Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x11

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Die Agents of S.H.I.E.L.D. sind wieder da und melden sich mit der Episode Bouncing Back zurück. Diese kann durch die Einführung mehrerer neuer Superwesen punkten und sie stellt das Team vor eine neue Herausforderung.

Szenenfoto aus der„Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“-Episode „Bouncing Back“ / (c) ABC
Szenenfoto aus der„Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“-Episode „Bouncing Back“ / (c) ABC

Die zweite Hälfte der dritten Staffel von Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. startet mit einem Ausblick auf die Zukunft: Drei Monate in die Zukunft, um genau zu sein. Dort befindet sich offenbar ein S.H.I.E.L.D-Agent in tödlicher Gefahr. Um wen es sich handelt, bleibt ein Rätsel, obwohl ein schwerelos schwebendes Kreuz ein Hinweis oder ein gewaltiger red herring sein könnte. Denn dann wäre das Opfer die Dame, die in der Folge ihr Debüt feiert: Elena Rodriguez (Natalia Cordova-Buckley). Doch eigentlich ist doch eher May (Ming-Na) die Pilotin des Teams, oder? Bald sind wir schlauer...

Slingshot

Elena lernen wir bei einem Überfall auf die Polizei in Kolumbien kennen, der eine Fuhre von Waffen abgenommen wird. Anfangs sieht es so aus, als wäre der Angreifer vielleicht unsichtbar, doch bald wird klar, dass man es mit einer besonderen Form eines Speedsters zu tun hat. Also ermitteln Mack (Henry Simmons) sowie Hunter (Nick Blood) und Bobbi (Adrienne Palicki) vor Ort. Während Mack weiterhin alienkritisch ist, hat Hunter durchaus schon mal mit dem Gedanken gespielt, sich durch das Fischöl zu prüfen, ob er das Alien-Gen in sich trägt. Wobei er auf einen Röntgenblick à la Superman hofft und den natürlich nur für das Gute einsetzen würde.

Joey Gutierrez (Juan Pablo Raba) ist derweil als Übersetzer für Daisy (Chloe Bennet) unterwegs und hilft ihr bei der Recherche. Mack wird bald von Elena konfrontiert und zieht den Kürzeren. Sie kann ihn fesseln, in den Van sperren und mit nach Hause nehmen, wo er ins Bad gesperrt wird. So zeigen uns die Serienmacher ein wenig, wie ihre Kräfte funktionieren. Sie ist zwar superschnell, taucht aber immer wieder genau dort auf, wo sie gestartet ist.

Hello, Mr. President

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Coulson (Clark Gregg) hat derweil die Ehre eines Treffens mit MCU-US-Präsident Ellis (William Sadler), wobei natürlich Rosalinds (Constance Zimmer) Tod zur Sprache kommt, aber auch das Thema Inhumans. Der Präsident will, dass sich man sich den Superwesen widmet, was Coulson und sein Team längst machen, das möchten sie aber weiterhin frei von den Einflüssen Dritter tun, wobei Coulson auch kein Problem damit hätte, wenn S.H.I.E.L.D. wieder offiziell vom Weißen Haus anerkannt werden würde. Doch für den Präsi sind die Ereignisse, die für den Zusammenfall der Organisation gesorgt hatten, noch zu frisch im Auge der Öffentlichkeit.

Demnach bleibt die ATCU das öffentliche Gesicht in Superwesen-Angelegenheiten, das bald einen neuen Chef bekommt, während Coulson - inoffiziell vom Commander in Chief geduldet - mit seiner Truppe weitermachen darf. Im Fall Gideon Malick (Powers Boothe) kann ihm der mächtigste Mann der Welt nicht offiziell behilflich sein, weil er in internationale Geschäfte verstrickt ist und seine Hände in der Weltwirtschaft hat. Doch vielleicht hat ihn Ellis auch auf eine Idee gebracht, wie er selbst an die benötigten Infos kommt.

Inhuman Biology 101

Von Lincoln (Luke Mitchell) erfahren wir, dass die Inhumans gelernt haben, dass ihre Kräfte keineswegs willkürlich sind, wie Simmons (Elizabeth Henstridge) annimmt, sondern für eine Art Gleichgewicht sorgen sollen, was die Wissenschaftlerin mit einem natürlichem intelligent design vergleicht. Ein New-Inhuman hat also nach dem Kontakt mit den „Terrigen Nebel“ die Kräfte, die zu ihrem Charakter passen. Coulson fragt derweil Fitz (Iain De Caestecker), wie sich Lincoln so bei den Agenten einlebt. Er hilft FitzSimmons aber auf jeden Fall dabei, die einzigartige Physiologie der Halbaliens zu verstehen.

Natürlich kann Fitz nicht anders, dabei mit Coulson auf ihre (traumatischen) Eskapaden auf Maveth zu sprechen zu kommen, wo Wills Körper vom „Es“ übernommen worden war. Deswegen hat Fitz Gewissensbisse, während Coulson mit den harten Entscheidungen - immerhin hat er Ward (Brett Dalton) umgebracht - gut und professionell umgehen kann. Apropos harte Entscheidung: Strucker Jr. wird per Projekt T.A.H.I.T.I. behandelt, um dem Team Informationen zu Malick zu verraten. Immerhin weiß er ja, wie man ihn kontaktieren kann. Wie wir wissen, ist die Prozedur nicht gerade angenehm für den, der sie über sich ergehen lassen muss und deswegen will der junge Strucker auch, dass man ihn tötet beziehungsweise die Qual seines Initiationsritus erneut durchleben lässt.

Das Team steckt in einer Sackgasse, ehe Coulson die Idee kommt, dass Sparkplug doch mal seine Kräfte anwenden könnte, um die Hirnimpulse anzufeuern. Und siehe da: Es klappt. Coulson erfährt also, wie er Malick kontaktieren kann und wirft (sicherlich auch durch Vergeltung getrieben) den Fehdehandschuh. Nichtsahnend, dass Ward in der neuen Kreatur reinkarniert ist...

Gefahr oder verkante Heldin?

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Mack sieht derweil aus erster Hand, wozu Elena fähig ist und versucht, sie zu überlisten, was dem Normalo allerdings nicht gelingt. Also sucht er das Gespräch, seine Spanischfetzen helfen aber nur bedingt weiter. Immerhin kann er so viel heraushören, dass sie keine bösen Absichten hat. Vielmehr haben ihr Cousin und sie die Polizei überfallen, weil sie als Diebe in Uniformen gelten. Sie wollten sich der Waffen entledigen, damit diese nicht gegen Unschuldige eingesetzt werden. Elena denkt nämlich, dass ihre Kräfte ein Geschenk Gottes sind, während Mack ihr vom Fischöl erzählt und es ihr so wie Schuppen von den Augen fällt. Kurzzeitig wird sie festgenommen und befindet sich in einer der S.H.I.E.L.D.-Zellen, wo Joey und ein Universalübersetzer dann bei der Kommunikation helfen.

Ihre Geschichte können Bobbi und Hunter bestätigen, die den Cousin dabei beobachten, wie er die Waffen ins Gewässer wirft. Dann kommen jedoch besagte Diebe in Uniformen dazu, von denen einer einen „Medusa-Blick“ hat. Das bewirkt zwar nicht, dass die beiden zu Stein werden, aber doch auf der Stelle erstarren und kampfunfähig werden, während die korrupte Polizei den Cousin erschießt.

Das Team merkt, dass Elena keine Gefahr, sondern vielmehr eine gute Hilfe im aktuellen Fall ist. Darüber hinaus werden ihre Kräfte genauer erklärt: Diese sind an ihren Puls gebunden und sie kommt immer so weit, wie ein Herzschlag lang ist, was in ihrem Fall teilweise sehr weit sein kann. Die visuelle Umsetzung ihrer Kräfte ist spätestens ab dieser Stelle in der Folge ein Genuss und hat mich wunderbar unterhalten und beeindruckt. Etwa, als Daisy dabei hilft, die Wachen von Hunter und Bobbi zu beklauen und zu bekämpfen. Insgesamt ist das Elena/Daisy-Team-up ein Highlight, nicht nur, weil Daisy die Stellvertreterin des Zuschauers ist, als sie Elena aus nächster Nähe beobachtet, sondern, weil sie - anders als manche Inhumans vor ihr - schon sehr vertraut mit ihren Kräften ist und deswegen kreative Ideen präsentiert, um ihre Widersacher unschädlich zu machen. Neben dem Anlegen von speziellen S.H.I.E.L.D.-Handschellen verknotet sie etwa die Schusswaffen der Gegner schneller, als ihnen lieb ist.

Trotzdem macht sie einen Anfängerfehler, als sie zu selbstsicher auf den Typen mit dem irren Blick zusteuert und verletzt wird, aber immerhin bringt das mal Skye dazu, ihre Quake-Kräfte einzusetzen. Allerdings entkommt der Gefangene, weil überraschend Hydra auf der Bildfläche erscheint und ihn einkassiert.

Elenas Einsatz und ein Gespräch mit Joey über dessen Heimat inspirieren Daisy dazu, das recruiting etwas aufzulockern. Denn Elena kann sich momentan nicht vorstellen, ihr altes Leben zurückzulassen, da auch in Kolumbien Helden gebraucht werden. Auch Joey darf sich Hoffnungen machen, bald wieder einmal das Sonntagsessen seiner Mutter zu genießen. Eine internationale Eingreiftruppe ist ohnehin keine schlechte Idee, denn per Sender kann man im Notfall kommunizieren und die anderen alarmieren. Schade ist es schon, dass Elena/Slingshot nicht sofort zum Kernteam gehört, aber man wird sie bestimmt bald wiedersehen.

Monster

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Malick hat derweil das Monster von Maveth in petto, das nun wie Ward aussieht und vor dem auch der einflussreiche Hydra-Schurke Angst und Respekt hat. Mr. Giyera (Mark Dacascos) ist zunächst nicht sonderlich eingeschüchtert. Brett Dalton darf nun jedenfalls zum mindestens dritten Mal eine komplett neue Figur spielen und macht das zum Auftakt reichlich unheimlich. Ob es nun seine einsilbige Sprechweise ist oder das Verspeisen von (rohem) Fleisch oder die Tatsache, dass das Wesen uralt und ziemlich mächtig zu sein scheint. Das Bösewichtgespann startet vielversprechend, muss aber in den kommenden Wochen noch Taten folgen lassen.

Ebenfalls ein Highlight der Episode: Coulsons Gespräch mit Malick, das er als Machtdemonstration nutzen will. Das hat bisher üblicherweise oft geklappt, weil Coulson trotz scheinbarer Unterlegenheit immer wieder einen Plan B hatte, diesmal tappt er jedoch größtenteils im Dunkeln. Ihm gelingt es zwar, ein paar Tentakel der Krake abzuschneiden, doch die wachsen wieder nach (von Köpfen kann man bei dem Minierfolg nicht sprechen). Immerhin kann er also finanziellen Schaden anrichten und seinen Namen in die Öffentlichkeit bringen, doch Malick zahlt das mit der Abholung des Polizisten wieder heim und das Wesen, das von Ward Besitz genommen hat, sammelt noch seine Kräfte für den ersten großen Schlag.

All the feels

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FitzSimmons werden ebenfalls nicht vergessen und sorgen wieder einmal für einen emotionalen Punch. Man sieht im Verlauf der Episode, dass der Maveth-Trip einen kleinen Keil zwischen die beiden getrieben hat. Fitz fühlt sich schuldig wegen Will, doch der ist bereits vor längerer Zeit gestorben, als Simmons flüchten konnte, weswegen sie ihrem besten Freund keinen Vorwurf macht. Dennoch hält Fitz seine Gefühle versteckt. Simmons macht dann aber glücklicherweise den nötigen Schritt und schlägt vor, dass die beiden wieder einmal bei null anfangen.

Es dauert hingegen bei Daisy und Lincoln noch, dass das Feuer dieser Romanze auf mich übertragen wird. Statt wie Elena oder Joey nach Hause zu gehen, gefällt es ihm bei S.H.I.E.L.D. nicht zuletzt wegen der Inhuman-Dame ganz gut. Außerdem: Wohin sollte er auch sonst gehen? Sind die meisten seiner Freunde nicht verstorben oder verschwunden?

Coulson darf sich derweil über eine neue Hand freuen, die Fitz ihm gebastelt hat. Hurra! Weniger erfreulich ist für ihn allerdings der neue Chef der ATCU, denn der ist ein alter Bekannter. General Talbot (Adrian Pasdar) wird nun unter ihm arbeiten. Ob das allerdings reibungslos verläuft, müssen wir sehen. Interessant ist die Wahl allemal und bisher hat er sich auch nichts zu schulden kommen lassen und dürfte Hydra ebenso hassen wie Coulson.

Fazit

Bouncing Back ist eine schöne Mid Season-Premiere von Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.. Die neue Heldin ist vielversprechend, ihre Kräfte ansprechend visuell umgesetzt. Außerdem passt der Aufbau bei den Schurken ebenfalls sehr gut und stellt eine spannende Grundlage für den Rest der Staffel dar. Dazu gibt es ein Mysterium um einen S.H.I.E.L.D.-Agenten in Lebensgefahr, obwohl das Rätselraten weniger spannend als in der vierten Staffel von Arrow ist. Jedenfalls macht das Comeback der Serie so großen Spaß.

Serientrailer zur Episode The Inside Man der US-Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. (3x12):

Verfasser: Adam Arndt am Mittwoch, 9. März 2016

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x11 Trailer

Episode
Staffel 3, Episode 11
(Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x11)
Deutscher Titel der Episode
Ungeahnte Kräfte
Titel der Episode im Original
Bouncing Back
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 8. März 2016 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 16. September 2016
Autor
Monica Owusu-Breen
Regisseur
Ron Underwood

Schauspieler in der Episode Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 3x11

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