In dem Film Sinners geht es um die Zwillingsbrüder Smoke und Stack, die nach Jahren in Chicago in ihre Heimatstadt Clarksdale im Mississippi-Delta zurückkehren. Das Jahr ist 1932, die Ära der Jim-Crow-Gesetze prägt den amerikanischen Süden. Die beiden Veteranen des Ersten Weltkriegs haben sich als Gangster einen Namen gemacht und wollen nun einen Juke Joint eröffnen. Ihr Cousin Sammie, ein begabter junger Musiker, soll dort auftreten und die Menschen mit seinem Gitarrenspiel verzaubern. Doch Clarksdale birgt dunkle Geheimnisse, die weit über die alltägliche Gewalt der Rassentrennung hinausgehen
Als die Brüder ihr Lokal aufbauen, ahnen sie nicht, dass sie ins Visier übernatürlicher Wesen geraten sind. Ein irischer Einwanderer namens Remmick hat sich mit lokalen Ku-Klux-Klan-Mitgliedern verbündet. Hinter seiner menschlichen Fassade verbirgt sich jedoch ein weitaus älteres Böses. Er führt eine Gruppe von Vampiren an, die in dieser von Unterdrückung geprägten Region ideale Jagdgründe gefunden haben. Smokes entfremdete Ehefrau Annie praktiziert heimlich Hexerei. Ihre okkulten Fähigkeiten erweisen sich als unerwarteter Vorteil, als die Vampire den Juke Joint angreifen
Der Film verbindet klassischen Südstaaten-Blues mit übernatürlichem Horror. Die Musik spielt dabei keine untergeordnete Rolle. Sammies Gitarrenspiel beschwört Geister herauf und die Klänge des Delta-Blues durchziehen jede Szene. Der Juke Joint wird zum Schlachtfeld zwischen Lebenden und Untoten, zwischen menschlicher Gier und vampirischer Unsterblichkeit. Die Brüder müssen ihre kriminelle Vergangenheit nutzen, um sich gegen Feinde zu wehren, die älter sind als das Land selbst
Bei Sinners führte Ryan Coogler Regie, der zuvor mit „Black Panther“ (2018) und „Creed“ (2015) auf sich aufmerksam machte. Er schrieb auch das Drehbuch und produzierte den Film gemeinsam mit Zinzi Coogler und Sev Ohanian über ihre Firma Proximity Media. Warner Bros. Pictures sicherte sich die Verleihrechte nach einem intensiven Bieterwettbewerb gegen Sony und Universal
Die Filmmusik stammt von Ludwig Göransson, der seit Jahren mit Coogler zusammenarbeitet und für „Black Panther“ einen Oscar gewann. Sein Score für Sinners gilt als einer der besten des Jahres. Göransson spielte die Musik selbst auf einer Dobro-Resonatorgitarre aus dem Jahr 1932 ein. Große Teile des Scores entstanden direkt am Set in Louisiana, um die authentische Atmosphäre des Delta-Blues einzufangen
In den Hauptrollen ist Michael B. Jordan zu sehen, der die Zwillinge Smoke und Stack verkörpert. Der Schauspieler ist dem Publikum aus The Wire und Friday Night Lights bekannt. Miles Caton gibt sein Filmdebüt als der junge Musiker Sammie Moore. Jack O'Connell spielt den Antagonisten Remmick. Der britische Darsteller war zuvor in Skins zu sehen
Wunmi Mosaku übernimmt die Rolle der Annie, Smokes Ehefrau mit okkulten Fähigkeiten. Sie machte sich in Lovecraft Country und Loki einen Namen. Hailee Steinfeld spielt Mary, bekannt aus Hawkeye und Dickinson. Delroy Lindo ist als Blues-Legende Delta Slim zu sehen. Der Veteran bereichert das Ensemble mit seiner Erfahrung aus The Good Fight. Jayme Lawson, die in „The Batman“ (2022) mitwirkte, verkörpert die Journalistin Pearline
Die Dreharbeiten fanden von April bis Juli 2024 vollständig in Louisiana statt. Obwohl die Handlung in Clarksdale, Mississippi spielt, entstanden alle Aufnahmen innerhalb eines 50-Meilen-Radius um New Orleans. Die Hauptstraße von Clarksdale wurde in Donaldsonville nachgebaut. Über ein Dutzend kleine Geschäfte wurden eigens für den Film errichtet
Der Juke Joint entstand auf einem verlassenen Golfplatz in Braithwaite, der seit Hurrikan Katrina brach liegt. Die Plantagenszenen wurden auf der historischen Laurel Valley Plantation bei Thibodaux gedreht. Für Annies Haus suchte das Produktionsteam gezielt nach einem Grundstück unter jahrhundertealten Eichen in St. Bernard Parish
Das Budget lag bei geschätzten 90 bis 100 Millionen US-Dollar. Warner Bros. Pictures übernahm den Verleih, nachdem Coogler ungewöhnliche Konditionen ausgehandelt hatte. Dazu gehörten Gewinnbeteiligung ab dem ersten Dollar, Fin Cut und die Rückübertragung der Filmrechte nach 25 Jahren
Sinners erhielt 16 Oscar-Nominierungen. Das sind mehr als jeder andere Film in der Geschichte der Academy Awards. Die Nominierungen umfassen unter anderem Bester Film und Beste Regie. Im Endeffekt konnte der Film vier Preise gewinnen, darunter eine für Hauptdarsteller Michael B. Jordan.. Bei den Golden Globes gewann der Film den Preis für die Beste Filmmusik. Bei den Critics' Choice Awards räumte Sinners vier Auszeichnungen ab, darunter Bestes Schauspielensemble und Bestes Originaldrehbuch für Ryan Coogler
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Regie
Gregory S. Carr, Desiree Stevenson, Ryan Coogler, Marvin Williams, Steve Gehrke, Amir R. Khan, Gio Paredes-Utforskare
Drehbuch
Ryan Coogler
Produktion
Ammar Mohamed, Francine Maisler, Marisa DeFranco, Amber Wakefield, Molly Rose, Kenneth Yu, Tina Anderson, Kirby Adams, Anthony Tittanegro, Ludwig Göransson, Ludwig Göransson, Pete Chiappetta, Will Greenfield, Andrew Lary, Rebecca Cho, Brent Caballero, Meagan Lewis, Sev Ohanian, Ryan Coogler, Zinzi Coogler, Chrissy Rosman, Kenneth Yu, Will Greenfield
Kamera
Autumn Durald Arkapaw, Josh Medak, David Cole, Renard Cheren, Autumn Durald Arkapaw, Ethan McDonald, Andrae Crawford, Mason Blair, Josef Hensgens, Mark Koziorowski, Miguel Benavides, Alan Certeza, Sienna Pinderhughes, Renard Cheren, Eli Joshua Adé
Schnitt
Travis Cantey, Mike Fay, Dane Maddock, Andrew Jon Wallace, James A. Brewer, Jim Passon, Michael P. Shawver
Musik
Jason W. Freeman, Jason Oliver, Tami Treadwell, Sam Sgriccia, Charlie Mascagni, Ryan Farris, Anthony Parnther, Vince Mendoza, Pete Anthony, Jason W. Freeman, Andrew Bock, Alyson Dee Moore, Katherine Rose, Darrin Mann, Willard Overstreet, Felipe Pacheco, Ludwig Göransson, Ludwig Göransson, Pete Anthony, Ludwig Göransson, Ludwig Göransson, Chris Welcker, Chris Fogel, Raphael Saadiq, Alice Smith, Rod Wave, Ludwig Göransson, Ludwig Göransson, Leonard Denisenko, Miles Caton, Hailee Steinfeld, Kyris Mingo, Tarkan Kozluklu, Travis Harrington, Alvin Youngblood Hart, Darius Povilinus, Brittany Howard, Steve Boeddeker, David C. Hughes, Brandon Proctor, Steve Boeddeker, David V. Butler, David V. Butler, Benjamin A. Burtt, Emily Poulliard, Charlie Mascagni