Grey's Anatomy 15x15

© zenenbild zu der „Grey's Anatomy“-Episode „We Didn't Start the Fire“ (c) ABC
In der Grey's Anatomy-Episode We Didn't Start the Fire, mit der man den Rekord für das am längsten laufende Medizindrama gebrochen hat (bisher: Emergency Room), veranstaltet Jackson (Jesse Williams) zu Ehren seiner Mutter (Debbie Allen) und deren behandelnden Ärzten Amelia (Caterina Scorsone) und Tom (Greg Germann) eine Party. Wirkliche Partystimmung kommt dort jedoch nicht auf: Maggie (Kelly McCreary) regt sich über einen Artikel auf, Owen (Kevin McKidd) und Amelia streiten sich (mal wieder) und Alex (Justin Chambers) sorgt sich um seine Mutter, die ihn aus dem Nichts besucht.
I am not in a love triangle. I am in a circle.
Zwischen Amelia und Owen gibt es immer (wieder) Drama. Es ist eine nicht enden wollende Berg- und Talbahn, die immer weiter ins Tal fährt. Das merkt auch Amelia. Sie sieht ein, dass sie innerhalb kürzester Zeit von einer Exfrau erst zur Geliebten, dann zur Partnerin, danach zu einen Elternteil von zwei Kindern und schließlich zum lästigen Anhängsel degradiert wurde. „Omelia“ haben sich nicht die Zeit genommen, mal nur Omelia zu sein und ihre Zweisamkeit zu genießen. Außerdem gibt er nicht nur ihr immer die Schuld an allem und lässt seine Launen an ihr aus, sondern er hat auch noch tiefgehende Gefühle für Teddy. Kein Wunder, denn immerhin ist es nur sieben Monate her, nicht Jahre - wie Amelia betont -, dass er ihr seine Liebe gestanden hat. Dann auch noch auf so eine schonungslose Art zu erfahren, dass sie einen Neuen hat, der (wahrscheinlich) in das Leben seines Kindes eingebunden sein wird und sich, wie Jackson und Webber ihm sagen, an ihre Frauen herangemacht hat, treibt ihn schließlich zur Weißglut. So kommt es, wie es kommen muss und die Situation eskaliert: Owen beleidigt Tom vor versammelter Mannschaft. Das bekommt er mit einem Schlag ins Gesicht bezahlt.
Es fällt leider immer wieder auf, dass Owen seine Gefühle nicht unter Kontrolle hat und er, wenn er unglücklich ist, die Fehler bei anderen sucht und ihnen ihr Glück nicht gönnen will, zumal Teddy und Tom wirklich glücklich miteinander zu sein scheinen. Dieses toxische Handlungsschema seinerseits wiederholt sich leider immer wieder und er schadet sich letztendlich nur selbst damit.
Zuletzt wird der Auslöser für ihren Streit - der Verlust von Betty und ihrem Kind - zumindest zu Teilen rückgängig gemacht: In einer Szene, die einem das Herz bricht, kommt Betty zurück, um den beiden ihren Sohn anzuvertrauen und sich zu verabschieden. Nur so kann sie sich darauf konzentrieren, clean zu werden. Obwohl sie jetzt zwar wieder Bettys Sohn Leo zurückhaben, wurden dennoch Worte gesagt und Dinge getan, die nicht mehr zurückgenommen oder rückgängig gemacht werden können. Das steht jetzt zwischen ihnen. Wie sollen Omelia für Leo gute Eltern sein, wenn sie weder ihre eigenen Probleme auf die Reihe bekommen noch ein gutes Team sind?
Alex knows!
Während sich die Beziehung von Owen und Amelia in einer Abwärtsspirale befindet, könnte es zwischen Meredith (Ellen Pompeo) und DeLuca (Giacomo Gianniotti) nicht besser laufen. Die beiden strahlen für mich eine so starke Verliebtheit aus, wie man sie sonst nur bei Teenagern vorfindet. Die Szenen zwischen den beiden erinnern an ihre Unschuld und Leichtigkeit früherer Staffeln. Besonders die Szene, in der Meredith und DeLuca von Webber erwischt werden, führt dazu, dass Erinnerungen an den Moment in der ersten Staffel hochkommen, in dem Meredith und Derek von Bailey im Auto erwischt wurden... Außerdem tun die beiden einander außerordentlich gut und sie haben eine großartige Chemie miteinander. Lange Rede, kurzer Sinn: Es macht einfach Spaß, den beiden zuzuschauen.
The smoke is messing with my eyes
Zu den Highlights der Episode gehören außerdem zwei Szenen mit Mer und Alex: Zuerst erzählt sie ihm von ihrer Beziehung mit Andrew und er weiß nicht, ob er als ihr Freund oder als ihr Vorgesetzter darauf reagieren soll. Als ihr Freund macht Alex sich schließlich über ihre Beziehung lustig. Dieses Geplänkel zwischen den beiden ist das, was sie brauchen und was ihre Beziehung so natürlich macht. Trotzdem können sie jedoch auch betonen, wie viel sie einander bedeuten. In einer der rührendsten Szenen der Episode stellt Alex ganz stolz seine Mutter und Meredith einander vor. Hier wird das ausgesprochen, was wir zwar alle schon längst wussten - wir sind aber trotzdem erfreut, es zu hören: Meredith und Alex sind beste Freunde. Letzterer hat sich die ganze Episode über um seine Mutter gesorgt - wie sich später herausstellt, völlig zu Unrecht. Jedoch waren seine Sorgen auch nicht komplett aus der Luft gegriffen...
Fazit
We Didn't Start the Fire ist eine Episode, die hauptsächlich auf der Party spielt und die verschiedenen Gäste mitsamt ihren Problemen und Sorgen zu Wort kommen lässt. Ich halte das für eine ausgezeichnete Idee. So können wieder mehrere Figuren in den Fokus gerückt werden. Außerdem wurden wir an viele Schemata bestimmter Beziehungen erinnert - an die gute Seite der Freundschaft zwischen Meredith und Alex und an die toxische Beziehung zwischen Owen und Amelia.
Hier abschließend noch der Trailer zur nächsten Episode der US-Serie Grey's Anatomy (15x16):
Verfasser: Maike Karr am Freitag, 1. März 2019Grey's Anatomy 15x15 Trailer
(Grey's Anatomy 15x15)
Schauspieler in der Episode Grey's Anatomy 15x15
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?