Grey's Anatomy 15x22

© zenenbild zu der „Grey's Anatomy“-Episode „Head Over High Heels“ (c) ABC
In der Grey's Anatomy-Episode Head Over High Heels hilft Bailey (Chandra Wilson) Meredith (Ellen Pompeo), mit ihrer neuen Situation umzugehen. Währenddessen bereitet sich Dr. Kim (Alex Landi) auf sein Bewerbungsgespräch für seinen Traumjob an der UCSF vor, womit Schmitt (Jake Borelli) zu kämpfen hat. In der Zwischenzeit trifft Richard (James Pickens Jr.) eine alte Freundin von den AA und Jo (Camilla Luddington) verschließt sich gegenüber ihren geliebten Mitmenschen komplett. Während sie also zumacht, öffnet sich Owen (Kevin McKidd) und redet endlich mit einem Therapeuten über seine Zeit im Krieg und seine PTBS.
Mommy is not going anywhere
Bisher konnten Meredith und DeLuca (Giacomo Gianniotti) für sich selbst ausloten und ihre Beziehung sich entwickeln lassen, ohne dass irgendwelche Außeneinflüsse auf sie einwirkten. Bis jetzt haben die zwei Turteltauben ihr besonderes Verhältnis vor Merediths Kindern verheimlichen können. Diese Zeit ist nun jedoch vorbei. Nun steht Mer also vor der wichtigen Aufgabe, ihren Kindern von dem neuen Mann in ihrem Leben zu erzählen. Damit gewinnt DeLucas und Merediths Beziehung an Bedeutung; sie klettert sozusagen eine Sprosse auf der Beziehungsleiter nach oben. Hinsichtlich der Frage, wie sie bei diesem Gespräch vorgehen soll, erhält sie hilfreiche Ratschläge von Bailey, die selbst mal in der gleichen Situation wie Meredith steckte. Diese macht zurzeit ebenso ein paar Neuerungen zu Hause durch. So hat Tuck (BJ Tanner) Ben (Jason George) Daddy genannt, was seinen leiblichen Vater verständlicherweise sehr kränkt.
Your whole life is a failure
Das einzige schwule Paar bei „Grey's Anatomy“ sorgt normalerweise für dermaßen Herzklopfen und Schmetterlinge im Bauch, dass man geradezu neidisch auf die Liebesbeziehung der zwei Ärzte wird. Doch in der aktuellen Episode nimmt diese eine unschöne Wendung. Zuerst werden die beiden vor eine Herausforderung in Form einer möglichen bevorstehenden Fernbeziehung gestellt. Diese wird durch Dr. Kim, dessen fellow year bald vorüber ist, hervorgerufen, da er nun Seattle verlassen möchte, um in San Francisco tätig werden zu können. Davon hat er immer geträumt. Schmitt hat sichtlich Angst davor, seinen Freund zu verlieren und versucht, ihn auf spielerische Art und Weise davon zu überzeugen, in Seattle beziehungsweise bei ihm zu bleiben.
Die prekäre Situation spitzt sich zu, als Kim unerwartet einen Patienten verliert und im Anschluss das Bewerbungsgespräch für seinen Traumjob führen soll. Sichtlich unter Druck und überfordert will er diesen Termin trotzdem wahrnehmen. Schmitt möchte ihn lediglich darauf hinweisen, dass er sich nicht im richtigen Zustand dafür befindet. Kim wechselt jedoch in den Abwehrmodus und greift seinen Freund verbal an. Wird die Beziehung ihren ersten Streit überstehen oder wird sie wirklich bereits daran scheitern?
Great. We have a deal!
Eine andere Figur, die sich zurzeit im absoluten Abwehrmodus befindet, ist Jo. Sie befindet sich immer noch im Ausnahme- und Schockzustand, nachdem sie von den gewalttätigen Umständen ihrer Entstehung erfahren hat. Bisher haben ihr bester Freund Linc (Chris Carmack) und ihr Ehemann Alex (Justin Chambers) versucht, zu ihr durchzudringen. Ohne Erfolg. Als sie wieder zu ihrem Arbeitsplatz zurückkehrt, gibt Jackson (Jesse Williams) sein Bestes, um sie wachzurütteln, ihr vor Augen zu führen, dass sie Menschen um sich hat, die sie lieben und die ihr in dieser schwierigen Zeit - was auch immer es sein mag - beistehen werden. Auch ohne Erfolg. Schließlich versucht es Alex erneut, seine Frau zum Reden zu bringen, um ihr so aus dieser Depression zu helfen. Doch, ähnlich wie Kim, wechselt auch sie in den Abwehrmodus, greift Alex an und droht ihm damit, ihn zu verlassen. Von allen Dingen, die sie hätte sagen können, hat das die größte Wirkung gezeigt. Schließlich hat Alex große Verlustängste - und das weiß sie auch.
An dieser Stelle fallen starke Parallelen zu Aprils (Sarah Drew) letztem Handlungsstrang auf. Diese hatte auch eine schwierige Zeit durchgemacht, sich dem Alkohol zu- und sich von ihren Geliebten abgewandt. Es bleibt zu hoffen, dass Jo schneller zur Vernunft kommt als ihre Vorgängerin und sich ihre Beziehungen nicht langfristig ruiniert.
Dum Dum
Im Gegensatz zu Dr. Kim und Jo befindet sich Owen mal ausnahmsweise nicht im Abwehrmodus und öffnet sich stattdessen. Der Appell seiner Schwester, sich professionelle Hilfe zu suchen, scheint Wirkung zu zeigen. So verfolgen wir den Veteranen dabei, wie er bei einem Therapeuten über seinen Gefühlszustand redet. Dabei werden auch typische Verhaltensmuster von ihm aufgedeckt. Dazu gehört auch, dass er sich immer selbst manipuliert und so seine Beziehungen zum Scheitern verurteilt sind.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich von diesem Handlungsstrang halten soll. Natürlich leidet Owen an PTBS, was sich in vielen Teilen seiner Persönlichkeit und seines Verhaltens zeigt. Doch ich komme nicht umhin festzustellen, dass das jetzt als Freifahrtschein für sein unmögliches Verhalten der letzten Episoden, wenn nicht sogar Staffeln, genommen wird - ähnlich wie bei Amelia und ihrem Tumor. Wir werden nun wieder daran erinnert, dass er eine Menge Ballast mit sich herumschleppt, was Mitleid generieren soll. Doch so einfach ist die Situation nicht...
Zu guter Letzt ziehen die Macher von „Grey's Anatomy“ wieder die alte Leier der Liebesbeziehung zwischen Teddy und Owen aus dem Hut. Das ewige Hin und Her, das wir eigentlich endlich für abgehandelt angesehen hatten, wird wieder aufgefahren. So wird nun angedeutet, dass die beiden sich annähern, während Tom (Greg Germann) dank Amelia (Caterina Scorsone) anfängt, an seiner Beziehung zu Teddy zu zweifeln. Natürlich ist „Grey's Anatomy“ für seine Liebesdramen berühmt-berüchtigt, aber irgendwann ist auch mal Schluss und es muss entschieden werden, wie man mit einem Duo verfährt.
Fazit
In Head Over High Heels werden die Geschehnisse der letzten Wochen aufgearbeitet. Dabei machen diverse Beziehungen unterschiedliche Entwicklungen durch. Während manche durch schwere Phasen gehen, machen andere wiederum einen Schritt nach vorn und wiederum andere stehen gerade (hoffentlich) an einem Wendepunkt. Liebesdrama wird mal wieder ganz groß geschrieben und wir dürfen gespannt bleiben, wie es mit den Turteltauben weitergehen wird.
Hier abschließend noch der Trailer zur nächsten, in zwei Wochen anstehenden Episode der US-Serie Grey's Anatomy, What I Did for Love (15x23):
Verfasser: Maike Karr am Freitag, 19. April 2019Grey's Anatomy 15x22 Trailer
(Grey's Anatomy 15x22)
Schauspieler in der Episode Grey's Anatomy 15x22
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?