Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 7x07

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 7x07

In der Folge The Totally Excellent Adventures of Mack and the D der US-Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. sind Mack und Deke im Jahr 1982 gestrandet. Während Mack sich zurückzieht, um den Verlust der letzten Woche zu verarbeiten, geht Deke schließlich anderen Plänen nach.

Szenenfoto aus der Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.-Folge The Totally Excellent Adventures of Mack and the D (c) ABC
Szenenfoto aus der Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.-Folge The Totally Excellent Adventures of Mack and the D (c) ABC
© zenenfoto aus der Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.-Folge The Totally Excellent Adventures of Mack and the D (c) ABC

Hintergrundmusik gefällig? Wie wäre es mit Don't You (Forget About Me) von den Simple Minds?

The Totally Excellent Adventures of Mack and the D

Das ist/war also die (erste) 80er Episode unserer Agenten und erwartungsgemäß finden sich massig viele Referenzen an diese Ära in der Folge wieder. „WarGames“ (1983) macht für mich den Anfang, als Sibyl (Tamara Taylor) über einen Computer Kontakt zu Russell Feldman (Austin Basis) aufnimmt, um aus der Versenkung wieder hervorzukommen - inklusive der Überleitung zum Intro, was kurz aber ebenfalls relativ markant für den 1983er Film mit Matthew Broderick ist. In Sachen Sibyl geht es anschließend in Richtung „Nummer 5 lebt!“ (1986) und „Battlestar Galactica“ (1978 - also nicht ganz korrekt) weiter, wobei die Mischung aus Nummer 5 und den Zylonen eher an diverse B-Movies des Jahrzehnts erinnert, auch mit dem anschließenden Blutgehalt, wenn beispielsweise Cricket (Ryan Donowho) niedergesägt wird.

Aber ich möchte jetzt nicht unendlich Referenzen nennen, sondern zunächst ein wenig bewundern, dass auch die Story der Folge sehr stark an Actionfilme der 80er Jahre angelegt ist. Mack (Henry Simmons) als zögerlicher „Held“ mit Problemen, der erst überredet werden muss, um ins Geschehen einzusteigen. Deke (Jeff Ward) als jemand, der ein Team zusammenstellt, welches aus illustren Personen mit diversen Spezialfähigkeiten (so sinnlos sie teilweise auch sein mögen) besteht. Und dann haben wir noch Coulson (Clark Gregg), der als „Max Headroom“ (1987) am Abenteuer teilnimmt. Ein gewisser 80er Vibe ist da stets innerhalb und außerhalb der Geschichte spürbar, was ich positiv betrachten würde, zumal ich sehr viel vom Gezeigten mit meiner eigenen Kindheit verbinde.

Doch irgendwie fehlt bei all dem Spaß etwas. In erster Linie natürlich der Rest vom Team, welches durch die 80er Archetypen wie Olga (Jolene Anderson), Roxy (Tipper Newton), Tommy (John Yuan) und Ronnie (Matt Yuan) nicht adäquat ersetzt werden kann. Dekes „Undercover Band“ bleibt uns egal, womit auf dramatischer Ebene nur die verbalen Auseinandersetzungen zwischen Mack und Deke bleiben - und bei denen wissen wir bereits zu Beginn, wie sie enden werden. Oder hatte jemand einen anderen Ausgang erwartet?

Für mich war jedenfalls klar, dass Mack zunächst unsympathisch alle Hilfe oder Unterstützung von Deke ablehnen würde und lieber allein versucht, den Verlust der Eltern zu verarbeiten. Erst mit dem Auftritt der Killerroboter und mit der Erkenntnis, dass Deke regelmäßig beim jüngeren Alphonso Mackenzie vorbeigeschaut hat, um nach dem rechten zu sehen, führt zum Umdenken. Was Deke einen enormen Sympathie-Boost gibt - denn er verhält sich durchgehend mitfühlend und sorgt sich um seinen Anführer - wirkt sich für unsere Sicht auf Mack zunächst negativ aus. Jedenfalls, bis Mack sich schließlich wieder auf seine Rolle besinnt und beide Figuren nun eine stärkere Bindung zueinander haben als je zuvor. Aber wie gesagt, nichts anderes ließ sich erwarten.

Rahmenhandlung?

Zu Beginn werden wir mehrfach Zeugen eines Gesprächs zwischen Deke und May (Ming-Na Wen), welches offenbar nach dem Abenteuer spielt und wo Deke erklären soll, was in den letzten zwanzig Monaten passiert ist. Ist etwas mit Mack passiert? Oder soll uns das Gespräch vermitteln, dass wir alles aus der Perspektive von Deke erzählt bekommen und somit mit mehreren Übertreibungen rechnen müssen?

Es bleibt unklar, welche Absicht hier verfolgt wird, denn im späteren Verlauf wird diese Sitzung zwischen May und Deke nicht mehr aufgegriffen. Dass Yo-Yo (Natalia Cordova-Buckley) und May schließlich in der Zentrale auftauchen, wo sie mühelos alles von Mack, Deke und Coulson erfahren können, lässt diese Szenen geradezu redundant erscheinen. Es sei denn, da kommt nächste Woche noch etwas Unvorhersehbares auf uns zu - aber bis dato erschließt sich mir Sinn und Zweck dieses halben Rahmens nicht.

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Szenenfoto aus der Marvel%26#039,s Agents of S.H.I.E.L.D.-Folge The Totally Excellent Adventures of Mack and the D - © ABC

Sibyl

Sibyls Rückkehr - noch dazu in ähnlicher Version wie Coulson - zeigt uns, dass die Gefahr der Chronicoms weiterhin besteht. Von ihren Killerrobotern ist am Ende zwar nicht mehr viel übrig, aber wir bekommen noch zu sehen, wie das Objekt der Begierde in die Hände von Nathaniel Malick (Thomas E. Sullivan) gelangt, der sein Experiment aus der letzten Folge wohl doch überlebt hat.

Dieses Team-Up dürfte unseren Agenten neuerliche Steine in den Weg legen, wobei ich mich allerdings frage, wie lange die beiden miteinander auskommen werden. Nathaniel wird kaum die gleichen Fehler wie Russell begehen und auf lange Sicht unterscheiden sich die Motive von ihm und Sibyl doch zu sehr, um dauerhaft miteinander zu kooperieren. Aber warten wir es erstmal ab.

Sonstiges

Fitz (Iain De Caestecker) fehlt noch immer, was mit Blick darauf, dass wir jetzt schon sieben Folgen hinter uns haben, ein Unding ist. Sich diese Woche hauptsächlich auf Deke und Mack zu konzentrieren, lässt außerdem den Rest des Teams merklich fehlen. Eine kleine Nebenhandlung hätte da Abhilfe schaffen können, wenngleich die vermutlich leicht störend aufgefallen wäre.

Coulsons neuer Körper ist mit Sicherheit in Arbeit. Wobei mir das kleine Wiedersehen mit May gegen Episodenende gefallen hat - immerhin gibt sie zu, wie wichtig er fürs Team ist und dass Simmons (Elizabeth Henstridge) sie mit der Wiederbeschaffung seiner Festplatte beauftragt hat. Keine emotionale Reaktion (die hätte ich tatsächlich auch als „out of character“ empfunden), sondern schlicht ein bisschen Anerkennung für seine Rolle, was ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Fazit

Ganz so exzellent war das Abenteuer jetzt nicht, obwohl ich natürlich viel Spaß bei der Episode hatte. Aber abgesehen vom Unterhaltungsfaktor der zahlreichen 80er Referenzen bleibt leider nicht viel übrig, dazu ist die Entwicklung zwischen Mack und Deke zu vorhersehbar. An Spannung fehlt es auch, zumal die neuen Gesichter relativ bedeutungslos erscheinen, während der Rest vom Team spürbar fehlt. Von mir gibt es diese Woche drei von fünf Sternen. Und von euch?

Einen Ausblick auf die kommende Episode sehr Ihr hier:

Verfasser: Christian Schäfer am Samstag, 11. Juli 2020

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 7x07 Trailer

Episode
Staffel 7, Episode 7
(Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 7x07)
Deutscher Titel der Episode
Max Coulson
Titel der Episode im Original
The Totally Excellent Adventures of Mack and the D
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Mittwoch, 8. Juli 2020 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 1. Dezember 2021
Erstausstrahlung der Episode in der Mediathek
Mittwoch, 1. Dezember 2021
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Mittwoch, 1. Dezember 2021
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz
Mittwoch, 1. Dezember 2021
Autor
Brent Fletcher
Regisseur
Jesse Bochco

Schauspieler in der Episode Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 7x07

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