Heroes: Reborn 1x07

Heroes: Reborn 1x07

Im ersten Teil von June 13th zeigt uns Heroes: Reborn endlich, was es mit dem Anschlag vom 13. Juni auf sich hat und bietet dabei eine Erklärung, die anscheinend Star Wars als Vorlage hatte.

Szene aus „Heroes Reborn“ / (c) NBC
Szene aus „Heroes Reborn“ / (c) NBC

Mit June 13th (1) liefert uns Heroes: Reborn nicht nur ein paar altbekannte Gesichter, sondern endlich auch so manche Erklärungen bezüglich des Anschlags im Serienpiloten. Nach „X-Men“, „Spider-Man“ und „Matrix“ bekommen wir dabei die nächste Vorlage der Serie geliefert: „Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith“.

There and Back Again: An Evo's Tale

Die Handlung knüpft direkt an der letzten Episode an und zeigt uns, wie Noah (Jack Coleman) mit Hiro (Masi Oka) zurückreist, um den Anschlag zu verhindern. Dabei erfahren sie jedoch schnell, dass Claire (nicht Hayden Panettiere) zwar auf der Messe sein soll, jedoch ins Krankenhaus gebracht wurde. So lassen sich Hiro und Noah ein bisschen von ihrem Ziel, die Welt zu retten, ablenken. Wodurch am Ende alles beim alten bleibt.

Für einen besonderen Gänsehaut-Moment sorgen dabei die beiden altbekannten Gesichter von Angela Petrelli (Cristine Rose) und Mohinder Suresh (Sendhil Ramamurthy), der uns bisher nur akustisch erschienen ist. Während Suresh noch tapfer an die weltverbessernden Pläne von Erica (Rya Kihlstedt) glaubt, prophezeit Angela bereits das Ende der Welt, welches durch Erica nicht verhindert, sondern herbeigeführt werden soll.

Joanne (Judith Shekoni) und Luke (Zachary Levi): noch glücklich vereint. © NBC
Joanne (Judith Shekoni) und Luke (Zachary Levi): noch glücklich vereint. © NBC

Mögen die letzten Episoden bei mir auch sehr sauer aufgestoßen sein, Rose und Ramamurthy schaffen es, wieder ein bisschen von dem lang vermissten Heroes-Feeling zu erzeugen - wenn auch nur für kurze Zeit. Denn wenn man die Bedrohung durch Oberbösewichtin Erica ernstnehmen soll, reicht für mich die Erklärung potentieller Schmetterlingseffekte nicht aus, um zu riskieren, diesen Plan weiter laufen zu lassen.

Dabei macht es durchaus großen Spaß, Hiro wieder als Meister von Raum und Zeit mit eben jenen Elementen spielen zu sehen und im Samurai-Modus gegen Harris (Clé Bennett) vorzugehen. Doch wenn in Bezug auf die Erziehung von Tommy (Robbie Kay) und Malina (Danika Yarosh) eine Ausnahme des verbotenen Butterfly-Effekts gemacht werden kann - der die beiden sogar in den Handlungszeitraum von Heroes bringen müsste -, frage ich mich, bei welchen Ereignissen Hiro sich denn zur Veränderung der Geschichte überreden ließe, wenn nicht bei der Zerstörung der Welt.

Evo Wars: Revenge of the Sith

Und damit sind wir auch beim wohl zentralsten Plot der heutigen Episode: dem Ableben von Claire. Nach ein paar für mich zu häufigen Fragen nach ihrem Verbleib, die sogar das Hiro-Suchspiel überschreiten, erfahren wir schließlich, warum sie ihr Leben lassen musste. Zumindest so halb. Denn um eine unsterbliche Heldin der Mutterserie aus der Welt zu entlassen, wird ganz tief in die Aufopferungskiste gegriffen und das Ende von „Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith“ nacherzählt.

Die unsterbliche Cheerleaderin ließ ihr Leben bei der Geburt ihrer Zwillinge, welche laut Angela für die Rettung der Zukunft unerlässlich sind. Warum genau Claires Kraft in dieser Ausnahme ausgesetzt hat und wer eigentlich der Vater der beiden Jünglinge ist (nach Star-Wars-Logik wahrscheinlich Sylar (Zachary Quinto)), bleibt dahingestellt, denn endlich erfüllt sich die mittelprächtig inszenierte Prophezeiung der Serie.

Hiro (Masi Oka) darf wieder die Samurai-Schwerter schwingen. © NBC
Hiro (Masi Oka) darf wieder die Samurai-Schwerter schwingen. © NBC

So dürfen wir dabei zusehen wie Noah, Angela und Hiro aka die „drei Weisen aus dem Heroes-Land“ das Überleben der beiden Knirpse sichern dürfen und diese 14 Jahre in die Vergangenheit bringen, damit sie zum Zeitpunkt des Weltuntergangs ihre Kräfte freisetzen und die Welt retten können. Hier muss ich leider auch darauf hinweisen, dass ich das Namensrätsel um Tommy aka Nathan mit einer potentiellen Mutterschaft Claires richtiger gelöst habe, als ich selbst geglaubt hätte.

Nachdem noch schnell Malinas Name mit der Mutter Noahs erklärt wird, werden die beiden endlich in ihre sichere Vergangenheit gebracht und Tommys Ziehmutter (Krista Bridges) als die anwesende Krankenschwester aufgedeckt. Wo jedoch Malina hingebracht wird und warum man die Kinder nicht so weit in die Vergangenheit schickt, dass sie ihre Kräfte zum Zeitpunkt des Weltuntergangs perfektioniert haben, bleibt ebenfalls dahingestellt.

Escalating Evolution

In ein paar Nebenplots werden darüber hinaus noch weitere Neucharaktere der Serie zum Zeitpunkt des Anschlags gezeigt. Lukes (Zachary Levi) und Joannes (Judith Shekoni) sonnenallergischer Sohn „Super-Dennis“ (Richie Lawrence) verliert sich dabei in den Trümmern des Anschlags und erklärt bisher noch nicht den zukünftigen Weg seiner Eltern.

Dafür gibt es noch ein paar Szenen von Molly Walker (Francesca Eastwood), die als naiver Sidekick von Mohinder wieder ein bisschen Screentime bekommt, und schließlich die Erklärung der düsteren Wolke zu Beginn der Serie. So wird Phoebe (Aislinn Paul) von Erica dazu gezwungen, so viel Düsternis wie möglich zu sammeln, um sämtliche Evo-Kräfte während des Anschlags außer Kraft zu setzen, wobei ihr Bruder Quentin (Henry Zebrowski) als Druckmittel benutzt wird. Es bleibt also abzuwarten, wie sie von der potentiellen Quentin-Retterin zur -Mörderin werden konnte.

Phoebe (Aislinn Paul) wird von Erica (Rya Kihlstedt) in die Düsternis gezwungen. © NBC
Phoebe (Aislinn Paul) wird von Erica (Rya Kihlstedt) in die Düsternis gezwungen. © NBC

Interessanterweise findet sich kein Mitglied aus dem „El Vengeador“-Plot in der Erzählung rund um den 13. Juni wieder, wodurch der bisher schwächste Plot weiterhin an Bedeutung verliert. Dafür bekommen wir zu sehen, wie Mikos (Kiki Sukezane) „Vater“ Otomo (Hiro Kanagawa) Hiro mit der Kraft des menschlichen Lan-Kabels in die digitale Welt von „Evernow“ bringt.

Fazit

Ich bin bei der heutigen Episode von Heroes: Reborn wirklich sehr hin- und hergerissen. Während mich einerseits das bisschen Fanservice in Form von Angela, Mohinder und Samurai-Hiro sehr glücklich stimmt und die Zeitreise für das bisherige „Heroes-Reborn“-Niveau relativ viel erklärt, fällt die Parallele zu „Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith“ doch sehr deutlich ins Gewicht.

Dieser Plot ist zwar gut genug inszeniert, dass er am Ende der Episode die Spannung zu tragen vermag. Jedoch fiel für mich das ständige Rätsel um Claires Aufenthaltsort und die nicht wirklich nachvollziehbare Erklärung ihres Todes eher negativ auf. Das größte Problem habe ich jedoch mit Hiros „Keine-Schmetterlinge“-Regel, die einerseits verhindert, dass Harris aus dem Weg geräumt wird, andererseits aber umgangen werden kann, um Nathan-Tommy und Malina in die Handlungszeit von Heroes zu verfrachten.

Angela (Cristine Rose); Noah (Jack Coleman) und Hiro (Masi Oka) nehmen die Zukunft in ihre Hand. © NBC
Angela (Cristine Rose); Noah (Jack Coleman) und Hiro (Masi Oka) nehmen die Zukunft in ihre Hand. © NBC

Natürlich stellt die Episode eine deutliche und längst überfällige Steigerung zu den letzten Folgen dar, doch der ganz große Sprung bleibt bisher noch immer aus. Ich bleibe gespannt, wie sich der Zeitreise-Rücksprung weiter entwickelt, warum das Zusammentreffen von Future-Noah und Past-Noah keinen Schmetterlingseffekt erzeugt und vor allem, welche bekannten Stories uns als nächstes serviert werden.

Trailer zur kommenden Episode von „Heroes Reborn“:
Verfasser: Henning Harder am Freitag, 30. Oktober 2015

Heroes: Reborn 1x07 Trailer

Episode
Staffel 1, Episode 7
(Heroes: Reborn 1x07)
Deutscher Titel der Episode
13. Juni (1)
Titel der Episode im Original
June 13th (1)
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 29. Oktober 2015 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Dienstag, 17. November 2015

Schauspieler in der Episode Heroes: Reborn 1x07

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