Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x21

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Es geht bei Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. auf die Zielgerade zu. In der Episode Absolution zeigt sich, wie vergänglich so mancher Sieg sein kann. Außerdem spielen die Autoren mit den Erwartungen der Zuschauer.

Szenenfoto aus der „Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“-Episode „Absolution“ / (c) ABC
Szenenfoto aus der „Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“-Episode „Absolution“ / (c) ABC

Das Finale der dritten Staffel von Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. ist zweiteilig und wird durch die Folge Absolution (1) eingeleitet - und zwar mit Daisys (Chloe Bennet) bösem Traum über ihr Schicksal, in dem sie sich mit Coulson (Clark Gregg) als einzigem Überlebenden in Maveth sieht. Die Schuldgefühle sind über die ganze Folge sehr stark und zehren an der jungen Inhumandame, die jüngst erst von der Gehirnwäsche von Hive (Brett Dalton) befreit wurde. Demzufolge verkriecht und suhlt sie sich sehr darin und fühlt sich wertlos.

Dabei besucht Simmons (Elizabeth Henstridge) sie, um ihr Statusupdates zu geben und ihr weitere taktische Informationen zu entlocken, um Hives Pläne zu durchkreuzen. Überdies ist Simmons das einzige Teammitglied, dem Daisy nicht psychisch oder physisch wehgetan hat. Das vom Schurken übernommene Raketensilo wurde auch schon ausgemacht, denn die Belegschaft hat vor Stunden den Funkkontakt abgebrochen. May (Ming-Na Wen), Mack (Henry Simmons), Elena (Natalia Cordova-Buckley) und Lincoln (Luke Mitchell) machen sich auf, um Hive und seine Soldaten dingfest zu machen.

Währenddessen kümmern sich Talbot (Adrian Pasdar), Fitz (Iain De Caestecker) und Coulson darum, einen nuclear kill code in ihren Besitz zu bringen, um den Raketenstart zu verhindern. Dabei müssen sie allerhand Gadgets und Tricks (Performance Capture!) benutzen und die normale chain of command gewaltig verbiegen. Aber wer hat schon zwei Wochen Zeit, das durch die üblichen Kanäle zu schicken? Der Code ist extrem lang und die Zeit knapp, doch das Team kann diese Phase des Plans tatsächlich sabotieren, was Hive zum Improvisieren zwingt. Radcliffe (John Hannah), dessen Rolle in der Serie offenbar immer größer wird, soll die Technik fixen, was aber nicht unbedingt seine Baustelle ist. Hive will derweil voller Wut zurückschlagen.

Turtle Speed

Szenenfoto aus der %26bdquo;Marvel%26#039;s Agents of S.H.I.E.L.D.%26ldquo;-Episode %26bdquo;Absolution%26ldquo; © ABC
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Mack installiert derweil eine Gerätschaft mit Schildkrötengeschwindigkeit, wie zumindest Elena findet. Diese stellt sich im weiteren Verlauf wohl als Coulsons Erinnerungsmaschine aus dem Projekt T.A.H.I.T.I. heraus. Bei den flirtenden Yo-Yo und Mack gibt es dazu eine kleine Szene, in der Mack ihr die Kreuzkette wieder geben möchte, woraufhin sie ein wenig echauffiert reagiert, weil es ein Glaubenszeichen ist und nicht ein Wanderpokal, den man zurückgeben kann. Mack tritt ihr gegenüber wieder mal in ein Fettnäpchen. So wird das doch nichts mit der Liebe!

Radcliffe wird derweil von den Primitives „unterstützt“, die sich zumindest an Werkzeuge erinnern, aber sonst keine große Hilfe sind, außer wenn es um das Grobe geht. Immerhin kann der verrückte Professor so aber ein paar neue Erkenntnisse zu seiner Schöpfung sammeln.

Hive vs. Lincoln

Es kommt zum lange überfälligen Duell zwischen Hive und Lincoln, doch statt Daisys Freund direkt zu übernehmen, spielt der Schwarmschurke Psychospielchen mit Sparkplug und provoziert ihn. Er habe Daisy repariert und könnte auch Lincolns innere Leere füllen. Der Inhuman mit den Elektrokräften weiß natürlich, dass er Hive nicht gewachsen ist und spielt deswegen auch eher den Lockvogel für die Falle, die Mack und Yo-Yo bauen. Er wird mit den alten Erinnerungen guter Menschen konfrontiert und verliert sein Ziel somit aus den Augen und wird verwundbar.

Schuld und Sühne

Coulson besucht derweil Daisy, die sich die Schuld an allem gibt. Sie hat Hive alles offenbart: ihr Innerstes, S.H.I.E.L.D.-Geheimnisse und auch Sicherheitspläne. An eine Wiedergutmachung der Schuld glaubt sie nicht und will eine Strafe absitzen und die volle Verantwortung tragen. Coulson sieht das wegen der Gehirnwäsche, die einer Misshandlung gleichkommt, anders. Er rät ihr zudem ab, sich von einem Rachegedanken treiben zu lassen, denn er weiß aus erster (und bei ihm einziger verbliebener Hand), dass diese nur zu großem Chaos und Schmerz führen kann.

May kriegt es derweil mit den Primitives zu tun und nimmt Radcliffe nach dessen Bitten mit zu sich auf, während Yo-Yo, deren trockener Humor eine Bereichung für die Serie ist, die Geiseln beim Silo befreit.

Hive ist nicht mehr ganz Herr der Lage. Es scheint kurzzeitig so, als ob der alte Ward oder vielleicht Will übernimmt, doch das Alphamännchen ist noch zu stark. Dennoch gibt er ein paar Erinnerungen wieder, die James und Mr. Giyera (Mark Dacascos) aber mal so verwundert hinnehmen. Der Sprengkopf soll weggeschafft werden und wird May quasi vor der Nase wegstibitzt, dafür gelingt es aber, alle zu befreien und Heil aus der Mission zu bringen. Tatsächlich gelingt es auch, Hive in einer der ATCU-Bernsteinzellen einzufrieren, worüber sich vor allem Radcliffe sichtlich freut. Ein Bild für die Götter.

Talbat gratuliert ebenfalls, kann sich aber nicht verkneifen, noch einmal zu Protokoll zu geben, wie dumm diese Aktion ist (nämlich so dumm wie auf Wrestlemania Wetten abzuschließen). Dennoch ist die Bombe immer noch da draußen.

Science Joker

Nun soll Radcliffe dem Team mit seinem Wissen helfen und mit FitzSimmons daran tüfteln, die Primitive-Bombe aufzuhalten oder abzumildern. Auch Radcliffe darf in diesen Finalfolgen mit seinem Humor glänzen, etwa gegenüber Talbots Bart. Während die Gehirne sich etwas ausdenken, will Coulson das Hauptquartier des Gegners finden und lobt zuvor noch Lincoln und dessen Einsatz in letzter Zeit. Er bietet ihm an, zum Agenten zu werden, doch der lehnt dankend ab, weil dieses Leben nichts für ihn ist. Das kommt uns doch bekannt vor. Auch Mack ist kurz vor der Real-S.H.I.E.L.D.-Situation gegangen, dann aber doch wieder geblieben, als er gebraucht wurde. Oft ist das ein Zeichen, dass eine Figur in Gefahr ist...

We got him!

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Nach Simmons und Coulson besucht auch Mack die reumütige Daisy in ihrer Zelle und zwar mit den erfreulichen Nachrichten, dass sie Ward eingefangen haben. Dabei lässt er jedoch verdächtig die Tür auf, wieder einmal etwas, womit uns die Autoren auf eine falsche Fährte locken. Er selbst kümmert sich in diesem Fall nicht um Sicherheitsprotokolle und zwingt sie dazu, einzusehen, dass die Schuldgefühle unnötig sind. Einmal Partner, immer Partner. Der große Mack-hug ist auch nötig, damit Daisy einmal ordentlich die angestauten Gefühle rauslassen kann.

Falsche Fährten überall

Auch bei FitzSimmons sollen wir auf eine falsche Fährte gelockt werden, da die „MAoS“-Macher es lieben, auf das Paar einzuprügeln, wenn es am glücklichsten ist. Neben der Recherche nach einem Heilmittel schaut Simmons sich nämlich Reiseangebote an, dabei hat sie sich ein Tauchabenteuer in den Seychellen ausgedacht. Ein bisschen ironisch ist es schon, wenn man daran denkt, was Ward am Ende der ersten Staffel mit ihnen angestellt hat und sie davon redet, dass ihm der Atem im Hals stecken bleiben wird. Im weiteren Verlauf des Finales kommen Fitz-Fans ganz schön ins Schwitzen, denn er ist es, der die Kammer, in der Hive aufbewahrt wird, einmal unter die Lupe nehmen möchte.

Not the Devil

Mack macht Daisy deutlich, dass Hive alles andere als der Teufel ist, dieser Figur aber traditionell Macht zugeschrieben wird, gute Leute zu verderben und in die Dunkelheit zu reißen. Dagegen kommt man nur an, wenn man mit positiven Gedanken und dem inneren Licht dagegen ankämpft und nicht aufgibt.

Coulson und Co halten es angesichts der Gefahr für die richtige Wahl, die Basis abzuriegeln. Allerdings ist der Deckeneingang von Daisys Ausraster noch immer nicht repariert, was eine Schwachstelle darstellt, die die Schurken natürlich sehen und ausnutzen. Einige S.H.I.E.L.D.-Agenten werden bei Fitz' Check-up in Primitives verwandelt, während die Abriegelung verhindert, dass er raus kann. Die Primitives, die wie steuerbare Inhumanzombies wirken, retten ihren Erschaffer und die Icers helfen nur bedingt bei der Gegenwehr. Ein Insider zwischen Simmons und ihm rettet Fitz das Leben, denn es gelingt der Override der Absperrung.

Dafür gelingt es Daisy, den Zellencode zu knacken und zum nun befreiten Hive vorzudringen, der sie wieder bei sich aufnehmen soll - „Please take me back“. Ob das echt oder Kalkül ist, wird im Finale Ascension (2) aufgelöst, dessen Review gleich im Anschluss folgt.

Fazit

Das Ende der dritten Staffel von „MAoS“ wird mit der Episode Absolution (1) eingeleitet, in der uns die Autoren bereits häufig an der Nase herumführen, weil wir wissen, dass ein Teammitglied sterben wird. Es gibt ein paar starke und vor allem witzige Einzelmomente und eine gute Hinführung auf die letzte Stunde dieser Staffel. Dennoch fehlt das große Ausrufezeichen mancher vorheriger Folge.

Verfasser: Adam Arndt am Mittwoch, 18. Mai 2016

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x21 Trailer

Episode
Staffel 3, Episode 21
(Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x21)
Deutscher Titel der Episode
Absolution
Titel der Episode im Original
Absolution (1)
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 17. Mai 2016 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 25. November 2016
Autoren
Chris Dingess, Drew Z. Greenberg
Regisseur
Bill Gierhart

Schauspieler in der Episode Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x21

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