Der Film Sturmnacht feiert am Freitag, 1. Januar 2027 Premiere.
In dem Film Sturmnacht (aka Tempête) geht es um die blinde Jugendliche Chloé, die sich gegen die ständige Kontrolle ihrer überfürsorglichen Mutter auflehnt. Als ihr heimlicher Schwarm Erwan, der beliebteste Junge der Schule, zu einer Weihnachtsfeier einlädt, fasst Chloé einen riskanten Entschluss.
In der Nacht des 25. Dezember 1999 schleicht sie sich aus dem Haus, um an der Party teilzunehmen. Was sie nicht weiß, ist, dass sich über Frankreich zur selben Zeit eine der schwersten Stürme der jüngeren Geschichte zusammenbraut.
Böen von bis zu 200 Kilometern pro Stunde fegen über das Land und reißen Bäume, Strommasten und Hausdächer mit sich. Noch bevor Chloé und Erwan die Feier erreichen, werden die Straßen unpassierbar. Sturzbäche verwandeln Wege in reißende Flüsse, Stromausfälle legen ganze Ortschaften in Dunkelheit.
Die beiden Jugendlichen finden sich plötzlich allein und auf sich gestellt wieder, abgeschnitten von jeder Hilfe. Was als nächtlicher Ausbruch aus dem Elternhaus begann, wird binnen Minuten zu einem Überlebenskampf gegen die Naturgewalten. Für Chloé verändert sich dabei etwas Grundlegendes.
In der totalen Dunkelheit, in der auch Erwan kaum noch etwas erkennen kann, wird ihre jahrelang trainierte Orientierung ohne Augenlicht plötzlich zum entscheidenden Vorteil. Sie kennt Geräusche, Entfernungen und Gefahren auf eine Weise, die ihrem sehenden Begleiter fremd ist.
Erwan muss lernen, ihr zu vertrauen, während Chloé zum ersten Mal die Kontrolle über die Situation übernimmt, die ihr sonst von ihrer Mutter abgesprochen wird. Zwischen umgestürzten Bäumen, überschwemmten Straßen und einstürzenden Gebäuden suchen die beiden einen Weg zurück in Sicherheit. Dabei rückt die Grenze zwischen Angst und Nähe immer weiter zusammen.
Die Katastrophennacht wird für Chloé zu einer Probe, in der sie beweisen muss, was sie wirklich kann, abseits der Fürsorge ihrer Familie. Erwan erkennt nach und nach, dass hinter der vermeintlich schutzbedürftigen Mitschülerin ein viel stärkerer Mensch steckt als gedacht. Je weiter die Nacht fortschreitet, desto mehr verschwimmen für beide die gewohnten Rollen.
Tempête basiert auf einem realen Ereignis. In der Silvesternacht 1999 fegten tatsächlich zwei verheerende Orkane über Frankreich und richteten massive Schäden sowie zahlreiche Todesopfer an. Produziert wird der Film als französischer Original-Titel für Amazon Prime Video, vorgestellt bereits 2025 im Rahmen der Veranstaltung „Prime Video Presents“. Regisseur Edouard Salier ist zuvor bereits für die Serien „Les Sentinelles“ und „Soleil Noir“ sowie für seinen Spielfilm „Tropic“ (2023) verantwortlich gewesen.
Regie bei Tempête führt Edouard Salier, der sich zuvor mit visuell markanten Projekten wie „Tropic“ und der Serie „Les Sentinelles“ einen Namen machte. Das Drehbuch stammt von Matthieu Rumani und Nicolas Slomka, die bereits als Schöpfer der Prime-Original-Serie „Culte“ bekannt sind. Produziert wird der Film von Screenline, einer Tochtergesellschaft von Banijay France, gemeinsam mit Vodka & Caramel.
Ein Komponist für Tempête wurde bislang offiziell nicht bestätigt. Angesichts der Thematik rund um Naturgewalt und jugendlichen Überlebenskampf ist jedoch von einer atmosphärisch dichten, elektronisch geprägten Filmmusik auszugehen, die zur bisherigen visuellen Handschrift von Edouard Salier passen dürfte.
In der Rolle der Chloé ist Clara Pacini zu sehen, die zuletzt mit „La Tour de glace“ an der Seite von Marion Cotillard auffiel und für die César-Nachwuchsauswahl „Révélations" 2026 nominiert war.
Ihr zur Seite steht Bach Buquen als Erwan, ein bekannter französischer Content Creator, der mit Tempête seine erste Hauptrolle vor der Kamera übernimmt.
In weiteren Rollen sind Roxane Mesquida, bekannt aus „Kaboom“, sowie Félix Moati, bekannt aus „Des Vivants“, zu sehen. Ergänzt wird der Cast durch Artemisia Toussaint, die dem Publikum aus der Serie „Demain nous appartient“ bekannt ist.
Die Dreharbeiten zu Tempête fanden unter anderem in Belgien statt, etwa in der Region um Brügge, in Damme sowie in Rixensart. Weitere Szenen entstanden im Centre de Délassement in Marcinelle bei Charleroi, wo auch nächtliche Hochwassersequenzen gedreht wurden. Zusätzliche Aufnahmen entstanden im Frühjahr 2026 in der Île-de-France rund um Paris. Die winterliche Katastrophenstimmung der Jahreswende 1999 wurde dabei größtenteils nachts rekonstruiert.
Konkrete Budgetzahlen zu Tempête wurden bislang nicht veröffentlicht. Produziert wurde der Film von Screenline in Zusammenarbeit mit Vodka & Caramel für Amazon Prime Video. Der Streamingdienst sichert sich mit dem Katastrophendrama einen weiteren französischen Original-Titel für sein Portfolio.
Regie
Edouard Salier, Alexis Chelli, Aurélie David, Alfred Lapeyre, Eloïse Berteau
Drehbuch
Matthieu Rumani, Nicolas Slomka
Produktion
Alexia Laroche-Joubert, Coline Hieronimus
Schnitt
Julien Perrin