Put Pilot

Was bedeutet eigentlich Put Pilot?

Wenn sich ein Sender dazu entscheidet, eine Pilotfolge zu finanzieren, erhält das jeweilige Projekt den Status put pilot.

Sollte sich der Sender später gegen den Start der Produktionsarbeiten entscheiden, muss er allerdings mindestens genauso viel zahlen, als wenn eine Pilotfolge produziert werden würde (Konventionalstrafe). Solch eine vertragliche Abmachung wird „put pilot commitment“ genannt.

Pilotfolgen von Serien werden in der Regel sehr früh in der Produktionsphase bestellt. Wegen des immensen Zeitdrucks, mit dem Entscheidungen im Fernsehgeschäft mittlerweile getroffen werden, könnte es jedoch sein, dass ein TV-Sender seine Sendestrategie anpasst und somit die zuvor bestellte Serie zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr zu ihm passt.

Dennoch werden solche Aufträge in den letzten Jahren (2011, 2012) immer öfter vergeben, um Projekte möglichst frühzeitig an Sender zu binden.

Beispiel

Ein hierbei recht aktuelles Beispiel ist die Pilotepisode zu Lost Horizon. In dem Moby-Dick-ähnlichen Projekt aus der Feder von M. Night Shyamalan hatte der US-Sender NBC relativ frühzeitig zugeschlagen und sich zur Finanzierung einer Pilotepisode entschieden.

Diese wurde damit ebenfalls als put pilot eingestuft, da der Sender sich zur Produktion einer Pilotfolge verpflichtet hat. Ansonsten - so wurde in diesem Fall gemunkelt - würde sich das Traditionsnetwork zur Zahlung einer Konventionalstrafe verpflichten, die höher wäre als die Kosten einer Pilotproduktion „43476“.

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