Tim Matheson
„Child's Play" - Premiere in Los Angeles am 19. Juni 2019 - Hollywood, Kalifornien - Tim Matheson. Die Premiere von „Child's Play" in Los Angeles fand im Arclight Hollywood statt.
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Tim Matheson

Tim Matheson ist ein US-amerikanischer Schauspieler, der für seine Rolle als Vizepräsident John Hoynes in The West Wing (1999-2006) zwei Emmy-Nominierungen erhielt.

In Ich glaub, mich tritt ein Pferd (1978) spielte er den charmanten Studenten Eric "Otter" Stratton, dessen legendäre Motto "Eine Party ohne Otter ist wie ein Tag ohne Sonne" vermutlich auch erklärt, warum er in der Studentenverbindung so beliebt war.

Biografie von Tim Matheson

Frühe Jahre und erste Rollen

Tim Matheson wurde als Timothy Lewis Matthieson in Glendale, Kalifornien, geboren und wuchs in einem Umfeld auf, das ihn früh mit der Unterhaltungsbranche in Berührung brachte. Bereits im Alter von zehn Jahren besuchte er eine Schauspielklasse, was den Grundstein für eine jahrzehntelange Karriere legte.

Sein Fernsehdebüt gab er mit dreizehn Jahren in der CBS-Serie Window on Main Street (1961-1962), in der er die Rolle des Roddy Miller verkörperte. In den folgenden Jahren trat er in Episoden von Leave It to Beaver (1962-1963) und My Three Sons (1962) auf, wodurch er sich als Kinderdarsteller etablierte.

Eine seiner frühesten prägenden Rollen war die Stimme des Jonny Quest in der gleichnamigen Zeichentrickserie Jonny Quest (1964-1965), die einer ganzen Generation von Zuschauern vertraut wurde.

Erste Erfolge als junger Erwachsener

In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren weitete Matheson seine Präsenz auf verschiedene Western- und Dramaserien aus. Er spielte die Rolle des Jim Horn in der achten Staffel der NBC-Westernserie The Virginian (1969-1970). In der finalen Staffel von Bonanza (1972-1973) übernahm er die Rolle des Griff King, eines Bewährungshelfers, der auf der Ponderosa Ranch ein neues Leben beginnen möchte.

Neben diesen Serienrollen war er auch in Filmen zu sehen, darunter „Magnum Force“ (1973), in dem er den jungen Motorradpolizisten Phil Sweet darstellte. Diese Jahre markierten seinen Übergang von Kinderrollen zu erwachsenen Charakteren und legten das Fundament für seinen späteren Durchbruch.

Durchbruch mit "Animal House"

Der endgültige Durchbruch gelang Matheson 1978 mit der Komödie „National Lampoon's Animal House“ (1978), in der er den charmanten und redegewandten Studenten Eric "Otter" Stratton verkörperte. Der Film wurde zu einem kulturellen Phänomen und etablierte Matheson als feste Größe in der amerikanischen Filmkomödie.

Im darauffolgenden Jahr trat er erneut an der Seite von John Belushi in Steven Spielbergs Kriegskomödie „1941“ (1979) auf. Diese Zusammenarbeit festigte seinen Status als gefragter Darsteller in hochkarätigen Produktionen.

Die Rolle des Otter blieb über Jahrzehnte hinweg ein wiederkehrender Bezugspunkt in seiner Karriere und wurde später in „National Lampoon's Van Wilder“ (2002) durch die Besetzung als Vater der Hauptfigur indirekt geehrt.

Etablierung als Fernsehdarsteller

In den 1980er Jahren verlagerte Matheson seinen Schwerpunkt zunehmend auf das Fernsehen, wo er in verschiedenen Serien Hauptrollen übernahm. Er spielte Rick Tucker in der CBS-Serie Tucker's Witch (1982-1983), in der er und Catherine Hicks ein Detektivpaar im Laurel Canyon darstellten.

Weitere Filmrollen in dieser Zeit umfassten Auftritte in „To Be or Not to Be“ (1983) unter der Regie von Mel Brooks sowie in „Up the Creek“ (1984) und „Fletch“ (1985). Diese Projekte zeigten seine Bandbreite zwischen Komödie und Drama und hielten ihn in der öffentlichen Wahrnehmung präsent. Parallel begann er in den späten 1980er Jahren, sich auch hinter der Kamera zu betätigen.

Die West Wing Jahre

Eine seiner bekanntesten Rollen in der Erwachsenenphase seiner Karriere war die des Vizepräsidenten John Hoynes in der politischen Dramaserie The West Wing (1999-2006). Matheson verkörperte den charismatischen, aber auch politisch ambivalenten Hoynes in insgesamt 19 Episoden und erhielt für seine Darstellung zwei Nominierungen für den Primetime Emmy Award als bester Gastdarsteller in einer Dramaserie.

Die Rolle brachte ihm breite kritische Anerkennung und zeigte sein Talent für komplexe, nuancenreiche Charakterporträts. Serienschöpfer Aaron Sorkin lobte Mathesons Beitrag zur Serie und bezeichnete ihn als geschätztes Mitglied des Ensembles.

Die Figur des Hoynes durchlief im Verlauf der Serie eine Entwicklung vom Hoffnungsträger zum politisch Gescheiterten, was Matheson mit großer darstellerischer Präzision vermittelte.

Regiearbeit und spätere Serienrollen

Neben seiner Arbeit als Schauspieler etablierte sich Matheson ab Mitte der 1980er Jahre auch als Regisseur für Fernsehserien. Er inszenierte Episoden für Formate wie The Last Ship (2015), Burn Notice (2008), Criminal Minds, Suits und White Collar (2010).

Von 2011 bis 2015 übernahm er in der CW-Serie Hart of Dixie (2011-2015) die wiederkehrende Hauptrolle des Dr. Brick Breeland in insgesamt 70 Episoden. In dieser Rolle verkörperte er den traditionsbewussten und mitunter konservativen Arzt einer kleinen Stadt in Alabama, der mit den Veränderungen durch die neue Ärztin konfrontiert wird. Die Serie bot ihm die Gelegenheit, sowohl als Darsteller als auch als Regisseur tätig zu sein, da er regelmäßig Episoden der Serie inszenierte.

Späte Karriere und Streaming-Erfolge

In den 2010er und 2020er Jahren blieb Matheson sowohl in Gastrollen als auch in wiederkehrenden Serienrollen aktiv. Er spielte Vernon "Doc" Mullins in der Netflix-Serie Virgin River (2019) in insgesamt 42 Episoden und wurde damit einem neuen Publikum bekannt.

In der vierten Staffel von This Is Us (2019) übernahm er in vier Episoden die Rolle des Dave Malone, des bis dahin ungesehenen Vaters von Rebecca. Zudem war er 2016 in der Fernsehproduktion „Killing Reagan“ (2016) als Ronald Reagan zu sehen, eine Darstellung, die seine Fähigkeit unterstrich, historische Persönlichkeiten mit Tiefe zu versehen.

Diese späten Rollen zeigen, dass Matheson seine Karriere über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg kontinuierlich weiterentwickelt hat.

Tim Matheson Privatleben

Matheson war dreimal verheiratet, zunächst von 1968 bis 1971 mit der Schauspielerin Jennifer Leak, dann von 1985 bis 2012 mit Megan Murphy, mit der er drei Kinder hat. Aus dieser Ehe stammen die Töchter Molly und Emma sowie der Sohn Cooper. Seit 2018 ist er mit Elizabeth Marighetto verheiratet.

Ein amüsanter Fakt aus seiner frühen Karriere ist, dass er 1968 kurzzeitig in der Reserve des United States Marine Corps diente, bevor er sich ganz auf die Schauspielerei konzentrierte. Zudem war er von 1989 bis 1991 Miteigentümer und Vorsitzender des Satiremagazins National Lampoon, eine ungewöhnliche Station für einen Schauspieler.

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