Grey's Anatomy 15x16

© zenenbild zu der „Grey's Anatomy“-Episode „Blood and Water“ / (c) ABC
In der Grey's Anatomy-Episode Blood and Water plaudert Maggie (Kelly McCreary) aus Versehen das „Geheimnis" aus, dass sie das Produkt der Affäre von Ellis und Webber ist, was zu einer Meinungsverschiedenheit mit ihrem Vater führt. Währenddessen haben Dr. Kim und Dr. Schmitt ihren ersten richtigen Streit und Owen (Kevin McKidd) und Amelia (Caterina Scorsone) klären ihren Sogerechtsstreit. In der Zwischenzeit hat Meredith (Ellen Pompeo) wieder einen genialen medizinischen Einfall und Alex' Mutter versetzt Jo (Camilla Luddington) in Panik, dass sie schnellstmöglich Mutter werden muss.
Breaking up with you was a moment of clarity.
Owen und Amelia sind wohl das Sinnbild einer On-Off-Beziehung. Die Reise mit den zwei ist eine einzige Achterbahn. Diese findet nun dank Amelia - hoffentlich - ein Ende. Zuletzt hat sie einen Schlussstrich gezogen und ihre Beziehung beendet. Das geschah zwar aus dem Affekt, sodass Owen ihren Worten nicht ganz glauben möchte und sie davon überzeugen möchte, es noch einmal zu versuchen. Sie bleibt jedoch standhaft, da sie weiß, dass das beste sowohl für sie als auch für ihn ist. Er fühlt sich (verständlicherweise) zurückgewiesen und wirft ihr vor, dass sie nicht lieben könnte. Damit hat er ihre Beziehung endgültig ins Aus manövriert und Amelia erneut vor Augen geführt, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat.
Nicht nur da beweist Amelia, dass sie die Klügere der Zwei ist und zieht sich auch bei der Erziehung von Leo zurück. Man sieht förmlich, wie ihr diese Entscheidung das Herz bricht, aber sie weiß auch hier, dass das beste ist, was sie tun kann. Leo braucht ein stabiles Zuhause. Somit degradiert sie sich zum Wohl von Leo von einer Mutter zu einer coolen Tante. Obwohl Owen sie so sehr verletzt hat, besitzt sie die Güte, ihm seinen größten Wunsch zu erfüllen: Vater zu werden. Auch wenn dieser, wie wir alle wissen, sowieso bald durch Teddy in Erfüllung gehen wird.
Are you pregnant and you did not tell me?
Alex' Mutter ist seit neuestem in Seattle. Anstatt für (negatives) Drama zu sorgen, wie man es hätte erwarten können, versprüht sie nur Lebensfreude und beweist ihrem Sohn, wie sehr sie ihn liebt. Ich stehe dem ganzen zurzeit noch etwas skeptisch gegenüber. Mir erscheint das doch zu sehr Friede, Freude, Eierkuchen als, dass das so weitergehen wird. Doch zurück zur Episode: Der Wunsch einer jeden Mutter eines verheirateten Sohnes ist es wohl, dass sie Großmutter wird. Auf charmant listige Art weiß sie es ihren Sohn und insbesondere ihre Schwiegertochter zu verstehen, dass die Zeit für Nachwuchs gekommen ist.
Wie bereits vorher angesprochen, steht die Episode im Zeichen der Gene. Dabei wird jede Figur auf irgendeine Art und Weise mit diesem Thema konfrontiert. Im Fall von Jo weiß sie nicht, was sie ihren Kindern mitvererbt, sollte sie welche bekommen, da sie nicht weiß, wer ihre leiblichen Eltern sind. Das möchte sie nun ändern. Sie möchte zwar nicht nach ihren biologischen Erzeugern suchen, jedoch möchte sie sich über ihre Gene im Klaren sein und möchte einen Test machen lassen.
Auch bei Maggie stehen ihre Gene im Vordergrund. Sie hat herausragende medizinische Leistungen in ihrem bisherigen Leben erbracht. Diesbezüglich wird sie für einen medizinischen Podcast zum Interview eingeladen. Dabei spricht sie darüber, wie sie zu ihrer Karriere in der Medizin gekommen ist und dass sie eigentlich schon immer wusste, wo ihre berufliche Reise sie hinführen soll. Hier stellt sie die Ironie dahinter heraus. Sie ist bei Menschen aufgewachsen, die nichts mit Medizin am Hut hatten. Sie hegte jedoch schon immer ein großes Interesse und Talent für diesen Bereich. Dabei sind ihre leiblichen Eltern wahre Pioniere auf diesem Gebiet. Da stellt sich doch die Frage, inwiefern ihre Gene bei ihrer Berufsfindung eine Rolle gespielt haben.
Hierbei enthüllt sie jedoch ein gut behütetes Geheimnis der Medizin-Branche und versetzt Webber (James Pickens Jr.) in Verlegenheit - immerhin ist so nun herausgekommen, dass er und Ellis -beide wohlbemerkt verheiratet - eine Affäre miteinander hatten. Das führt zuerst zu einem Disput zwischen ihm und seiner Tochter. Schließlich kann er ihr jedoch bewusst machen, so sehr er sich auch für diesen Skandal schämt, so froh ist er auch darüber, dass sie dabei entstanden ist. Außerdem betont er, dass sie das beste von all ihren vier Elternteilen in sich trägt - ein riesen Kompliment, das alles vergessen macht.
In der Zwischenzeit sitzt Meredith an ihrem nächsten medizinischen Durchbruch. Dabei stellt sie mal wieder ihr großes medizinisches Talent unter Beweis und erinnert dabei stark an ihren medizinischen Einfall, den sie aus dem Nichts an die Wand hinter ihr Ehebett gemalt hat. Wenn Meredith erst mal von der Muse geküsst wurde, gibt es für sie kein Halten mehr. Passend zu dem Thema der aktuellen Episode kommt ihre Inspiration in Form ihrer Mutter.

Deren Beziehung mit Andrew (Giacoo Gianniotti) läuft so gut wie eh und jeh. Der Vater von Andrew könnte das Glück der beiden jedoch verhindern. Er scheint eine starke Persönlichkeit zu haben und auch einen beenso starken Einfluss auf seinen Sohn zu besitzen. Zudem wird er die nächste Zeit im Grey Sloan zugegen sein, da er eine medizinische Innovation entwickelt hat, die Alex (Justin Chambers) gerne unterstützen möchte. Mal schauen, wie DeLuca Senior die Beziehung zwischen Meredith und seinem Sohn beeinflussen wird.
Eine weitere Beziehung, die uns zurzeit Freude bereitet, ist die zwischen Dr. Kim und Dr. Schmitt. Die beiden versprühen eine jugendliche Lebens- und Liebesfreude, bei der es Spaß bereitet zuzuschauen. In Blood and Water haben die beiden ihren ersten richtigen Streit, der aus einem Missverständnis resultiert und können dieses nicht nur aus dem Weg räumen, sondern daraus entsteht auch noch ein äußerst romantischer und intimer Moment zwischen den beiden: Schmitt gesteht seinem Freund seine Liebe für ihn und gibt dabei zu, dass er seine 1. Liebe ist. Für solche Entwicklungen ist Grey's Anatomy nicht nur äußerst berühmt, sondern darin ist das Krankenhausdrama auch äußerst gut: Aus einem Streit zwischen zwei Figuren entwickeln sie einen tiefergehenden Gedanken, der in einem intimen und emotionalen Hoch mündet. So weiß man (meistens), dass ein Streit und eine negative Entwicklung zwischen zwei Figuren nie lange währen wird und am Ende wieder alles gut ist. Eine schöne Message für die Zuschauer, wie ich finde.
Fazit
In Blood and Water wird dem Thema der Gene, deren Auswirkungen und inwiefern wir von diesen abhängig sind, auf verschiedenste Art und Weise nachgegangen. Dabei kommt es auch zu Meinungsverschiedenheiten, die jedoch in positiven und beinahe rührseligen Momenten enden. Zudem wurden Handlungsstränge wie das ewige Hin und Her zwischen Owen und Amelia, das sich schon viel zu lange hingezogen hat, beendet: eine überaus weise Entscheidung.
Verfasser: Maike Karr am Sonntag, 10. März 2019Grey's Anatomy 15x16 Trailer
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Schauspieler in der Episode Grey's Anatomy 15x16
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