„Top Gun“-Star Tom Skerritt ist mit 93 Jahren gestorben
„Top Gun“-Star Tom Skerritt ist mit 93 Jahren gestorben
Hollywood verliert einen seiner stillsten Helden. Tom Skerritt ist am 21. Oktober 2026 im Alter von 93 Jahren in seinem Haus in Seattle eines natürlichen Todes gestorben. Die Nachricht trifft eine ganze Generation von Kinofans mitten ins Herz. Kaum ein Gesicht steht so sehr für das Actionkino der Achtziger wie das des Mannes mit dem grauen Bürstenschnitt und dem prüfenden Blick.
In „Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel“ spielte Skerritt 1986 Commander Mike Metcalf, genannt „Viper“, den Chef der Elite-Flugschule der Navy. Er war der Mann, der den Hitzkopf Maverick bändigen musste, gespielt von Tom Cruise. Dabei trug Viper ein Geheimnis mit sich, das das Herz des jungen Piloten fast zerreißen sollte. Er war einst mit Mavericks Vater geflogen und kannte die ganze Wahrheit über dessen Tod. Bis heute steht der Film bei VoD-Diensten hoch im Kurs.
Top Gun bei Prime Video sofort streamen (Affiliate-Link)

Als „Viper“ den Ton angab
Captain Dallas und der Albtraum im All
Sieben Jahre zuvor hatte Skerritt die Zuschauer schon einmal das Fürchten gelehrt. In Ridley Scotts „Alien“ war er 1979 Captain Dallas, der Kommandant des Frachters Nostromo. An der Seite von Sigourney Weaver kroch er in die engen Lüftungsschächte des Schiffs, um die Kreatur zu jagen. Was dann geschah, gehört zu den grausamsten Schockmomenten der Kinogeschichte. Der Kapitän verschwindet in der Dunkelheit, und das Publikum ahnt, dass es kein Zurück gibt.

Vom Kriegsdrama bis zum Emmy
Begonnen hatte alles weit weniger glamourös, denn Tom Skerritt diente von 1951 bis 1955 bei der US Air Force, bevor er in Hollywood überhaupt Fuß fasste. Den Durchbruch brachte 1970 Robert Altmans Kriegssatire „MASH“, in der er den Chirurgen Duke Forrest spielte. Im Fernsehen kam der große Triumph erst spät. Als Sheriff Jimmy Brock in „Picket Fences“ gewann er 1993 den Emmy als bester Hauptdarsteller. Fans von „Cheers“ kennen ihn als Evan Drake, dem Rebecca vergeblich hinterherjagte.
Zweimal an der Seite von Sally Field
Eine Partnerin begleitete ihn gleich zweimal durch große Gefühle. In der Romanze „Magnolien aus Stahl“ spielte Skerritt 1989 den Ehemann von Sally Field. Fast zwei Jahrzehnte später fanden die beiden in „Brothers & Sisters“ wieder zusammen. Dort war er William Walker, der verstorbene Patriarch der Familie, dessen dunkle Geheimnisse nach seinem Tod ans Licht kamen. In Rückblenden stand er erneut neben Sally Field vor der Kamera. Für viele Serienfans war das ein Wiedersehen mit echter Gänsehaut, mitten in der turbulenten Geschichte der Familienserie.
Brothers & Sisters bei Disney+ sofort streamen (Affiliate-Link)
Die Rolle seines Lebens
Seine Lieblingsrolle, so sagte Skerritt einmal, fand er abseits von Kampfjets und Raumschiffen. In Robert Redfords „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ spielte er 1992 einen strengen protestantischen Pfarrer und den Vater von Brad Pitt. Und auch bis ins hohe Alter blieb er vor der Kamera. Zuletzt war er im Jahre 2025 im Drama „Broke“ zu sehen. Mehr als 170 Film- und Fernsehproduktionen stehen am Ende auf seinem Konto. Er hinterlässt seine Frau Julie Tokashiki und fünf Kinder. Am Himmel über Hollywood ist es nun ein Stück stiller geworden.