Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x21

© zenenfoto aus der âMarvel's Agents of S.H.I.E.L.D.â-Episode âThe Returnâ / (c) ABC
Wenn es bei Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. hoch her geht, dann aber so richtig, wie beispielsweise in The Return, der vorletzten Episode der vierten Staffel.
Dabei sehen wir die ganze Aufregung um die Mensch gewordene Aida (Mallory Jansen) und ihre EntfĂŒhrung von Fitz (Iain De Caestecker) aus der Perspektive des Russen (Zach McGowan), der sich mit dem Darkhold vertraut macht. WĂ€hrend Coulson (Clark Gregg) und May (Ming-Na Wen) zurĂŒckbleiben und versuchen einen Ausweg zu finden. Dabei kommt heraus, dass im Framework Inhuman-Daten gesammelt wurden, um damit zu experimentieren, denn Aida hat TeleportationskrĂ€fte, die an Gordon erinnern. Coulson und May sind derweil noch damit beschĂ€ftigt die zwei Leben und Erinnerungen in ihrem Kopf auseinander zu dividieren und zu schauen, was echt und was simuliert ist.
Die Limitierungen des Russen wurde derweil wie versprochen aufgehoben und er kann seinem Erzfeind Coulson wieder nach seinem Leben trachten. Zudem gibt es nun unzĂ€hlige Kopien des Russen, eine davon ist bald ein Gesicht Ă€rmer, weil der S.H.I.E.L.D.-Director sein Schild benutzt, um ihn auszuschalten. Optisch einer der Leckerbissen der Episode. May braucht derweil die Kurzfassung von allem, was sie verpasst hat, seit sie zum Framework-Versuchskaninchen wurde, denn selbst die Auflösung rund um den Ghost Rider hat sie âverpenntâ.
Dabei zeigt sie sich enttĂ€uscht darĂŒber, dass Coulson so lange gebraucht hat, um ihre AI-Kopie zu entlarven, doch zunĂ€chst heiĂt es KrĂ€fte tanken. Noch so langer Zeit in Stasis hat May sicherlich ein bisschen Ausdauer und Muskelmasse verloren. Es gilt die Kontrolle ĂŒber die Station zu ĂŒbernehmen, bis sie eine Lösung zum zurĂŒckgebliebenen Mack (Henry Simmons) finden. Dann kann vielleicht auch der gemeinsame Drink beim Date bestellt werden...
Unter Beschuss

Daisy (Chloe Bennet) und Simmons (Elizabeth Henstridge) kehren im Flieger zurĂŒck, der unter Beschuss steht und von Piper, Yo-Yo (Natalia Cordova-Buckley) und einer Handvoll weiterer S.H.I.E.L.D.-Agenten beschĂŒtzt wurde. Yo-Yo hilft beim Fixen eines entstanden Problems und so kann der Kamikaze-Flieger in letzter Minuten erfolgreich abgewehrt werden. Bleiben noch andere Probleme: Etwa Macks Entscheidung bei Tochter Hope im Framework zu verweilen, was Yo-Yo ganz und gar nicht gefĂ€llt. Am liebsten wĂŒrde die impulsive und leidenschaftliche Inhumans-Frau sofort Mack vom Gegenteil ĂŒberzeugen und sich ins Framework laden, doch Daisy will sie abhalten, wohlwissend, was dort auf sie lauert und weil man sie eigentlich gut gebrauchen könnte.
Die Frage, warum der Flieger nicht einmal nachtanken und nachladen war, wird ebenfalls geklĂ€rt, denn General Glenn Talbot (Adrian Pasdar) vermutet wieder das Schlimmste: Die Robocalypse, die S.H.I.E.L.D. ĂŒbernommen hat.
Please love me!
Aida teleportiert sich mit Fitz im Schlepptau an einen Strand und versucht ihn davon zu ĂŒberzeugen, dass sie stets nur das Beste wollte und durch Radcliffes Programmierung manipuliert wurde. Denn sie hat angeblich nur zwei Stellschrauben in der alternativen Welt verdreht: Alistair Fitz zurĂŒckgeholt und sich ihm vorgestellt (nebenbei noch Simmons aus dem Universum gelöscht). Die stets gut aufspielende Mallory Jansen, darf in dieser Folge als Inhuman noch einmal zeigen, was das emotionale Spektrum zu bieten hat und gegenĂŒber Fitz zunĂ€chst einmal ihre positive Seite zur Schau stellen, die Liebe, Freude und Zuneigung fĂŒhlt und an Fitz' Seite sein möchte.
Doch wegen der unmittelbaren Vergangenheit, die noch in seinem Kopf herumschwirrt, lĂ€sst sich nicht leugnen, welche Bosheiten sie dafĂŒr in Kauf genommen hat. Da hilft auch nicht das Honig-ums-Maul-Schmieren. Das Flirten wirkt nĂ€mlich wahnsinnig unheimlich, auch wenn Fitz die richtige emotionale Distanz wahrt und die passenden analytischen Fragen stellt, etwa ob sie Empathie empfindet. Schon bald kommt heraus, dass sie den Russen etwas versprochen hat, was Teile des Teams in Lebensgefahr bringt. Denn Philinda mĂŒssen sich den Russenbots stellen, auch wenn etwas Aufputschmittel im Spiel ist. Der Kampf ist nur eine Ablenkung, denn die ganze Station mit den Agenten darin soll geflutet werden. Fitz bringt Aida immerhin so weit, dass sie ein schlechtes Gewissen bekommt und helfen soll, aber auch Daisy und Yo-Yo sind zur Stelle und bieten eine Fluchtchance. Allerdings scheint es zu spĂ€t fĂŒr Mack sein, den Yo-Yo retten möchte.
Hier kommt nun Aida ins Spiel, die per Teleport Wiedergutmachung leisten kann, nachdem sie den Russen verbal nicht ĂŒberzeugen kann, seinen Plan zu stoppen. Eine kleine beilĂ€ufige Anmerkung ist an dieser Stelle durchaus interessant: Der Russe sagt sinngemĂ€Ă, dass sein Körper gemacht wurde, um zu töten. Die Comicfigur M.O.D.O.K. (Mental/Mobile/Mechanized Organism Designed Only for Killing) lĂ€sst hier grĂŒĂen.
Aidas gute Tat wird von Simmons mit SchĂŒssen (aus dem Icer) in Richtung der Androiden und ihres Partners Fitz vergolten, die dann in die krĂ€ftedĂ€mpfende Zelle verfrachtet werden.
Bestrafung
Die Annahme ist, dass die Zelle Aidas KrĂ€fte unterdrĂŒcken kann, denn das hat auch bei Gordon geklappt. Was jedoch wichtiger fĂŒr die S.H.I.E.L.D.-Agenten ist: Was passiert mit den beiden Eingesperrten? Da Aida nun ein Mensch ist, sollte man sie nicht einfach so töten, denn sie könnte eine komplett neue Person sein. WĂ€hrend auch diskutiert wird, ob Fitz' Verbrechen innerhalb des Frameworks geahndet werden mĂŒssen. In gewisser Weise tragen die beiden, also Fitz und Aida, Schuld am Ableben von Mace, wobei man hier auch May hinzurechnen könnte. Fitz hat darĂŒber hinaus die virtuelle Agnes getötet und andere gequĂ€lt und gefoltert. Simmons kĂ€mpft zwar fĂŒr Fitz, sieht sich jedoch einiger starker Argumente ausgesetzt.
Fitz selbst gibt sich in der Zelle die Schuld fĂŒr seine Handlungen und vergleicht sich mit Ward. Allerdings kann man durch die Manipulation und den Eingriff in seinen Geist sicherlich auch gegen eine Bestrafung plĂ€dieren, da er nicht Herr ĂŒber sich selbst war.
No room in my heart for two people
WĂ€hrend Fitz und Aida in der Zelle eingesperrt sind, nimmt die Episode immens an Fahrt auf, was auch daran liegt, dass die ruhige und fröhliche Aida plötzlich ins genaue Gegenteil umschlĂ€gt. Zwar ist er ĂŒberzeugt, dass seine Zukunft mit Gemma vom Tisch ist (was diese mithört), aber gleichzeitig macht er unmissverstĂ€ndlich klar, dass sie die einzige ist, die Platz in seinem Herzen hat, was die verliebte Androidin eiskalt erwischt. Ihre erste Abfuhr sorgt fĂŒr einen Amoklauf sondergleichen, denn sie kann nicht nur teleportieren, sondern hat wohl ein Best-of an Inhuman-KrĂ€ften in den neuen Körper integrieren lassen, darunter die Elektrokraft von Lincoln und RegenerationsfĂ€higkeit, denn SchĂŒsse scheinen sie nur kurzfristig aufzuhalten.

Als Simmons sieht, dass Fitz in Gefahr schwebt, will sie ihn rausholen, doch unpassenderweise taucht Talbot mit einigen Soldaten auf und will von Coulson erfahren, was vorgefallen ist. Die Zeit nutzt Aida nicht nur zur Flucht aus der Zelle, sondern auch zum Mord an einigen Agenten und Soldaten. Aida wirkt wie hier mit einfachen Mitteln wie ein bedrohliches Monster in einem Horrorfilm, was ĂŒberraschend und mordernd auftauchen könnte und das nur, weil sie eine Abfuhr erhalten hat.
Fitz versucht seine Kollegen zu warnen, dass sie nicht gestoppt werden kann und May scheint die einzige zu sein, die eine Vorstellung hat, wieso das so ist. Es muss einen Inhuman geben, dessen KrĂ€fte selbst May schocken (kann es jemand anderes sein als Lash?). Um den Kampf örtlich einzuschrĂ€nken ĂŒberzeugt Coulson Talbot zum RĂŒckzug, wĂ€hrend die S.H.I.E.L.D.-Agenten mit der Z1 abheben.
Allerdings fehlt jede Spur von Yo-Yo, die sich doch heimlich ins Framework geschlichen hat und dort gefesselt aufwacht. Ofelia kehrt zum Russen zurĂŒck, der durch das Dakhold zu einem neuen Plan inspiriert wurde, um die Welt zu unterjochen. Die geprellte Aida kĂŒsst zwar einen der zahlreichen Roboter, zerstört ihn dann aber kurz danach. Doch schon um die nĂ€chste Ecke wartet der nĂ€chste. Aida will die Menschheit leiden sehen und verbĂŒndet sich erneut mit ihrer Neuschöpfung, die nun Rollen getauscht haben. Er, ist ein Roboter, sie ein Ăbermensch. Was genau sie planen, kommt dann im Staffelfinale ans Licht. Hoffnung erscheint derweil durch das Darkhold-Portal, denn der Ghost Rider ist zurĂŒck und er dĂŒrfte die Mittel haben, um der Magie des Darkhold Einhalt zu gebieten und Aida zu stoppen. Wenn nicht er, wer dann?
Fazit

Wenn man denkt, dass die Serie auf eine halbwegs friedliche Auflösung des Handlungsbogens zusteuert, wird man noch einmal mit einer Wendung ĂŒberrascht, die mit spannendem, wenn vielleicht auch manchmal etwas zu dick aufgetragenem Schauspiel daherkommt. Allerdings passen die teils kindlichen, ĂŒberzogenen Ausraster von Aida gut zur Situation und der Tatsache, dass sie erst seit wenigen Stunden ein echter Mensch mit echten Emotionen ist.
In den Kommentaren zu den Reviews habe ich schon eine Variante zur Auflösung des gesamten Handlungsbogens gefunden, die eventuell zur RealitĂ€t wird und mir gefallen hat. Denn irgendwie muss Mack ja wahrscheinlich aus dem Framework kommen. Womöglich erhĂ€lt Hope (eventuell auch Triplett oder Ward) durch Aidas Technologie einen echten Körper, der Ghost Rider und Daisy kĂŒmmern sich um Aida und es könnte ein Happy End fĂŒr FitzSimmons und Philinda geben. Je nachdem ob es eine VerlĂ€ngerung gibt oder nicht, könnte man dann eine schöne Schleife um alles wickeln. Wir werden sehen. NĂ€chste Woche sind wir schlauer.
Trailer zur Episode World's End der Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. (4x22):
Verfasser: Adam Arndt am Mittwoch, 10. Mai 2017Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x21 Trailer
(Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x21)
Schauspieler in der Episode Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x21
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