The Originals 3x20

The Originals 3x20

Das darf nicht wahr sein! The Originals halst uns in der Episode Where Nothing Stays Buried direkt den zweiten Schock auf. Die Frage ist dabei nur: Ab wann ist es einfach zu viel Drama?

Marcel (Charles Michael Davis) in der Serie „The Originals“ / (c) The CW
Marcel (Charles Michael Davis) in der Serie „The Originals“ / (c) The CW

Die Serie The Originals hat von der ersten Staffel an gezeigt, dass eine wichtige Position im Machtgefüge des French Quarters oder eine große Liebesgeschichte eine Figur nicht vor dem endgültigen Tod rettet. Wir dürfen uns dabei nur an Sophie Deveraux (Daniella Pineda) erinnern. Doch mit der Episode Where Nothing Stays Buried legen sie noch einmal an Schockeffekten nach und töten eine wichtige Figur - noch bevor die letzte Tote aus dem Hauptcast unter der Erde ist.

Noch ein Abschied

Cami (Leah Pipes) hat durch ihren Tod ein großes Stück aus dem Cast der Serie The Originals gerissen. Und nur eine Episode später müssen wir dabei zusehen, wie ein weiterer Baustein des übernatürlichen French Quarters sein Leben lässt. Nach einigem Hin und Her entscheiden sich Freya (Riley Voelkel) und Elijah (Daniel Gillies) dafür, dass Blut dicker ist als Wasser. Um sich und ihre Geschwister vor Lucien (Andrew Lees) zu retten, verdammen sie Davina (Danielle Campbell) zu Tode. Das ist keine einfache Entscheidung, aber am Ende zahlt sie sich immerhin aus - zumindest auf kurze Sicht. Doch dazu später mehr.

Erst einmal nehmen wir uns die Zeit eine Figur zu verabschieden, die wir seit der ersten Staffel kennen.

Davina hat im Grunde niemanden etwas getan - na ja, sie hat einen Massenmord unter Hexen angerichtet, aber fairerweise muss man dazu sagen, dass es zwei Staffeln Herzleid und jede Menge toter Freunde gebraucht hat, um sie soweit zu bringen. Ihre Wut auf die Welt im Allgemeinen und Klaus (Joseph Morgan) im Speziellen hat sie dazu gebracht, einige verwirrende Entscheidungen zu treffen. Besonders in der Phase, als sie dachte, dass man Macht erlangen muss um sich und seine Lieben zu schützen. Eigentlich hat sie kaum etwas anderes gemacht als die anderen Psychopathen in New Orleans und Mystic Falls. Wenn man Davinas Opfer neben denen von Klaus und - sagen wir - Damon (Ian Somerhalder) auflisten würde, dann würde sie immer noch einen eindeutigen dritten Platz belegen, alleine aufgrund der kurzen Zeit, die sie hatte.

Doch der Unterschied zu den beiden genannten Figuren und der Hexe ist auch die Kaltblütigkeit. Davina hat sich letzten Endes doch meist dazu überreden lassen, anderen zu helfen. Das wäre Klaus ja über lange Strecken nicht im Traum eingefallen, wenn er keinen Vorteil davon hätte. Sie hat sich auf ein gefährliches Spiel eingelassen und ihre Gefühle sowie ihre Empathie haben sie immer wieder in Schwierigkeiten gebracht.

Gerade deswegen hat sie diesen Tod nicht verdient. Sie wird von den beiden eigentlich ehrvollsten Mitgliedern der Mikaelson-Familie geopfert, damit diese sich und ihre Geschwister retten können. Gut, man muss dazu sagen, dass die ganze Situation anders aussehen würde wenn Kol (Nathaniel Buzolic) nicht vorher in einem Anfall seine Freundin umgebracht hätte.

Davinas Tod ist ein schwerer Schlag; die weiblichen Figuren verabschieden sich im Moment im Episodentakt. Rebekah (Claire Holt) schaut ohnehin schon lange nur sporadisch vorbei und die einzigen anderen Frauen sind unmittelbare Familienangehörige. Und dabei sind sie leider keine besonders wichtigen Figuren im Spiel um die Macht. Hayley (Phoebe Tonkin), eigentlich eine geborene Kämpferin und Anführerin einer eigenen Armee, wird immer mehr zum reinen love interest für Elijah abgestempelt und Freya hat ja ohnehin kaum eine Beschäftigung abgesehen von Zauberspruchschreiben auf Abruf. Im Moment sind die The Originals-Autoren auf einem Weg der Eintönigkeit unterwegs; da sollte dringend die Notbremse gezogen werden bevor wir nur noch Psychopathen wie Klaus und Lucien dabei zusehen, wie sie sich bekriegen und damit Elijah langsam in den Wahnsinn treiben.

Die Entscheidung

Freya und Elijah versuchen mit ihrer Entscheidung Lucien außer Gefecht zu setzen und sind dabei letztendlich auch erfolgreich. Auf lange Sicht gesehen haben sie durch diese Tat jedoch die Prophezeiung des Orakels erst möglich gemacht. Marcel (Charles Michael Davis) hat für seine Ziehfamilie so einiges durchlitten und ist am Ende dann doch immer wieder im Mikaelson-Lager gelandet. Manchmal fühlte sich das schon ein bisschen wie Masochismus an. Doch nun sind sie einen Schritt zu weit gegangen. Denn seit der ersten Staffel kennen wir Marcels Schwäche: Der Schutz von Kindern. Es war nicht nur Davina, auch die anderen Kinder, die seinen Weg kreuzten, hat er stets so weit möglich von allem Schaden fern gehalten. Unter anderem ist einst auch Hayley in diesen Genuss gekommen. In Sachen Kinderschutz kennt Marcel keinen Spaß. Und nun haben die Original-Geschwister für das eigene Überleben jemanden geopfert, für den Marcel sich auch noch persönlich verantwortlich gefühlt hat. Davinas Tod hat in der Geschichte ausgelöst, dass Marcel nun zu dem Freund werden kann, durch den einer der Geschwister zu Grunde geht. Und - dank des Tranks - zu dem Monster, das den Untergang herbeiführen wird. Und gerade weil er der Familie so nahe stand, wäre er als Feind besonders gefährlich.

Der Tod einer Figur der ersten Stunde fühlt sich an, als müsste ein hoher Preis gezahlt werden, um Marcel auf diesen Weg zu bringen. Er hätte mehr als genug Gründe, seinem Ziehvater und dessen Verwandten zu misstrauen. Aber natürlich ist Davina der einzige Weg, ihm wirklich nahe zu kommen. Schließlich hat seine große Liebe zu Rebekah etwas im Nichts verloren und andere besondere Verbindungen hat er nicht. Hoffentlich führt das alles nicht auch noch zum Tod des einzigen Vampirs, der New Orleans die ganze Zeit die Treue gehalten hat.

Sicher, auch Marcel ist kein Unschuldslamm (Wow, schon der zweite Verweis auf Sophie in diesem Review). Aber wenn man mit diesem Bewusstsein die Serie The Originals schaut, dann gibt es nur Böse und Verachtenswerte. Zumindest im unmittelbaren Vergleich mit Klaus und Konsorten hat Marcel aber viele gute, selbstlose Entscheidungen getroffen und sich meistens für die richtige Seite entschieden. Sollte es an dieser Stelle und aus diesen Gründen auf einen großen Konflikt zwischen Marcel und den Mikaelsons hinauslaufen, dann könnte aus Sicht der Reviewerin selbst Rebekah es schwer haben, die Moral zugunsten der Originals zu drehen.

Fazit

Mit der Episode Where Nothing Stays Buried nehmen wir Abschied von einer weiteren Figur, die es nicht verdient hat. Und wir sehen einem gefährlichen Kampf entgegen, an dessen Ende hoffentlich nicht nur die Mikaelsons stehen. Diese Familie ist Gift für jeden, der mit ihr in Kontakt kommt und sollte dringend von allen Weihnachtskartenlisten gestrichen werden.

Trailer zur Episode „Give 'Em Hell Kid“ (3x21) der US-Serie „The Originals“:

Verfasser: Serienjunkies.de am Mittwoch, 11. Mai 2016

The Originals 3x20 Trailer

Episode
Staffel 3, Episode 20
(The Originals 3x20)
Deutscher Titel der Episode
Böse Rache der Ahnen
Titel der Episode im Original
Where Nothing Stays Buried
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 6. Mai 2016 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 8. Dezember 2016
Autoren
Carina Adly MacKenzie, Christopher Hollier
Regisseur
John Hyams

Schauspieler in der Episode The Originals 3x20

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