Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 1x22

Die erste Staffel der US-Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. ist Geschichte. Die Finalepisode heißt Beginning of the End und bringt das erste Kapitel von Agent Coulsons S.H.I.E.L.D.-Team, das zeitweise auch „Agents of N.O.T.H.I.N.G.“ hätten heißen können, zu einem Abschluss. Allerdings wiederholt dieses Staffelfinale einige kleinere Fehler, die eigentlich schon als ausgemerzt galten. Auch das überzogene Spiel von Bill Paxton alias John Garrett muss erst einmal akzeptiert werden. Dessen Lebensrettung durch das GH-325 jedenfalls schaltet sämtliche Sicherungen der Zurechnungsfähigkeit aus und lässt ihn zu einem Bwa-Ha-Ha-Schurken werden.
Team Coulson versus Centipede
Zunächst muss der Cliffhanger der letzten Episode aufgelöst werden. Coulson (Clark Gregg), May, Triplett (B.J. Britt) und Skye (Chloe Bennet) kämpfen gegen Centipede-Soldaten und den Berserkerstab. Die Art, wie das abläuft, gehört jedoch zu alten Schwächen, die von der Serie eigentlich in den letzten Folgen abgelegt wurden. Sicherlich, die Autoren haben sich eine Steilvorlage gelegt, als sie im Cliffhanger der vorherigen Episoden den Berserkerstab prominent ins Licht gerückt haben, aber dass May (Ming-Na) dann in einem Sekundenbruchteil damit die Situation umkehren kann und den Ort regelrecht zum Einstürzen bringt, geht doch etwas schnell. Allerdings will man in diesen knapp 40 Minuten auch sehr viel erzählen, weshalb man das als Zuschauer hinnimmt und abwartet, was der Rest der Folge bringt.
Garrett verliert die Beherrschung
Ward (Brett Dalton) merkt inzwischen, dass das gespritzte Mittel seinem Supervising Officer Garrett zu Kopf steigt und er das Ziel aus den Augen zu verlieren scheint. Was war das eigentlich, außer das eigene Leben zu retten? Garrett verspricht dem gefolgsamen Ward das, was er versprochen haben will. Der eigentliche Plan - es ist die Rede von einem Coup oder einem Umsturz - scheint in weite Ferne zu rücken. Coulsons Team versucht nämlich, sämtliche Pläne zu durchkreuzen, und auch Garrett selbst betreibt massive Selbstsabotage.
Das fängt damit an, dass er das ganze Alienmittel selbst verbraucht hat und Ian Quinn (David Conrad) so nichts mehr übrig lässt, um neue Supersoldaten zu schaffen. Dann stellt der größenwahnsinnige Garrett Raina (Ruth Negga) in Aussicht, dass sie das Graviton anstelle von Quinn erhalten könnte, dem dieses bereits als Bezahlung versprochen worden war. Schließlich sabotiert er Quinns Cybertek-Tour, die darauf abzielen sollte, mit dem US-Militär ins Geschäft zu kommen. Stattdessen legt er sich mit dem General an, der seine Respektlosigkeit nicht unkommentiert lässt. Dies wiederum besiegelt dessen Todesurteil, während die restlichen Begleiter eingesperrt werden müssen.
In Bezug auf Raina kommt immerhin heraus, dass sie so etwas wie eine „freie Mitarbeiterin“ ist und niemandem wirklich angehört. Also weder Hydra noch Centipede oder S.H.I.E.L.D. - ihr Interesse gilt der Wissenschaft, der Neugier und der Evolution. Skye scheint für ihre Pläne allerdings von enormer Wichtigkeit zu sein und sie weiß auch mehr, als sie allen anderen sagt.
Auch Coulsons Team verhält sich anders, als man es von ihm gewohnt ist. Coulson sieht nur, dass Fitz (Iain De Caestecker) und Simmons (Elizabeth Henstridge) erfolgreich dabei waren, einen Peilsender unterzubringen, hinterfragt aber nicht, ob sie womöglich in Gefahr schweben oder Rettung benötigen. Stattdessen priorisiert man den Angriff auf die Cybertek-Einrichtung, was wieder mit einigen old school-Gadgets wie dem „Noisemaker“, der seinen Namen verdient, geschieht.
FitzSimmons in Lebensgefahr
Während all dies geschieht sind Fitz und Simmons in dem vom Flugzeug abgeworfenen Raum eingesperrt. Dieser ist nun auf den Meeresboden gesunken und zunächst sieht es mit den Chancen um ein Entkommen nicht gut aus, denn Fitz hat sich einen Arm gebrochen und während Simmons' Bewusstlosigkeit bereits einige Szenarien durchgespielt. Doch ihm ist nichts eingefallen, was sie befreien könnte. Versorgungstechnisch steht es ebenfalls nicht gut um sie.
Also wird über den Tod und das Danach philosophiert. Dabei wird der Energieerhaltungssatz diskutiert, bei dem Energie zwar in andere Energieformen umgewandelt werden, aber in einem abgeschlossenen System nicht erzeugt oder vernichtet werden kann. Die beiden Wissenschaftler haben demnach eine wissenschaftlich inspirierte Auffassung zum Thema Reinkarnation.
Das Gespräch führt aber dazu, dass sie auf einen Lösungsweg kommen. Die Fenster sind zwar kugelsicher, aber die Rahmen können mithilfe des Defibrillators, dem umliegenden Wasser und einer chemischen Reaktion gesprengt werden. Allerdings reicht der Sauerstoff nach der Sprengung nur für eine Person - und diese soll Simmons sein, weil sie die bessere Schwimmerin ist und auch, weil ihr Arm nicht gebrochen ist.
Simmons hat Angst davor, was mit ihrem Laborpartner und Freund passiert und reagiert zu emotional. Fitz setzt sie unter Zugzwang, als er die Apparatur auslöst. Der Plan geht auf - doch was tun, wenn man an der Oberfläche ist? Rettung kommt von gänzlich unerwarteter Quelle: Nick Fury (Samuel L. Jackson) persönlich reicht Simmons aus einem Helikopter die Hand. Eigentlich auf der Suche nach Coulson findet er also FitzSimmons auf und hat natürlich (!) die passenden Mittel zum Aufpäppeln parat. Simmons kommt zunächst in eine Kompressionskammer und auch Fitz, der das ganze überlebt hat, wird medizinisch betreut.
Immerhin hat Fury diesmal wirklich einiges an screen time und ist eine Bereicherung für die Serie. Ganz so cool wie etwa in „Return of the First Avenger“ kommt die Inszenierung zwar nicht daher, aber dort ist das Budget auch wesentlich höher.
Team Coulson vs. Cybertek

Dem Coulson-Quartett gelingt es in der Zwischenzeit, Cybertek zu infiltrieren. Wie am Schnürchen läuft Coulsons Plan, der ganz genau weiß, wie die Notfallprotokolle bei Cybertek aussehen. Das muss wohl in den Dokumenten im Aktenschrank aus der letzten Episode gestanden haben... Jedenfalls werden die ferngesteuerten Centipede-Soldaten auf default directive umgestellt. Diese sieht vor, John Garrett zu beschützen. Bei Michael Peterson (J. August Richards) wirkt dies jedoch nicht, weil er ihm nach seiner Programmierung ohnehin nicht von der Seite weichen soll.
Skye versucht derweil, Informationen aus dem Cybertek-Mitarbeiter Kyle (Josh Daugherty) zu holen, den wir am Anfang der Episode als jemanden kennenlernen, der neue Mitarbeiter herumführt. Bald kommt jedoch Ward hinzu, der eine Waffe auf Skye richtet und sie aufhalten möchte. Skyes Sympathien für ihn sind inzwischen vollständig erloschen, vielmehr bemitleidet sie, wie schwach er ist, da er Garrett so sehr nach der Nase tanzt.
Auf die Begegnung war Skye allerdings vorbereitet und sie hat die Kavallerie in Menschengestalt als Verstärkung dabei: May. Wie in der Folge zuvor schon angedeutet, wartet die nur darauf, die angestaute Wut rauslassen und Ward das Ausgenutztwerden heimzahlen zu können. Beim anschließenden Kampf kommt auch eine Kettensäge sehr gut zur Geltung.
Die Autoren geben sich im Fall von Ward alle Mühe, ihn weiter unsympathisch zu gestalten und lassen ihn, als er kurz die Überhand hat, einen sexistischen Spruch reißen. Eine Wiederkehr ins Team wird also immer unwahrscheinlicher - hier gibt es kaum eine Chance für Rehabilitation. Dafür darf May ihm mehrere Bolzen durch den Fuß jagen und ihn so festnageln. Eine Chance, seine Meinung zu äußern, ermöglicht sie ihm ebenfalls nicht, denn sie legt seine Stimme durch einen beherzten Schlag lahm. Das ist Genugtuung genug, was diesen Verräter und Mörder angeht - Ward überlebt die Episode.
Cyberteks fragwürdige Anwerbungspolitik

Cybertek arbeitet bei der Mitarbeiteranwerbung mit erpresserischen Mitteln („The Incentives Programm“). Das wissen wir aus der Episode Eye Spy von Peterson und das ist nun auch bei Kyle der Fall, dessen Freundin eingesperrt wurde und durch Skyes Hilfe befreit wird. Und auch eine andere wichtige Person wird hier gefangen gehalten, aber dazu gleich mehr.
Fury gibt sich Coulson zu erkennen
Die Interaktion zwischen Coulson und Fury hat bei mir wieder einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Einerseits ist es längst überfällig und wirklich positiv, dass die Autoren Fury einen so großen Auftritt schenken, andererseits macht das, was dieser beinhaltet, einen merkwürdigen Eindruck. Die Szenen wirken teilweise so, als wären sie losgelöst vom Rest der Episode gedreht worden.
Dabei hilft es nur bedingt, dass Samuel L. Jackson, wie Fury auch selbst kommentiert, aussieht, als wäre er in seiner Freizeitkleidung ans Set gekommen. Das gleiche gilt dafür, dass er gleich mehrfach als „Gandalf“ der Episode herangezogen wird. Gemeint ist damit, dass, wann immer die Guten in einer aussichtslosen Lage sind, er eingreifen darf. Das ist bei FitzSimmons der Fall und das ist auch bei Coulson so, nachdem dieser am eigenen Leib erfahren muss, dass Garrett technisch modifiziert wurde. Die Frage, die ich mir in der ersten Fury-Coulson-Szene stellte, lautete: „Wo hat Fury diese riesige Waffe versteckt?“
Auch diese kommt nämlich zum bestmöglichen Zeitpunkt zum Einsatz, weil damit die Centipede-Soldaten ausgeschaltet werden. Ihr geht aber genau dann die Munition aus, als nur noch Garrett steht. Überraschend ist, dass Fury dann höchstselbst zum Kampf schreitet und ein Magazin verschießt. Überraschend merkwürdig wirkte dann der Schnitt und die Kameraführung, als Garrett, Peterson, Coulson und Fury sich quasi gegenüberstanden.
Das Dialoggeschnatter (im Englischen „Banter“) zwischen Coulson und Fury ist zwar höchst unterhaltsam (etwa dass Garrett damit aufgezogen wird, dass seine Loyalität zu Hydra auf einem Verhörer in einer von Furys Ansprachen basiert, oder wie durchgedreht er inzwischen ist), nimmt der Situation aber auch die Dramatik. Ich kann mir sehr gut vorstellen, was hier erreicht werden sollte: ähnliche unerwartete humorvolle Momente wie in „Marvel's The Avengers“, als Hulk etwa eine Figur ohne Grund weghaut oder eine weitere verprügelt. Hier hat es für mich zumindest dramaturgisch nicht vollends funktioniert.
Dass Peterson das Zünglein an der Wage für den Sieg spielt, konnte man sich bereits denken, wenn man sich mit der Struktur von Serien und der von Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. ausgiebiger beschäftigt hat. Auch das bringt in gewisser Weise Genugtuung, weil er von Hydra ja mit seinem Sohn erpresst wurde und deswegen ihre Aufträge ausführt. Gefühlt geht dieser Triumph für mich dann aber doch sehr rasch vonstatten. Dafür ist Skyes Einfall, Peterson etwas mitteilen zu lassen, was nur Vater und Sohn wissen können, ein netter Einfall.
Ende gut, alles gut?
Team Coulson gewinnt also mit der Hilfe von Fury und Peterson den Tag, Ward wird verhaftet, die Centipede-Soldaten verlieren ihre Fähigkeiten, wenn sie nicht regelmäßige Dosen des Serums erhalten und Mikes Sohn ist wieder bei einer Verwandten in Sicherheit. Er selbst schämt sich nach seinen Taten, vor seinen Sohn zu treten und verschwindet in den Schatten mit der Absicht, Gutes zu tun.
Zunächst sorgt es für Irritation beim Zuschauer, dass man Garrett einfach so zurücklässt. Doch auch hier haben die Macher einen weiteren humoristischen Einfall im Sinn. Coulson zerfetzt Garrett, der sich tatsächlich noch einmal aufbäumt und mit weiterer Deathlok-Technologie modifiziert wurde, mit dem Strahler, der zuvor noch von Ward und Garrett aus „The Fridge“ gestohlen und zur Freilassung der Gefangenen genutzt wurde. Die Beiläufigkeit, mit der das passiert, macht einen sprachlos, soll aber sicherlich unterstreichen, dass dieses Kapitel nun endgültig abgeschlossen ist.
Der Neubeginn
Fury schuldet Coulson noch ein Gespräch, was dieser dann auch bekommt. In Anwesenheit von May macht Coulson seinem Ärger über die Gesamtsituation Luft. Seine Wiederbelebung, seine ethischen Bedenken, was Projekt T.A.H.I.T.I. angeht und der - aus seiner Sicht Missbrauch der Ressourcen -, weil es für den Tod eines Avengers gedacht war. Aus Furys Warte ist genau das geschehen: Mit Coulson ist ein Avenger gestorben, den es nun zu retten galt.
Er fungierte nämlich stets als Herz des Teams. Er brachte Cap, Iron Man, Thor, Hulk, Black Widow und Hawkeye zusammen, um Loki und dessen Alienarmee aufzuhalten. Fury bereut nichts. S.H.I.E.L.D.s Hauptaufgabe bestand bei der Gründung darin, „Schutz“ zu liefern, egal welcher Natur. Coulson verkörpert dies wie kein zweiter und soll als neuer Kopf von S.H.I.E.L.D. dienen. In einem kleinen Würfel, auch tool box genannt, den Fury ihm überreicht, findet er alles, um die Organisation von Grund auf neu zu gestalten - mit ihm als Direktor.
Fury selbst wird wieder untertauchen (und aus dem Schatten ein Auge auf alles werfen) und überlässt Coulson freie Bahn. Auch Simmons stößt wieder zum Rest, während Fitz sich noch etwas von den Strapazen erholen muss. Der Neuanfang beginnt bei der Geheimbasis „The Playground“, wo sie von Billy Koenig (Patton Oswalt) empfangen werden. Ob Bruder oder Klon oder LMD von Eric, steht dabei nicht fest - diese Information wird wohl bewusst ausgespart. Billy ist jedenfalls ebenfalls ein Freund von Lanyards (den Umhängeausweisen) und soll beim Neustart behilflich sein.
Raina allein auf Achse
Als Cliffhanger für die inzwischen bestätigte zweite Staffel wurden zwei Szenen eingebaut. Zum einen sucht Raina an einem unbekannten Ort (China?) eine mysteriöse Person mit blutigen Händen auf, der sie sagt, dass sie ihre Tochter gefunden hat. Besagte Tochter ist Skye, wie ein Foto anschaulich zeigt. Raina hatte bereits in der vorherigen Folge Ward gegenüber von einem Vorfall in China erzählt, bei der zwei Monster einen ganzen Ort in Schutt und Asche gelegt hatten.
Die andere Teaserszene dreht sich um Coulson. Dieser wacht aus dem Schlaf auf oder schlafwandelt und beginnt damit - ähnlich wie Garrett an einer anderen Stelle in der Episode auf eine Scheibe -, eine außerirdisch aussehende Schrift in eine Wand zu ritzen. Beide sind mit GH-325 behandelt worden (Skye ebenfalls) und beide zeigen nun merkwürdiges Verhalten. Die Vermutung liegt nahe, dass die Macher hier das Crossover mit dem nächsten Marvel Studios-Film vorbereiten: „Guardians of the Galaxy“. Das Internet wird bestimmt schon bald Übersetzungen der Schrift bereithalten. Außerdem greift Coulsons Verhalten einen weiteren Handlungsbogen auf. Schließlich sollte May immer im Auge behalten, ob Coulson verhaltensauffällig wird nach seiner Wiederbelebung. In Staffel zwei werden die Mysterien um Skye und auch um Coulson also weitergehen.
Fazit
Die Episode Beginning of the End der US-Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. kann zwar nicht mit dem Staffelhöhepunkt Turn, Turn, Turn mithalten, bietet aber vor allem in der zweiten Hälfte wieder einige Höhepunkte. Der ausgiebige Auftritt von Nick Fury ist ein wunderbares Schmankerl, auch wenn manche Szenen mit ihm etwas merkwürdig inszeniert wurden und Humor für Dramatik eingetauscht wird. Dafür gibt es schöne Charaktermomente mit FitzSimmons, die für eine hinreichend emotionale Komponente sorgen.
Wenn man etwas kritisieren möchte, dann vielleicht, dass das Staffelfinale fast etwas zu fan service-lastig und somit vorhersehbar und glatt ist. Ward und Garrett werden ausgeschaltet (wenn auch in einem Fall reichlich spektakulär), Peterson erhält sein Happy End und S.H.I.E.L.D. eine zweite Chance. Einen game changer würde es darstellen, würde man statt S.H.I.E.L.D. etwa S.W.O.R.D. einführen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden...
Furys Ansprache Coulson gegenüber fasst dessen Charakter jedenfalls schön zusammen und ermöglicht einen Neuanfang in der kommenden Staffel. Dann garantiert mit Außerirdischen (vielleicht entpuppt sich Skye bereits als eine von diesen), denn der entsprechende Film steht schon in den Startlöchern. Die Teaser am Episodenende macht jedenfalls neugierig.

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 1x22 Trailer
(Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 1x22)
Schauspieler in der Episode Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 1x22
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?