Writers' Room
Was bedeutet eigentlich Writers' Room?
Mit dem Begriff Writers' Room wird ein Ort beschrieben, an dem mehrere Drehbuchautoren einer Produktion zusammenkommen, um Gedanken über diese offen auszutauschen. Durch die direkte Ideenkommunikation soll die Kreativität und Produktivität erhöht werden, da jedes Projekt gewöhnlich unter einem gewissen Zeitdruck realisiert werden muss.
Bei Serien wird beispielsweise oft nach einer mehrstündigen Sitzung in diesem „Raum“ einer der Autoren damit beauftragt, ein Script aus den zusammengetragenen Ideen zu erstellen. Für diesen Auftrag hat sie/er dann wiederum ein bis zwei Wochen Zeit. Darüber hinaus muss das fertiggestellte Drehbuch in der Regel noch vom ausführenden Produzenten, der das letzte Wort in Sachen Produktion hat, abgesegnet werden. Die Autoren, die dabei zu den Sitzungen zusammenkommen, sind zumeist jedes Mal dieselben - sie gehören also zum festen Stamm, zur Crew der jeweiligen Serie beziehungsweise mindestens Serienstaffel.
Vor einigen Jahren erschien der Writers' Room des US-Seriengeschäfts als solch sinnvolle Einrichtung, dass deutschen Autoren und Produzenten, deren fiktionale Stoffe im Gegensatz zu US-Serien zumeist beim Publikum durchfielen, sogar „Nachhilfe“ in diesem Bereich gegeben wurde („Interview with Lee Goldberg and Matt Witten, part I“ - Meldung vom 05.02.2007). Etwas später erscheinende Serien wie Breaking Bad und deren Erfolg schienen dem umso mehr Recht zu geben. Allerdings gab es ab und an auch schon gegenteilige Modelle, bei denen sich die Showrunner mit der Zeit gegen ein solches Treffen aussprachen und lieber selbst die Zügel in der Hand halten wollten, wie zum Beispiel Frank Darabont mit The Walking Dead („SerienBiz Aktuell: The Walking Dead ohne Autoren-Team“ - Meldung vom 03.12.2010).