The Walking Dead 5x16

Die Macher von The Walking Dead sind bekannt dafür, dass sie in ihren Staffelfinalen mit den Erwartungen der Zuschauer spielen. Und das machen sie auch in Conquer wieder. Dadurch, dass der Staffelabschluss mit Extralänge angekündigt wurde, stellte man sich vor, dass Ereignisse von epischer Bandbreite passieren würden. Doch ist das auch eingetroffen? Kurz gesagt: nicht wirklich. Die Nettolaufzeit von knapp 65 Minuten nutzen die Autoren der Episode dafür, relativ viele Handlungsstränge anzureißen und miteinander zu verknüpfen. Außerdem gibt es schneller als vielleicht gedacht ein Wiedersehen mit einer Figur, die uns sporadisch seit dem Piloten immer wieder über den Weg läuft.
Morgan vs. die Wölfe
Die Eingangsszene, in der wir Morgan (Lennie James) beim Essen beobachten, ist nicht nur spannungstechnisch erste Sahne, sondern verrät uns auch mehr über die Bedrohung, die wir bisher als die Wolf-Gang bezeichnet haben - wobei „Wolves“ sicherlich ebenso akkurat ist. Der unbekannte Wolf kommt mit gezogener Waffe dazu und erzählt Morgan die Geschichte, wie die ersten Siedler ein Kopfgeld auf echte Wölfe ausgesetzt haben und es demnach nicht lange gedauert hat, um die Tiere an die Grenze der Auslöschung zu bringen. Doch nun sind sie zurück.
Zur Vorgehensweise der Gruppe verrät er, dass sie nicht oft auf Menschen zugehen und sich mit ihnen unterhalten, aber bisweilen Camps überfallen oder Fallen hinterlassen, was auch zwei unserer Helden am eigenen Leib zu spüren kriegen. Der Wolf möchte Morgans Essen restlos haben. Er ist bereit, ihm seine Vorräte zu geben, wenn er ihn ziehen lässt. Doch das sehen er und sein versteckter Wolfpartner anders - so greifen sie Morgan an, der sich vorzüglich mit seinem Stab verteidigen kann. Es ist eine Wonne, Morgan wiederzusehen, zumal er sich wie ein badass gegen seine Angreifer zur Wehr setzen kann und nebenbei noch einen angreifenden Zombie abwehrt - und danach das Blut von seinem Stab wischt (ein sich wiederholendes Muster in der Episode). Dabei scheint Morgan das Mantra zu verfolgen, dass jedes Leben es wert ist, geschützt zu werden. Weswegen er seine Angreifer wohl auch nicht tötet, was sich in dem Fall allerdings noch rächen könnte.
Was wird aus Rick?
Rick (Andrew Lincoln) hat während des Kampfs mit Pete (Corey Brill) eine Waffe gezogen und gilt somit in den Augen der Bürger Alexandrias als nicht einschätzbare Gefahr. Mögen seine Argumente langfristig vielleicht richtig sein, ist er damit zum genau falschen Zeitpunkt gekommen. So musste Michonne (Danai Gurira) ihn k. o. schlagen und beobachten, während Rosita (Christian Serratos) ihn verarztet hat. Michonne will sein Verhalten verstehen, kann es jedoch anfangs nicht, weil die Gruppe um ihn, Carol (Melissa McBride) und Daryl (Norman Reedus) ein Geheimnis um die Pistolensituation gemacht hat. Immerhin hat Deanna (Tovah Feldshuh) eingesehen, dass Pete von Jessie (Alexandra Breckenridge) räumlich getrennt werden musste.
Michonne ist zwar pro Alexandria eingestellt und würde Ricks Argumenten, wenn sie schlüssig sind, auch folgen. Denn ihrer Meinung nach ist es an der Zeit, dass die Gruppe eine feste Bleibe hat und sich nicht immer ihrer wilden Seiten hingibt.
Als Glenn (Steven Yeun), Carol und Abraham (Michael Cudlitz) dazu kommen, kann Rick es nicht unterlassen, einen Super-GAU-Plan zu entwickeln. Beim anberaumten Treffen, bei dem über Ricks Verhalten gesprochen werden soll, würde ein Pfeifzeichen Ricks reichen, um der Gruppe zu signalisieren, das Kommando zu übernehmen. Carol bleibt weiterhin in ihrer Rolle und spielt sogar ihrer eigenen Gruppe etwas vor, weiht sie aber auch gleichzeitig in gewisse Dinge ein. Ihre Taktik: sie hören lassen, was sie hören wollen - wie Kinder, die Geschichten mögen. Glenns Frage in der Situation ist berechtigt und liegt sicherlich auch manchem Zuschauer auf der Seele: Wollte Rick, dass es dazu kommt? Rick meint, dass er nur sein eigenes Limit überschritten habe, während Michonne treffend einwirft, dass er sie als seinen Constable auch in die Pete-Situation hätte einweihen können.
Maggie, die Diplomatin
Maggie (Lauren Cohan), die den anderen offenbar nichts davon verraten hat, was Gabriel (Seth Gilliam) Deanna über die Gruppe gesagt hat, versucht Deanna klarzumachen, dass die Verbannung von Rick nicht so ohne Weiteres funktionieren wird. Für Deanna geht es darum, am Abend ein offenes Forum für die Stadtbewohner zu veranstalten, wo jeder zu Wort kommen kann. Erst dann will sie sich entscheiden. Reg Monroe (Steve Coulter) spielt die Stimme der Vernunft, was bei The Walking Dead schon immer eine undankbare Rolle mit vorhersehbarem Ausgang war. Für ihn startet die Zivilisation erst, wenn man aufhört, dauernd auf Achse zu sein und vor Problemen davonläuft. Man soll diese ausdiskutieren, wie es Deanna versucht. Doch dieser früher selbstverständliche Prozess muss in dieser Welt erst wieder behutsam eingeführt werden - und dann bedeutet das ja noch lange nicht, dass sich alle daran halten.
Carol, die unscheinbare Unzähmbare
Carol besucht später noch einmal Rick und erklärt, warum sie nichts über die Waffen gesagt hat. Denn ähnlich wie er will sie auf das Schlimmste vorbereitet sein, womit beide auf einer Wellenlänge sind. Rick befindet sich seit seiner Ankunft in einer paradoxen Blase: Eigentlich möchte er Alexandria verteidigen und die Menschen hier ins Herz schließen, aber sie machen es ihm durch ihre Art und Weise und ihre fehlende Vorsicht und Vorbereitung einfach unglaublich schwer, was ihm psychisch wohl dermaßen fertigmacht, dass es zu gewissen Ausrastern kommt. Er hat es satt zu lügen, will aber gleichzeitig über Alexandria herrschen, was laut Carol allerdings nicht möglich ist - oder vielleicht noch nicht.
Bei seinem Besuch bei Jessie stellt Rick fest, dass auch sie sich langsam seiner Position annähert. Obwohl sie auf Distanz geht und sich Sorgen um ihr Bild nach außen macht, gibt sie ihm doch Recht, eingegriffen zu haben, was Pete, der wohl nur vis-à-vis untergebracht wurde, übel mitspielt.
Der alkoholkranke und seine Familie schlagende Arzt erhält derweil einen Besuch von Carol, die ihm verdeutlicht, dass sie ihn im Auge hat und jederzeit umbringen könnte, wenn er sich weiter daneben benimmt. Sie schüchtert ihn ordentlich ein. Mal schauen, wie lange sie die „Gute-Hausfrau-Taktik“ noch durchhalten kann oder ob sie damit demnächst an ihre Grenzen stößt.
Nicholas vs. Glenn
Nicholas (Michael Traynor) und Glenn haben nach dem missglückten Ausflug ebenfalls noch Probleme miteinander und Nicholas hat sich bekanntlich auch Ricks versteckte Pistole unter den Nagel gerissen. Er klettert nun, von Glenn bemerkt, aus der Stadt. Glenn lässt sich also auf die Provokation ein und fängt sich, in der Nähe des Walkers, der angekettet war und den Nicholas damals schon kaum unter Kontrolle hatte, eine Kugel ein.
Was folgt, ist ein ziemlich animalischer Kampf, bei dem Glenn seinen angestauten Hass auf den Feigling rauslässt und ihm mit Absicht den Knöchel demoliert. Nicholas revanchiert sich damit, dass er auf die Schusswunde drückt. Im Endeffekt hat Glenn die Pistole auf seinen Kopf gerichtet, drückt jedoch nicht ab, was sicherlich zeigen soll, dass er seine Menschlichkeit trotz allem nicht verloren hat. Er hilft ihm nach ihrem fast tödlichen Streit sogar wieder zurück.
Ob das Nicholas' Einstellung ändern wird, muss sich zeigen. Fest steht: Somit bleibt eine Gefahrenquelle für die Unruhe im Inneren bestehen, außer Deanna entscheidet, dass Nicholas den Bogen überspannt hat. So würde sie ihn nach seiner Rückkehr verbannen.
Daryl und Aaron in Gefahr
Daryl und Aaron (Ross Marquand) sind derweil weiterhin zu zweit unterwegs und diskutieren, ob sie dem Mann im Poncho oder einer anderen Spur nachgehen sollten. Sie entscheiden sich, einen verlassenen Nahrungsmittelbetrieb zu untersuchen, und dabei spricht Daryl die Verstoßenen Alexandrias an. Aaron meint, dass es eine Dreiergruppe, bestehend aus zwei Männern und einer Frau war, die man aus Alexandria gefahren, mit Essen und Trinken für einen Tag versorgt und sie dann sich selbst überlassen habe, denn ihre Waffen blieben dort. Ähnlich hatte es auch Rick mit Carol getan, als er sie fortschickte. Ob das nun ihr Todesurteil war oder nicht wissen wir noch nicht mit Gewissheit. Mit der Erklärung findet sich Daryl ab und beide stimmen überein, dass sie weitere gute Leute für ihre Gemeinschaft brauchen.
Del Arno Foods sieht durch die abgeschlossenen Trucks vielversprechend aus und Daryl lockt die umherstreunenden Walker an den Zaun, so dass die beiden sich ihrer auf diese Weise entledigen können. Die Hoffnung auf Lastwagen voller Nahrung entpuppt sich jedoch als potentiell tödliche Falle, die von den Wölfen hinterlassen wurde. So müssen Aaron und Daryl die Flucht antreten und in einem Auto unterkommen, wo sie eine Botschaft von einem Unglücksraben finden, dem es wohl ähnlich ergangen ist. Da Daryl glaubt, seinem Kumpanen die Sache eingebrockt zu haben, will er sich opfern, doch in fast schon „bromantischer“ „Thelma & Louise“-Manier wollen sich beide gemeinsam durchkämpfen. Bevor sie bis drei zählen können, ist aber erneut Morgan zur Stelle (in einem Moment, der mir eine Gänsehaut beschert hat).
Ehrlich gesagt hätte ich kein Problem gehabt, wenn Daryl zum Kuss angesetzt hätte, denn die Freundschaft der beiden spielt schon stark mit den Gerüchten um Daryls Sexualität. Aber auch Morgans Erscheinen war eine akzeptable und willkommene Lösung. Da Daryl Morgan nicht kennt, fragt er nur „Warum?“ und erhält als simple Antwort, dass alles Leben kostbar ist. Aaron bietet ihm einen Platz in der Gemeinschaft an, den er jedoch ablehnt, da er eine Mission hat, die zufälligerweise in Alexandria endet, weil dort Rick wartet.
Goddamnit, Gabriel!
Die Figur, die momentan die nervigsten Charaktereigenschaften zugeschrieben bekommt und wahrscheinlich unausstehlicher ist als Lori und Andrea zusammen, ist Gabriel. Mit seinem Besuch bei Deanna hat er den Vogel abgeschossen und tut das in der Folge gleich mehrfach durch andere Aktionen. Er geht ohne Waffe heraus, weil Gott ihn schon beschützen wird, wobei ziemlich deutlich ist, dass er schon lange vom Glauben abgefallen ist und bei ihm alles nur noch Fassade zu sein scheint. Er will sich einen zum Fraß vorwerfen, klammert sich aber doch ans Leben und erwürgt diesen mit dem Strick um seinen Hals, der ihn den Kopf abschneidet.
Mit einem Stein kümmert er sich darum und um das Opfer des Untoten. Später kommt er wieder nach Alexandria und erhält die einfache Aufgabe, das Tor zu schließen, was ihm aber ebenfalls nicht gelingt. Wenn man eine Figur auf den Mond schießen könnte, wäre Gabriel in der ersten Reihe. Dass es dadurch zu einer Fastkatastrophe kommt, liegt auf der Hand - die Fahrlässigkeit, mit der er handelt, ist kaum zu fassen.
Sowohl Spencer (Austin Nichols) als auch Sasha (Sonequa Martin) bitten ihn um seinen geistlichen Rat, aber bei ihm scheinen alle Sicherungen durchgebrannt zu sein und er ist nur noch fanatisch unterwegs. Mit Sasha, die sich in der Episode klar nach dem Tod sehnt, wie auch das starke Symbolbild in der Massengrabszene deutlich macht, leistet er sich sogar ein Handgemenge, das nur durch Maggies Einschreiten noch ein glimpfliches Ende für ihn hat. Immerhin sieht er endlich ein, dass er seine Glaubensgemeinschaft auf dem Gewissen hat, auch wenn es so schien, als wäre ihm das bereits vor einigen Episoden klar geworden.
Eugene und Abraham sprechen sich aus
Viele Handlungsböden der letzten gut anderthalb Staffeln kommen in dieser Episode zu ihrem Höhepunkt. So auch die Geschichte rund um Abrahams Ausraster Eugene (Josh McDermitt) gegenüber. Bislang ist Abraham Eugene bei jeder Gelegenheit aus dem Weg gegangen. Doch, als er die verletzte Tara (Alanna Masterson) am Krankenbett besucht, sorgt Rosita dafür, dass sich die beiden Wegbegleiter aussprechen. Eugene sieht durch Taras Aktion ein, dass es nicht sein, sondern Abrahams Verdienst war, dass die Gruppe in Alexandria angekommen ist, und entschuldigt sich für seine kolossale Lüge und sein Verhalten im Allgemeinen, was ihm Abraham gleichtut. Später sehen wir, dass Tara erwacht und auch hier Hoffnung auf Besserung in Sicht ist.
Alexandria vs. Rick Grimes
Bevor über den Problem-Rick gesprochen wird, richtet Michonne noch einige ziemlich weise Worte an den Mann, der die Gruppe geformt und zu einer Ersatzfamilie hat werden lassen. Michonne glaubt zwar auch, dass etwas passieren könnte, aber Rick soll nicht derjenige sein, der es auslöst. Kurze Zeit später erinnert er sich an Bobs aufmunternde Worte, die besagen, dass man sich zwar in einem Albtraum befindet, dieser aber für gewöhnlich aufhört. Als Rick aus dem Fenster sieht, kommt der Beschützer in ihm hoch, weil er sieht, dass das Tor offensteht und alles, was sie aufgebaut haben, in Gefahr bringt.
Etwas merkwürdig ist die Tatsache, wie schnell es auf einmal dunkel wird. Im einen Moment ist es taghell und dann befinden sich Rick und die anderen in der Dunkelheit. Das ist dann doch alles sehr plötzlich.
Beim Forum selbst finden dann Michonne, Carol und Maggie die passenden Worte, um Zweifler davon zu überzeugen, dass es Ricks Verdienst war, die Gruppe stets zu verteidigen und am Leben zu halten. Abraham sorgt mit seiner sehr expliziten Sprache zwar für einen großen Lacher, aber meint eigentlich das Gleiche. Deanna spricht das Gespräch mit Gabriel an, was Maggie zum bereits erwähnten Eingreifen bewegt und auch Jessie hinterfragt Gabriels Botschaft und will wissen, ob sie ihn - wie sonst üblich - aufgezeichnet hat.
Rick kämpft derweil etwas untypisch mit einem einzigen Walker, dem er mit bloßen Händen die Kehle aufreißt und dann zur Versammlung bringt, um den anwesenden eine Standpauke über die Wichtigkeit von Sicherheit zu halten. Erneut ist das, was Rick sagt, mit Sicherheit wichtig und richtig, aber, wie er sich gibt und aussieht - wie ein blutiger Wilder, fast mehr tot als am Leben -, da kann man schon anzweifeln, ob die Botschaft ankommt. Rick möchte, dass die Alexandrianer vorbereitet sind und sich für den Ernstfall verteidigen können und vor allem auf Kleinigkeiten wie verschlossene Stadttore achten, denn es könnte jederzeit zum GAU kommen.
Wer für diese Botschaft überhaupt nicht empfänglich ist, ist der betrunkene Pete, den Rick mit seiner Pistole eigentlich aufhalten will, dabei aber von Carol gehindert wird. Doch es kommt, wie es kommen muss und ein Unschuldiger, in diesem Fall Reg, zahlt den Preis: Es erwischt ihn an der Kehle, was zu seinem Verbluten führt und eine weitere Stimme der Vernunft verstummen lässt. Deanna revidiert in der Hitze des Gefechts ihre Position aus der letzten Folge (keine Exekution) und gibt Rick den Befehl, Pete zu erschießen - da spielt es wohl keine Rolle mehr, welchen Wert er für die Gruppe hat. Deanna hat nun in kürzester Zeit schon zwei Familienmitglieder verloren.
Just in dem Moment sieht Morgan, der gemeinsam mit Daryl und Aaron ankommt, den verwahrlosten Killer-Rick - die beiden Männer haben also wieder die Positionen getauscht. In Clear war Morgan an einem Tiefpunkt angekommen und erschien zerbrochen. Rick mag nicht für immer verloren sein, braucht aber den Rückhalt anderer, um sich wieder aufzurappeln und um nicht erneut zur Killermaschine zu mutieren.
Wolves at the Gate
Die Wolf-Gang, deren Größe wir nicht kennen, hat den Ponchomann in ihre Gewalt gebracht und ihn zu einem Mitglied der Walker-Armee gemacht. Den Rest der entflohenen Beißer locken sie mit lauter Musik wieder in die LKWs. Was genau sie bezwecken, ist weiterhin nicht ganz deutlich, aber sie scheinen vor allem auf das eigene Wohl zu schielen und wollen alles für sich haben. Mit einer solchen Herde kann die Gruppe Alexandria auf jeden Fall zur großen Gefahr werden, besonders, wenn nur ein kleiner Teil der Gruppe sich zu verteidigen weiß.
Post-Credit-Szene
Diesmal gibt es eine Post-Credit-Szene, die nicht mehr Morgan, sondern Michonne gewidmet ist. In weiser Voraussicht, dass immer etwas passieren kann, verzichtet Michonne darauf, ihr Katana an ihrer Wand hängen zu lassen und nimmt es wieder an sich. Eine Entscheidung, die sich bestimmt bezahlt macht. Denn es geht darum, die Waage zu halten zwischen Sicherheit, drohender Gefahr und allgegenwärtigen Brandherden.
Fazit

Bis auf das nunmehr erwartete Auftauchen von Morgan blieben allzu große Überraschungen im Staffelfinale Conquer aus. Dafür haben mir sämtliche Szenen mit Morgan wieder fantastisch gefallen.
Der Handlungsbogen rund um Rick läuft in dieser Folge stets ein wenig Gefahr, etwas zu dick aufzutragen. Man muss sich fragen, warum gerade ein Untoter Rick so an die Grenzen bringt oder warum er sich von seiner impulsiven, animalischen Seite übermannen lässt, wenn es klar ist, dass er mit einem anderen Ansatz auf offene Ohren stoßen würde.
Die Handlung rund um Daryl und Aaron war spannend und kurzzeitig habe ich gedacht, dass es für den Biker mit seiner Armbrust zu Ende gehen könnte, was durch die Lauflänge der Episode noch befeuert wurde.
Die Storyline um Gabriel hat mir kaum etwas gebracht außer Aufregung und weiteren Hass auf die Figur, die ihr Schauspieler wirklich hervorragend nervig zum Leben erweckt.
Anders als am Ende der vierten Staffel kann ich mich aber auf den Herbst gedulden und muss nicht unbedingt sofort wissen, wie es weitergeht, auch wenn die Wolf-Gang sicher noch einmal für reichlich Tod und Verderben sorgen könnte. Alles in allem dennoch ein gutes, die Charaktere in den Mittelpunkt stellendes Staffelfinale.
Verfasser: Adam Arndt am Montag, 30. März 2015(The Walking Dead 5x16)
Schauspieler in der Episode The Walking Dead 5x16
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