Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 1x19

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 1x19

In der Episode The Only Light in the Darkness der US-Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. steht das Thema Liebe im Mittelpunkt. Erwiderte, nicht erwiderte und tragisch beendete. Außerdem kommt eine Figur hinter ein großes Geheimnis.

Szenenfoto aus der Episode „Only Light in the Darkness“ der US-Serie „Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“ / (c) ABC
Szenenfoto aus der Episode „Only Light in the Darkness“ der US-Serie „Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.“ / (c) ABC

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. kann den guten Lauf der letzten Wochen mit der Episode The Only Light in the Darkness fortsetzen, nimmt aber zumindest ein wenig das Tempo heraus. Stattdessen gibt es diesmal viele neue Informationen zum Seelenleben der Figuren.

Der Wolf im Schafspelz

Agent Ward (Brett Dalton) ist wieder da und tischt seinen Kameraden ein gut durchdachtes Lügenkonstrukt auf, das durch seine Verletzungen, die Garrett (Bill Paxton) ihm beigeführt hat, unterstrichen wird. Die Befreiung der Gefangenen aus „The Fridge“ und das Entwenden einiger Gadgets aus der geheimen S.H.I.E.L.D.-Einrichtung hat er maßgeblich unterstützt, was er in seiner Erzählung aber natürlich ausspart und heldenhaft berichtet, dass er Garrett aka den Clairvoyant nicht ohne Kampf hat ziehen lassen. Für Coulson (Clark Gregg) steht fest, dass das Wiedereinsperren der Gefangenen oberste Priorität genießt, nachdem er erfährt, dass auch Marcus Daniels (Patrick Brennan) auf der Liste der Entlaufenden steht. Mit diesem verbindet ihn nämlich eine persönliche Geschichte.

Doch noch sind die Agenten in Providence, wo Eric Koenig (Patton Oswalt) das Sagen hat und dieser sträubt sich gegen Coulsons Plan, ehe nicht alle Teammitglieder einen hoch komplizierten und modernen Fragenkatalog per Providence-Lügendetektor bestanden haben. Außer Coulson werden die restlichen Mitglieder ausgehend befragt, während dramaturgisch passend Ward zuletzt durch die Mangel genommen wird. Dabei kommt einiges interessantes zutage. Agent Triplett (B.J. Britt) ist etwa der Nachkomme eines Mitglieds des berühmten Howling Commandos, das zusammen mit Captain America im Zweiten Weltkrieg gekämpft hat und auch einen Auftritt in „Captain America - The First Avenger“ hatte.

Auch Skyes vermeintlich echter Name fällt, jedenfalls der, den sie vom Waisenhaus erhalten hat: Mary Sue Poots. Ein Hinweis auf eine Figur aus dem Marvel-Universum ist das aber nicht. Im Fall von Simmons (Elizabeth Henstridge) wissen wir aber nun, dass sie ein „Whovian“ ist, weil sie gerne eine TARDIS in einer Kiste auf einer Insel finden möchte. Außerdem erfahren wir, dass sie gerade stark am Zweifeln ist, warum sie weiterhin bei S.H.I.E.L.D. ist. Vielleicht aus Loyalität zu Fitz oder weil Triplett ihr bewiesen hat, dass Mut und Courage sich auszahlen? Weitere Fragen handeln vom Unterschied zwischen einem Stein und einem Ei, der Kenntnis über Project Inside und der Frage, ob man Alexander Pearce (Robert Redfords Rolle in „Captain America 2: The Return of the First Avenger“) kannte.

Szenenfoto aus der Episode %26bdquo;Only Light in the Darkness%26ldquo; der US-Serie %26bdquo;Marvel%26#039;s Agents of S.H.I.E.L.D.%26ldquo; © ABC
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Im Endeffekt besteht der Kern des Teams die Befragung. Einzig bei Ward schlagen die Alarmglocken aus, denn die Frage nach seiner Loyalität und seiner Verbindung zu Hydra liefert keine eindeutigen Ergebnisse, die Koenig dazu bewegen, eine Pistole auf ihn zu richten. Als Ward sich jedoch herausreden kann, indem er Skye als Grund dafür angibt, warum er beim Team ist, glaubt Koenig ihm das tatsächlich - was sich noch rächen soll... Schließlich ist das tatsächlich sein geheimer Auftrag, denn ohne Skye lässt sich die Festplatte mit den gesammelten Team-Coulson-Informationen nicht auslesen.

Die „Orientation“, wie Koenig den Lügendetektortest nennt, ist ein Highlight der Episode. Wieder einmal wird (Natasha) Romanoff aka die Black Widow als Beispiel und Referenz genannt, für die dieser Prozess entworfen wurde. Ob sie das Gerät knacken konnte, bleibt jedoch ein Geheimnis. Nicht nur wegen der neuen Informationen, die wir hier erhalten, sondern auch, weil die Autoren hier einen ordentlichen Suspenseaufbau betreiben, ist diese Sequenz sehenswert. Es ist klar, dass Koenig Ward wohl nicht im ersten Episodendrittel erschießen wird, doch das Misstrauen, dass er ihm fortan entgegenbringt, ist schon auffällig. Oder zumindest eine gute falsche Fährte für die aufmerksamen Zuschauer.

Blackout

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Nachdem der Test bestanden wurde, können Coulson, Fitz (Iain De Caestecker), Simmons und Triplett eine Strategie ausklügeln, um den entlaufenden Marcus Daniels zu schnappen. Dieser hat an einem Projekt mit dem düsteren Namen „Darkforce“ gearbeitet. Dabei handelt es sich um eine Art kosmische Strahlung, die man als reine negative Energie kategorisieren könnte, wie Fitz, der hier für die Zuschauer die Exposition ausplappert, erklärt. Dabei versucht er, Triplett zu beeindrucken, doch der scheint darüber durchaus informiert zu sein. Seit Triplett zum Team gestoßen ist, muss Fitz um die Aufmerksamkeit von Simmons kämpfen, auch wenn er dies reichlich ungeschickt macht. Seit dem Unfall kann Daniels also jede Art von Energie absorbieren und auch für Stromausfälle sorgen, daher der Codename „Blackout“. Dem Team ist es bereits einmal gelungen, ihn zu besiegen, indem man ihn mit reinem Licht überladen hat.

Wie sich bald herausstellt, macht sich dieses Viererteam nach Portland auf, denn dort befindet sich ein Stalkeropfer von Daniels. Es geht um die Cellistin Audrey (Amy Acker), die er als sein Licht in der Dunkelheit beschreibt und auch nun wieder heimsucht. Simmons gibt sich als CIA-Angehörige aus und schafft sie aus der Gefahrenzone, während Coulson Daniels angreift. Doch Daniels' Kräfte wurden in seiner Gefangenschaft verstärkt und so braucht das Team einen besseren Plan.

Audrey durchschaut schnell, dass die schlechte Lügnerin Simmons nicht zur CIA, sondern zu S.H.I.E.L.D. gehört. Doch damit nicht genug, Coulson war damals Teil ihrer Rettung, während der sich die beiden verliebten. Audrey ist also Coulsons Exfreundin, die allerdings denkt, er sei im Einsatz gestorben. Coulson gibt sich ihr jedoch nicht zu erkennen, ob nun aus Rücksicht ihr gegenüber oder aus Angst davor, was passiert oder aber aus dem Pflichtgefühl heraus, die Gefangenen einzukassieren. Dennoch beobachtet er sie von einem anderen Raum aus.

Fitz kommt eine Idee, wie man Daniels dingfest machen könnte. Doch das würde auch Audrey in Gefahr bringen, denn sie soll als Lockvogel dienen und musizieren. Nach einigem Zögern willigt Coulson ein. Die Scheinwerfer sollen durch von Bruce Banner (aka Hulk) entwickelten Gammastrahlern ersetzt werden und Blackout stoppen. Sie könnten ihn aber auch noch mächtiger machen. Dennoch scheint das - trotz Coulsons Sarkasmus - die einzige Möglichkeit zu sein. Das Spiel lockt Daniels tatsächlich hervor, allerdings reicht die erste Angriffswelle nur bedingt aus und er erwischt die Agenten mit seinen Strahlen. Erst, als Coulson dazukommt und er gemeinsam mit Triplett auf ihn zielt, haben sie Erfolg, knocken aber auch Audrey aus.

Das perfekte Timing ihrer Ohnmacht nutzt Coulson aus, um ihr verbal zu vermitteln, dass er weiter auf sie Acht gibt, verschwindet dann aber passend wieder, als sie ihre Augen öffnet. Coulsons Liebe kann also gerettet werden, ein Happy End für die beiden gibt es allerdings vorerst nicht. Dafür ist es schön, dass Amy Acker für diese Rolle gewählt wurde, auch wenn man sich fast wünscht, dass sie eine größere Rolle im Cinematic Universe ausgefüllt hätte. Etwa als Jessica Jones in der kommenden Netflix-Serie oder Ähnliches. Vielleicht sehen wir sie ja zumindest in „Agents of S.H.I.E.L.D.“ wieder, wenn ihr Terminplan bei Person of Interest das zulassen sollte.

Immerhin erinnert Coulson die Situation daran, sich mit May zu vertragen, doch das könnte schwerer sein, als er denkt. Außerdem beschließt er, seine Freundin irgendwann über die Wahrheit einzuweihen, sofern er den richtigen Zeitpunkt findet. Aber wird dies je passieren? Fitz verdeutlichen die Ereignisse, wie wichtig ihm die Freundschaft zu Simmons ist und wie wenig er Veränderungen mag. Doch ihm fehlen die Worte, das anständig auszudrücken. Empfindet er mehr als Freundschaft? Will er den nächsten Schritt? Oder ist er nur eifersüchtig auf Triplett, der Simmons' Aufmerksamkeit erhält?

Skye findet die Wahrheit heraus

Skye darf in dieser Episode wieder mehrfach ihre ausgezeichnete Spürnase unter Beweis stellen, gleichzeitig bringt sie das aber auch erneut in Lebensgefahr, wie wir es schon in vorherigen Episoden gesehen haben.

Sie kommt dahinter, dass die Lanyards, die Koenig verteilt, mit einem Peilsender ausgestattet sind, mit dem man jeden Schritt der Agenten nachverfolgen kann - auch Koenigs eigenen. Um Daniels aufzuspüren, kommt Skye auch die Idee, sich in die Server der NSA zu hacken, weil ihr Laptop nur begrenzte Ressourcen hat, während Ward sie ständig dazu bringen möchte, die Festplatte zu dekodieren. Als Skyes Hackversuche erfolgreich sind und so drohen, Wards Mission zu kompromittieren, entschließt er sich, Koenig aus dem Verkehr zu ziehen.

Kurz darauf versucht er, sich Skyes Vertrauen zu erschleichen, indem er mehr aus seiner Vergangenheit erzählt. Ob es der Wahrheit entspricht, dass sein älterer Bruder ihn, seinen jüngeren Bruder, hat verprügeln lassen, muss inzwischen zumindest angezweifelt werden. Wards Eltern scheinen aber ebenfalls keine guten Menschen gewesen zu sein. Ist Wards Verhalten also in seiner Erziehung zu suchen?

Jedenfalls macht er gegenüber Skye deutlich, dass er kein guter Mensch ist, was Skye abzubügeln versucht, weil sie es eben nicht besser weiß und er ein guter Doppelagent ist. Vielleicht ist es aber auch genau dieses „Bad-Boy-Gehabe“, was bei Skye ankommt, denn kurz darauf machen die beiden rum. Merkwürdig, wo sie doch wenige Sekunden vorher noch unsicher war, ob aus den beiden ein „wir“ werden sollte. Der intime Moment wird jäh beendet, als Skye frisches Blut an Wards Ohr entdeckt und das Ward aufscheucht.

Das Blut stammt natürlich von Koenig. Skye wird misstrauisch. Als Ward sich Zeit lässt, sucht sie nach dem Agenten, der in Providence die Stellung hält. Mithilfe der Ortungssensoren in den Umhängeausweisen findet sie ihn - oder besser gesagt seine Leiche - und hat nun die Gewissheit, dass das auf Wards Kappe geht, als sich dieser ihr nähert. Er weiß nämlich nichts von den Sensoren. Ward war vorsichtig und hat - nachdem er sich um Koenig gekümmert hat - ein rudimentäres Alarmsystem mit einem Penny hinterlassen, dessen Fehlen ihm den Hinweis geben würde, dass jemand in dem Raum war. Doch das hat auch Skye mitbekommen und dafür gesorgt, dass der Penny runterfällt. Die Parallelmontage von Skyes Entdeckung und Audrey als Lockvogel für Daniels ist ein zweites Suspensehighlight dieser Episode, die gekrönt wird durch Skyes Entdeckung.

Die Autoren warten also nicht lange, bis Skye eingeweiht ist, nutzen das aber taktisch klug, um ihr einen Informationsvorteil zu verschaffen. Eigentlich möchte sie die Situation nutzen und abwarten, um den richtigen Moment abzupassen, um dem Team Bescheid zu geben. Doch Ward drängt wieder einmal. Soll ihre Tarnung nicht auffallen, muss Skye mitspielen. Im S.H.I.E.L.D.-Flugzeug findet sie auch heraus, warum sie Ward so wichtig ist: die Festplatte, die nur sie dekodieren kann. Ein Ziel ist Peru, wo das Team bereits in einer frühen Episode war und mithilfe der Spezifikationen, die auf der Festplatte sind, den Plasmastrahler reproduzieren könnte. Da die Festplatte an bestimmte Koordinaten gekoppelt ist, hat Skye das Steuer in der Hand und könnte dies zu ihrem Vorteil ausnutzen.

May allein in Kanada

Als der Rest des Teams das Fehlen des Busses sieht, ist es schon fast wieder zu spät. Sie können nur verwundert das Verschwinden des Flugzeugs und des halben Teams feststellen. Immerhin erfahren wir noch, wohin es May (Ming-Na) verschlägt. In Ontario, Kanada wird sie von ihrer Mutter abgeholt, die 500 Meilen für sie zurückgelegt hat und nicht mal ein Danke dafür erhält. Trotzdem bringt sie ihr ein Geschenk mit, nachdem sie sich darüber auslässt, dass ihr Geheimdienst (welcher ist das?) nicht infiltriert wurde. May möchte nämlich Maria Hill (Cobie Smulders) sprechen. Weiß Hill mehr über T.A.H.I.T.I.? Oder was möchte sie mit Furys ehemaliger rechten Hand besprechen?

Fazit

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Die Episode The Only Light in the Darkness von Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. mischt das Gegner-der-Woche-Prinzip mit einer Mythologiefolge, die die Handlung voranbringt und gleichzeitig einige lose Fäden miteinander verwebt. So weiß nun endlich jemand in Coulsons Team über den Maulwurf Bescheid und scheint dadurch auch am längeren Hebel zu sitzen. Dennoch ist die Gefahr groß für sie. Ist vielleicht der direkte Draht zu Nick Fury hier eine Möglichkeit, um externe Hilfe zu rufen? Oder hat Skye irgendwo eine Botschaft hinterlassen?

Die Episode verfügt außerdem über einige schöne Suspense- und Anspielungshighlights und außerdem einen netten Gaststar in Form von Amy Acker. Damit ist auch eine Figur eingeführt worden, die bereits in „Marvel's The Avengers“ angedeutet wurde.

Allerdings bleiben viele Fragen für die kommenden Episoden offen: Wie kommt der Rest von Coulsons Team ohne die fliegende Basis aus? Was will Agent May erreichen? Welche Rolle spielt Maria Hill? Wann erfahren wir mehr über den Plan des Clairvoyant und von Hydra? Nur noch drei Episoden bis zum Staffelfinale und die Richtung des letzten Staffeldrittels weiß zu unterhalten.

Der Serientrailer zur Episode Nothing Personal (1x20) der US-Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.:

Verfasser: Adam Arndt am Mittwoch, 23. April 2014

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 1x19 Trailer

Episode
Staffel 1, Episode 19
(Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 1x19)
Deutscher Titel der Episode
Die Stunde der Wahrheit
Titel der Episode im Original
The Only Light in the Darkness
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 22. April 2014 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 6. Juni 2014
Autor
Monica Owusu-Breen
Regisseur
Vincent Misiano

Schauspieler in der Episode Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. 1x19

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