Grey's Anatomy 14x08

© zenenbild aus der „Grey's Anatomy“-Episode „Out of Nowhere“ / (c) ABC
Die Grey's Anatomy-Episode Out of Nowhere versetzt das ganze Krankenhaus in einen Ausnahmezustand. Die Technik fällt aus und die Mitarbeiter müssen auf veraltete Methoden zurückgreifen. Webber (James Pickens Jr.), der sich mit diesen Methoden auskennt, bringt April (Sarah Drew) und Co Tipps bei, um sich in dem ungewohnten Umfeld zurechtzufinden. Außerdem muss sich Jo (Camilla Luddington) als „Chief Resident“ beweisen und Meredith (Ellen Pompeo) versucht, dem Anspruch einer Harper-Avery-Award-Trägerin gerecht zu werden. In der Zwischenzeit hat Bailey (Chandra Wilson) eine schwierige Entscheidung zu treffen, die schwerwiegende Folgen - nicht nur für ihr Krankenhaus - haben könnte. Maggie (Kelly McCreary) und Jackson (Jesse Williams) arbeiten wieder an einem Fall zusammen.
Back to the stone age
Hacker erobern das technische Krankenhaussystem des Grey Sloan Memorial Hospital. Das führt dazu, dass sich das gesamte Personal in einem Ausnahmezustand befindet, auf den sie sich erst mal einstellen müssen. Sie waren eindeutig nicht für solch einen Vorfall vorbereitet und versuchen nun, ihr Bestes für ihre Patienten zu tun. Das erweist sich jedoch als sehr schwierig. Während Bailey versucht, eine langfristige Lösung für das Problem zu finden, indem sie mit dem FBI an einem Plan arbeitet, kehrt Webber wieder in seine Position als Ausbilder zurück.
Dieser kennt sich als einziger noch damit aus, wie man bestimmte Krankheitsbilder und -werte auch ohne Technik und Geräte erkennt. Ohne ihn wäre das Krankenhaus definitiv aufgeschmissen gewesen, denn heutzutage werden nur noch die aktuellen technisch-orientierten Methoden gelehrt. In solchen Momenten wird einem auch als Zuschauer bewusst, wie sehr wir Menschen von der Technik nicht nur psychisch abhängig sind, sondern uns in manchen Situationen ohne ebendiese gar nicht mehr weiterzuhelfen wissen. Glücklicherweise weiß sich der Großteil des Personals schnell zu helfen. Sie werden zwar nicht komplett Herr der Lage, aber ihnen gelingt es doch, die Panik und die Krise einigermaßen unter Kontrolle zu kriegen. Da zeigt sich mal, wie gut unsere Ärzte sind und dass sie es schaffen, professionell mit so einer besonderen Situation umzugehen.
Play human poker
Während das Krankenhauspersonal damit beschäftigt ist, ihre Patienten am Leben zu halten, versucht Bailey, eine langfristige Lösung für die Situation zu finden. Dabei erhält sie Hilfe von niemand Geringerem als dem FBI. Als Bailey sich dazu entscheidet, den Hackern die verlangten 5.000 Bitcoins (umgerechnet 20 Millionen US-Dollar) zu bezahlen, weist dieses sie auf ein immenses Problem hin. Wenn sie dieser Forderung nachgehen sollte, wüssten die Erpresser, dass solche Strategien wirken und würden das bei allen Krankenhäusern weiterverfolgen, zu denen sie Zugang erhalten.
Wenn sie jedoch nicht den Betrag bezahlt, riskiert sie das Leben jedes einzelnen Patienten in ihrem Krankenhaus. Das stellt eine ganz schön verzwickte Situation für sie dar. Diese Entscheidung möchte man ihr nicht unbedingt abnehmen. Letzten Endes entscheidet sich Dr. Bailey dazu, den Hackern das Geld zu bezahlen, jedoch kann es gar nicht so weit kommen, da Jackson in dem Moment anderweitig beschäftigt ist. Somit müssen wir auf die Auflösung ihres Dilemmas und die des Ausnahmezustandes des gesamten Krankenhauses bis Januar warten.
Who has got 0 neg?
Dr. Meredith Grey, die in der letzten Folge ihren hart erarbeiteten und verdienten Harper Avery Award erlangt hat, versucht nun, dieser Ehre gerecht zu werden. Das ist ein Druck, den man so vorher gar nicht bedacht hätte. Jedoch beweist sie in dieser Folge abermals, dass sie diesen Titel nun mehr als nur zu Recht trägt. Während einer schwierigen und scheinbar aussichtslosen Situation im OP bekommt sie die rettende Idee: Als ihnen der Zugang zu neuen Blutkonserven verwehrt wird, entscheidet sie sich spontan dazu, einfach das Blut eines der Mitarbeiter aus diesem Raum zu nehmen. Not macht kreativ - wie man so schön sagt. Treffender könnte man diese Lage wohl nicht beschreiben.

We were a good team
Carina DeLuca (Stefania Spampinato) und Arizona (Jessica Capshaw) nähern sich in dieser Episode wieder etwas an, nachdem die beiden miteinander Schluss gemacht hatten und erstere eine Beziehung mit Owen (Kevin McKidd) begonnen hat. Anstatt sich jedoch gegenseitig vorzuwerfen wie oder dass ihre Beziehung zu Ende gegangen ist, beschließen beide, ihre Kräfte zu vereinen und einer werdenden Mutter Beistand zu leisten. Währenddessen haben sie auch Zeit für ein kurzes Gespräch und merken, dass sie einander immer noch viel bedeuten und sich immer noch gut verstehen. Zudem kommt heraus, dass Carina die Beziehung mit Owen vielleicht nicht so ernst nimmt, wie er sie vielleicht sehen mag.
Why is everybody dying?
Maggie und Jackson behandeln auch wieder zusammen einen Patienten. Von diesem kann man auch wieder persönliche Schlüsse auf das Leben der beiden schließen. Zudem erfahren sie, dass sie sich anscheinend schon mal vorher begegnet sind, es jedoch nicht wirklich mitbekommen hatten. Das führt sie wieder zu ihrer ursprünglichen Beziehung: Freundschaft. Langsam, aber sicher kommen sie sich in dieser Richtung wieder näher und lassen die sexuellen Annäherungsversuche der letzten Wochen hinter sich.
It is Joe now, isn't it?
Bis zum letzten Moment war die Folge zwar durchzogen von überaus dramatischen Momenten - die aber stets durch situationskomische und lustige Kommentare aufgelockert wurden -, jedoch belehrt uns die letzte Szene eines Besseren und lässt alles Vorhergehende im tiefsten Schatten stehen. Jo hat sich vor kurzem dazu entschieden, sich von ihrem Exmann scheiden zu lassen, da sie nur so eine psychische Trennung erhalten und ihr neues Leben fortsetzen kann. Dadurch hat sie ihm jedoch ihren aktuellen Wohnsitz und Arbeitsplatz verraten, wodurch sie riskiert hat, dass er sie letzten Endes finden würde. Das war ihr bewusst und das war es ihr wert, dieses Risiko einzugehen.
Nun steht besagter Exmann, gespielt von Matthew Morrison, in dem denkbar ungünstigsten Moment vor ihr. Dieser braucht nur einen Satz zu sagen und er hat sie wieder in der Hand. Mit diesem Schockmoment entlässt uns die Dramaserie in die Winterpause. Bis dahin müssen wir warten, um zu erfahren, wie Jo darauf reagieren und damit umgehen wird.
Fazit
Das Mid Season-Finale der 14. Staffel entlässt uns in mehr als nur einer Hinsicht mit offenen Fragen und einem gewaltigen Schocker. Die Auflösung dessen werden wir erst in wenigen Monaten erfahren. Obwohl die Folge einen Ausnahmezustand schildert, schafft sie es doch, dass die dramatischen Elemente nicht überwiegen und man sie somit - soweit möglich - genießen kann. Das schaffen die Macher mit situationsgerechtem Humor, wodurch man das alles leichter hinnehmen kann.
Verfasser: Maike Karr am Freitag, 17. November 2017Grey's Anatomy 14x08 Trailer
(Grey's Anatomy 14x08)
Schauspieler in der Episode Grey's Anatomy 14x08
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