Heroes: Reborn 1x04

Mit The Needs of the Many werden weiterhin sĂ€mtliche ErzĂ€hlstrĂ€nge der Serie weitergefĂŒhrt, bleiben dabei jedoch leider im Schneckentempo. So bewegen sich sĂ€mtliche Charaktere ein paar Zentimeter weiter, wĂ€hrend vor allem die Abwesenheit des im Trailer bereits angekĂŒndigten Hiro Nakamura (Masi Oka) Fans der Serie schmerzt.
Time? What do you know about time?
Bisher habe ich mich immer sehr positiv ĂŒber die Einbindung bekannter Charaktere aus der Mutterserie Heroes geĂ€uĂert, vor allem das RĂ€tsel um den Tod von Claire (Hayden Panettiere) und die Entwicklung von HRG-Noah Bennett (Jack Coleman). Jedoch muss ich diese Woche die Abwesenheit von Hiro Nakamura nach den deutlichen Verweisen der letzten Episoden und der angeteaserten Szene aus dem Trailer kritisieren.
Vielleicht war ich einfach zu ungeduldig und zu heiĂ auf meinen Lieblingscharakter von Heroes, jedoch scheint die heutige Episode nach den letzten PlotzusammenfĂŒhrungen insgesamt wieder auf etwas langweiligere Pfade auszuweichen, die vor allem dazu dienen, Spannung aufrechtzuerhalten und Situationen langsam weiterzuerzĂ€hlen.
So darf uns lediglich Mohinder Surresh (Sendhil Ramamurthy) als kleines Trostpflaster als Off-Stimme begrĂŒĂen und am Ende wieder verabschieden, wĂ€hrend wir dann ein kleines bisschen weiter als zuvor sind.

Wir bekommen ein bisschen mehr von unseren mysteriösen Arktis-Girls zu Gesicht. WÀhrend sich die bisher unbekannte Unsichtbare anscheinend durch ihre Gebetspause nach Mekkah als glÀubige Muslime Farah (Nazneen Contractor) aufzeigen lÀsst, bleibt die besondere Kraft von Melina (Danika Yarosh) weiterhin ein RÀtsel.
Sie beherrscht anscheinend nicht nur eine kleine, sĂŒĂe Armee an Schmetterlingen, sondern kann zudem auch Ă€uĂerst schlecht animierte BĂ€ume aus der Erde wachsen lassen. Was genau ihre âNaturverbundenheitâ mit der bevorstehenden Bedrohung, die durch den farbenfrohen Himmel angedeutet wird, zu tun haben wird, bleibt weiterhin abzuwarten. ZunĂ€chst geht es fĂŒr die beiden MĂ€dels erst einmal nach Kanada, worauf sie sicherlich weiter in die Staaten spazieren.
Iron Devil
WÀhrenddessen schleicht sich auch der leider immer noch etwas farblose Plot um Carlos (Ryan Guzman), Jose (Lucius Hoyos) und Vater Mauricio (Carlos Lacamara) weiter an Vorlagen bekannter Marvel-Helden voran. Nachdem seine Eskapaden als neuer El Vengador ein bisschen an Daredevil erinnerten, upgradet er sich nun auch noch selbst und wird zum eisernen RÀcher, dessen Metallschienen sogar BoxsÀcke zerfetzen können - cool!

Nebenbei erfĂ€hrt nun auch Jose von der wahren IdentitĂ€t El Vengadors und offenbart sich seinem GroĂvater ebenfalls als durch Dinge greifender Evo, woraufhin urplötzlich der Evo-JĂ€ger der vorherigen Episoden aus dem Nichts erscheint. Bisher gehe ich davon aus, dass dieser auf lange Sicht auch eine Verbindung zu Renautas aufzeigen wird, der unsere beiden Helden schlieĂlich zu den anderen fĂŒhren wird, ein bisschen schneller könnte das Ganze trotzdem vorangehen.
Is this burning an eternal flame?
Die Beziehung der beiden Evo-JĂ€ger Luke (Zachary Levi) und Joanne (Judith Shekoni) nimmt derweil ein vorzeitiges Ende. Nachdem Luke durch seine neu errungenen GlĂŒhwĂŒrmchenfĂ€higkeiten immer weniger mit den GrĂ€ueltaten seiner Frau identifizieren kann, outet er sich schlieĂlich und setzt der Beziehung damit ein Ende. Stellt diese Trennung zumindest fĂŒr seinen Charakter einen emotional ĂŒberzeugenden Moment dar, so verliert sich die Charakterzeichnung Joannes leider immer noch in stereotypischer Schurkenmimik, die die Situation leider nicht zu tragen vermag.

Es scheint dabei alles darauf hinauszulaufen, dass ich Luke nun langsam den revolutionĂ€ren Evos anschlieĂen wird, wohingegen sich seine Frau auf die Seite der Evo-JĂ€ger stellen wird. Ich will hierbei gar nicht behaupten, dass der Kindesverlust eines Paares nicht sonderliche Formen einnehmen kann, ein bisschen mehr Emotionen bei Joanne wĂ€ren trotzdem schön gewesen.
Gamers of the world: unite
FĂŒr unsere Gamerexperten Ren (Toru Uchikado) und Miko (Kiki Sukezane) geht es derweil weiter Richtung Vereinigte Staaten. Dabei sind es diesmal nicht die virtuellen KrĂ€fte unseres Katana-Girls, sondern die der sozialen Netzwerke, die unseren Helden helfen sollen. Ren ruft nĂ€mlich seine Millionen Follower auf, sich vor dem GebĂ€ude von Renautas in schönstem Katana-Girl-Cosplay zu versammeln und somit eine kleine Verwirrungsstrategie aufzubauen.
Mag zwar das ganze RĂ€tsel um Mikos Kraft, die ihr Vater anscheinend auch hat, immer noch etwas komisch wirken, so muss ich langsam zugeben, dass mich dieser ErzĂ€hlstrang durch seine ganze eigene Dynamik ĂŒberzeugen kann. Er nimmt sich selbst nicht allzu ernst und entwickelt dadurch einen angenehmen Trashfaktor.

Bei der Gestaltung des Renautas-Plots zeigt sich dabei wieder einmal, dass die Autoren anscheinend ihr Setdesign in der Wachowski-Schule gelernt haben. Nicht nur, dass mich Agent Harris (Cle Bennett) durch seinen Anzug, seine kantige Mimik und seine Teilbarkeit zunehmend an den berĂŒhmten Agent Smith (Hugo Weaving) aus „The Matrix“ erinnert. Am Ende der Episode treffen Noah, Quentin (Henry Zebrowski) und ihre neue VerbĂŒndete Taylor (Eve Harlow) in den inneren Kerkern auf eine Ansammlung von Evo-Batterien mit weitern, Matrix-typischen Nackenkabeln.
Neben Mollys (Francesca Eastwood) ĂŒberzeugender MĂ€rtyrerrolle ist es vor allem eine Andeutung Noahs, die Fans der Mutterserie aufhorchen lassen. So scheint die Figur des Francis (Peter Mooney) nicht nur mich an den Oberbösewichten der Mutterserie zu erinnern, auch Noah muss bei seinem Anblick an den KrĂ€ftesammler vergangener Tage denken. Da stellt sich doch glatt die Frage, ob dieser in dem jungen MĂ€nnerkörper oder in dem Charakter der strippenziehenden Erica (Rya Kihlstedt) seine/n geistige/n Nachfolger/-in gefunden hat.
Zu guter Letzt bleibt natĂŒrlich noch die Handlung um Tommy (Robbie Kay) und seine angefahrene Mutter ĂŒbrig. Tommy mĂŒndet durch seinen Bluttest darin, dass er nicht nur zum gejagten Evo wird, sondern sich auch von seiner Mutter trennen muss. Kann er sich den drohenden Agenten entziehen oder muss er sich zum Schutz seiner Mutter in die HĂ€nde dieser begeben?
Fazit
WĂ€hrend einzelne Charaktere wie bereits in der Mutterserie weiterhin ihre Schritte Richtung Vereinigte Staaten fortsetzen dĂŒrfen und weitere ihr Alleinstellungsmerkmal durch Isolation ausarbeiten, ist es nach wie vor der Plot um Noah und Quentin, der das Tempo der Serie anzieht. So wird uns Erica weiterhin als Bösewichtin der Serie aufgezeigt, die die Evos der Welt an ihre KrĂ€ftebatterien schlieĂt, um die Welt der normalen Menschen zu beschĂŒtzen.

Dabei gefallen mir auch die Parallelen, die Noah aus seiner Elternrolle zu Erica aufzeigt und ihn somit zum zweifelnden TĂ€ter vergangener Fehler macht. Leider ziehen dabei die anderen Plotelemente zu sehr an dem ErzĂ€hltempo, so dass wir weiterhin darauf warten mĂŒssen, bis endlich alle zusammenkommen dĂŒrfen und die ganze Show erst richtig losgeht. NatĂŒrlich bin ich auch ziemlich gespannt, was es mit dem Kind am Ende der Episode auf sich hat und auf welche Seite sich dieses schlagen wird.
Der Trailer zur kommenden Episode, âThe Lion's Denâ (1x05), der US-Serie âHeroes Rebornâ: Verfasser: Henning Harder am Freitag, 9. Oktober 2015Heroes: Reborn 1x04 Trailer
(Heroes: Reborn 1x04)
Schauspieler in der Episode Heroes: Reborn 1x04
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?