Rollover
Was bedeutet eigentlich Rollover?
Wenn ein Sender die Rechte an einem Serienprojekt erworben hat und weiterhin behalten möchte, sich aber noch nicht dazu entschlossen hat, die Serie zu produzieren, spricht man von einem rollover. Die TV-Serie wird also nicht in der aktuellen, sondern wahrscheinlich in der darauffolgenden TV-Season produziert - es sei denn natürlich, es gäbe dann eine erneute Verschiebung der Produktion.
Der rollover ist außerdem noch eine weitere Möglichkeit für einen Sender, um Geld zu sparen. Hat er erst einmal einen put pilot in Auftrag gegeben, steht schließlich eine Menge Geld auf dem Spiel. Bei dieser Auftragsform verpflichtet sich der Sender nämlich zur Produktion einer Pilotepisode. Wird diese dann wiederum nicht hergestellt, muss er eine Konventionalstrafe bezahlen. Diese beläuft sich zumeist mindestens auf die Summe, die eine Produktion der Episode gekostet hätte. Durch eine Verschiebung der Produktion um mindestens eine TV-Season, verschieben die Verantwortlichen also die unbeliebte Entscheidung der termination um mindestens ein Jahr. Durch solch ein endgültiges Aufgeben des Projekts wird wiederum die genannte Vertragsstrafe fällig. Wenn die Entscheidung zur Produktion jedoch aufgeschoben wird und das Projekt damit noch nicht offiziell fallengelassen wird, ist damit auch die Zahlung einer Konventionalstrafe zumindest vorläufig abgewendet.
Hierbei wird also deutlich, dass auch eine put pilot-Verpflichtung noch nicht unbedingt bedeuten muss, dass der das Projekt verantwortende TV-Sender die damit vereinbarten Mehrausgaben im gleichen TV-Jahr zu tragen hat.