Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x20

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In der Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.-Episode Emancipation, die das zweiteilige Staffelfinale einleitet, kann das Team von Coulson wieder einmal einen kleinen Sieg einfahren. Denn es kommt ein besonderer Trumpf zum Einsatz.

Szenenfoto aus der„Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“-Episode „Emancipation“ / (c) ABC
Szenenfoto aus der„Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“-Episode „Emancipation“ / (c) ABC

Die Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.-Episode Emancipation bereitet das große Staffelfinale dieses dritten Kapitels der Serie aus dem Marvel-Cinematic-Universe vor. Dabei kommt diesmal ein kleines Crossover mit dem Kinofilm „The First Avenger: Civil War“ dabei heraus, das die Sokovia-Accords etwas genauer beleuchtet und die Rahmenbedingungen verdeutlicht.

Open Door

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Schon zu Beginn erhalten die Zuschauer, die vielleicht noch nicht im Kino waren, eine kleine Zusammenfassung des Konflikts des Civil War serviert, wobei auch Details der Filmhandlung verraten werden. Beispielsweise der natürliche Tod von Peggy Carter (Hayley Atwell), die Captain Americas Standpunkt im Konflikt der Superhelden zementiert hat. Auch die Registrierungspflicht für Superwesen, die dem UN-Gesetz innewohnt, werden hier expliziter angesprochen als im Film selbst. Für Coulson scheint es keine Frage zu sein, auf wessen Seite er steht. Als Superhelden-Fan-Boy und Bewunderer der SSR-Gründerin Carter steht seine Loyalität fest (und ebenfalls die von May), was aber nichts an der Tatsache ändert, dass seine Befehle vom US-Präsidenten kommen und der hat ihm Talbot (Adrian Pasdar) als offizielle Liason der ATCU vor die Nase gesetzt.

Talbot möchte, dass Coulson mit offenen Karten spielt und erhält zum ersten Mal Einblicke in die S.H.I.E.L.D.-Basis, die offiziell aussieht wie eine Bar inmitten der Ödnis. Talbot meint, dass es durch das neue Gesetz Zeit wird, dass der Geheimdienst wieder in die Öffentlichkeit rückt, was vor allem bedeutet, dass die Inhumans registriert, beobachtet und und ihre Fähigkeiten katalogisiert werden sollen. Coulson zieht es aber vor im Schatten zu bleiben. Er er hat nämlich schlechte Erfahrungen mit seinem eigenem Index von Superwesen gemacht, da so etwas schnell in die Hände der falschen Leute geraten kann.

Lincoln (Luke Mitchell) befindet sich wegen seines Hitzkopfs weiterhin in seiner Zelle, wo er auch Talbot vorgeführt wird, der den impulsiven Inhuman bereits kennt. Als er von den politischem Vorhaben hört, scheint Lincoln gar nicht abgeneigt zu sein, sich registrieren zu lassen, wenn das dann Vorteile nach sich ziehen würde. Später sollen wir noch merken, dass Lincoln nur sehr gut eine Rolle spielt.

Von Simmons (Elizabeth Henstridge) hören wir gegenüber dem Inhuman wieder einmal ein paar kritische Töne, die bei ihr immer wieder mitschwingen. Sie nimmt ihm aber auch noch übel, dass er sein Leben mutwillig riskiert und nicht auf ihre medizinischen Instruktionen gewartet hat, als es um das potentielle Heilmittel ging.

Daisy (Chloe Bennet) wird derweil von Hive (Brett Dalton) als Blutbank für Kree-Blut benutzt, mit dessen Hilfe beliebige Testsubjekte - ob nun Mensch oder Inhuman - verwandelt werden sollen.

Sky(p)e Telefon

Lincoln nimmt in seiner Zelle Kontakt mit Daisy (fka Skye) auf, die sich in Fitz' (Iain De Caestecker) Computersystem einschmuggeln und so ihren Lover sehen und auch hören kann. Der wirre und verrücke Professor Radcliffe lebt nur noch, weil er der einzige ist, der Hives Plan für eine Inhuman-Armee umsetzen kann und das, obwohl er bereits versagt hat.

Weil Daisy ja nicht nur ausgepumpt werden kann, kümmert sie sich zusätzlich um die Kontaktaufnahme mit Lincoln, der ihr suggeriert, dass er mit ihr davonlaufen und glücklich werden will. Wie sehr Hive Daisy auslaugt, sieht man an dem unheimlichen Make-Up, das sie wie den schleichenden Tod aussehen lässt. Gute Arbeit, Make-Up-Abteilung! Hive ist wie ein Egel auf ihr Blut aus und will unbedingt seine Armee haben.

Daisy hat derweil nur ihren Ex(?) im Kopf. Sie hilft ihm bei der Flucht aus der Zelle per riesigem Skype-Telefon und unterstützt ihn beim Macgyvern des Ausbruchs mit nur wenigen Mitteln.

Yo-Yo is back

Auch Elena (Natalia Cordova-Buckley) aka Yo-Yo wird reaktiviert und zeigt Talbot direkt mal ihre Kräfte, die er natürlich erst versteht, als sie schon aktiv ist, denn sie klaut seine Abzeichen. Ob Elena nur zurück ist, um Mack (Henry Simmons) aufzumuntern, ist nicht ganz ersichtlich; allerdings ist dessen Kampfgeist und seine Motivation nach der Begegnung mit Daisy, die ihm einige Verletzungen beschert hat, auf dem Tiefpunkt.

Tatsächlich geht es Mack auch darum, dass er nicht will, dass noch einmal jemand verletzt wird, der ihm etwas bedeutet. Da Elena auch ein Inhuman ist, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das passiert, bis ein Mittel gegen Hive gefunden wird. Doch weiß das Team immer noch nicht, was genau das mächtige Wesen eigentlich vorhat. Elena motiviert Mack dazu, die Hoffnung nicht aufzugeben, denn das Böse nährt sich von den Schwachen.

The Good, the Bad and the Rasta-Hulk

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Nachdem Talbot also Lincoln begegnet ist und Elena etwas näher kennengelernt hat, ist es an der Zeit, dass Coulson sein dunkelstes Geheimnis offenbart: Lash. Mays (Ming-Na Wen) Exmann sollte der Meinung des Militärmannes nach am besten eingefroren und in einem dieser menschenunwürdigen Würfel aufbewahrt werden. Doch genau auf diese Weise wurde mit Anderen schon Schindluder betrieben und auch Lash selbst befand sich schon kurzzeitig in Hydra-Händen.

Als Coulson dann fertig mit seinem Bericht ist, kommt heraus, dass Talbot viele dieser Informationen bereits kannte und auch Bescheid weiß, dass Daisy bei Hive ist. Also wird er von FitzSimmons auf den aktuellen Stand gebracht, was den Plan gegen ihn angeht. Er ist geschockt, weil Daisy für ihn eine Nuklearwaffe ist, die in den falschen Händen (QeD) zum tödlichen Instrument werden kann und hält Hive für den wandelnden Beweis, warum die Sokovia-Accords vonnöten sind.

Alpha-Primitives

Hive braucht neue Testobjekte und lässt James ein paar militante Inhuman-Hasser fangen, die zu dem werden sollen, was sie hassen. Langsam erinnert Hive ein bisschen an X-Men-Schurken wie Mr. Sinister, der ebenfalls auf Gen-Experimente setzt. James' aka Hellstorms Einsatz von seiner Feuerkette sieht in Zeitlupe dabei besonders schön aus. Anders sieht es dann beim nächsten Versuch des Experiments von Radcliffe aus, denn dabei kommen entstellte und etwas tumb aussehende Kreaturen heraus, die zwar Hive jeden Wunsch von den Lippen ablesen und extrem stark sind, aber eben auch wie Primitive wirken.

Comicleser kennen die Alpha-Primitives womöglich als die Inhumans, die von dem Adelsgeschlecht rund um Black Bolt gerne totgeschwiegen werden, fast so wie Lepra-Kranke im alten Rom. Bei den Comic-Inhumans fungieren sie als Wesen zweiter Klasse, die gerne mal die niederen Tätigkeiten übernehmen. Während Radcliffe sich für das Versagen entschuldigt und seinen Tod erwartet, aber ums Weiterleben bettelt, scheint Hive mit dem Resultat gar nicht so unzufrieden und verlangt sogar noch mehr davon. Dafür braucht er aber das restliche Blut von Daisy.

Die große Täuschung

Die Flucht Lincolns, in die sich auch Mack körperlich einmischt, entpuppt sich als großer gemeinsamer Plan von May und Lincoln, der so gut beim Zuschauer funktioniert, weil May dem Inhuman zuletzt mehrfach den Kopf gewaschen und ihm öffentlich gesagt hat, dass er sich nicht von seinen Gefühlen leiten lassen darf. Dabei kommt heraus, dass er das schon lange verinnerlicht und begriffen hat.

Damit der Plan auch Daisy überzeugt, musste er vor allen geheimgehalten werden, die nicht May, Coulson und Lincoln heißen, wobei Talbot das Vertrauen in die S.H.I.E.L.D.-Sache nicht unbedingt erleichtert wird. Daisys Plan basiert nämlich darauf, dass sie Lincoln mit dem Quinjet zu sich bringt und den Rest derweil einsperrt, doch da hat sie die Rechnung ohne Coulson und May gemacht, die einfach Lincoln mit einem Trumpfkarte austauschen, nämlich Lash. Ihre Theorie baut darauf auf, dass jeder Inhuman einen Zweck oder eine Bestimmung hat, wobei Lash für denjenigen gehalten wird, der Hive ausschalten soll.

Rasta-Hulk gegen Schwarmmonster

Was für ein Moment! Allein schon für sich würde dieses Treffen der Inhuman-Giganten eigentlich fünf Sterne verdienen, wenn die Schlacht nur nicht so kurz wäre. Lash ist tatsächlich dazu in der Lage, Hives Attacken abzuwehren, ihn zu kontern und Hive so zuzusetzen, dass nicht alles sofort heilt wie sonst. Allerdings mischt sich Daisy ein, die aber wegen ihrer Blutarmut kaum einen Effekt auf ihn hat. Die Primitives kann Lash dafür aus dem Verkehr ziehen.

Schnell stellt sich heraus, dass Lash nicht Hive besiegen, sondern Daisy von dessen Einfluss heilen soll, denn offensichtlich ist sie der Schlüssel zum Sieg. Lash wird nämlich von James ermordet, der im richtigen Moment wieder auf der Bildfläche erscheint. Irgendwie können Lash und Daisy das Überraschungsmoment ausnutzen und in den Quinjet steigen, der in Richtung Basis unterwegs ist. Daisy meldet sich geheilt zurück zum Dienst und FitzSimmons stellen bald fest, dass ihr Gehirn wieder normal funktioniert; allerdings können sie noch nicht sagen, ob sie sich vollständig regenerieren wird und ob das ganze nicht vielleicht nur wieder eine Falle sein könnte.

Hives Plan, eine Armee zu schaffen, bleibt gefährlich, wenn er den geschaffenen Virus auch noch per Explosion auf der ganzen Welt verbreiten kann. Dazu hat Talbot wieder Informationen, denn von der zerstörten ATCU-Einrichtung, die nur als Ablenkung diente, konnte er bekanntlich Militärraketen entwenden.

Die letzte Szene dreht sich um Mack und Elena, wobei der Mechaniker nun wieder besser drauf zu sein scheint. Yo-Yo gibt ihm den Hinweis mit auf den Weg, dass er sich den Glauben bewahren sollte und überreicht ihm - keuch! - ihre Kreuzkette, die wir aus einem gewissen tödlichen Flashforward kennen und bisher immer für ihren Besitz gehalten haben. Ist das eine gewaltige falsche Fährte oder ein großer Hinweis darauf, dass Mack sich für seine Partnerin opfern könnte?

Fazit

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Die Episode Emancipation gewinnt allein schon durch das Treffen von Lash und Hive in meinen Augen massiv Sympathiepunkte und auch sonst ist die Episode wieder, wie schon seit Folge 17, stark. Das Crossover mit „The First Avenger: Civil War“ ist subtil, bietet einen Mehrwert und vertieft den Konflikt mit Zusatzinformationen, ohne aber die Prämisse der Serie über den Haufen zu werfen, wie es etwa in Staffel 1 der Fall war. Daisy ist zwar von Hive befreit, dürfte aber noch eine Weile daran zu knabbern haben, dass eine Version ihres unheimlichen Verräter-Ex Kontrolle über sie hatte.

Da man Lash schon geopfert hat und das Finale 90 Minuten dauern wird, bin ich gespannt, wie man Hive beikommen möchte. Die Secret Warriors könnten eine Rolle spielen, aber noch kennen wir kein Mittel, das verhindern würde, dass er sie wieder steuern kann - oder hat Lash schon die notwendige Vorarbeit geleistet?

Serientrailer zur Episode Forgiven (1) der Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. (3x21):

Verfasser: Adam Arndt am Mittwoch, 11. Mai 2016

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x20 Trailer

Episode
Staffel 3, Episode 20
(Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x20)
Deutscher Titel der Episode
Unaufhaltbar
Titel der Episode im Original
Emancipation
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 10. Mai 2016 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 18. November 2016
Autor
Craig Titley
Regisseur
Vincent Misiano

Schauspieler in der Episode Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x20

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