Grey's Anatomy 16x14

Grey's Anatomy 16x14

Während manche Handlungsstränge auf der Stelle treten, kommen andere wiederum wie aus dem Nichts angerauscht und überrumpeln einen förmlich. Dabei stehen hauptsächlich Beziehungen im Vordergrund und es sieht nicht gut aus für die Liebe in Grey's Anatomy.

Szenenbild aus der Grey's-Anatomy-Episode A Diagnosis / (c) ABC
Szenenbild aus der Grey's-Anatomy-Episode A Diagnosis / (c) ABC
© zenenbild aus der Grey's-Anatomy-Episode A Diagnosis / (c) ABC

In der Grey's Anatomy-Episode A Diagnosis erleidet DeLuca (Giacomo Gianniotti) seine erste manische Phase. Im Gegensatz dazu ist Webber (James Pickens Jr.) zurzeit depressiv. Währenddessen gehen die Behandlungen des Jugendlichen Joey und Suzanne (Sarah Rafferty), die ungewöhnlich lange anhält, weiter. Was auch besonders lange andauert, ist Amelias (Caterina Scorsone) Hinauszögern des Vaterschaftstests und Alex' (Justin Chambers) Fortbleiben von Seattle.

For an only child you are a damn good sister

Amelias Hormone und die Neuigkeiten, dass eventuell Owen (Kevin McKidd) der Vater ihres ungeborenen Kindes ist, haben sie fest im Griff. Um Herr ihrer Gefühle zu werden, bleibt sie zu Hause. Dort erhält sie seelische Unterstützung von Maggie (Kelly McCreary), die beweist, was für eine gute Schwester sie sein kann. Amelia kann ihre Sorgen laut aussprechen und ihr wird Verständnis entgegengebracht. Endlich bekommen wir wieder die Schwestern in Aktion zu sehen. Das ist schon viel zu lange her.

Zum Entsetzen von Linc (Chris Carmack) und Maggie, aber auch von uns, beendet sie ihre Beziehung mit ihm und entschließt sich auch dazu, keinen Vaterschaftstest zu machen. Dabei könnte sie seine Unterstützung in ihrer momentan Situation sehr gut gebrauchen und ein Vaterschaftstest würde ihr die nötige Klarheit verschaffen, um nicht mehr weiter über „Was ist, wenn...“-Situationen nachzudenken. Eines der möglichen Szenarien ist „Was wäre, wenn Owen der Vater meines ungeborenen Kindes ist?“. Diesem hat sie bisher immer noch im Dunkeln über seine mögliche Lage gelassen, wie ein unangenehm anzusehendes Gespräch zwischen den beiden Vaterschaftskandidaten unter Beweis stellt.

We are all a little manic when we are in love

Auch in einer anderen Beziehung herrscht Fehlkommunikation. Sachen bleiben unausgesprochen. Kurz gesagt: Auch die Beziehung von Meredith und DeLuca läuft alles andere als rosig. Auslöser hierfür ist DeLucas Manie, die sich zum ersten Mal bemerkbar macht. Meredith will die psychische Lage von Andrew zuerst nicht wahrhaben, gegen Ende kann sie jedoch nicht anders, als dieser in die Augen zu blicken.

DeLuca steigert sich in seinen momentanen Fall hinein und ist deshalb stark emotional (involviert). Schließlich gerät er mit Meredith aneinander und die Lage eskaliert. Dabei gehen beide mit einer Erkenntnis aus dem Gespräch heraus: DeLuca beendet seine Beziehung mit Meredith oder eben das, was die beiden zurzeit haben. Für lange Zeit hatte er bereits an ihren Gefühlen für ihn gezweifelt. Sie muss wiederum einsehen, dass DeLuca psychische Hilfe braucht.

In diesem Handlungsstrang wird uns aber auch vor Augen geführt, dass Meredith (und Andrew) noch nicht ganz wissen, wann sie sich als Liebespaar und wann als Chefin-Arbeitnehmer verhalten sollen. Hierbei hat insbesondere Meredith noch nicht die richtige Balance gefunden und nimmt in den falschen Momenten die Rolle der Vorgesetzten als die der Freundin ein. Diese Dysbalance in ihrem beruflichen Status wurde bereits des Öfteren thematisiert und wird hier wieder zutage gefördert, um auf die Disharmonie, die zwischen den beiden zurzeit herrscht, aufmerksam zu machen.

ABC
ABC - © ABC

Im Grunde stehen alle Handlungsstränge zurzeit im Zeichen von Beziehungen, die in die Brüche gehen. Jos (Camilla Luddington) Mann Alex meldet sich schon seit Ewigkeiten nicht mehr bei ihr - auch Meredith ghostet er. Noch mal kurz zu ihr: Bei Meredith und Andrew kriselte es ja schon seit langem und nun ist die Bombe endlich geplatzt. Amelia schließt ihren festen Freund und potentiellen Vater ihres ungeborenen Kindes aus ihrem Leben aus. Und zu guter Letzt trennen sich Catherine (Debbie Allen) und Webber (James Pickens Jr.), was dazu führt, dass er sich nicht auf seine wiederaufgenommene Tätigkeit als Mentor konzentrieren kann.

Abgesehen davon hat das Grey Sloan Memorial scheinbar Dauerpatienten. Neben Sarah Raffertys Suzanne ist auch Joey bereits lange im Krankenhaus. Je länger er Teil der Serie ist und je mehr Zeit er mit Bailey verbringt, desto mehr kommt der Gedanke auf, dass sie ihm letzten Endes bei sich Zuhause aufnehmen wird. Außerdem sollte die Versöhnung von Jackson (Jesse Williams) und Maggie noch Erwähnung finden. Zudem offenbart Kim (Alex Landi), dass er sich bei seinen Eltern noch nicht geoutet hat - zum Entsetzen von Levi (Jake Borelli), da Kim ihn damals dafür kritisierte, dass er sich noch nicht geoutet hatte...

Fazit

Die Handlungsstränge bei „Grey's Anatomy“ ziehen sich zurzeit frustrierend lange. Dabei tut sich nur sehr langsam etwas Neues auf und man muss sich fragen, ob den Machern des Krankenhausdramas so langsam doch die Ideen ausgehen. „Zum Glück“ ist DeLuca nun manisch und Webber depressiv, um diesem Gedanken etwas entgegenzuhalten.

Hier abschließend noch der Trailer:

Verfasser: Maike Karr am Freitag, 21. Februar 2020

Grey's Anatomy 16x14 Trailer

Episode
Staffel 16, Episode 14
(Grey's Anatomy 16x14)
Deutscher Titel der Episode
Im Alleingang
Titel der Episode im Original
A Diagnosis
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 20. Februar 2020 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 30. September 2020
Autor
Julie Wong
Regisseur
Gregory T. Evans

Schauspieler in der Episode Grey's Anatomy 16x14

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