Back-Nine-Order
Was bedeutet eigentlich Back-Nine-Order?
Eine back-nine-order ist die Nachbestellung von neun („nine“) Episoden einer Serie. Ziel dieser Nachbestellung ist, dass diese Serie im Nachhinein doch noch die Episodenanzahl einer „kompletten“ Staffel erreicht.
Im Durchschnitt umfasst eine US-Serienstaffel nämlich 22 Episoden. Diese werden in der Regel während der rund neun Monate dauernden Season von September bis Mai ausgestrahlt.
Von einer neuen Serie werden allerdings zumeist vorübergehend die Pilotfolge plus zwölf weitere bestellt, „pilot + 12“ genannt. Es handelt sich also um 13 Folgen, die damit erst mal keine „komplette“ Staffel ausmachen.
Wird die Serie nun nach einigen Episoden, zum Beispiel wegen schwacher Einschaltquoten, abgesetzt, hat sie also nicht die Mindestanzahl an Episoden für eine komplette erste Staffel erreicht. Allerdings werden die 13 durch den Sender bestellten Folgen auch nach einer frühzeitigen Absetzung fertig produziert.
Back-Nine-Order nur für erfolgreiche Serien
Fährt die Serie jedoch nach den ersten Episoden zufriedenstellende bis sehr gute Einschaltquoten ein, will der Sender sie in der Regel weiterhin im Programm behalten. Für die mögliche zukünftige Vermarktung der Serie ist es nun sinnvoll, wenn die bisher „nicht komplette“ erste Staffel zu einer „kompletten“ erweitert wird. Daher bestellt der Sender beim produzierenden Studio weitere Folgen - in der Regel neun Stück, die sogenannte back-nine-order.
Abgekürzt kann man das Vorgehen auch folgendermaßen beschreiben:
„Pilot + 12“ + back-nine = 22 Folgen.