Grey's Anatomy 14x04

Grey's Anatomy 14x04

Ain't That a Kick in the Head stellt eine Amelia-fokussierte Grey's Anatomy-Episode dar, jedoch vergisst sie dabei nicht die anderen Figuren der Serie. Wieder einmal schaffen es die Macher des Dramas, alle Handlungsstränge harmonisch unter einen Hut zu bekommen.

Szenenbild aus der „Grey's Anatomy“-Episode „Ain't That a Kick in the Head“ / (c) ABC
Szenenbild aus der „Grey's Anatomy“-Episode „Ain't That a Kick in the Head“ / (c) ABC
© zenenbild aus der „Grey's Anatomy“-Episode „Ain't That a Kick in the Head“ / (c) ABC

In der Grey"s Anatomy-Episode Ain't That a Kick in the Head bereiten Meredith (Ellen Pompeo) und Nathan Riggs (Martin Henderson) eine Überraschung für Megan (Abigail Spencer) vor. Außerdem nähern sich Maggie (Kelly McCreary) und Jackson (Jesse Williams) an und Bailey (Chandra Wilson) und Webber (James Pickens Jr.) zwingen sich durch Praktikanten-Bewerbungsgespräche. Den überwiegenden Teil der Folge bildet der Handlungsstrang um Amelias Operation und deren Folgen für sie selbst und andere - sowohl psychisch als auch physisch.

You can"t help him if you are dead

Megan, die sich immer noch von ihrer Operation erholt, hält es nicht mehr im Grey Sloan Memorial aus und ist sogar dazu bereit ihre Gesundheit zu gefährden, um ihren Sohn zu sehen. Aus diesem Grund schließen sich Meredith und Nathan zusammen und sorgen dafür, dass Megan mit ihrem Kind wiedervereint wird. Das ausgerechnet Meredith der Ex-Verlobten ihres ehemaligen Freundes zu so einem Glück verhilft, wäre normalerweise ein merkwürdiger Schritt, den man auch nicht so oft in Serien zu sehen bekommen würde. Jedoch stellt diese Dreier-Beziehung etwas ganz Besonderes dar. Denn jeweils Megan und Meredith wollen Nathan davon überzeugen, dass jeweils die andere die Richtige ist, glauben selbst nicht wirklich daran, dass Nathan sie selber liebt, wünschen der jeweils anderen nur das Beste und verstehen sich. Die beiden sehen sich jeweils selbst in der anderen Person.

I appreciate you

Maggies und Jacksons Beziehung, die in letzter Zeit eher auf der Stelle tritt als voranzukommen, bekommt nun einen neuen Beigeschmack - dank Catherine Avery (Debbie Allen). Doch bevor wir dazu kommen, fangen wir von vorne an.

Webber lädt seine Tochter zu einem Abendessen bei sich Zuhause ein, wo auch gerade Jackson ist. Während dem Essen plappert Maggie nervös vor sich hin und Catherine muss feststellen, dass ihr Sohn dabei ist, sich in seine Stiefschwester zu verlieben. Das war sowohl den beiden, als auch mir, bisher gar nicht so wirklich bewusst und wird dank Catherines Einsatz plötzlich in ein ganz anderes Licht gerückt. Insbesondere ihr Timing ist dabei bewundernswert. Gerade als Maggie und Jackson dabei sind endlich einmal offener über ihre Gefühle zueinander zu reden, wirft Catherine ihnen diese Information an den Kopf. Bereits in der nächsten Sekunde ist allen Beteiligten - und Zuschauern - klar, dass die beiden nicht weiter versuchen werden ihren Gefühlen nachzugehen.

An dieser Stelle möchte ich nochmal darauf zu sprechen kommen, dass die Musikauswahl - wie fast immer - exzellent ausgewählt und eingesetzt wurde. Insbesondere in der Dinner-Szene wird sowohl die peinliche Stille als auch die gezwungene Harmonie perfekt vemittelt. Durch diese hervorragende Musikauswahl gelingt es der Serie ihre Geschichten noch besser zu transportieren.

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ABC - © ABC

Actually you are not allowed to ask me that

In dieser Folge müssen Webber und Bailey Bewerbungsgespräche mit potenziellen neuen Praktikanten führen. Diese gestalten sich schwieriger als zuerst gedacht. Eine Bewerberin ist nur an der Anzahl der Instagram-Follower interessiert, eine andere redet in Überschalllautstärke und die nächste bringt ihr Haustier mit zu dem Interview.

Die beiden sind nicht unbedingt dafür zu beneiden, dass sie aus diesen Kandidaten einen ordentlichen Praktikanten auswählen sollen. Keiner von ihnen stellt den perfekten Bewerber dar - doch wer ist das schon? Sechs davon werden in der nächsten Zeit im Grey Sloan mithelfen.

Sofia is coming home

Währenddessen werden auch die kleineren Handlungsstränge nicht vernachlässigt. So trainiert Ben Warren (Jason George) heimlich - wahrscheinlich für seine Feuerwehrzukunft, von der Bailey noch nichts wissen soll.

Außerdem muss Jo (Camilla Ludington) ihren Namen von einem wichtigen wissenschaftlichen Artikel nehmen, da ansonsten ihr gestörter Ehemann sie finden würde. Dieser Artikel hätte einen guten Schritt in die richtige Richtung für ihre Karriere bedeutet. Der Ehemann wird in der nächsten Zeit bestimmt wieder zum Thema werden. Ansonsten wäre das nicht hier an dieser Stelle so lose erneut angesprochen worden.

Ein weiterer Aspekt, der den Machern von Grey"s Anatomy gut gelingt, ist die Verbindung zwischen allen möglichen Charakteren. Es gibt nicht nur drei Konstellationen, die immer wieder drin vorkommen. Stattdessen bilden zwar ein paar Beziehungen das Grundgerüst der Serie, jedoch werden in fast jeder Episode neue Beziehungen, Partnerschaften, Freundschaften oder schlichtweg normale Gespräche gezeigt, die man schon lange nicht mehr gesehen hat. So kommt es auch zwischen April (Sarah Drew) und Arizona (Jessica Capshaw) zu einem wundervollen Austausch, was es bedeutet eine Mutter zu sein und wie es Arizona bewältigt ihre Tochter nicht allzu oft zu sehen. Arizona erfährt außerdem, dass ihre Tochter Sofia wieder nach Hause kommen wird. Wie lange und warum wird nicht verraten.

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You should call Derek

Trotz all dieser vielen Handlungsstränge stellt Amelias Operation den Fokus der Episode dar. Dabei wird nicht nur ihre Gefühlslage dargestellt, sondern auch wie sehr sich die anderen um sie sorgen. Amelia (Caterina Scorsone) stellt ihre Dankbarkeit darüber mit „I love you people tremendously“ dar. Vor ihrer OP hat sie alle wichtigen Rollen verteilt, damit sie auch danach noch die Kontrolle über diese Situation behält. Ihre wortwörtliche Sprachlosigkeit und die eingespielten Gedanken spiegeln nur allzu perfekt ihre schwierige Lage dar.

Hierbei erhält sie insbesondere von ihrem Mentor (Greg Germann) und ihrem Lehrling DeLuca (Giacomo Gianniotti) Unterstützung. Beide leisten dabei auf unterschiedliche Weise wundervolle Arbeit und verstehen Amelia so gut, dass sie ihr in der richtigen Situation die passenden Worte schenken können, um sie zu beruhigen.

You can be free

Beinahe bis zum Ende erscheint es so, als ob der Fakt ihres Tumors nichts zu ihrer Beziehung mit Owen (Kevin McKidd) beigetragen hätte, jedoch gelingt es Hunt, uns wieder positiv zu überraschen. Dieser möchte sie wieder zurücknehmen und verweist darauf auf ihre „vows“. Hierbei wirft Amelia in den Raum, dass sie gar nicht wissen, ob sie ihn nur aufgrund ihres Tumors geheiratet hat oder umgekehrt. Das ist eine Frage, die sich nicht nur die beiden, sondern auch wir Zuschauer stellen dürfen und sollten. Da das jedoch nicht so einfach beantwortet werden kann, wird ihre Beziehung wohl ein Reboot erfahren und einfach nochmal von vorne beginnen. Das wäre wohl für alle Beteiligten das Einfachste.

Fazit

Erneut schafft es Grey"s Anatomy mit einer Leichtigkeit alle Handlungsstränge harmonisch miteinander zu verbinden und uns Zuschauer dabei stets positiv zu überraschen. Ain't That a Kick in the Head langweilt in keiner Sekunde und bereitet den Weg für die nächsten kommenden Folgen, die versprechen genauso gut zu unterhalten wie die vorherigen.

Verfasser: Maike Karr am Mittwoch, 18. Oktober 2017

Grey's Anatomy 14x04 Trailer

Episode
Staffel 14, Episode 4
(Grey's Anatomy 14x04)
Deutscher Titel der Episode
Aus dem Takt-Gefühl
Titel der Episode im Original
Ain't That a Kick in the Head
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 12. Oktober 2017 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 9. Mai 2018
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Montag, 30. April 2018
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz
Montag, 9. April 2018
Autor
Marlana Hope
Regisseur
Geary McLeod

Schauspieler in der Episode Grey's Anatomy 14x04

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