal wieder wegen ihres Geschlechts. Letzteres zeigt sich, als Corlys die Stimme erhebt und der besonders aufsässige Ser Alfred Broome (Jamie Kenna) sofort verstummt.

Aber auch Rhaenyras Thronfolger Jacaerys (Harry Collett) scheint noch nicht so weit zu sein, die Lücke zu füllen, wenn seine Mutter mal weg ist. Als sie wieder zurückkehrt, klingt auch er als Sohn zunächst ziemlich schnippisch. Doch Rhaenyra schaltet nach dem gescheiterten Friedensgespräch mit Alicent nun selbst in den Angriffsmodus, womit die Forderungen ihres Rats endlich gehört werden. Am liebsten würde sie nun sogar selbst auf Syrax in die Schlacht reiten, um Criston und seine Armee vor Rook's Rest zu stoppen. Rhaenys interveniert und bietet sich selbst an, da ihr Drache Meleys noch stärker sei.

Rhaenyra weiht Jace in die Prophezeiung ein...
Rhaenyra weiht Jace in die Prophezeiung ein... - © HBO

Auf in die Schlacht um Rook's Rest

Mit einer stimmungsvollen Montage-Sequenz läutet „House of the Dragon“ den ersten großen Drachenkampf ein (der von Vhagar und dem Mini-Drachen Arrax zählt ja kaum). Im Voiceover hören wir, wie Rhaenyra ihrem Sohn Jace „Das Lied von Eis und Feuer“ beibringt, der Traum von Aegon dem Eroberer. Die Fantasyserie versucht so der Königin eine höhere Motivation im Spiel der Throne zu geben, was sie zu einer eindeutigen Heldin machen soll - denn anders als ihrem Grünen Widersacher geht es ihr nicht um die Macht als Selbstzweck. Viele Buchleser:innen finden diese konventionellere Interpretation der Figur Rhaenyra etwas unterkomplex, denn das Original von George R. R. Martin kommt auch ohne Schwarz-Weiß-Malerei aus...

Andere sind vielleicht frustriert darüber, dass die groß angekündigte Schlacht tatsächlich nur die letzten zehn Minuten der Folge einnimmt. Doch das sind Bedenken für später, lasset die Drachen tanzen! Wir sehen, wie Rhaenys ihrem alten Mädchen Meleys Mut macht, weil es jetzt noch mal ernst wird. Parallel steigt in King's Landing Aegon mit dem gold geschuppten Sunfyre in die Lüfte, was nicht Teil des offiziellen Grünen Schlachtplanes ist. Und Criston startet vor den Toren von Rook's Rest die Attacke am helllichten Tag, wobei er ein Ass zunächst noch im Ärmel versteckt hält.

Er und Aemond haben in ihren heimlichen Beratungen einen Hinterhalt ausgeheckt: Sie wussten, dass Rhaenyra bei einem Angriff auf Rook's Rest - das so nah bei Dragonstone liegt - einen Drachen zur Unterstützung ihres treuen Lords Staunton/Steinhof (Michael Elwyn) schicken würde. Daher lauert Aemond mit der camouflagierten Vhagar auf dem Waldboden, um als Falle zuzuschnappen. Übrigens muss man sich fragen, wie schlecht Mysaria (Sonoya Mizuno) in ihrem Job als Rhaenyras Flüstermeisterin sein muss, wenn ihr Vhagars Vakanz in King's Landing nicht aufgefallen ist (die Hauptstadt könnte jetzt ganz leicht erobert werden).

Rhaenys auf ihrem roten Drachen Meleys...
Rhaenys auf ihrem roten Drachen Meleys... - © HBO

Der Tanz der Drachen

Was die eigentliche Drachenaction angeht, kann man festhalten, dass bei Rhaenys die Verbindung zu Meleys am stärksten spürbar ist. Die Schauspielerin Best und das CGI-Ungeheuer werfen sich bedeutende Blicke zu, die dafür sorgen, dass die Szene nicht nur visuell, sondern auch emotional funktioniert. Im direkten Kampf würde das Duo der Schwarzen gegen König Aegon und seinen noch jüngeren und vor allem völlig ungeübten Drachen Sunfyre klar gewinnen. Als Sunfyre von Meleys der Bauch aufgerissen wird, sieht man, wie das heiße Blut am Boden die Soldaten verglüht, die wie Ameisen in dem ganzen Tumult aussehen.

Auch Aemond scheint zu wissen, dass Aegon allein geliefert wäre. Dass er absichtlich mit seiner Rückendeckung wartet, ist eine spannende Buchabwandlung und zeigt, dass er jetzt selbst die Krone haben will (nach dem Tod des kleinen Prinzen wäre er als Nächstes in der Erbschaft an der Reihe). Als er mit Vhagar ins Geschehen eingreift, schießt er sein Feuer nicht nur auf Rhaenys, sondern auch auf Aegon, der zu Boden stürzt und scheinbar wirklich tot ist, genau wie Sunfyre. Um wenigstens die Drachenrechnung auszugleichen, muss Aemond nun auch Meleys zur Strecke bringen. Rhaenys hätte in der Zwischenzeit die Flucht ergreifen können. Warum sie lieber zur Märtyrerin wird, bleibt unklar...

Dass sich dieses enorme Ungetüm Vhagar im finalen Schlag - wie einst bei Arrax - wieder aus dem Nichts an Meleys anschleicht, wirkt ein wenig seltsam. Doch die Brutalität, mit der Vhagar den Kopf von Meleys abbeißt, lässt einen das schnell vergessen. Und dann kommt wie gesagt der vielsagende letzte Blick zwischen Rhaenys und ihrem Drachen, der so schmerzt. Die Schlacht ist für die Schwarzen verloren, doch die Grünen haben ihren König verloren - und wir als Publikum mit Rhaenys unseren absoluten Liebling. Am Ende fühlen wir uns ähnlich benommen wie Criston, der das verbrannte Feld in Zeitlupe wahrnimmt, während verkohlte Soldaten vor seinen Augen zu Asche zerfallen. Was für ein Bild!

Criston hinterlässt verbrannte Erde...
Criston hinterlässt verbrannte Erde... - © HBO

Fazit

Das war also der erste Drachentanz, wobei hier insgesamt die Frage spannend wäre, wie Ihr Euch zu Hause all die Jahre lang einen Kampf von Drache gegen Drache ausgemalt hattet. Eher mit eleganten Flugmanövern wie bei „Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel“ oder doch wie hier als Wrestling in der Luft? Zumindest hatte das Ganze auf den ersten Blick eher weniger etwas von einem Tanz - mit Ausnahme der Szene, als Vhagar mit Meleys zu Boden fällt und sich beide Drachen umschlungen um die eigene Achse drehen. Eine weitere Frage wäre: Warum haben Drachenreiter:innen eigentlich keine Fallschirme?

Siehe auch: Rhaenys Velaryon - alles über die Königin, die niemals war - „House of the Dragon“

Alles in allem handelt es sich bei „Der Rote Drache und der Goldene“ um die wahrscheinlich ereignisreichste Episode, die „House of the Dragon“ bislang präsentiert hat. Obwohl man die Fans anfangs wieder ziemlich lange warten lässt, bis man ihnen gibt, was sie wollen. Ob die Wartezeit insgesamt nun eher für Ernüchterung sorgt, wird sich wohl noch zeigen. Ein Vorteil war es sicherlich, mit Rhaenys eine so liebenswürdige Figur ins Zentrum zu stellen (die Darstellerin Best wird der Serie sehr fehlen). Andererseits wird dieser erste Drachentanz nicht der Letzte bleiben, also gibt es weiterhin Grund für Vorfreude.

Ansonsten darf man bei dem großen Spektakel auch das Vorspiel der Folge nicht vergessen, denn auch hier gab es ein paar richtig gute Szenen. Als Highlights bleiben Aemonds Gänsehautrede auf Valyrisch, Alicents wohltuende Abrechnung mit Aegon und das wunderbare Ekel Larys - der seinen Ekelfaktor diesmal noch erhöht hat - im Gedächtnis. Über den Teil mit Daemon gehen die Meinungen vermutlich etwas weiter auseinander. Doch auch hier gab es zumindest komödiantisch wieder starke Momente.

Wir geben der neuen Episode viereinhalb von fünf Dracheneiern!

Hier nun abschließend noch der offizielle Trailer zum Rest der zweiten Staffel der Serie „House of the Dragon“:

Verfasser: Bjarne Bock am Montag, 8. Juli 2024

House of the Dragon 2x04 Trailer

Episode
Staffel 2, Episode 4
(House of the Dragon 2x04)
Deutscher Titel der Episode
Der Rote Drache und der Goldene
Titel der Episode im Original
The Red Dragon and the Gold
Länge der Episode im Original
54 Minuten
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Sonntag, 7. Juli 2024 (HBO)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 8. Juli 2024
Erstausstrahlung der Episode in der Mediathek
Montag, 8. Juli 2024
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Montag, 8. Juli 2024
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz
Montag, 8. Juli 2024
Autoren
Ryan Condal, George R.R. Martin

Schauspieler in der Episode House of the Dragon 2x04

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