The Originals 3x15

The Originals 3x15

Klaus sieht sich in der Episode An Old Friend Calls von Feinden umringt - neuen und alten. Unterdessen verdreifacht sich in The Originals die Menge an tragischen Paaren. Happy End nicht in Sicht, herzzerreißende Szenen dafür umso mehr.

Die Mikalesons fast komplett in der Serie „The Originals“ / (c) The CW
Die Mikalesons fast komplett in der Serie „The Originals“ / (c) The CW

Die The Originals-Geschwister rücken mit der Episode An Old Friend Calls wieder mehr ins Zentrum der Story. Wie sehr wird erst am Ende deutlich. Und doch fehlt immer noch eine, auf die viele Fans am meisten warten. Vielleicht steht uns ja mal wieder eine schöne Überraschung bevor. Doch für den Moment nehmen wir mit den fünf Vorlieb, die wir jetzt schon haben.

Netzwerk der Feinde

Ein uns völlig unbekannter Mann taucht in New Orleans auf und will an die Weißeichenwaffe kommen. Es stellt sich heraus, dass Klaus' Feinde eine eigene Community gegründet haben, basierend auf dem gemeinsamen Hass auf den ersten Hybriden der Welt. Was zur Hölle ist denn da los? Wie kann das einem Klaus Mikaelson (Joseph Morgan) passieren? Muss ausgerechnet unser Ober-Psychopath von seinem Bruder sagen lassen, dass es vielleicht besser gewesen wäre, weniger Überlebende zurück zu lassen?

Würde man diejenigen in Mystic Falls fragen, würde man wohl nicht gerade hören, dass eines von Klaus' Problemen ist, dass er nicht töten kann. Und doch hat er ein überraschendes Problem mit dem Ende einiger seiner Feinde. Zumindest haben wir das gerade am Beispiel von Aurora (Rebecca Breeds) gesehen. Auch wenn er sich einredet, dass er sie am Leben gelassen hat weil sie nur so genug leiden kann, im Grunde weiß er, dass es nicht stimmt. Und dass Cami (Leah Pipes) Recht hat. Er tut so als wenn er ihr damit einen Gefallen tun wollte, um sie zu rächen. Doch das ist nicht wahr. Für Cami wäre es in jeder Hinsicht besser, wenn Aurora einfach unwiderruflich aus der Welt geschaffen werden würde und sie ohne existenzielle Bedrohung in ihr neues Leben als Vampir finden könnte.

Doch Klaus tut etwas wirklich mieses, er betrügt sie und sagt ihr, es sei ein Geschenk. Kein Wunder, dass Cami kein großes Interesse an einer Fortsetzung der Beziehung hat. Nun geht es um mehr als zarte Gefühle, es geht ums Überleben. Und wie sie zu Vincent (Yusuf Gatewood) richtig sagt, sie sich im Ernstfall nicht fragen, wen Klaus denn nun liebt. Damit ist Cami cleverer als viele der Frauen vor ihr. Meistens gab es im Universum von The Vampire Diaries/The Originals mit wenigen Ausnahmen nur zwei Lager, zwischen denen die meisten Frauen sich entscheiden konnten. In Form von Nina Dobrev als Katherine und Elena wurden beide Modelle auf die Spitze getrieben. Auf der einen Seite diejenige, die selbst in den Angriff geht und damit als Böse abgestempelt wird und nicht in den Genuss des Cliquenzusammenhalts kommt. Auf der anderen Seite das Zentrum eben dieser Clique, die zwar ständig betont, auf eigenen Beinen stehen zu wollen, aber am Ende trotzdem meistens gerettet werden muss. Und um das Klischee perfekt zu machen, tut sie sich bei jeder Gelegenheit als Märtyrerin hervor. Elena ist auch für die Julie-Plec-Welt ein extremes Beispiel und über die Jahre haben wir alle Schattierungen dieses Typus gesehen, trotzdem ist es schön, eine Frauenfigur zu haben, der man die Selbstverteidigungsstrategie abnimmt.

Zum Scheitern verurteilt

Vor allem da wir mit der Beziehung von Davina (Danielle Campbell) und Kol (Nathaniel Buzolic) einer ärgerlichen Sache entgegen gehen, einem Klischee, das wir schon öfter gesehen haben als noch gut ist. Kol verspricht für Davina ein besserer Mensch, äh, Vampir zu werden und betont, dass er bisher einfach keine Motivation hatte, gut zu sein. Nun aber hat er Davina und jetzt wird sich alles ändern. Das ist ja wohl einer der ältesten Tricks im Buch der gescheiterten Beziehungen und enttäuschten Partnerinnen.

Es dauert dann auch gerade mal bis zum Ende der Episode An Old Friend Calls bis wir herausfinden, dass diese Veränderung durch Liebe nicht so nahtlos vonstatten geht wie er es versprochen hat. Kol ist auf dem Ripper-Trip unterwegs und nur einer weiß es: Finn. Bitte, was? Der älteste Bruder, der eigentlich nur noch in Form von Freyas magischem Brieffreund vorkommen sollte, hat plötzlich wieder einen Körper? Wer, wie, was, wann? Die The Originals-Autoren lassen uns zappeln und geben uns keine Antworten. Naja, gut, es geschieht ja auch ohnehin so einiges, über das man nachdenken kann. Und dazu kommen wir jetzt.

Füreinander bestimmt

Ganz vorne in der Reihe der tragischen Liebespaare, denen die Realität in den Weg gekommen ist, stehen natürlich Hayley (Phoebe Tonkin) und Elijah (Daniel Gillies). Ihnen kann weder Kolvina noch Klami etwas vormachen. Sie haben das unerfüllte Begehren quasi von der Pilotepisode an gepachtet. Und das zeigen sie auch in dieser Episode voller dramatischer Beziehungswendungen.

Die beiden haben schon viele Stadien hinter sich gelassen. Während die anderen sich noch gegenseitig anlügen, bricht für Hayley und Elijah die Stunde der Ehrlichkeit an. Sie machen sich gegenseitig ein Liebesgeständnis. Nun ist es raus. Doch sie kann nicht reagieren. Jackson steht zwischen ihnen und mit seinem Tod ist er zu einer Art unbeweglichem Mahnmal geworden, der die beiden Liebenden entzweit. Jackson war gut gecastet und bezaubernd geschrieben. Zu Beginn war er so normal, verständnisvoll und zuvorkommend, dass man ein düsteres Geheimnis vermuten konnte. Nun, nach seinem Tod stellen wir fest, dass er einfach ein moralisch unangefochtenes, aber etwas masochistisches Wesen war, das aufrichtig an eine liebevolles Miteinander geglaubt hat. Schade, dass man in der Welt von The Originals erst das Zeitliche segnen muss, damit die Menschen glauben können. Die Erinnerung an ihn wiegt als Hindernis für die Liebe zwischen Elijah und Hayley schwerer als der Werwolfs es zeitlebens je getan hat. Er ist für den Glauben an die Liebe gestorben, er bekommt keine zweite Chance. Für Hayley nun das alles hinter sich zu lassen und sich in Elijahs Arme fallen lassen, ist nicht möglich. Zumindest bist das nächste Desaster die Welt der Mikaelsons erschüttert und die Erinnerung an Jackson langsam verblasst.

Fazit

Die Episode An Old Friend Calls steht ganz im Zeichen der tragischen Liebespaare. Und davon hat die The Originals-Story gerade mehr als genug. Klaus und Cami sind durch Aurora wirklich auseinandergetrieben worden. Doch auf eine Art, die gar nicht beabsichtigt war. Durch Klaus' Umgang mit der Bedrohung hat Cami gesehen, wie er wirklich tickt und sich dagegen entschieden, an seiner Seite zu warten, ob er sie irgendwann hintergeht.

Außerdem haben wir Kol und Davina zugesehen, wie sie ihre zum Scheitern verurteilte Liebe aufflammen lassen - denn ein dunkles Geheimnis steht zwischen ihnen. Ehrlichkeit hingegen gab es von Hayley und Elijah zu hören. Doch zusammengebracht hat sie das auch nicht. Am Ende müssen zwei zusammen flüchten, die auf der potentiellen Pärchenskala nicht besonders hoch stehen und doch ein gemeinsames Kind haben. Spannender als die Frage, wie ihre neue Bleibe aussieht ist jedoch die Frage, woher zur Hölle Finn plötzlich kommt!

Trailer zur nächsten Episode, „Alone With Everybody“ (3x16), der US-Serie „The Originals“:

Verfasser: Serienjunkies.de am Mittwoch, 9. März 2016

The Originals 3x15 Trailer

Episode
Staffel 3, Episode 15
(The Originals 3x15)
Deutscher Titel der Episode
Besuch eines alten Freundes
Titel der Episode im Original
An Old Friend Calls
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 4. März 2016 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 3. November 2016
Autoren
Carina Adly MacKenzie, Michael Russo
Regisseur
Jeffrey G. Hunt

Schauspieler in der Episode The Originals 3x15

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?