Grey's Anatomy 17x03

© zenenbild aus Grey's Anatomy / (c) ABC
In der Grey's Anatomy-Episode My Happy Ending kümmern sich die Ärzte des Grey Sloan Memorial Hospital um Dr. Meredith Grey (Ellen Pompeo), die positiv auf COVID-19 getestet wurde. In der Zwischenzeit geht das Leben im Krankenhaus seinen gewohnten Gang: Jo (Camilla Luddington), Carina (Stefania Spampinato) und Bailey (Chandra Wilson) bringen ein Kind auf die Welt, das an die Leber gewachsen ist. Während Link (Chris Carmack) zum Krankenhaus zurückkehrt, gewöhnen sich Dr. Webber (James Pickens Jr.) und Dr. Koracick (Greg Germann) an ihren Jobtausch. Diese begrüßen die neuen interns am Grey Sloan Memorial Hospital.
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Unter den Neuen befindet sich ein Mutter-Tochter-Duo, die sich Young und Mother Ortiz nennen. Dr. Koracick ist ab sofort für die Einarbeitung der beiden und der anderen neuen zuständig, was mehr schlecht als recht klappt. Während sich eine nicht an die COVID-19-Sicherheitsstandards hält, zieht Mama Ortiz ihr eigenes Ding durch, da sie selbst 20 Jahre lang als Sozialarbeiterin gearbeitet hatte und eine dementsprechende Erfahrung mitbringt. Gegen Ende der Episode erhalten die Neuen im OP-Saal dann die berühmte Rede Webbers, die auch Meredith und ihre damaligen Kolleginnen und Kollegen erhalten hatten.
Dr. Webber hat außerdem sichergestellt, dass es keinen Engpass mehr bei der COVID-19-Ausrüstung gibt und ab sofort jeder Arzt mit der passenden Kleidung ausgestattet werden kann. Dr. Koracick, der zuvor diese Aufgaben übernommen hatte, wurde degradiert und muss sich nun um die Neuen kümmern. Als ob das noch nicht genug wäre, stellt sich bei der Massentestung des gesamten Krankenhauspersonals heraus, dass Tom positiv getestet wurde und er sich sofort in Isolation begeben muss.
Auch Meredith ist an COVID-19 erkrankt. Während Tom noch keine Symptome aufweist, sieht das bei Meredith ganz anders aus, so dass sich ihre Familie, Freunde und Kollegen berechtigte Sorgen um sie machen. Ihre Lage verschlechtert sich zusehends, so dass sie eine Patientenverfügung ausfüllen und sich darüber Gedanken machen muss, wer sich nach ihrem potentiellen Tod um ihre Kinder kümmern soll. Momentan macht das Amelia (Caterina Scorsone), doch die ist nach einigen Tagen - selbstverständlicherweise - schon überfordert, weshalb sie dafür nicht infrage kommt. Meredith hat aber auch noch keinen anderen Ersatz gefunden. Sie hat sich jedoch dafür entschieden, dass Webber die Entscheidungsgewalt hat, wenn sie in Lebensgefahr schweben sollte: Er ist und bleibt einfach eine Vaterfigur für sie.
In gewisser Weise sehnt sich Meredith bereits nach dem Tod, denn sie geht so oft wie möglich zurück an den Strand, an dem sich Derek (Patrick Dempsey) befindet und sie sagt selbst, dass sie nur „am Strand“, also bei Derek, sein möchte.
Natürlich musste es wieder Meredith treffen... Beinahe traditionsgemäß muss immer sie das Schlimmstmögliche erleiden: Wenn also eine Pandemie kommt, muss Meredith sofort an dem Virus erkranken. Das ist aber andererseits auch logisch, denn sie steht im Zentrum der Serie. Das verursacht den größtmöglichen Schock bei den Zuschauern und ebenso das größtmögliche Chaos und die größtmöglichen Sorgen bei den Mitarbeitern des Krankenhauses. Dass die Showrunner dann noch Derek miteinbeziehen, soll die Lage noch mehr dramatisieren. Dabei spielen sie also gekonnt mit unseren Gefühlen.
God knows you love me
Das Liebesdrama um die Dreiecksbeziehung zwischen Teddy (Kim Raver), Owen (Kevin McKidd) und Tom wird zum Glück nur an einer Stelle für einen kurzen Moment ausgeschöpft: Es gibt lediglich einen kurzen dramatischen Gefühlsausbruch, als Teddy das Gespräch mit Tom sucht und dieser ihr gesteht, dass sie ihm nun schon zweimal das Herz gebrochen hat und er sie trotzdem immer noch liebt. Owen taucht auf und erzählt Tom, dass er sich in Quarantäne begeben muss, weil er sich mit dem Virus angesteckt hat. Zuerst hält Tom das für einen schlechten Scherz, da er keine Symptome hat, doch schließlich glaubt er Owen. Glücklicherweise wird dieser potentiell dramatischen Situation nicht weiter nachgegangen, so dass sie nicht wie gewohnt eskalieren kann.
Bei den ehemaligen Mitgliedern der Fünfeckbeziehung, Amelia und Link, läuft es jedoch ganz anders: Zwar befinden sie sich nicht mehr in ihren „Flitterwochen“, so dass Link den Zustand Zuhause mit einem Flughafen an Thanksgiving vergleicht: Alles ist chaotisch und dreckig. Doch, als die beiden wieder zusammen zu sehen sind, ist zwar auch das Chaos spürbar, doch das vorherrschende Gefühl ist ihre Liebe und ihr Mitgefühl: Sie hören einander zu und nach einem Rat eines Patienten, der Sextherapeut ist, fragt Link Amelia einfach, was sie jetzt möchte. Damit macht er alles richtig und beide befinden sich (doch) wieder in den „Flitterwochen“. Auf den Harmoniefaktor des Liebespaares ist doch immer Verlass.
So langsam vermischt „Grey's Anatomy“ den COVID-19-Handlungsstrang mit „normalen“ Patientenbehandlungen, womit wieder etwas Normalität in die Serie und das Krankenhaus einkehrt. Dabei gefällt mir diese Mischung aus Altbekanntem, dem normalen Krankenhausalltag, und dem Neuen, der momentanen Ausnahmesituation, äußerst gut. Dennoch fände ich eine Fokussierung auf einen einzelnen COVID-19-Patienten - nicht Meredith oder Tom - interessant.
Fazit
Sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht folgt Grey's Anatomy erneut alten Schemata: Meredith ist mal wieder die Leidtragende, Webber gibt seine berühmte OP-Rede und Amelia und Link sorgen für Harmonie. Dem Liebesdrama um die Dreiecksbeziehung wird hingegen zum Glück mal nicht groß nachgegangen und auch im Krankenhaus kehrt wieder etwas Normalität ein, indem auch wieder Nicht-Corona-Fälle behandelt werden.
Hier abschließend noch der Trailer:
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Verfasser: Maike Karr am Freitag, 20. November 2020Grey's Anatomy 17x03 Trailer
(Grey's Anatomy 17x03)
Schauspieler in der Episode Grey's Anatomy 17x03
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