Hart of Dixie 4x10

Es führt wohl kein Weg mehr daran vorbei, Fans von Hart of Dixie müssen sich an ein Leben ohne Bluebell und seine außergewöhnlichen Bewohner gewöhnen. In einer kurzen vierten Staffel wurden bereits alle losen Fäden zusammengeführt, so dass einem Happy End für alle Protagonisten im Finale nichts mehr im Wege stand.
„Over the Moon“
Nachdem Zoes (Rachel Bilson) romantischer Versuch, Wade (Wilson Bethel) einen Heiratsantrag zu machen, zu einem Antrag von Lavon (Cress Williams) an Lemon (Jaime King) wurde, überlegt sie mit Wade wie sie ebenfalls schnell heiraten können ohne Lemon zu verletzen. Da sie keine Lösung für ihr Problem finden, gibt sich Zoe vorerst zufrieden damit, eine von Lemons Brautjungfern zu sein - eine Bitte, die bis vor kurzem völlig undenkbar erschien.
Georges (Scott Porter) neuer Job als Musikmanager in Nashville bringt einige Veränderungen nach Bluebell. AnnaBeth (Kaitlyn Black) vermisst ihren neuen Freund schmerzlich. Außerdem braucht die Stadt einen neuen Anwalt, die Position füllt Olivia Green (Rachel Bilsons ehemalige Kollegin Autumn Reeser aus The OC), eine schicke New Yorkerin, die sich genau wie einst Zoe nicht vorstellen kann, ein Jahr in diesem Südstaatennest zu leben. Doch ist Zoe selbst überhaupt noch eine New Yorkerin?
Ihre High Heels verschenkt sie jedenfalls an Rose (McKaley Miller), die an der Columbia University angenommen wurde und Bluebell Richtig New York verlassen wird. Zwischen den beiden kommt es zu einer bewegenden Szene, in der Rose Zoe für ihre Vorbildfunktion dankt und gesteht, so werden zu wollen wie sie - eine starke Frau, die keine Angst davor hat, sich in Liebesdingen etwas verrückt zu verhalten.

Der Tag birgt noch weitere emotionale Momente für die schwangere Zoe. Auch Brick (Tim Matheson) überrascht sie mit einer rührenden Geste. Um sie nach der Geburt ihres Sohnes zu entlasten, hat er einen neuen Arzt (Michael Nardelli) eingestellt. Warum dieser Zoes Büro bezieht, bleibt zwar irgendwie unklar, aber das von Brick bestellte neue Praxisschild „Breeland & Hart & Associate“ und dass er glaubt, ihr Vater wäre sehr stolz auf sie, bewegt Zoe sehr.
In der letzten Episode wird immer wieder an die Anfänge der jungen Ärztin in Bluebell erinnert. Am Grab ihres Vaters dankt sie ihm dafür, sie in seine Heimatstadt geführt zu haben.
„I won't ruin anything else“
Währenddessen sind die Vorbereitungen für Lavons und Lemons Verlobungsfeier in vollem Gange. Doch zur Überraschung aller ist die perfektionistische Lemon tiefenentspannt und hat kein Problem damit, anderen die Auswahl des Dekors zu überlassen. Auch dass alle Kellner der Veranstaltung dank einer Lebensmittelvergiftung ausfallen, kann sie nicht schocken. Dass sie den Richtigen heiraten wird, hat ihr innere Ruhe gebracht. Davon ist allerdings nichts mehr zu spüren als Lavon ihr gesteht, dass der Antrag nicht ihr, sondern Wade galt. Sie ist zurecht wütend auf ihren Zukünftigen und möchte Wade und Zoe die Party übertragen. Die müssen jedoch ins Krankenhaus, denn ihr Baby macht sich auf den Weg.
Auch zwischen George und AB kommt es zum Streit. Klar ist immerhin, dass sie zusammen bleiben wollen, aber wo? AB ist nicht gewillt, ihre noch recht neue Freiheit für einen Mann aufzugeben, hatte andererseits George jedoch ermutigt, seinen beruflichen Traum zu leben. So kommt es im Rammer Jammer zu einer herrlichen Szene mit den betrunkenen Bluebell Belles, die zu einem rant über Männer ansetzen und Georges Idee, dass AB zu ihm nach Nashville ziehen könnte, antifeministisch finden.
„With you I know true love“

Lavon versucht derweilen mit der Hilfe von Lemons Familie einen perfekten Antrag zu arrangieren. Doch Lemon macht sich wie alle anderen auf den Weg ins Krankenhaus um Zoes Baby zu begrüßen. Die zahlreichen Besucher bringen die hormongesteuerte Zoe auf die Idee, sofort zu heiraten. Eine Gebärende, die nicht in Bluebell zuhause ist, hat in der Regel andere Probleme als ihre Hochzeitsfrisur. Der Wunsch, den ohnehin besonderen Tag im Leben eines Paares in Anwesenheit der Liebsten mit einer Hochzeit zu krönen, ist zwar nachvollziehbar aber wird in der Realität äußerst selten umgesetzt. Immerhin geben die Vorbereitungen zur Spontanhochzeit George und AnnaBeth die Möglichkeit, sich ihre Liebe zu erklären und Lemon erkennt, dass sie keinen unvergesslichen Antrag braucht um ein glückliches Leben mit Lavon zu führen. Nichtsdestotrotz kniet er sich nieder und überreicht ihr den Ring ihrer Großmutter.
Während Zoe in den Kreißsaal geschoben wird, halten der ohnehin anwesende Reverend (Peter MacKenzie) und ein auf die Schnelle aufgetriebener Rabbi eine Turbotrauung ab, die es schafft, trotz der Kürze zu bewegen.
Und dann ist Wades und Zoes kleiner Sohn da. Noch namenlos aber schon von allen Einwohnern Bluebells geliebt. Die Truitts und Meatball (Matt Lowe) schenken dem Kleinen einen Song zur Geburt, in dem nach und nach alle Darsteller einsteigen. Und so verabschiedet sich Bluebell von uns: Mit einem Gute-Laune-Song, zu dem die ganze Stadt tanzt und singt und in einem Zeitsprung Lemons und Lavons Hochzeit gezeigt wird.
Der finale Song „Long live the Heart“ zum Mittanzen:

Fazit
Hart of Dixie ist eine ausgesprochene Wohlfühlserie. Das potentielle Serienfinale bedient mit den zwei Hochzeiten und einer Geburt zwar jedes Finalklischee, doch ist gleichzeitig Fan-Service pur. Auch wenn viele Szenen objektiv betrachtet kitschig und unrealistisch sind, werden die Herzen der Zuschauer erwärmt.
Der Name der Episode Bluebell ist Programm, denn die kleine Stadt führt die liebenswerten Bewohner immer wieder zusammen. Auch im liebevoll umgesetzten Finale ist es schön mitanzusehen, wie sich die Gemeinde im Ernstfall unterstützt und das Unmögliche möglich macht.
Für Zoe, die als leicht arrogante Ärztin gegen ihren Willen vor vier Jahren durch den Tod ihres leiblichen Vaters in Bluebell landete, schließt sich mit der Geburt ihres „Alabama Boys“ der Kreis. Dass ihr Sohn nicht nach seinem Großvater Harley benannt wird, überrascht dann auch etwas. Nicht nur die Entwicklung ihres Charakters im Laufe der Serie kann als gelungen bezeichnet werden. Auch ihr frischgebackener Ehemann Wade kann stolz auf seine Transformation vom Frauenheld zum Familienvater sein.
Doch nichts kann die Entwicklung Lemon Breelands toppen: Anfangs eine fast unausstehliche zickige Diva hat sie sich zur Sympathieträgerin gemausert, der man ihr Glück mir Lavon von Herzen gönnt. Sogar die einst so konservativen Belles sind mittlerweile im 21. Jahrhundert angekommen und eher darauf bedacht, Gutes zu tun als sich hübsch zu präsentieren. Auch dass ihre Vorsitzende Crickett (Brandi Burkhardt) inzwischen offen homosexuell lebt, hätte man in Staffel eins nicht absehen können. Auch für AnnaBeth und George gibt es ein Happy End, wo genau, wird nicht ganz klar.
Wir werden nicht nur die Hauptcharaktere vermissen, auch die zahlreichen Nebenrollen boten immer viel Unterhaltungswert. Was könnte es also für einen besseren letzten Dialog geben als zwischen Zoe und Wade: „Do you think all small towns are like this one?“ „I'd like to think so but something tells me probably not! I know I love ours.“ „Me too.“ („Glaubst du, alle Kleinstädte sind wie unsere?“ „Ich würde es gern glauben aber etwas sagt mir, wahrscheinlich nicht. Ich weiß, ich liebe unsere.“ „Ich auch.“)
Verfasser: Nadja Spielvogel am Montag, 30. März 2015Hart of Dixie 4x10 Trailer
(Hart of Dixie 4x10)
Schauspieler in der Episode Hart of Dixie 4x10
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