Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x15

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x15

Die Episode Spacetime von Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. verbreitet Finalstimmung, obwohl es noch eine Weile bis zum echten Finale dauert. Dennoch werden einige Entwicklungen der letzten Zeit auf die Spitze getrieben.

Szenenfoto aus der„Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“-Episode „Spacetime“ / (c) ABC
Szenenfoto aus der„Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“-Episode „Spacetime“ / (c) ABC

Ich musste mich nach dem Schauen der Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.-Episode Spacetime noch einmal vergewissern, dass wir noch nicht kurz vor dem Finale stehen, denn manches, was hier passiert, schreit ein wenig vorletzte oder gar letzte Folge der Staffel. Allerdings bezieht sich das vordergründig auf das letzte Drittel der Episode.

Dabei steht auch die Frage im Raum, ob man die Zukunft verhindern kann oder auch die größte Hoffnung darauf vergeblich ist.

This is Where I Die

Eingeleitet wird die Geschichte durch einen künstlerisch begabten Obdachlosen namens Charles Hinton (Bjorn Johnson), der offenbar die Gabe besitzt, Visionen der Zukunft auf andere zu übertragen. Leider sind diese meistens nicht sehr schön und zeigen tragische Ereignisse - den eigenen Tod etwa.

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Der befreundete Restaurantbesitzer kontaktiert Coulson (Clark Gregg) und Daisy (Chloe Bennet), denn die Inhumandame ist Teil seiner Todesvision. Und siehe da, schon bald taucht Hydra wie aus dem Nichts auf und beendet sein Leben. Immerhin lebt Charles noch, was die früher als Skye bekannte Agentin nutzen will, um ihn zu schnappen, doch Hydra ist schneller und sie wird von einer eigenen Vision getroffen. Darin ist Lincoln (Luke Mitchell) blutüberströmt und Coulson schießt auf sie. Fitz (Iain De Caestecker) und Simmons (Elizabeth Henstridge) geben ihren Input, wie verlässlich diese düstere Zukunftsvision ist und kommen zum Ergebnis, dass die Zukunft unveränderbar ist. Das Zeitreisegerede macht Coulson einen halben Knoten ins Hirn und er wird an „Terminator“ erinnert.

Doch die optimistische Skye will das nicht hinnehmen, Coulson plant aber eine Strategie, die das Unvermeidliche verhindern soll - Daisy soll einfach die S.H.I.E.L.D.-Basis nicht verlassen. Problem gelöst? Statt ihr soll eben May (Ming-Na Wen) auf die Mission gehen, denn die ist nirgendwo erschienen. Lincoln erzählt Coulson erneut davon, dass die Inhumankräfte nicht zufällig, sondern mit einer Bestimmung vergeben werden. Dabei gibt es immer eine Aufgabe, die sie erfüllen sollen, das galt beispielsweise auch für Rainas (Ruth Negga) seherische Fähigkeiten.

Die Monster, die ich rief

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Hive (Brett Dalton) steht inzwischen und nach seiner Speise wieder voll in Saft und Kraft und ist zum Wein bei Malick (Powers Boothe) eingeladen. Der Inhuman-overlord bedankt sich erst einmal und erkundigt sich dann, wie er sich revanchieren kann und wonach Malick strebt. Der 9,2 Milliarden schwere Hydra-Kopf widmete sein ganzes Leben dem Streben nach Macht und höherer Macht und genau das will Hive ihm ermöglichen - mit einem Abstecher zur Firma Transia.

Dort tauchen Malick, Hive und Mr. Giyera (Mark Dacascos) mit Coulsons entwendeter Hand auf und sind an der Exo-Suit-Technologie interessiert. Eigentlich will Malick die Firma direkt kaufen und unterbreitet ein angeblich faires Angebot, das die Chefs dort aber nicht einmal eines Blickes würdigen.

Hydra hat auch den guten Charles mit im Schlepptau, der den Firmenchefs ihre nicht gerade rosige Zukunft zeigen muss, die blutig und ohne Haut endet. Diese Episode zeigt wieder mal, dass es in „MAOS“ auch teilweise sehr heftig werden kann. Somit ist die äußerst feindliche Übernahme geglückt und die Firma in der Hand des bösen Imperiums von Hydra. Hives Geschenk an Malick ist besagte Exo-Anzug-Technik, die er überstreifen und somit wahre Macht spüren soll. Das bedeutet gleichzeitig auch das Ende des Transia-Chefs und seiner Kollegen.

Fight the Future

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Über Charles' Frau erfahren das Team und das Publikum dann, wie ihr Ehemann zum verrückten Obdachlosen wurde, was mit der gemeinsamen Tochter zu tun hat. Sie ist auch auch der Hintergrund für das Rotkehlchen, das er mit sich führt, denn ihr Name lautet Robin. Das Wissen über die Zukunft anderer hat ihn schlussendlich zerbrochen, da er nicht helfend einschreiten konnte.

Das will Daisy weiterhin nicht hinnehmen und sie kommt gemeinsam mit May auf die Idee, den Inhalt der Vision minutiös zu planen. Dafür spannt sie die Kollegen FitzSimmons, Lincoln und einen gewissen Doug ein. Denn so könnte man vielleicht am Ende doch triumphieren. Die Idee des Choreografierens ist süß und charmant, wird aber für meinen Geschmack fast ein wenig überstrapaziert. Dabei gibt sich Daisy wie ein General, der alle flapsig kritisiert (sogar May!).

Lashing out

Doch die ganze Übung ist im letzten Moment hinfällig, als ein S.H.I.E.L.D.-Alarm losgeht, weil ausgerechnet Andrew (Blair Underwood) sich freiwillig stellt. Denn er droht, die Kontrolle über seine Verwandlungen zu verlieren und für immer zu Lash zu werden. Er will sich bei May verabschieden und anders, als in den letzten Episoden nahegelegt, schaltet sie nicht auf Killermodus um, sondern widmet sich ihrem Ex.

Andrew hat Angst, für immer die Kontrolle zu verlieren und ist bereit für Hilfe, während May von Schuldgefühlen geplagt wird und glaubt, dass alles hätte verhindert werden können, wenn sie nie in Andrews Leben getreten wäre. Prinzipiell hat sie Recht: ohne sie keine S.H.I.E.L.D.-Connection und wahrscheinlich auch keine Terriginese. Doch er assoziiert mit ihr eher die besten Momente seines Lebens, darum versuchen sie auch die Impfstoffvariante, die vielleicht bei Lash anschlagen könnte, weil die Transformation eben nicht vollständig ist. Doch leider ist das ein Irrtum und Lash wird zum Monster, während sich May im letzten Moment in Sicherheit begeben kann. Es wirkt unwahrscheinlich, dass sie ihn nun aufgibt. Doch welche Möglichkeiten gibt es noch?

Ich bin sehr gespannt, wie man Andrew in den kommenden Episoden verwenden wird und habe einige Theorien dazu auch bereits in den Reviews zuvor niedergeschrieben.

Daisy vs Malick

Daisy macht einen Quasialleingang in Richtung Transia und dort werden wir wieder Zeuge eines schönen one-shot, der scheinbar die Ausführung der Generalprobe ist und uns an die schöne Szene aus der zweiten Staffel erinnert. Dabei wird auch wahr, dass Coulson auf sie schießt, nur gibt es natürlich wieder eine Wendung, denn er zielt auf einen Spiegel, hinter dem ein Hydra-Typ steckt. Statt sie zu erschießen, rettet er den Tag. Hive will währenddessen alle menschlichen S.H.I.E.L.D.-Agenten töten lassen und Daisy bekommt es danach mit Mecha-Suit-Malick zu tun und muss dabei ordentlich einstecken. Lincoln kann nicht eingreifen, weil Mr. Giyera ihn per Telekinse ausknockt, der Teil der Vision wird also wahr.

Im Endeffekt ist es Charles, der Daisy beiseitesteht, den Angriff einsteckt und sich opfert. Seine letzte Handlung auf Erden ist es, Daisy eine weitere Vision zu verpassen, nämlich die, die wir in der Mid Season-Premiere als Ausblick gesehen haben. Doch: Soll das wirklich Daisy sein, die dann entweder tot ist oder in Lebensgefahr schwebt oder ist es vielleicht die Tochter, von der beide sprechen? Und: Hat sie etwas mit Elena (das schwebende Kreuz) zu tun? Doch eigentlich lautete der Name der Tochter doch Robin? Verwirrend. Würde sich die Serie Daisy entledigen, würde man die Fanbase wahrscheinlich verprellen, weswegen ich diese Option ausschließe oder es gibt - wie in dieser Episode gesehen - wieder eine Wendung.

FitzSimmons nutzen die Situation, dass alles für das Team gut ausgegangen ist, fürs Händchenhalten. Awww! Malick scheint derweil mehr bekommen zu haben, als er sich vorgestellt hat, denn er kontaktiert seinen Bodyguard, den er sich an seiner Seite wünscht. Doch dieser ist bei Hive genau richtig aufgehoben, da sein Einfluss sich schon auf ihn übertragen hat. Malick hört man die Angst jedenfalls deutlich an. Erwägt er etwa einen Seitenwechsel? Sehen wir bald das team up von Coulson und Malick?

Fazit

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Die Episode Spacetime präsentiert Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. in einer guten und spannenden Variante. Kaum einer hat damit gerechnet, dass Daisy sterben wird, doch die Prügel von Malick sind doch heftig und das S.H.I.E.L.D.-Team weiß nun, dass Ward irgendwie wieder da ist. Dazu kommt das doch eher plötzliche Wiedererscheinen von Andrew, der May an ihre emotionalen Grenzen bringt. Hive spielt derweil seine Machtspiele mit Malick und zeigt ihm unweigerlich, wer hier wirklich das Sagen hat. Dazu kommt der schöne one-shot und das Gefühl, dass wir auf die Zielgerade zusteuern. Hoffentlich kann das Momentum genutzt werden, denn irgendwie erscheinen manche Ereignisse noch etwas verfrüht und vielleicht sogar ein bisschen verschenkt. Platziert man so eine actionreiche und dramatische Folge kurz vor dem Ende, ist die Wirkung auch größer.

Trailer zur Episode Paradise Lost (3x16) der US-Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.:

Verfasser: Adam Arndt am Mittwoch, 6. April 2016

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x15 Trailer

Episode
Staffel 3, Episode 15
(Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x15)
Deutscher Titel der Episode
Kampf gegen die Zukunft
Titel der Episode im Original
Spacetime
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 5. April 2016 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 14. Oktober 2016
Autoren
Maurissa Tancharoen, Jed Whedon
Regisseur
Kevin Tancharoen

Schauspieler in der Episode Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x15

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