Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x20

© zenenfoto aus der „Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“-Episode „Farewell, Cruel World!“ / (c) ABC
In der Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.-Folge Farewell, Cruel World! befinden wir uns offenbar zehn Tage tief in der Welt von Aidas Framework, in dem Hydra das Sagen hat. Diesmal sehen wir, was in der echten Welt im Zephyr passiert, in dem die S.H.I.E.L.D.-Agenten und Yo-Yo Acht auf Simmons (Elizabeth Henstridge) und Daisy (Chloe Bennet) geben. Denn die Mission geht ohnehin schon viel länger als angedacht, so dass Energiereserven und Sprit sich dem Ende zuneigen. Nun soll der Tarnmodus deaktiviert werden, was einige Gefahren birgt.
Nebenbei verdeutlicht diese Perspektive, dass der Konflikt zwischen S.H.I.E.L.D. und Aida (Mallory Jansen) eigentlich recht überschaubar ist. Er involviert eine Handvoll Menschen und die AI-Lady, die alles daran setzt, ein Mensch zu werden, um ihrer Programmierung ein Schnippchen zu schlagen. Dazu spielt sich alles nur auf dem Flieger sowie der Bohrinsel des Russen ab. Die Welt schwebt aktuell also nicht so richtig in Gefahr, dafür aber die Protagonisten. Ich habe mich in einem vergangenen Review schon gefragt, was Aida mit einem Körper plant, denn eigentlich macht sie das Unterfangen nur verwundbar, aber wir werden sehen. Womöglich gibt es noch einen Darkhold-Twist, den wir nicht auf der Rechnung haben.
Show, don't tell
Die Tage des Framework sind gezählt, denn der Plan ist Simmons bekannt, während Daisy eine Exitstrategie durch Radcliffe (John Hannah) kennt und das Team darauf vorbereitet. In ihren Augen wäre Fitz (Iain De Caestecker) momentan in der Verlustsparte einzuordnen, denn ihn auf die Seite der Guten zu bringen, würde zu lange dauern. Doch das will Simmons nicht unversucht lassen.
Eigentlich gilt es, das Team zusammenzuhalten und so wird Mack (Henry Simmons) davon abgehalten, mit Hope Platz für andere zu machen, wobei seine Tochter ihn jedoch zur weiteren Hilfe überzeugt. Coulson (Clark Gregg) weiht May (Ming-Na Wen) derweil ein, dass die ganze Welt nur ein Fakekonstrukt ist, doch nachdem sie ein falsches Leben geführt hat, will sie handfeste Beweise sehen.
Zweite Chancen
Fitz sucht derweil Radcliffe auf und möchte erfahren, worüber er mit Skye gesprochen hat. Er kassiert dabei wieder einmal Prügel, erfährt vom bösen Doktor aber auch mehr zu Aidas großem Menschwerdungsplan, den sie durch das Darkhold und seine Hilfe umsetzen kann. Sie ist äußerst geschickt darin, Schlüpflöcher in ihrer Programmierung zu finden, was Radcliffe nur bewundern kann. Fitz bietet ihm außerdem eine verlockende Chance an: Auch ihm könnte man einen neuen Körper herstellen und ihm so ewiges (?) Leben verschaffen. Tatsächlich bringt ihn das zum Kooperieren.

Simmons erfährt derweil von May, dass Alistair Fitz (David O'Hara) die kleine Stellschraube ist, die für Leo die eine Veränderung bedeutet. Sie erhofft sich durch Einflussnahme auf ihn, auch ihren Liebsten zu erreichen. Also steht sie mit Waffe auf dessen Türschwelle und erpresst ihn. Er soll seinen Sohn zu ihr locken, doch stattdessen verrät er beim Telefonat, dass sie bei ihm ist. Es folgt ein Handgemenge und Fitz hört, dass sich ein Schuss löst, der seinen Fakevater dahinrafft. So überzeugt sie Fitz jedenfalls nicht von ihrer Liebe. Allerdings begeht Simmons einen emotionalen Anfängerfehler, weil sie Fitz Sr. verrät, dass sie Leo nie etwas antun könnte. Das dürfte wahrscheinlich den Stein des Anstoßes liefern, dass er einen direkten Angriff auf sie wagt.
Fitz Jr. reagiert sich später an Radcliffe ab und schwört Simmons Rache. Als Aida davon erfährt, versucht sie, Fitz von seinen Racheplänen abzubringen, scheitert aber und muss nun ihren Plan beschleunigen, denn die Zeit läuft davon. Sonst droht S.H.I.E.L.D. zu entkommen, ehe der Körper fertig ist.
Bevor wir das Framework verlassen, gibt es noch ein paar nette kleine Details. Triplett (B. J. Britt) wird euphorisch von Skye umarmt und glaubt später, dass er mit einer der S.H.I.E.L.D.-Damen zusammen sein könnte, was aber nicht stimmt. Später steht die Idee im Raum, dass er doch das Patriot-Kostüm überstreifen könnte und somit der Nachfolger von Mace wäre.
In der gleichen Zeit wird Coulson kurzzeitig als Gesicht der Revolution gehandelt, weil er im Fernsehen die Wahrheit verbreitet hat.

No way out?
Die Koordinaten von Radcliffe führen zu einer Fabrikanlage, in der Stahl geschmolzen zu werden scheint. Das Team glaubt schon, verloren zu haben, bis Skye auf die Idee kommt, ihre Kräfte einzusetzen - und siehe da, es versteckt sich doch noch ein Portal dahinter.
Die Flucht könnte eigentlich beginnen, doch Coulson wird angeschossen, was dazu genutzt wird, dass Mays Vertrauen zu ihm auf die Probe gestellt werden soll - und ein bisschen auch, um das alte Philanda-Feeling zu wecken. Er geht entsprechend als Erstes durchs Portal und kommt in der realen Welt wieder an. May lässt zwar etwas, aber nicht besonders lange auf sich warten. Coulsons Sprung tut aber noch etwas anderes: Auf eindrucksvolle Weise wird verdeutlicht, dass das Framework nur eine künstlich erschaffene Welt aus dem Computer ist.
You mean nothing to me
Dann ist Simmons dran, doch der wütende Fitz findet sie und ist immer noch schwer verletzt durch den Mord an seinem Vater. Als sie nicht knien will, schießt er ihr ins Knie - und für einen kurzen Moment sorgt man sich um FitzSimmons. Worte tun an dieser Stelle mehr weh als eine Kugel, als dieser Fitz sagt, dass sie ihm rein gar nichts bedeutet.
Doch bevor Fitz eine Dummheit begeht, schreitet Radcliffe ein, haut Fitz k. o. und Simmons erwacht, just, als das Flugzeug beschossen wird. Fitz hat ein böses Erwachen, weil er sich an alle seine üblen Taten erinnert. Wie genau das ihn verändert, müssen wir sehen. Doch das Paar hat schon viele Traumen überstanden, also vielleicht auch diese schreckliche Fantasiewelt. Doch die nun fertige Aida im brandneuen Körper kann den verwirrten Fitz überraschen und sich mit ihm wegteleportieren. Ist sie also gar kein Mensch, sondern ein Inhuman? Aida 3 oder 4.0 ist noch nicht fertig mit Fitz. Hoffen wir auf das Beste.

Bleibt also noch Mack, der jedoch hier das hat, was ihm in der echten Welt fehlt: Töchterchen Hope aka Sparkplug. Und hier bin ich gespalten. Ihm fehlen die Erinnerungen an Yo-Yo, aber Skye entscheidet, dass sie ihm nicht alles über die echte Welt sagt und lieber diese Lüge leben lässt. Immerhin lebt er noch, weswegen hier das letzte Wort noch nicht gesprochen sein könnte. Ein wenig mehr Zeit mit der Tochter ist auf jeden Fall eine gute Belohnung. Triplett und er bleiben also zurück - und auch Ward (der in dieser Folge keine Rolle spielt). Zwei Folgen bleiben noch und der Stecker wurde noch lange nicht gezogen. Sie sind immer noch in Kansas oder doch nicht?
Fazit

Raus aus dem Framework, rein in einen neuen Albtraum. Denn mithilfe des Darkhold hat sich Aida wieder einmal neues Leben eingehaucht und präsentiert ein verbessertes Modell ihrer selbst, das nun auch in diesem magisch-menschlichen Körper nicht zu unterschätzen sein dürfte. Es scheint, dass sie ihre Schwächen und Limitierungen erkannt und hinter sich gelassen hat. Doch wenn sie wirklich ein Mensch ist, kann sie nicht ohne Schwäche sein.
Diese Folge glänzt wieder durch einige tolle und emotionale Momente, etwa zwischen FitzSimmons, Philinda oder aber auch beim Vater-Tochter-Gespann Mack und Hope. Auch der Einfall, die Perspektive der S.H.I.E.L.D-Aufpasser zu zeigen, gefällt mir sehr gut.
Bleibt abzuwarten, was die Autoren noch für die abschließenden Folgen der Staffel auf Lager haben und ob es darüber hinaus eine Zukunft für Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. gibt.
Trailer zur Episode The Return der US-Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. (4x21):
Verfasser: Adam Arndt am Mittwoch, 3. Mai 2017Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x20 Trailer
(Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x20)
Schauspieler in der Episode Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 4x20
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