Grey's Anatomy 16x11

© zenenbild zu der Grey's-Anatomy-Episode A Hard Pill to Swallow / (c) ABC
In der Grey's Anatomy-Episode A Hard Pill to Swallow versucht Webber (James Pickens Jr.) seine Tochter Maggie (Kelly McCreary) bezüglich ihrer schief gelaufenen Operation zu trösten. Amelia (Caterina Scorsone) erzählt Linc (Chris Carmack), dass er vielleicht nicht der Vater ihres ungeborenen Kindes ist, was dieser erst mal verarbeiten muss. In der Zwischenzeit lernt Meredith (Ellen Pompeo) den neuen Kinderarzt, Dr. Cormac Hayes (Richard Flood), besser kennen.
McWidow
Die wundervoll charismatische Schauspielerin Sarah Rafferty beehrt uns mit einem Gastauftritt, in der sie uns in eine emotionale Patientengeschichte rund um Mutterliebe und Verlust verwickelt. Diese bringt Meredith und Andrew (Giacomo Gianniotti) wieder (beruflich) zusammen, bei denen es in letzter Zeit nicht ganz rund lief.
Dabei verhält sich Meredith seitdem ziemlich widersprüchlich. Zum einen hat sie einen festen Freund, den sie vermisst. Zum anderen benimmt sie sich wie eine Pubertierende, die nicht weiß, wie sie sich verhalten soll, wenn „McWidow“ in ihrer Nähe ist. Ebendieses Verhalten löst aber irgendwie auch ein gewisses Knistern in der Luft aus beziehungsweise rührt von diesem her und macht diese Szenen so faszinierend beim Anschauen.
You can love her and be mad at her at the same time
Auch bei Linc und Amelia läuft es nicht reibungslos. Dabei arbeiten die zwei jedoch wie vernünftige Menschen an ihrer Beziehung: So gesteht Amelia ihrem Freund, dass dieser vielleicht doch nicht der Vater ihres Kindes ist, was offenkundige Komplikationen verursacht. In einem Gespräch mit ihm gesteht sie ihm ihre Liebe, was eine unglaubliche emotionale Entwicklung für Amelia bedeutet. Für sie spielt es keine Rolle, wer der Vater ist, weshalb sie auch keinen Vaterschaftstest benötigt. Nach einem erleuchtenden Gespräch mit Jo (Camilla Luddington) wird Linc jedoch bewusst, dass er diese Klar- und Sicherheit braucht - trotz seiner Liebe für seine Freundin und ihr ungeborenes Kind.
Es wurden zwar noch nicht Owen (Kevin McKidd) und Teddy (Kim Raver) in dieses Drama miteinbezogen. Hier gilt jedoch: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wodurch wir uns auf eine Menge Drama gefasst machen müssen. Daher ist es äußerst schade, dass den Machern scheinbar nichts Kreativeres mehr einzufallen scheint, als diese Dreiecksbeziehung wieder aufzuwärmen. Dabei sollte ihnen doch bewusst sein, dass man manche Sachen besser unberührt und damit mal wirklich in Ruhe lässt. Auch beim zehnten Drama rund um diese Figuren wird das Schema nicht besser.
Apropos Owen und Teddy: Deren Zeit wurde für eine ganze Folge mit einer Suche nach dem Verlobungsring verschwendet. So eine Storyline trägt nicht wirklich etwas zur größeren Geschichte der Serie oder zum Verständnis der Beziehung der Figuren bei.
Everytime I come across a human that does the most dumbest thing they can do, the ER is like... hold my beer
Auch an anderer Stelle gibt es Komplikationen in Liebesdingen: Catherine (Debbie Allen) ist viel zu eifersüchtig und konzentriert sich nur darauf, dass Dr. Webber (James Pickens Jr.) sie betrügen könnte. Dabei verliert sie völlig ihre eigentliche Aufgabe als Ehefrau aus den Augen: sich auch mal um ihn zu kümmern. Dieser macht immerhin momentan eine schwierige Zeit durch, da er seine Nichte verloren hat.
Dabei macht uns insbesondere Maggie noch mal auf diesen Umstand aufmerksam. Sie wurde immerhin für die fehlgeschlagene Operation, die sie sowieso schon in eine Kündigung getrieben hat, verklagt. Dadurch durchlebt sie nun die Operation immer wieder und geht den Ablauf und die Fehler, die sie begangen hat, rigoros erneut durch.

Sie wird von Schuldgefühlen zerfressen, weil sie der Meinung ist, dass ihretwegen ihre Kusine gestorben ist. Dabei ist sie erstaunt von der Ruhe, die Webber bewahrt - schließlich trauert er auch wegen des Todes seiner Nichte, die er viel länger gekannt (und geliebt) hatte, als Maggie das tat.
Sonstiges
- Tom (Greg Germann) hat Dr. Bailey (Chandra Wilson) mit ihrer Fehlgeburt weitergeholfen, da er selbst schon zwei miterlebt hat. Aus diesem Grund ging sie in die Kapelle des Krankenhauses, um dort Frieden für sich selbst zu finden.
- Außerdem wird traurigerweise über Alex' Fortgang (Justin Chambers) weiterhin kein einziges Wort verloren - und zwar in der Art und Weise, als ob er nie ein Teil der Serie beziehungsweise des Krankenhauses gewesen wäre...
Schön hingegen sind die Anspielungen auf Cristina (Sandra Oh), die durch Dr. Hayes gemacht werden und die uns an die „gute alte Zeit“ in der Serie erinnern.
Fazit
Im Prinzip liefert das Drama zurzeit nichts Neues mehr und dreht sich nur im Kreis. Dabei ist insbesondere die endlose Wiederholung der Dreiecks- beziehungsweise Vierecksbeziehung rund um Owen, Teddy, Amelia und Linc nervtötend und unnötig. So was erscheint insbesondere deshalb schade, weil wir wissen, dass „Grey's Anatomy“ es eigentlich besser kann und sich nicht hinter solchen dramaturgischen Tricks verstecken müsste.
Hier abschließend noch der Trailer zur Episode:
Verfasser: Maike Karr am Freitag, 31. Januar 2020Grey's Anatomy 16x11 Trailer
(Grey's Anatomy 16x11)
Schauspieler in der Episode Grey's Anatomy 16x11
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