Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x22

© zenenfoto aus der „Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“-Episode „World's End'“ / (c) ABC
In der Folge World's End rüsten sich Coulson (Clark Gregg) und Co für die letzte Schlacht mit der Darkhold-modifizierten Aida (Mallory Jansen) und erhalten glücklicherweise Unterstützung von der einen Person, die sie in die Schranken weisen kann: Ghost Rider aka Robbie Reyes (Gabriel Luna). Wenn das Team das alles überlebt, soll außerdem das Philinda-Date nachgeholt werden, davor muss jedoch die Zephyr verteidigt werden.
Fitz (Iain De Caestecker) und Simmons (Elizabeth Henstridge) unterhalten sich derweil über seine Schuld an der Erschaffung von Aida/Ofelia, die weder Mensch noch Inhuman ist, sondern durch das schwarzmagische Darkhold und die Forschungen von Fitz an zwei Dutzend bekannten Inhumans modifiziert wurde. Simmons ist egal, ob eine Untersuchung der Vorfälle gemacht werden soll, sie will wissen, wie man ein Wesen töten kann, dass von zahlreichen Kugeln nicht gestoppt werden kann - dann kann man immer noch sehen, wer die Schuld übernimmt.

Im Framework erhält Elena aka Yo-Yo (Natalia Cordova-Buckley) Hilfe von Radcliffe (John Hannah), mit dem sie Mack (Henry Simmons) ausfindig macht, der sich um einige Hilfsbedürftige kümmert, die fliehen wollen. Hier ein kleiner Exkurs: Weder Triplett noch Ward (Brett Dalton) tauchen erneut auf und niemand erhält einen neuen Körper, die Autoren haben von dieser Möglichkeit also keinen Nutzen gemacht. Womöglich ist Ward nun also endgültig raus. Aber ich glaube, so etwas habe ich hier nicht zum ersten Mal geschrieben.
Kettenkryptonit
Aida plant offenbar mit dem Russen und dem Darkhold die Welt des Frameworks als die echte Welt zu erschaffen, indem ein Vorfall, vergleichbar mit der Hydra-Machtübernahme im Framework, erschaffen werden soll. Außerdem will sie Fitz leiden lassen und alle, die ihm etwas bedeuten. Dass das nicht so leicht geht, wie sie gerne hätte, sieht man bei der ersten - außerordentlich cool inszenierten - Konfrontation mit dem Ghost Rider, der es schafft, sie mit der Kette zu verletzen.
Politisch hat S.H.I.E.L.D. ebenfalls ein Problem, denn Talbot (Adrian Pasdar) gibt Coulson zu verstehen, dass die Vorfälle in der Öffentlichkeit Fragen aufgeworfen haben und er oder ein Stellvertreter die Organisation verteidigen sollen, weil sonst die erneute Auflösung der Organisation droht.
Robbie ist die bestmögliche Waffe gegen Aida, denn er hat sie durch einen Riss in der dunklen Welt gefunden und wird quasi von ihr angezogen, denn der Rider will sie in die Hölle zurückschicken, aus der sie kommt.
I'm a fake, fake girl in a fake, fake world

Im Framework übernimmt Radcliffe zunächst für Yo-Yo die Kommunikation mit Mack, der sie jedoch weitestgehend ignoriert und sich stattdessen um die Hilfsbedürftigen und seine Tochter kümmert. Das Durchdringen gestaltet sich als Herausforderung.
Auch später im Bus hat seine Freundin aus der echten Welt nur wenig Erfolg. Durch den S.H.I.E.L.D.-Eingriff verschwinden bald alle außer Radcliffe, Yo-Yo, Hope und Simmons. Später greift Elena im Gespräch mit Radcliffe zu schweren Geschützen und verbalisiert, dass sie nicht versteht, warum er eine falsche Tochter ihrer echten Liebe vorzieht. Allerdings hat sie dabei nicht bedacht, dass sie die mitlauschende Hope traumatisiert, die nun nach Erklärungen ringt.
Durch Daisys Hintertür soll den beiden Agenten die Flucht ermöglicht werden und Radcliffe versucht sie auch davon zu überzeugen, dass das die beste Idee ist. Allerdings will Yo-Yo nicht gehen, wenn Mack bleibt. So muss es erst zum Verschwinden von Hope und einem ziemlich emotionalen Abschied kommen, dass sich hier etwas tut.
Yo-Yo wacht zuerst auf und für einen kurzen Moment scheint es so, als wäre Mack vor Schmerz das Herz gebrochen, doch schließlich wacht er auch auf und freut sich, sie wieder zu sehen. Mack hat also in gewisser, wenn auch schmerzhafter Weise das bekommen, wonach er sich gesehnt hat - wahrscheinlich als einziger S.H.I.E.L.D.-Agent, der im Framework war: viel Zeit und kostbare Erinnerungen mit seiner Tochter und das Wiedersehen sowie eine mögliche Zukunft mit Yo-Yo.

Framework Reloaded
In der echten Welt erscheint der Russe bei der Versammlung, die die S.H.I.E.L.D.-Situation klären soll und schiebt ihnen in Sachen Inhumans den schwarzen Peter zu. Das Darkhold verspricht aber eine Lösung, die Talbot für Bullshit erklärt und kurz darauf von einer Fake-Daisy angeschossen wird. Der Rest des Teams schreitet ein und versucht, Aufklärung zu bringen, was aber nicht so einfach ist, weil die Geschichte für Otto-Normal-Politiker zu kompliziert ist - und außerdem gibt es belastende Kameraaufnahmen.
Doch die Fake-Daisy, die Aidas großes Ass ist, wird vom Ghost Rider relativ schnell wieder aus dem Verkehr gezogen, obwohl sie de facto ihren Auftrag schon erfüllt hat. Daisys Tat soll diejenige sein, die die Inhumans in Ungnade fallen lässt, doch genau das will das Team verhindern.
Durch das Team-up zwischen Quake und den Ghost Rider werden wir Zeuge einiger schöner Kampfszenen und Double-Team-Moves, wobei auch der Superior besiegt wird. Da ärgert sich Coulson zu Recht, es verpasst zu haben. Aida kann sich wieder mal teleportieren.
Coulson reicht es und er schwört sein Team auf Teamwork ein, wie in guten alten Zeiten.
Teamwork

Die Szene, in der sich Aida zu FitzSimmons teleportiert, ist in gewisser Weise typisch für die Serie, und eigentlich müsste ich in der Lage sein, sie zu durchschauen, aber die Autoren haben mich dennoch wieder erwischt. Denn, weil wir als Zuschauer einige Hintergründe nicht sehen, denken wir, dass wir es mit der echten Simmons zu tun haben, die von Aida per Schraubenzieher erstochen und obendrein geschockt wird.
Diese wurde aber schlauerweise durch einen LMD getauscht. Perfekt wird die Täuschung auch dadurch gemacht, dass sich Simmons die Sticheleien in Richtung Aida nicht verkneifen kann und weil die frühere Androidin mit ihren Rachegelüsten und Teleportkräften so herrlich böse herüberkommt, wofür man Jansen wieder einmal nur loben will - wahrscheinlich zum letzten Mal.
Denn durch einen Deal mit dem Spirit of Vengeance ist es nun Coulson, der sich kurzzeitig den Körper mit dem Rachegeist teilt und so Aida den finalen Stoß verpassen soll. Auch wenn sie sich mehrfach zu wehren versucht, gelingt es, sie zu Asche werden zu lassen.
Was bleibt, ist ein Geheimnis, das Coulson vor dem Team verbirgt, aber später mit ihm teilen will. Denn es gibt wohl einen Grund, warum der Deal zustande kommen konnte und wahrscheinlich hat das etwas mit Coulsons Ableben zu tun. Der Ghost Rider wird wieder mit Robbie vereint, der nun das Darkhold an einen sicheren Ort bringen will, während Daisy sich um seinen Bruder kümmern soll.
We're all in this together

Fitz will sich nach dem Besiegen von Aida wegen seiner Taten stellen, während das Team ihn überzeugt, dass sie alle beteiligt waren und zusammenhalten. Für ein letztes Abendmahl ist dennoch Zeit und so besuchen sie ein Diner und freuen sich schon auf die Kuchenauswahl. Talbot ist zwar am Leben, aber im Koma, Radcliffe bleibt im Framework zurück, bis auch er verschwindet, weil es abgeschaltet ist, und das Team von Coulson wird von einer mysteriösen Truppe verhaftet, die die Zeit anhalten kann.
In der letzten Szene sehen wir dann Coulson beim Aufwachen in einer Schiffskabine und vor seinem Fenster kann man erkennen, dass er sich im All befinden muss. Lautet der Name des ersten neuen Arcs aus Staffel fünf etwa „Agents of S.W.O.R.D.“? Die Kurzfassung für alle Nichtcomickenner: Dabei handelt es sich um das Weltraumäquivalent von S.H.I.E.L.D., welches sich um außerirdische Bedrohungen kümmert. Angeführt wird S.W.O.R.D. von der grünhaarigen Abigail Brand. Der Infinity War mit Thanos nähert sich - was wäre also passender, wenn es in das Weltall gehen würde?
Fazit
World's End ist ein gutes, wenn auch kein absolut perfektes Staffelfinale für die Marvel-Serie. Die Rückkehr des Ghost Riders ist vielleicht ein wenig zu passend und glücklich, weil er genau das richtige Gegenmittel gegen Wannabe-Welteroberin Aida darstellt und dann etwas zu leichtes Spiel mit ihr und ihren Helfern hat, was aber verziehen werden kann, weil dabei schön anzusehende Szenen entstehen.
Eine Frage, die sich ebenfalls stellt: Wann wussten die Kreativen über die Verlängerung Bescheid? Denn Mack und Yo-Yo kriegen zwar eine Art Happy End, aber Philanda noch nicht. Aber das ist nun ja okay und wir haben noch Zeit.
So endet also eine ziemlich interessante vierte Staffel von „MAoS“, die statt aus zwei diesmal aus drei Handlungssträngen bestand. Hatte ich vorher gedacht, dass der Ghost Rider am spannendsten würde, muss ich klar sagen, dass mir die Geschichte rund um Radcliffe und Aida deutlich besser gefallen hat, auch wenn Aida schon von Anfang an im Hintergrund aufgebaut wurde. Jansen und De Caestecker sowie Hannah zählen für mich zu den MVPs der vierten Staffel, die viele tolle Momente getragen haben, während Quake und Ghost Rider verlässliche Actionhöhepunkte geliefert haben.
Im Rückblick hätte ich am ehesten auf die Figur Mace verzichten können und auch der Russe war ein bisschen zu generisch und unspannend.
Verfasser: Adam Arndt am Mittwoch, 17. Mai 2017Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x22 Trailer
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