Heroes: Reborn 1x08

Heroes: Reborn 1x08

Mit dem zweiten Teil von June 13th setzt Heroes Reborn das große Aufklärungsspiel erwartungsgemäß fort. So wird Hiro zu Nathans Vater, Angela zur Ziehmutter Malinas und Quentin wechselt die Seiten in der Gegenwart.

Hiro (Masi Oka) und Molly (Francesca Eastwood) in „Heroes Reborn“ / (c) NBC
Hiro (Masi Oka) und Molly (Francesca Eastwood) in „Heroes Reborn“ / (c) NBC

Heroes: Reborn setzt die Zeitreise zum 13. Juni mit June 13 (2) fort und liefert dabei weitere Erklärungen, um die Irrungen und Wirrungen der Serie zu erklären. Dabei wird vor allem die Frage aufgeworfen, wann und wie Evos eigentlich zu ihren Kräften kommen und ob die 15-Jahre-Klausel eigentlich von Bedeutung ist. Nebenbei wird uns mit Matt Parkman (Greg Grunberg) noch ein bisschen unnötiger Fanservice spendiert.

He really is a Petrelli, isn't he?

Hiro (Masi Oka) und Angela (Cristine Rose) verfrachtet es also in die Vergangenheit, um sich um die beiden Säuglinge Nathan (Robbie Kay) und Malina (Danika Yarosh) zu kümmern. Dabei muss Hiro jedoch feststellen, dass seine Fähigkeit, durch Raum und Zeit zu reisen, abhanden gekommen ist. Die Erklärung wird dabei schnell von Angela geliefert, da Nathan anscheinend wie sein Großonkel Peter (Milo Ventimiglia) Fähigkeiten anderer Leute übernehmen kann und sie wie sein Urgroßvater Arthur (Robert Forster) auch rauben kann.

Doch warum setzt die 15-Jahre-Entwicklungsregel nun aus, seit wann können Kräfte auf die Vorfahren rückverfolgt werden und warum verlor Hiro diese nicht bereits, als er noch in der Zukunft war? Allzu große Erklärungen gibt es dafür schließlich nicht, sondern nur die Schlussfolgerung, dass Malina und Nathan separat aufgezogen werden sollten. So gründet Hiro eine Familie mit Krankenschwester Anne (Krista Bridges) und seinem neuen Sohn.

Nathan (Robbie Kay); ein wahrer Petrelli! © NBC
Nathan (Robbie Kay); ein wahrer Petrelli! © NBC

Nicht nur Hiro muss sich derweil mit ein paar grauen Strähnen anfreunden, auch Angela fristet nun ihr Dasein in der Vergangenheit und zieht Malina in einem Kloster (?) auf, wo sie schließlich auch auf Farah (Nazneen Contractor) trifft. Diese bekommt zudem eine kleine Backgroundstory serviert, im Zuge derer sie sich als ehemalige Soldatin und Kameradin von „El Vengeador“ Carlos (Ryan Guzman) herausstellt. Hier soll sicherlich auch endlich dessen Plot zu dem Hauptplot ergänzt werden.

Darüber hinaus wird auch noch einmal das irgendwie mit Magnetwellen zusammenhängende Weltuntergangsszenario angesprochen und somit auch die Verfärbungen in der Arktis erklärt. Ich frage mich derweil vor allem, ob Nathan eigentlich genauso gut wie Hiro durch die Zeit reisen könnte und stattdessen nur Teleportationen hinbekommt und warum dessen Zeitreisefaktor nie mit in die ganze „Wir müssen Hiro retten“-Kette eingeflochten wurde, wenn doch Nathan irgendwann auch ein Meister von Zeit oder Raum werden sollte.

Can you read my mind?

Derweil sorgt Noahs (Jack Coleman) Attentat auf Erica (Rya Kihlstedt) nicht nur dafür, dass die und Harris (Clé Bennett) weiterhin an den Fersen von Hiro, Nathan und Co bleiben und der ehemalige Zeitreisemeister seine Revanche bekommt, wir bekommen zudem noch einen recht unmotivierten Fanservice spendiert. So liefert der aus der Mutterserie bekannte Matt Parkman (Greg Grunberg) den Grund für Noah, sein Gedächtnis zu eliminieren.

Darüber hinaus erklärt er, dass er zugunsten seiner Familie auf die Seite Ericas ging, da diese sehr gut für ihn sorge. Doch von was für einer Familie spricht Matt? Ist er tatsächlich mit dem Speedster aus der Mutterserie zusammengeblieben, was für mich einer der größten Fehltritte der Serie war? Egal, wir bekommen ein paar Gedankenlesetricks der alten Schule serviert und Fragen uns, warum dieser nicht öfter von Erica eingesetzt wurde.

Joanne (Judith Shekoni) sieht rot. © NBC
Joanne (Judith Shekoni) sieht rot. © NBC

Am Ende schafft es Noah schließlich mithilfe des nun der zeitreisefähigen Nathan zurück in die Zukunft und trifft dabei auf einen arg veränderten Quentin (Henry Zebrowski), der nicht nur wieder am Leben, sondern zudem ebenfalls auf die Seite Ericas gewechselt ist. Außerdem informiert diese ihn schnurstracks über die Existenz der Zwillinge.

It's a thin line between love and hate

Der dabei immer noch am schlechtesten abschneidende Plot ist neben „El Vengeador“ der von Luke (Zachary Levi) und Joanne (Judith Shekoni). Zwar bekommen wir zu sehen, wie diese den Eismann dafür verantwortlich macht, ihren Super-Dennis auf dem Gewissen zu haben. Jedoch verstehe ich ihren Charakter sowie ihren plötzlichen Charakterwechsel genauso wenig wie den Fakt, dass sich Luke anscheinend irgendwann auf ihre Seite stellt.

Was genau hat es mit diesen beiden auf sich? Welche wichtige Rolle sollen sie noch einnehmen und welchen Faktor spielen sie in der ganzen Geschichte? Dass es Lukes Bestimmung ist, Malina zu Nathan zu bringen, reicht mir nicht, da dieser ja sogar mitlerweile selbst durch Zeit und Raum reisen kann. Der Penny von Caspar (Pruitt Taylor Vince) wird hierbei zum alles erklärenden Faktor, warum die Charaktere zu Beginn der Serie so wenig wie wir wussten.

Fazit

Doch dieses narrative Element überzeugt mich - ebenso wie das plötzliche Alterungselement, das stark an die Filme von Christopher Nolan erinnert - kaum. Zu sehr wird hier das gleiche Problem angeschnitten, das bereits die vorherigen Staffeln von Heroes hatten, indem nicht einfach ein neuer Plot aufgebaut wird, sondern wieder Familienbünde geschnürt werden, die bereits dem Verwandtschaftsgrad der Petrellis zu Sylar (Zachary Quinto) nahekommen.

Mikos (Kiki Sukezane) und Hichoros (Hiro Kanagawa) Plot erzählt auch nichts Neues. © NBC
Mikos (Kiki Sukezane) und Hichoros (Hiro Kanagawa) Plot erzählt auch nichts Neues. © NBC

Zugegeben, für seine Verhältnisse werden recht viele Sachen besser erklärt, als wir es in der letzten Episode gesehen haben. So ganz geht für mich das Konzept jedoch nicht auf, was vor allem an dem Spiel mit Nathans Kräften liegt, welche anscheinend immer passend zum Plot aus- oder einsetzen. Die Erklärung für Claires Tod mag dabei sogar Sinn haben, der Zufall, diese Kraft erst nach dem Zeitsprung zu entdecken, ist mir dann doch etwas zu groß. Die große Frage, die sich mir zudem immer noch stellt, ist die nach dem Vater der Zwillinge, wobei ich immer noch auf Sylar hoffe, um die „Star Wars“-Anlehnung komplett zu machen.

Trailer zur kommenden Episode der US-Serie „Heroes Reborn“, „Sundae, Bloody Sundae“ (1x09):
Verfasser: Henning Harder am Freitag, 6. November 2015

Heroes: Reborn 1x08 Trailer

Episode
Staffel 1, Episode 8
(Heroes: Reborn 1x08)
Deutscher Titel der Episode
13. Juni (2)
Titel der Episode im Original
June 13th (2)
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 5. November 2015 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Dienstag, 12. Januar 2016

Schauspieler in der Episode Heroes: Reborn 1x08

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