Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x12

© zenenfoto aus derâMarvel's Agents of S.H.I.E.L.D.â-Episode âInside Manâ / (c) ABC
In der Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.-Episode The Inside Man tritt Glenn Talbot (Adrian Pasdar) wieder in Coulsons Leben, schlieĂlich ist er der neue Chef der ATCU. Der ist natĂŒrlich weitaus weniger attraktiv oder gut auf den S.H.I.E.L.D-Director zu sprechen, als es Rosalind war. Doch in dieser Episode arbeiten die Autoren mit Hochdruck daran, ihn in einem sympathischeren Licht darzustellen. Das fĂ€ngt mit Eheproblemen an, denn seine Frau Carla (Raquel Gardner) wirft ihm vor, seine Karriere vor das Privatleben zu stellen - was das im Detail bedeutet, erfĂ€hrt man aber erst spĂ€ter.
Coulson jedenfalls sieht den Streit wegen eines Symposiums in Taiwan aus nĂ€chster NĂ€he. Dabei freut es ihn natĂŒrlich, sagen zu können, dass er praktisch sein Vorgesetzter ist, doch das will Talbot nicht hören. Die MĂ€nner werden allerdings selbst beschattet, was auch Lincoln (Luke Mitchell) sieht, der Training von May (Ming-Na) in der Spionagearbeit erhĂ€lt. Der Verfolger stellt sich als Carl âAbsorbing Manâ Creel (Brian Patrick Wade) heraus, der mit den vereinten KrĂ€ften von Lincoln und May ziemlich klug ausgeschaltet werden kann. Denn gegen Sparkplug erdet er sich an einem Reifen, so dass May ihn mit Metall wieder leitfĂ€hig machen muss und man ihn elektrisch ausknocken kann.
Zwar wird Creel eingesperrt, er ist aber fĂŒr Talbot quasi Bodyguard und Lebensversicherung. FĂŒr die Agenten von S.H.I.E.L.D., allen voran Hunter (Nick Blood) und Bobbi (Adrianne Palicki), bringt er aber wieder schlimme Erinnerungen hervor, denn schlieĂlich war er fĂŒr Isabelles (Lucy Lawless) Tod verantwortlich. Sowohl Talbot als auch Coulson glauben an zweite Chancen und wollen ihm ebendiese gewĂ€hren, weil er bei der nĂ€chsten Mission hilfreich sein könnte, wobei Hunter jedoch stets ein Auge auf ihn wirft.
Keine Krankheit, sondern ein Erwachen
Daisy (Chloe Bennet) sieht sich derweil dem UnverstĂ€ndnis der eigenen Teamkameraden ausgesetzt, denn manche wollen unbedingt nach einem allumfassenden Heilmittel suchen, wobei sie die Wahl lieber individuell offenhalten wĂŒrde. Bobbi spricht etwa davon, dass die Inhumans eine unbekannte GröĂe sind und man sie schwer einschĂ€tzen könne. Daisy kontert aber richtig, dass auch Menschen Fehler machen und Verbrechen begehen und deswegen nicht alle direkt unter Generalverdacht gestellt werden.
Das Symposium

Beim groĂen Symposium, das Talbot als Abgesandter des PrĂ€sidenten besucht, sind auch fĂŒnf andere internationale Delegierte zugegen, von denen einer ein Maulwurf fĂŒr Gideon Malick (Powers Boothe) sein könnte. Coulson, Talbot und das Team mĂŒssen nun herausfinden, wer das sein könnte. Da der Austragungsort in Taiwan mit Handabdrucktechnik geschĂŒtzt ist, hat Fitz (Iain De Caestecker) einen Abdruckkopierer geschaffen, der per HĂ€ndedruck gescannt und dann beliebig angewendet werden kann. Das erinnert positiv an die Gadgets aus dem „Mission: Impossible“-Franchise. Die IdentitĂ€t des VerrĂ€ters soll durch die Aussagen herausgefunden werden und durch das HerumschnĂŒffeln von May, Hunter und Bobbi sollen anschlieĂend belastende Beweise die Anschuldigung untermauern. Talbot hat offenbar nicht das beste HĂ€ndchen, denn fĂŒr ihn scheinen alle verdĂ€chtig zu sein.

Don't call them aliens, call them Inhumans
Coulson ist bei der Sache natĂŒrlich ziemlich nah an Daisys Standpunkt dran und findet, dass es ein erster Schritt wĂ€re, die Inhumans nicht als Aliens zu bezeichnen, sondern das von ihnen gewĂ€hlte Inhumans zur Klassifikation zu nutzen. Im Kreis des Symposiums sind die Reaktionen gemischt. WĂ€hrend manche sie auch dort als Krankheit und Gefahr sehen, ist ein Delegierter sogar bereit, ein StĂŒck Land fĂŒr sie zur VerfĂŒgung zu stellen, wobei die Versammlung aller oder vieler Inhumans auf einem Haufen so etwas wie der feuchte Traum von Malick wĂ€re. Talbot jedenfalls stellt sich weiterhin nicht besonders gut an - vielleicht nimmt man den Kontext der Episoden auch absichtlich.
In der Basis trainieren Lincoln und Daisy miteinander, weil Lincoln immer wieder Probleme damit hat einzuschĂ€tzen, wann im Kampf eine Grenze ĂŒberschritten wurde. Der Kampf endet fast in einer Knutscherei, wenn Simmons (Elizabeth Henstridge) nicht Lincolns medizinischen Ratschlag brĂ€uchte. Ja, manchmal könnte man leicht vergessen, dass er am Anfang der dritten Staffel als Mediziner im Krankenhaus gearbeitet hatte und sich mit Mensch und Inhuman auskennt.
FitzSimmons haben mithilfe Creels Blut und Blutproben von Daisy nĂ€mlich herausgefunden, dass man eventuell einem Impfstoff auf der Spur ist. Der kann zwar Verwandlungen nicht unbedingt rĂŒckgĂ€ngig machen, aber die Terriginese verhindern. Das sorgt fĂŒr eine heftige Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden verliebten Inhumans, denn es geht dabei um Geburtsrecht (Daisy) gegen die Wahlmöglichkeit (Lincoln), denn er ist der Ăberzeugung, dass nicht jeder ein Inhuman sein will oder muss und bringt auch Lashs tödlichen Feldzug ins Spiel. Der hatte sicher nicht das Recht, andere zu ermorden. Allerdings verlaufen sich die rationalen Argumente bald in TiefschlĂ€ge, wenn das Studium gegen das Leben als Hackerin herangezogen wird.
Persönlich wÀre ich wohl eher bei der Variante, die den Individuen die Wahlmöglichkeit offenlÀsst. Im besten Fall mit Orten, an denen man Zuflucht und Training hat.

Bobbi findet bei ihren Recherchen bei dem australischen ReprĂ€sentanten im Safe eine Akte zu einem gewissen Eden Fesi. Comicfans kennen die Figur aus Jonathan Hickmans Secret Warriors oder seinem Avengers-Run als Teleporter Manifold. Steht uns dessen DebĂŒt also bald bevor? Dazu mĂŒsste er allerdings erst mal aus der militĂ€rischen Gefangenschaft befreit werden...
Im Symposium selbst kommt Talbot Coulson zuvor, als er ihn als Maulwurf brandmarkt, doch das hat einen einfachen Hintergrund, denn Malick hat Talbots Sohn und erpresst ihn damit. Malick kann dem Symposium also nun auftischen, dass Coulson der Chef von Hydra ist und zeigt ihnen Bilder, die auf ihn selbst zutreffen. Zum Beispiel verstĂŒmmelte Inhumanexperimente oder die Zelle, die Gefangene nicht menschenwĂŒrdig in eine Art Koma versetzt. Gleichzeitig bemerkt Hunter, dass Creel abhaut. Er entdeckt den Sohn, der zur Geisel genommen wird und wird von Creel ausgeknockt. Doch May und Bobbi sind zur Stelle, kĂŒmmern sich um die Hydra-KĂ€mpfer und wecken Hunter wieder auf. Der revanchiert sich damit, dass er die Waffen der Damen fĂŒr sie eingepackt hat, da die Hydra-Waffen an ihre Besitzer gebunden sind.
Malick hĂ€lt natĂŒrlich nicht sein Wort und so sollen Coulson und Talbot erschossen werden, wĂ€hrend er sich völlig sicher ist, dass die Armee, die er sich gerade zusammenstellt S.H.I.E.L.D. besiegen wird. Zu Coulsons neuer Hand, die ihm kurzzeitig von Malicks Schergen abgenommen wird, stellt sich die Frage, ob sie nur menschlich aussieht oder ihm auch ermöglicht, wieder normal zu greifen. Weil er die ganze Zeit eine Schlinge getragen hat, bin ich mir hier nicht sicher.
Triple Agent

Creel stellt sich als Doppel- oder gar Tripelagent heraus, der die ganze Zeit treu fĂŒr Talbot agiert und Hunter nur zum Schein angegriffen hat. Er rettet die beiden vor der ErschieĂung und bald ist fast alles vergessen. Talbot musste mitspielen, weil sein Sohn schon bei seiner Benennung zum ATCU-Vorsitzenden entfĂŒhrt wurde, weswegen auch seine Frau so ungehalten war. Nebenbei rettet Creel auĂerdem Hunter das Leben, der jedoch nicht findet, dass sie nun quitt sind. May bringt den Sohn wieder zu seinem Papa und das Team hat zumindest einen Teilsieg erreicht.
Hunter und Bobbi (die wieder mal schön austeilen durfte - Stichwort âGong-KOâ) bleiben Malick auf den Fersen und befinden sich in der letzten Szene an Bord seines Fliegers aka „Belly of the Beast“, als er sich mit dem Delegierten ĂŒber den Sammelort fĂŒr die Inhumans unterhĂ€lt. Daisy entschuldigt sich bei Lincoln fĂŒr ihren kleinen militanten Ausraster und die beiden kommen sich noch nĂ€her, als wir es bisher gesehen haben.
Glenn und Phil haben sich spĂŒrbar angenĂ€hert und duzen sich jetzt beziehungsweise sind auf „First-Name-Basis“ unterwegs. So hat Hydra das Gegenteil von dem erreicht, was sie erreichen wollten. Dennoch spĂŒrt Coulson, dass Malick nicht am DrĂŒcker ist und jemand anderes Rechenschaft ablegen muss.
Monster Party

It/Hive/Ward (Brett Dalton) kann in dieser Folge auf die Erinnerungen seines Wirtskörpers zugreifen und wĂŒnscht sich, ihn kennengelernt zu haben. Malick hat derweil Vorkehrungen getroffen, um ein paar weitere Inhumans zu rekrutieren, einer davon ist der Typ mit dem Hydra-Blick, den sich das Wesen verknĂŒpft und gefĂŒgig macht. Zuvor hat der âPolizistâ nĂ€mlich alle im Raum ausgeschaltet, nur bei Hive funktioniert das nicht, weil er einfach einen unheimlichen Astralkörper schaffen kann. Igitt!
Seine körperliche Verfassung Ă€ndert sich aber noch nicht, dazu ist erst ein weiterer Schritt nötig. Wir erfahren, dass ein Wirtskörper tot sein muss und kein Inhuman sein darf, weil er kein Inhumankannibale ist. Demnach muss Wards Körper noch lĂ€nger herhalten. Allerdings lĂ€sst er sich fĂŒnf menschliche Opfer beschaffen, die er auf brutale Weise aussaugen und so neue Kraft schöpfen kann. Das Schlussbild bei Ward brennt sich entsprechend auch in meine Synapsen als herausragend ein.
Der langsame Aufbau gefĂ€llt und Ward/Hive mit seinen SchwarmkrĂ€ften/Tentakeln wirkt jetzt schon mĂ€chtiger und bedrohlicher als Lash, wobei ich weiterhin nicht ausschlieĂen wĂŒrde, dass dieser ein SchlĂŒssel fĂŒr den Sieg gegen den Hydra-Boss sein könnte. Daltons Spiel gefĂ€llt mir weiterhin gut und ist auf jeden Fall abwechslungsreicher und unterhaltsamer als sein Versuch, Rache an S.H.I.E.L.D. zu nehmen.
Fazit
FĂŒr einen kurzen Moment hatten mich die Autoren von Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. wieder, als sie in The Inside Man Talbot als Maulwurf enttarnt hatten. Doch daran glauben wollte ich nicht so recht. Darum kommt die KindesentfĂŒhrung eigentlich ganz gelegen, die nun dafĂŒr sorgt, dass sich die zwei ungleichen MĂ€nner nĂ€herkommen und besser zusammenarbeiten.
Dennoch sind die Spannungen im Team nicht vorbei. Hunter, Bobbi und Mack (der diesmal nicht zu sehen war) sowie Lincoln sehen gewisse Dinge eben anders als die alteingesessenen Agenten, weswegen es zu Reibungen kommt. Die Tatsache, dass Coulson bislang immer noch nichts von seinem ĂŒbermĂ€chtigen Gegner weiĂ, gefĂ€llt mir ebenfalls, weil es ein wirkliches All-Star-Team zu brauchen scheint, um ihm das Wasser zu reichen. Nun, da Creel wieder ins Spiel gebracht wird, wir auch Joey, Elena, Lincoln, Quake und vielleicht bald Manifold haben, stehen die Secret Warriors fast bereit, was bei mir die Vorfreude steigert.
Der Trailer zur Episode Parting Shot (3x13) der US-Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.:
Verfasser: Adam Arndt am Mittwoch, 16. MĂ€rz 2016Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x12 Trailer
(Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x12)
Schauspieler in der Episode Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x12
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