In dem Film Pillion geht es um den schüchternen Colin, der in einer Bar auf den charismatischen Biker Ray trifft und sofort von ihm angezogen wird. Colin kann kaum glauben, dass ausgerechnet dieser selbstbewusste Mann ihn zu seinem Begleiter macht. Ray verlangt von Colin absolute Unterwerfung, und Colin fügt sich bereitwillig. Er putzt die Wohnung, kocht, erledigt Einkäufe und schläft ohne Widerworte auf dem Bettvorleger neben Rays Bett. Im Gegenzug eröffnet Ray ihm eine neue Welt voller wilder Ausflüge auf dem Motorrad, rauschender Nächte und sexueller Freiheit
Colins Eltern Peggy und Pete beobachten die Verwandlung ihres Sohnes mit wachsender Sorge. Der einst zurückhaltende junge Mann hat sich vollständig in Rays Welt eingefügt und scheint seine bisherige Identität hinter sich gelassen zu haben. Doch Colin genießt das Gefühl, zu jemandem zu gehören, gebraucht zu werden und Teil einer Gemeinschaft zu sein. Rays Bikerfreunde nehmen ihn auf, und zum ersten Mal in seinem Leben fühlt Colin sich lebendig
Die Dynamik zwischen den beiden Männern wird zunehmend komplexer. Ray gibt die Regeln vor, und Colin gehorcht. Doch hinter der spielerischen Oberfläche ihrer ungleichen Beziehung verbirgt sich eine tiefere emotionale Wahrheit. Colin beginnt zu spüren, dass ihm etwas fehlt. Die körperliche Nähe und die Abenteuer können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Ray ihm echte Zuneigung und Verletzlichkeit vorenthält. Während Colin mehr und mehr Gefühle entwickelt, bleibt Ray auf Distanz
Der Film basiert auf dem Roman Box Hill des britischen Autors Adam Mars-Jones aus dem Jahr 2020. Das Buch erzählt die Geschichte einer unkonventionellen Beziehung zwischen zwei Männern im ländlichen England. Regisseur Harry Lighton verlegte die Handlung für seine Verfilmung von Surrey nach Bromley in Südlondon und gab der Geschichte damit einen urbaneren Anstrich
Pillion bewegt sich geschickt zwischen dunkler Komödie und zärtlichem Liebesdrama. Die absurden Momente des Zusammenlebens sorgen für Lacher, während die leisen Szenen zwischen Colin und Ray eine überraschende emotionale Tiefe entfalten. Colin muss sich schließlich entscheiden, ob die Aufregung und Hingabe reichen oder ob er den Mut aufbringt, mehr einzufordern. Pillion erzählt von der Sehnsucht nach Zugehörigkeit, dem Preis der Unterwerfung und der Frage, was Liebe wirklich bedeutet
Bei Pillion führte Harry Lighton Regie, der damit sein Debüt bei Spielfilmen vorlegte. Lighton schrieb auch das Drehbuch. Produziert wurde der Film von Emma Norton, Ed Guiney, Lee Groombridge und Andrew Lowe für Element Pictures in Zusammenarbeit mit BBC Film und dem British Film Institute
Die Filmmusik stammt von Oliver Coates, einem Cellisten und Komponisten aus Glasgow. Coates ist für seine atmosphärischen Kompositionen bekannt und schuf für Pillion einen Score, der klassische Elemente mit elektronischen Klängen verbindet. Besonders seine Neuinterpretation von Erik Saties „Gymnopédie No. 1“ fügt sich stimmig in die Tonalität des Films ein
In der Hauptrolle des Colin ist Harry Melling zu sehen, den das Publikum als Dudley Dursley aus den Harry Potter-Filmen kennt. Melling war zuletzt in The Queen's Gambit und Pennyworth zu sehen. Die Rolle des dominanten Ray übernimmt Alexander Skarsgard, bekannt aus True Blood und Big Little Lies. Skarsgård fungierte beim Film auch als Executive Producer. Lesley Sharp und Douglas Hodge spielen Colins besorgte Eltern Peggy und Pete. In weiteren Rollen sind Jake Shears als Kevin und Anthony Welsh als Darren zu sehen
Die Dreharbeiten fanden zwischen Ende Juli und Anfang September 2024 statt. Gedreht wurde in Kent, unter anderem auf der Castle Farm Estate, bei Lullingstone Castle und im Pub The Chequers in Crockenhill. Weitere Aufnahmen entstanden in den Great Point Studios in Cardiff sowie in Bromley, Südlondon, wo die Handlung des Films angesiedelt ist
Das Budget des Films lag bei rund einer Million US-Dollar. An den Kinokassen in Großbritannien spielte Pillion nach seinem Start am 28. November 2025 etwa 1,5 Millionen US-Dollar ein
Pillion feierte seine Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes 2025 in der Sektion Un Certain Regard, wo er den Preis für das beste Drehbuch gewann. Der Film erhielt dort auch den Palm Dog Award für den besten Hunde-Moment. Ja wirklich
Harry Melling
als Colin
Lesley Sharp
als Peggy
Rosie Sheehy
als Megan
Miranda Bell
als Elderly Local
Regie
Harry Lighton, Toby Spanton, Sophie Kenny
Drehbuch
Adam Mars-Jones, Harry Lighton
Produktion
Tobi Kyeremateng, Carla Morris, Kahleen Crawford, Christian Vesper, Pim Hermeling, Claire Binns, Alison Thompson, Eva Yates, Louise Ortega, Mark Gooder, Alexander Skarsgård, Savannah Power, Ed Guiney, Emma Norton, Andrew Lowe, Lee Groombridge
Kamera
Lou MacNamara, Ailsa Aikoa, Reece Franklin, Nick Morris
Schnitt
Gareth C. Scales
Musik
Franziska Treutler, Matthias Radcliffe, Oliver Coates, Adam Fletcher, Gunnar Askergren, Christopher Wilson, Gunnar Askergren, Christopher Wilson
| Synchronsprecher | Rolle | Darsteller |
|---|---|---|
| Sascha Rotermund | Ray | Alexander Skarsgard |
| Sebastian Fitzner | Colin Smith | Harry Melling |
| Michael Gugel | Chigs | |
| Sebastian König | Don Smith | Nick Figgis |
| Sabine Falkenberg | Peggy Smith | Lesley Sharp |
| Robin Brosch | Pete Smith | Douglas Hodge |