Grey's Anatomy 16x13

Grey's Anatomy 16x13

In Save the Last Dance for Me gibt es personelle Umstrukturierungen, die für Chaos in den Gängen des Grey Sloan Memorial Hospitals sorgen. Zudem schreibt Grey's Anatomy durch die Inklusion einer tauben Ärztin Geschichte.

Szenenbild zur Grey's-Anatomy-Episode Save the Last Dance for Me / (c) ABC
Szenenbild zur Grey's-Anatomy-Episode Save the Last Dance for Me / (c) ABC
© zenenbild zur Grey's-Anatomy-Episode Save the Last Dance for Me / (c) ABC

In der Schwebe

Im Großen und Ganzen bewegt sich Grey's Anatomy zurzeit ganz schön auf der Stelle, wie uns die aktuelle Episode Save the Last Dance for Me wieder vor Augen führt. So liefert sie uns zu den verschiedensten Dingen keine wirklich neuen Informationen:

Wie sieht der Beziehungsstatus von Meredith und DeLuca aus? Die beiden waren mal zusammen, dann hat DeLuca (Giacomo Gianniotti) Mer (Ellen Pompeo) Zeit gegeben, sich ihrer Gefühle bewusst zu werden, er hat angenommen, dass sie nicht mehr zusammen sind beziehungsweise kommen, weil sie sich nicht mehr bei ihm meldete - außerdem scheint sie Interesse an McWidow zu haben, der noch sehr undurchsichtig ist - und nun landen sie wieder zusammen im Bett, scheinbar verliebt. Ein Gespräch mit Bailey lässt Meredith aber (weiterhin) an ihren Gefühlen zweifeln, denn ihre Trennung von ihrem Freund hatte ihr nicht besonders geschmerzt, wohingegen Bailey eine Trennung von Ben damit vergleicht, in Flammen zu stehen.

Und wer ist der Vater von Amelias Kind? Zu unserer Enttäuschung und der von Linc hat Amelia noch keinen Vaterschaftstest gemacht, der unter anderem über die Zukunft der Turteltauben entscheidet. Somit bleiben wir hier noch weiter in der Schwebe.

Auch über Alex' (Justin Chambers) Aufenthalt erfahren wir nichts Näheres - außer, dass er mit Webber (James Pickens Jr.) schriftlichen Kontakt in Form von Emojis hält, die diesen sehr in Aufruhr versetzen, da er sich vom Chefarzt des Pac North, das gerade aufgekauft wurde, mehr Unterstützung und Führung erhofft hatte. Im Gegensatz dazu meldet sich Alex überhaupt nicht bei seiner Ehefrau Jo (Camilla Luddington), weshalb diese verständlicherweise aufgebracht ist. So langsam zweifle ich es an, dass uns das Krankenhausdrama noch einen zufriedenstellenden Grund dafür liefern wird, warum Alex nicht mehr zum Pac North zurückkehren wird: Bisher wissen wir nur, dass er nach Hause gefahren ist, um sich um seine Mutter zu kümmern.

Mehr Inklusion bei Grey's Anatomy

Abgesehen davon wissen wir immer noch nicht, welche Krankheit die von Sarah Rafferty porträtierte Suzanne hat. Da kann sogar die neue Ärztin Dr. Lauren Riley (Shoshannah Stern) von der UCSF nichts machen. Mit der Inklusion der tauben Ärztin schreibt „Grey's Anatomy“ übrigens Geschichte, denn es ist eine der ersten Fernsehserien, die dem Publikum einen tauben Arzt als einen wiederkehrenden Charakter vorstellen.

Doch nicht nur, dass die Serie uns endlich einen gehörlosen Arzt schenkt, es ist auch noch eine unglaublich starke und kompetente Medizinerin, die Respekt und Aufmerksamkeit einfordert. Sie lässt nicht zu, dass ihre physische Behinderung sie in ihrer Tätigkeit als Ärztin behindern wird. So hat sie zum Beispiel immer per Videochat eine Dolmetscherin eingeschaltet, die ihre Gebärden übersetzt. Sie kann aber auch selbst sprechen. Auf diese Art und Weise ist es aber für sie einfacher. Ich bin mir sicher, dass sie noch mal neuen Schwung in die Bude bringen wird.

Wiedervereint

Nun wurden die zwei Schauplätze, Pac North und Grey Sloan Memorial - deren Aufteilung bisher sowieso nicht unbedingt klappte; wir kamen jedenfalls nie wirklich im Pac North an - wieder auf einen Schlag zusammengelegt.

Dabei fühlt es sich nun so an, als ob die Macher von „Grey's Anatomy“ an dieser Stelle versucht hätten, einen neuen Handlungsstrang mit einem eigenen Cast aufzubauen (Alex, Richard, Owen (Kevin McKidd), Maggie (Kelly McCreary)...), aber dass sie dann gemerkt hätten, dass das nicht wirklich funktioniert. Dann kommt es so rüber, als ob ihnen während des Streits von Richard und Catherine die rettende Idee gekommen wäre, dass diese doch einfach das Pac North aufkaufen könnte und somit alle Beteiligten wieder (gezwungenermaßen) an einem Ort versammelt wären.

Das Ganze geschieht durch einen typischen „Grey's-Anatomy-Zug“, bei dem sich mehrere Ärzte zusammenschließen, um den Job der anderen zu retten. In diesem Fall sind es Jackson (Jesse Williams), Bailey (Chandra Wilson), Meredith und Richard.

An dieser Stelle finde ich es besonders schade, dass Tom (Greg Germann) mal wieder zum Buhmann gemacht wird, indem man ihm die Verantwortung in die Schuhe schiebt, dass die Ärzte nicht noch mal ihren Job zurückbekommen. Dabei ist Tom doch ein unglaublich lieber, toller und fürsorglicher Kerl, wie uns „Grey's Anatomy“ immer wieder weismachen möchte. Doch warum entscheidet sich die Serie dann immer wieder dazu, uns diese andere Seite von ihm zu zeigen? Will sie etwa, dass wir solche gemischten Gefühle gegenüber Tom haben?

Nun, da alle Pac-North-Ärzte, die vorher beim Grey Sloan Memorial waren, wieder bei dem Krankenhaus angestellt sind, in der Zwischenzeit aber auch neue Ärzte eingestellt wurden, ist dieses eindeutig überfüllt und hat ein Übermaß an „den besten

Fachärzten“.

ABC
ABC - © ABC

A Doctor Is Not Supposed to Cry

Bei der Beziehung von Levi (Jake Borelli) und Nico (Alex Landi) fängt es auch so langsam an zu bröckeln. Das Problem ist, dass wir nicht besonders viel über Nico wissen und dieser benimmt sich leider, abgesehen von seiner Unterstützung bei Levis Trauer, wie ein Gefühlstrampel. Im Gegensatz dazu ist Levi eher der sensible Typ, mit dem man sachte umgehen muss. In der aktuellen Episode wurde uns zum ersten Mal der Eindruck entwickelt, dass die beiden nicht wirklich zusammenpassen und dass Levi das nun auch anfängt zu spüren. Seine Patientin und die Liebe ihres Lebens haben ihm vorgelebt, wie wahre Liebe auszusehen hat und ihm wurde bewusst, dass er zwar verliebt ist, aber dass sie eher nicht dafür bestimmt sind, für immer zusammen zu sein.

Fazit

Diese Episode von „Grey's Anatomy“ (bei der Jackson-Schauspieler Jesse Williams die Regie führte) weiß leider nicht so wirklich zu überzeugen. Sie lässt uns zu sehr in der Schwebe und löst Probleme auf die altgewohnte Art. Die neue Ärztin könnte jedoch etwas neuen Schwung in die Bude bringen.

Hier der Trailer zur nächsten Episode der US-Serie „Grey's Anatomy“, „A Diagnosis“ (16x14):

Verfasser: Maike Karr am Freitag, 14. Februar 2020

Grey's Anatomy 16x13 Trailer

Episode
Staffel 16, Episode 13
(Grey's Anatomy 16x13)
Deutscher Titel der Episode
Darf ich bitten?
Titel der Episode im Original
Save the Last Dance for Me
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 13. Februar 2020 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 23. September 2020
Autor
Tameson Duffy
Regisseur
Jesse Williams

Schauspieler in der Episode Grey's Anatomy 16x13

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